Knospendeckung - LinkFang.de





Knospendeckung


Die Knospendeckung, auch Ästivation oder Präfloration beschreibt die Stellung der jungen Blätter in der Blüten-Knospe. Die Knospendeckung kann in einer Blüte bei Kelch- und Kronblättern unterschiedlich sein.

  • Imbricat (deckend, dachziegelig): Ein Teil der Blätter überdeckt beide Nachbarn, ein Teil nur einen. Hier gibt es mehrere Varianten:
    • Bei der quincuncialen Deckung (A) stehen die Blätter genau in 2/5-Stellung (Phyllotaxis): Die Blätter werden in der Reihenfolge 1 bis 5 von außen nach innen gebildet. Nach zwei Drehungen würde das (nicht gebildete) sechste Blatt über dem ersten stehen, daher 2/5-Stellung. Hierbei stehen zwei Blätter ganz außen, zwei ganz innen, und eines deckt auf einer Seite. Sie ist beim Kelch häufig anzutreffen.
    • Bei der cochlearen Deckung steht ein Blatt ganz außen, eines ganz innen, die übrigen decken auf einer Seite. Hier unterscheidet man wieder zwischen
      • Cochlear aufsteigend (B) und
      • Cochlear absteigend (C).
  • Bei der contorten oder gedrehten Stellung (D) wird jedes Blatt vom vorhergehenden gedeckt und deckt selbst das nächstfolgende.
  • Bei der valvaten (E) oder klappigen Knospendeckung berühren sich die Blätter, ohne sich aber zu überdecken.
  • Bei der aperten oder offenen Knospendeckung (F) berühren sich die Blätter nicht.

Imbricat wird auch abweichend definiert. Im „Strasburger“ wird es für Knospen verwendet, deren Blätter sich auf unterschiedliche Weise gegenseitig überlappen, womit auch die contorte Stellung unter diese Definition von imbricat fällt.[1] Peter Leins hingegen verwendet den Begriff imbricat überhaupt nicht, er verwendet die Begriffe quincuncial, cochlear, contort, valvat und apert gleichrangig nebeneinander.[2]

Literatur

  • Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. Die Termini in ihrem historischen Zusammenhang. 2. erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2003, ISBN 3-8274-1398-2.

Einzelnachweise

  1. Peter Sitte, Elmar Weiler, Joachim W. Kadereit, Andreas Bresinsky, Christian Körner: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. Begründet von Eduard Strasburger. 35. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2002, ISBN 3-8274-1010-X, S. 756.
  2. Peter Leins, Claudia Erbar: Blüte und Frucht. Aspekte der Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion und Ökologie. Schweizerbart, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4, S. 43.

Kategorien: Blüte

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Knospendeckung (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.