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Kopfing im Innkreis


Kopfing im Innkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 33,3 km²
 :
Höhe: 547 m ü. A.
Einwohner: 1.941 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 58 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4794
Vorwahl: 0 77 63
Gemeindekennziffer: 4 14 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 95
4794 Kopfing im Innkreis
Website: www.kopfing.at
Politik
Bürgermeister: Otto Straßl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
15
8
2
15 
Lage der Marktgemeinde Kopfing im Innkreis im Bezirk Schärding
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kopfing im Innkreis ist eine Marktgemeinde im Bezirk Schärding in Oberösterreich mit 1941 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ), etwa 25 km von der Bezirkshauptstadt Schärding entfernt. Sie liegt im nördlichen Innviertel und im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie

Die Gemeinde Kopfing im Innkreis liegt auf 547 m Höhe im nördlichen Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd ca. 8,5 km, von West nach Ost ca. 5,9 km. Die Katasterfläche der Marktgemeinde Kopfing im Innkreis betrug im Jahre 2001 33,34 km². Die berechnete Einwohnerdichte ergibt 61 Einwohner/km². 46,4 % der Fläche sind bewaldet, 47,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 25 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Au (38)
  • Beharding (17)
  • Dürnberg (29)
  • Engertsberg (85)
  • Entholz (101)
  • Glatzing (62)
  • Grafendorf (48)
  • Hub (22)
  • Kahlberg (38)
  • Kimleinsdorf (30)
  • Knechtelsdorf (49)
  • Kopfing im Innkreis (523)
  • Kopfingerdorf (208)
  • Leithen (64)
  • Matzelsdorf (57)
  • Mitteredt (38)
  • Neukirchendorf (73)
  • Paulsdorf (64)
  • Pratztrum (23)
  • Raffelsdorf (60)
  • Rasdorf (102)
  • Ruholding (107)
  • Schnürberg (19)
  • Straß (48)
  • Wollmannsdorf (56)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Entholzen, Glatzing, Kopfing und Neukirchendorf.

Topografie

Das Gebiet im Süden der Sauwaldes entwässert über einige Bäche (Aubach, Becken-, Tiefenbach) zur nahegelegenen Donau. Das Gemeindegebiet liegt zwischen etwa 500 und 790 m Seehöhe. Im Norden erhebt sich der Feichtberg, auf dem in 777m Höhe ein Flugsicherungsradar steht.

Wappen

Blasonierung: Unter schwarzem Schildhaupt, darin drei goldene, aufrechte Rauten, in Gold ein roter Wellenkeil schräglinks zur Mitte des Schildrandes, oben rechts begleitet von einem roten, vierstrahligen Stern. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gelb-Rot. Entworfen wurde das Gemeindewappen von Josef Ruhland.

Geschichte

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bairisch. In Kopfing fanden die ersten Gefechte des Spanischen Erbfolgekrieges statt. Die kaiserlich-österreichischen Truppen überfielen im November 1703 den damals bayerischen Ort Kopfing. Die Kopfinger leisteten beherzte Gegenwehr und schossen aus dem Kirchturm (Wehrturm) heraus. Dieser Krieg zog sich dann bis zum Jahre 1706 dahin, am Ende stand die Schlacht von Höchstätt, die Sendlinger Mordweihnacht (München) und die Bauernschlacht von Aidenbach. Aidenbach ist heute neben Ringelai/Bayern die neue Partnergemeinde von Kopfing. Original Schanzgräben sowie alte Grenzsteine zeugen in Kopfing noch heute von dieser Vergangenheit. Kopfing kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. 1785 wurde Kopfing zur Pfarre erhoben. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz baierisch, gehört der Ort seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. 1905 wurde die neue Pfarrkirche Kopfings fertiggestellt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik

  • Derzeitiger Bürgermeister (Stand 2009) ist Otto Straßl von der ÖVP (Österreichische Volkspartei).
  • Einwohnerentwicklung: Laut Volkszählungsdaten (Quelle: Statistik Austria) hatte die Gemeinde 1991 2.074 und im Jahre 2001 2.028 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kopfing im Innkreis
  • Baumkronenweg Kopfing: ein Freizeitpark im Wald
  • Kulturhaus Kopfing: Park für Kunst und Kultur mit Kulturhaus, das 2006 fertiggestellt wurde. Betreiber ist der Verein "Kulturzeit Kopfing". Das Kulturhaus Kopfing birgt diverse Ausstellungen moderner Kunst und mehrere Museumsausstellungen: eine alte Krämerei (befand sich bis ins 20. Jh. im Kulturhaus, das früher "Krämerhäusl" genannt wurde) und die Brauchtumsstube (regionaler Bezug zu Kopfing). Weiter zu sehen ist ein geologisches Kabinett (Mineraliensammlung, Fossilien). Ein Raum ist dem Kopfinger "Herrgottschnitzer" Martin Plöckinger gewidmet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Folgende Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2001, als Quellen dienten Daten des Marktgemeindeamtes Kopfing im Innkreis. Im erwähnten Jahr gab es in der Gemeinde 69 Arbeitsstätten mit insgesamt 690 Beschäftigten (im Vergleich 1991: 58 Arbeitsstätten mit 549 Beschäftigten). Die Zahl der Erwerbstätigen (Summe der Erwerbspersonen in Vollzeit und Teilzeit, geringfügig Beschäftigte, Präsenz- und Zivildiener) insgesamt betrug 964, davon waren 556 Auspendler und 408 Personen Einpendler. 11,7 % der Erwerbspersonen waren in der Land- und Forstwirtschaft tätig, 27,3 % in der Sachgütererzeugung, 16,7 % im Bauwesen und 9,6 % im Bereich Handel, Reparatur von KFZ und Gebrauchsgütern.

Zu den bedeutendsten Firmen in Kopfing zählt das Türen- und Fensterunternehmen Josko.

Pfarre

In der Kopfinger Pfarrkirche sind die Reliquien des heiligen Anastasius, der heiligen Schwester Faustina und die Reliquie des heiligen Apostel Andreas.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

Ehrenbürger:

  • Otto Straßl
  • Mathias Ertl
  • Johann Scheuringer
  • Alois Heinzl, Pfarrer
  • Ludwig Gruber
  • Josef Ratzenböck, Alt Landeshauptmann von OÖ.
  • Johann Oberauer, Kapellmeister

Ehrenringträger:

  • Franz Reisenberger
  • Johann Klaffenböck
  • Josef Ruhland
  • Josef Rossgatterer

Weblinks

 Commons: Kopfing im Innkreis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Kategorien: Ort im Bezirk Schärding | Kopfing im Innkreis | Sauwald | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kopfing im Innkreis (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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