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Kraftwerk Gustav Knepper


Kraftwerk Gustav Knepper
Kraftwerk Gustav Knepper
Lage
 
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Land Deutschland Deutschland
Daten
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Steinkohle
Leistung netto 360
Typ Dampfkraftwerk
Eigentümer E.ON
Betriebsaufnahme 1971 (Block C)
Stilllegung 23. Dezember 2014
Schornsteinhöhe 210 m

Das Kraftwerk Gustav Knepper ist ein stillgelegtes Steinkohlekraftwerk im Dortmunder Stadtbezirk Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel. Benannt wurde es nach dem Bergwerksdirektor Gustav Knepper. Die Altblöcke A/B lagen auf Dortmunder Stadtgebiet. Block C liegt auf Castrop-Rauxler Grund.

Das Steinkohlekraftwerk wurde von 1951 bis 1971 nach Plänen des Essener Industrie-Architekten Fritz Schupp auf dem Areal der Schachtanlage Gustav der Zeche Adolf von Hansemann in fünf Ausbaustufen errichtet. Betreiber des Kraftwerks war ursprünglich die Gelsenkirchener Bergwerks-AG, später dann die Bochumer Bergbau AG. Heute gehört das Kraftwerk zum E.ON-Konzern.

Block C des Kraftwerkes wurde von 1968 bis 1971 gebaut und 1971 mit einer Leistung von 340 MW in Betrieb genommen. In einer Pressemitteilung vom 22. September 1969 wurde der neue Kühlturm mit 128 Metern Höhe als der höchste der Welt bezeichnet. Der Schornstein ist 210 m hoch, das Kesselhaus 69 m.

In den Jahren 1975/1976 übernahm die Veba Kraftwerke Ruhr (VKR) das Kraftwerk Knepper und 1977/1978 wurden die fünf Kühltürme der Altblöcke abgerissen. Die Erweiterung des Kraftwerkes um einen 740-MW-Block wurde nach zahlreichen Diskussionen in der Öffentlichkeit verworfen.

Die Blöcke A und B mit je 64 MW wurden 1990 stillgelegt. Anfang der 1990er Jahre begann die VKR mit dem Teilabbruch der Blöcke A/B, allerdings konnte das alte Maschinenhaus nicht rückgebaut werden, da in der oberen Hälfte das Kohlenförderband für Block C verläuft. Turbinen und Generatoren wurden verkauft, nur der 150-t-M.A.N.-Brückenkran wurde in dem Gebäude belassen. Das Gebäude dient nun zur Lagerhaltung. In den Jahren 1985/1986 wurde die DeNOx-Anlage auf Knepper errichtet, ein Jahr später nahm die Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) ihren Betrieb auf. 1990 ging das Flugaschesilo mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Tonnen in Betrieb.

Im Jahr 2002 wurde dank weiterer Verbesserungsmaßnahmen an der Turbine eine Nettoleistung von 360 MW erreicht. Neben elektrischer Energie lieferte das Kraftwerk Fernwärme in die benachbarten Stadtteile, so auch zu den Kunden, die vorher vom Kraftwerk Castrop-Rauxel beliefert wurden.

Das Kraftwerk Knepper und seine Belegschaft von 65 Personen waren für das Kraftwerk Castrop-Rauxel, das Ende der 1990er Jahre nur noch als Reservekraftwerk diente, mitverantwortlich. Das Kraftwerk Rauxel wurde am 15. Juni 2001 stillgelegt und inzwischen abgerissen.

Mitte 2010 nahm der Regionalverband Ruhr das Kraftwerk in die Route der Industriekultur, Themenroute Chemie, Glas und Energie auf.

Im Dezember 2013 beantragte E.ON bei der Bundesnetzagentur aus wirtschaftlichen Gründen die Stilllegung des Kraftwerkes. Diese erfolgte am 23. Dezember 2014. Hintergrund sind niedrige Börsenstrompreise, auslaufende Stromlieferverträge mit Großabnehmern und das hohe Alter des Kraftwerks.[1]

Der Netzanschluss erfolgte über die Schaltanlage Pöppinghausen auf der 380-kV-Höchstspannungsebene in das Netz von Amprion.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Eon will Kohlekraftwerk in Dortmund-Mengede abschalten . In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20. Dezember 2013. Abgerufen am 20. Dezember 2013.
  2. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. Archiviert vom Original am 22. Juli 2012, abgerufen am 21. Juli 2012 (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB).

Weblinks

 Commons: Kraftwerk Knepper  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Route der Industriekultur (Dortmund) | E.ON-Kraftwerk | Kohlekraftwerk in Europa | Stillgelegtes Kohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen | Bauwerk in Dortmund

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