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Kochelsee


Kochelsee
Geographische Lage Alpenvorland
Zuflüsse Loisach, Kraftwerk Walchensee, Haselrieslaine, Kohllaine, Heckenbach, Jochbach
kleinere Gebirgsbäche
Abfluss Loisach
Orte am Ufer Kochel, Schlehdorf
Daten
Höhe über Meeresspiegel 600 m ü. NN
Fläche 5,95 km²[1]
Länge 3,53 km[1]
Breite 3,45 km[1]
Volumen 0,1847 km³[1]
Umfang 15 km
Maximale Tiefe 65,9 m[1]
Mittlere Tiefe 31,0 m[1]
pH-Wert 8,2
Einzugsgebiet 683,7 km²[1]

Der Kochelsee liegt 70 km südlich von München am Rand der Bayerischen Alpen. Er gehört zu den Gemeinden Schlehdorf (rund 30 Prozent) im Westen und Kochel am See im Osten. Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern und wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen verwaltet.

Lage und Siedlungsgeschichte

Während der südliche Bereich des Sees noch von Bergen umgeben ist, liegt der nördliche Teil schon im flachen Voralpenland und wird von den Loisach-Kochelsee-Mooren begrenzt. Die Geschichte der Besiedelung Kochels (früher Quochcalun) begann auf der so genannten Birg bei Altjoch, einem Felskegel direkt am Ufer des Kochelsees. Der Name Kochel ist abgeleitet vom lateinischen cocula, der Bezeichnung für Kopf, Kegel oder Gipfel. Von romanischen Gattungsnamen sind es besonders der Kapf und Kogel mit den Nebenformen Kochel, Gugel, Kögel und Kegel, die durch das ganze bayerische Sprachgebiet verbreitet sind...[2]

Entstehung

Der See entstand in der Würmeiszeit durch die Ausschürfung des Isar-Loisach-Gletschers. Der Untergrund des so entstandenen Beckens wurde anschließend durch Seetone eines eiszeitlichen Sees verfüllt, welche einen stauenden Untergrund bildeten. Der heutige Kochelsee ist nur noch ein Überrest des ursprünglich bis nach Penzberg reichenden und ca. 200 m tiefen Beckens im Bereich der Flyschzone. Der See verlandete nach und nach, so dass sich nördlich von ihm die Loisach-Kochelsee-Moore mit Nieder- und Hochmooren bildeten.

Zu- und Abfluss

Bei Schlehdorf, nördlich unterhalb von Herzogstand und Heimgarten, fließt die Loisach in den Westteil des Kochelsees. Sie verlässt den See an seinem Nordrand, westlich von Kochel am See.

Gleichzeitig fließt im Durchschnitt dieselbe Wassermenge vom Walchensee – und damit von der Isar – durch das Wasserkraftwerk Walchensee zu. Um die Schwankungen des Wasserspiegels gering zu halten, wird der Abfluss durch eine Kanalschleuse parallel zum natürlichen Auslauf des Kochelsee reguliert.

Tourismus

Aufgrund seiner Lage am Fuße des Herzogstand und der Nähe zum Walchensee spielt der Kochelsee eine große Rolle für den Fremdenverkehr in der Region. Neben den üblichen Aktivitäten wie Baden, Spazierengehen und Bootsausflüge ist die Region ein Wandergebiet. Im Sommer können die Berge zu Fuß und im Winter mit Tourenski erkundet werden. Auch gibt es Möglichkeiten zur Skiabfahrt am Herzogstand, von dem aus man Kochelsee und Walchensee überblickt. Bekannt ist das Klettergebiet Kochel mit schwierigen Routen für Sportkletterer und für Deep Water Soloing (Klettern vom Wasser aus).

Auch für Windsurfer und Kitesurfer ist der Kochelsee ein interessantes Revier, das für Starkwind bekannt ist. Wenn in den Alpen Föhnlage herrscht, weht der Wind den Kesselberg herunter. In kalten Nächten können am Nordhang von Herzogstand und Heimgarten Fallwinde entstehen, die bis in den Vormittag hinein andauern. Es wurden Windstärken bis 8 Bft gemessen.[3]

Orte

Die Ortschaften am Kochelsee gehören zum Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen:

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 11 Bayern (PDF; 1,7 MB)
  2. Philologische volkskundliche Arbeit or. Karl Vollmöller, veröffentlicht von F. Junge, 1908. Original von University of Michigan, ISBN 3-931516-09-1
  3. Windsurfen am Kochelsee

Weblinks

 Commons: Kochelsee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kochelsee – Reiseführer

Kategorien: Gewässer im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen | Kochel am See | Schlehdorf | See in Bayern | See in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kochelsee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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