Krankenhaus Eilbek - LinkFang.de





Schön Klinik Hamburg Eilbek

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Schön Klinik Hamburg Eilbek
Trägerschaft Schön Kliniken
Ort Hamburg-Barmbek-Süd
Bundesland Hamburg
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Geschäftsführer Ulrich Knopp
Betten 698
Ärzte 204
Fachgebiete 12
Gründung 1864
Website schoen-kliniken.de/ptp/kkh/eil/

Die Schön Klinik Hamburg Eilbek ist ein Akutkrankenhaus in privater Trägerschaft mit 698 Betten im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd. Es ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg.

Geschichte

Die Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Friedrichsberg (später Staatskrankenanstalt Friedrichsberg) wurde am 20. Oktober 1864 im Hamburger Stadtteil Eilbek unter dem Direktor Ludwig Meyer nach dreijähriger Bauzeit eröffnet und war eine moderne Einrichtung für psychische Krankheiten. Die Patienten, die man jahrhundertelang als „Irre“ weggeschlossen hatte, wurden – erstmals in Deutschland – nach dem Prinzip einer zwangsfreien Behandlung betreut (siehe No-restraint-Prinzip). Alfons Maria Jakob beschrieb hier 1920 in der Neuropathologischen Forschung zum ersten Mal die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Viele der heute vorhandenen Pavillons wurden zwischen 1912 und 1914 nach Plänen von Fritz Schumacher erbaut. Ein mit der Stadt Lübeck geschlossener Staatsvertrag führte 1930 in der Lübecker Heilanstalt Strecknitz zur Erweiterung der Bettenkapazität auf Kosten Hamburgs um 400 Betten, die mit Patienten aus Hamburg belegt wurden, die hier wegen Überfüllung der entsprechenden Einrichtungen nicht mehr aufgenommen werden konnten. Später als Aktion T4 bekannt, wurden 1941 605 Patienten auf Veranlassung der Nationalsozialisten abgeholt und ermordet.

1949 wurden die Patienten in das Krankenhaus Ochsenzoll (heute Teil der Asklepios Klinik Nord) verlegt und das Krankenhaus Eilbek zu einem Allgemeinen Krankenhaus umgewandelt. Dabei wurde es in Allgemeines Krankenhaus Eilbek umbenannt. Des Weiteren wurde auch das Ensemble des ehemaligen Ebenezer Krankenhaus, bestehend aus dem Klinikgebäude mit dem Kapellenanbau und dem an die Friedrichsberger Straße vorgezogenen Ärzte-Wohnbau zum AK Eilbek.

Trotz gegenteiligem Volksentscheid, der verfassungsrechtlich nicht bindend war, wurde das Krankenhaus privatisiert und an die Asklepios Kliniken verkauft. Diese errichtete 2004 für das nun Klinikum Eilbek genannte Krankenhaus einen Neubau. Ein Teil des Krankenhaus- und Parkgeländes wurde für den Wohnungsbau genutzt.

2006 verkaufte Asklepios das Krankenhaus an die Schön Kliniken, das seither Schön Klinik Hamburg Eilbek heißt.

Struktur

Die Schön Klinik Hamburg Eilbek ist mit 698 Betten und fast 1.600 Mitarbeitern das fünftgrößte Krankenhaus in Hamburg. Patienten werden in 17 Fachbereichen und Kliniken behandelt. Zusätzlich ist im April 2011 ein weiterer Neubau für eine Psychiatrie und eine neurologische Frührehabilitation auf dem Krankenhausgelände entstanden. 2013 ist ein neues 4 Stockwerke umfassendes Parkhaus in Betrieb gegangen.

Im Jahr 2010 wurden 17.620 Patienten stationär und 24.625 ambulant behandelt.[1]

Fachgebiete

  • Adipositaschirurgie
  • Anästhesiologie, Intensiv- und Überwachungsstation (IMC, ITS)
  • Allgemeine Chirurgie, Zentrale Notaufnahme (ZNA)
  • Klinik für Endokrine Chirurgie, Geriatrie, und Physikalische Medizin
  • Innere Medizin, Zentrale Notaufnahme (ZNA), Intensiv- und Überwachungsstation (IMC, ITS)
  • Orthopädie Zentrale Notaufnahme (ZNA)
  • Psychiatrie
  • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Radiologie
  • Rheumatologie, Interdisziplinäre Tagesklinik (Geriatrie, Rheumatologie, Rehabilitation)
  • Septische Knochen- und Weichteilchirurgie
  • Unfallchirurgie Zentrale Notaufnahme (ZNA)
  • Zentrum für Spinale Chirurgie
  • Zentrum für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation

Rosengarten

Der Rosengarten im Zentrum der Klinik ist dem Gedächtnis der Malerin und ehemaligen Patientin Elfriede Lohse-Wächtler gewidmet. Die Künstlerin wurde hier im 1929 einige Wochen wegen Schizophrenie behandelt. Im Dezember 1935 unterzog man sie im Rahmen der nationalsozialistischen Eugenik der Zwangssterilisation. 1940 wurde sie in der Tötungsanstalt Schloss Sonnenstein bei Pirna ermordet.

Literatur

  • Marcinowski: Hamburger Staatsbauten von Fritz Schumacher : Irrenanstalt Friedrichsberg. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, Jg. XLII, Nr. 103 (23. Dezember 1922), urn:nbn:de:kobv:109-opus-56538 , S. 630–634. (Elf Abbildungen)

Weblinks

 Commons: Klinikum Eilbek  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Qualitätsbericht 2010, S. 16

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schön Klinik Hamburg Eilbek (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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