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Kolkwitz


Dieser Artikel behandelt den Ort Kolkwitz bei Cottbus. Zu weiteren Bedeutungen siehe Kolkwitz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-NeißeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 104,68 km²
Einwohner: 9147 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03099
Vorwahlen: 0355, 035603, 035604, 035606
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 244
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berliner Straße 19
03099 Kolkwitz
Webpräsenz: www.kolkwitz.de
Bürgermeister: Fritz Handrow (CDU)
}

Kolkwitz, niedersorbisch Gołkojce, ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg (Deutschland).

Etwa 4.500 Menschen leben im Kernort Kolkwitz. Die Gemeinde hat knapp 10.000 Einwohner.

Geographie

Die Gemeinde liegt fünf Kilometer westlich von Cottbus.

Gemeindegliederung

Die Großgemeinde Kolkwitz besteht seit 1993 und umfasst folgende Orte (in Klammern die niedersorbische Bezeichnung):

  • Babow/Spreewald (Bobow)
  • Brodtkowitz (Brodkojce)
  • Dahlitz (Dalic)
  • Eichow (Dubje)
  • Glinzig (Glinsk)
  • Gulben (Gołbin)
  • Hänchen (Hajnk)
  • Kackrow (Kokrjow)
  • Klein Gaglow (Gogolowk)
  • Kolkwitz (Gołkojce)
  • Krieschow (Kśišow)
  • Kunersdorf bei Cottbus (Kósobuz)
  • Limberg (Limbarg, 1389 erstmals urkundlich erwähnt)
  • Milkersdorf (Górnej)
  • Papitz (Popojce)
  • Wiesendorf (Naseńce)
  • Zahsow (Cazow)

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 1 305
1890 1 719
1910 2 163
1925 2 418
1933 2 767
1939 2 945
1946 3 271
1950 3 759
1964 3 395
1971 3 204
Jahr Einwohner
1981 3 723
1985 3 701
1989 3 694
1990 3 392
1991 3 390
1992 3 379
1993 7 788
1994 8 148
1995 8 622
1996 9 121
Jahr Einwohner
1997 9 634
1998 9 980
1999 10 188
2000 10 270
2001 10 254
2002 10 225
2003 10 228
2004 10 118
2005 9 989
2006 9 965
Jahr Einwohner
2007 9 885
2008 9 773
2009 9 664
2010 9 542
2011 9 289
2012 9 301
2013 9 274
2014 9 234

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2][3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Geschichte

Kolkwitz wurde erstmals um 1300 urkundlich erwähnt.

Politik

Gemeindevertretung

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 55,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,8 %
26,7 %
12,5 %
11,2 %
4,0 %
OFW
LuU
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Die Gemeindevertretung von Kolkwitz besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[4]

  • CDU: 8 Sitze
  • SPD: 5 Sitze
  • Die Linke: 2 Sitze
  • Ortsteilbündnis Freie Wähler: 2 Sitze
  • Wählergruppe Landwirtschaft und Umwelt: 1 Sitz

Bürgermeister

Fritz Handrow (CDU) wurde in der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009 mit 71,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[5]

Wappen

Das Wappen wurde 1998 von der Gemeindevertretung festgelegt und vom brandenburgischen Innenministerium am 9. April 1999 genehmigt.

Blasonierung: „Aus einem oben wellenförmig grün-silbern geteilten blauen Wellenschildfuß, belegt mit einem silbernen Fisch, wachsend in Gold ein grüner Laubbaum.“[6]

Der Laubbaum erscheint bereits in einem Gemeindesiegel vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das heraldisch als allgemeiner Laubbaum gestaltete Motiv trägt 17 Blätter und spiegelt damit die Anzahl der Ortsteile der Gemeinde wider.

Der Baum steht darüber hinaus als redendes Bild für den Gemeindenamen. Kolkwitz wird etymologisch mit „von Kiefernwall umgeben“ oder auch „unterhalb des Waldes liegend“ interpretiert. Die beiden Wellenbalken und vor allem der heraldisch stilisierte Fisch symbolisieren die wasserreiche Teichlandschaft der Großgemeinde Kolkwitz, die vom Priorgraben, einem historisch bedeutsamen Kanal, durchzogen wird.

Für die Gemeinde spiegeln Motivik und die Farbgebung mit Grün als Hauptfarbe auch den Wiesen- und Waldreichtum der Gemeindeflur und die Lage der Gemeinde am Rande des Spreewalds wider.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Partnerschaften

Seit 1994 besteht eine Partnerschaft mit der bayerischen Gemeinde Großmehring im Landkreis Eichstätt, seit 2006 mit Torzym in der polnischen Woiwodschaft Lebus.

Sehenswürdigkeiten

In Kolkwitz kann ein Bunker der DDR-Luftstreitkräfte (1. Luftverteidigungsdivision, GS-31) besichtigt werden, hier war auch die Funkkompanie des NB-31 im Dienst und sicherte die nachrichtentechnischen Verbindungen des damaligen GS-31.

In der Liste der Baudenkmale in Kolkwitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale. Darunter die spätgotische Dorfkirche Papitz. Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Kolkwitz aufgeführt.

Verkehr

Kolkwitz liegt an den Bahnstrecken Berlin–Görlitz (Haltepunkte Kunersdorf und Kolkwitz) und Halle–Cottbus (Haltepunkt Kolkwitz Süd).

Vereine

In der Gemeinde Kolkwitz sind eine Reihe von Vereinen zuhause. Beispielsweise der SV Kolkwitz 1896 e.V. (Kolkwitzer SV, KSV) und der KCC (Kolkwitzer Carneval Club). Weitere Vereine in der Gemeinde Kolkwitz sind unter anderem die SG Glinzig e.V., der SV Fichte Kunersdorf und der VfB 1921 Krieschow e.V..

Persönlichkeiten

  • Max Pohlenz (1872–1962), klassischer Philologe, geboren in Hänchen
  • Joochen Laabs (* 1937), Schriftsteller, aufgewachsen in Hänchen

Quellenangaben

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße . S. 22–25
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  5. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks

 Commons: Kolkwitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Spree-Neiße | Kolkwitz | Ort in der Niederlausitz | Ort im sorbischen Siedlungsgebiet | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kolkwitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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