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Konstantin III. (Byzanz)


Konstantin III. (griechisch Κωνσταντίνος Γ’, eigentlich Flavios Herakleios o Neos Konstantinos, griechisch Φλάβιος Ἡράκλειος ὁ Νέος Κωνσταντίνος, lat. Flavius Heraclius Novus Constantinus; * 3. Mai 612; † 641) war im Jahr 641 kurzzeitig Kaiser von Byzanz.

Konstantin III. war der älteste Sohn des Kaiser Herakleios und seiner ersten Frau Eudokia und − zumal bereits 613 zum Mitkaiser erhoben − damit eigentlich derjenige, der die beste Aussicht hatte, die Nachfolge des Herakleios anzutreten. Er war seit 629/630 mit Gregoria, einer Cousine zweiten Grades, verheiratet. Martina, die zweite Frau des Herakleios, setzte alles daran, dass ihr Sohn Heraklonas − offenbar war ein früher geborener Sohn, der ebenfalls Konstantin hieß, jung gestorben − alleiniger Thronerbe und Konstantin III. von der Thronfolge ausgeschlossen werden sollte; so brachte sie ihren Mann dazu, bereits zu seinen Lebzeiten Heraklonas am 4. Juni 638 (der Sohn war gerade 12 Jahre alt) zum Mitkaiser und dessen jüngere Brüder David und Martinos zu Caesaren zu ernennen. Als Herakleios dann am 11. Februar 641 starb, wurde die Witwe Martina zur faktischen Regentin, ohne allerdings verhindern zu können, dass auch Konstantin III. zum Kaiser erhoben wurde. Dieser war offenbar schon längere Zeit krank, jedenfalls verstarb er kurz darauf (Ende April oder Ende Mai 641). Im Volk kam der Verdacht auf, dass Martina bei diesem Tod nachgeholfen hatte.

Vor seinem Tod hatte Konstantin III. noch seinen 11-jährigen Sohn Konstans II., der vor seiner Krönung noch nach seinem Großvater Flavius Heraclius (Φλάβιος Ἡράκλειος) hieß, ebenfalls in den Rang eines Caesar erhoben und zum Erben bestimmt. Offenbar selbst der Regentin Martina gegenüber misstrauisch, hatte Konstantin III. das Heer angewiesen, seinen Sohn zu beschützen. Am 14. September 641 drang das Volk, das die Herrschaft der Kaiserwitwe endgültig beenden wollte, in den Kaiserpalast ein, verstümmelte Martina und Heraklonas (ihr wurde die Zunge abgeschnitten, ihm die Nase) und verbannte sie nach Rhodos. Heraklonas starb kurz darauf an seinen schweren Verletzungen. Dadurch konnte der junge Herakleios, der zwischenzeitlich auf Druck des Valentinos zum Mitkaiser avanciert war, als Konstans II. unangefochten das Kaisertum übernehmen. Die Monate der inneren Unruhe hatten das Reich allerdings geschwächt und sicher mit dazu beigetragen, dass der Vormarsch der Araber in Ägypten nicht gestoppt wurde.

Literatur

Weblinks

 Commons: Konstantin III.  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerAmtNachfolger
HerakleiosKaiser von Byzanz
641
Heraklonas


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