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Kleinbartloff


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Eichsfelder Kessel
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 12,63 km²
Einwohner: 426 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37355
Vorwahl: 036076
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 059
Adresse der Verbandsverwaltung: Bergstraße 51
37355 Niederorschel
Webpräsenz: www.eichsfelder-kessel.de
Bürgermeister: Erhard Koch (CDU)
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Kleinbartloff ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfelder Kessel im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Die Gemeinde Kleinbartloff besteht aus dem Ort Kleinbartloff und dem Ortsteil Reifenstein sowie zwei Gehöften und fünf ehemaligen Mühlen.

Geschichte

Kleinbartloff wurde 1253 erstmals in einer Urkunde des Grafen Heinrich von Gleichen erwähnt. Das Dorf ist ein sogenanntes Klosterdorf und entwickelte sich um das 1162 gegründete Zisterzienserkloster Reifenstein herum. Landesherr war der Erzbischof von Mainz. Anfang des 16. Jahrhunderts war das Dorf eine Wüstung. 1803 wurde das Kloster Reifenstein aufgelöst, kam in preußischen Besitz und in eine Staatliche Domäne umgewandelt. Diese bestand bis 1945.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten seit 1940 mehr als 100 Frauen und Männer aus Polen und der Ukraine bei Bauern in Kleinbartloff, Reifenstein und dem Rittergut Quetz Zwangsarbeit leisten. In Reifenstein gab es ein „Sonderlager“ für Zwangsarbeiter.[2]

1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Die Klosteranlage wurde 1949 von der Friedrich-Schiller-Universität Jena übernommen und eine Spezialklinik für Knochen- und Gelenktuberkulose eingerichtet. 1964 wurde die Spezialklinik Kreiskrankenhaus für den ehemaligen Kreis Worbis. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Kleinbartloff von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zu Thüringen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 466
  • 1995: 486
  • 1996: 476
  • 1997: 481
  • 1998: 477
  • 1999: 496
  • 2000: 502
  • 2001: 498
  • 2002: 494
  • 2003: 494
  • 2004: 480
  • 2005: 476
  • 2006: 477
  • 2007: 460
  • 2008: 452
  • 2009: 438
  • 2010: 431
  • 2011: 417
  • 2012: 399
  • 2013: 409
  • 2014: 432
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wappen

Blasonierung: „Schild in Göpelteilung; vorn in Silber ein schwarzer Buchenzweig mit grünen Blättern, hinten in Grün ein silbernes Mühlrad, unten in Schwarz ein silbernes Torhaus beseitet von einer silbernen Mauer.“

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat Kleinbartloff setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • CDU: 4 Sitz
  • Parteilose Bürger: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[3]

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Erhard Koch (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Bedeutendstes Bauwerk der Gemeinde ist das Kloster Reifenstein.

Im nördlichen Teil der Ortslage befinden sich entlang des Giesgraben mehrere denkmalgeschützte Mühlen oder ehemals als Mühlen genutzte Fachwerkhäuser[5]

  • Das Wohnhaus Bäckermühle war eine Mahlmühle aus dem späten 16. Jahrhundert und wurde bis 1928 betrieben.
  • Die Eckmühle (auch Winkelmühle) entstand 1786 und war bis 1949 in Betrieb.
  • Die Eichmühle wurde im 17. Jahrhundert als Mahlmühle erbaut und konnte auch als Säge- und Ölmühle verwendet werden. Der Betrieb wurde 1929 eingestellt.
  • Die Mönchmühle ist wahrscheinlich älteste Mühle des Dorfes und geht auf das Kloster Reifenstein zurück. Im Bauernkrieg zerstört wurde sie ab 1550 neu erbaut. Die Mahlmühle war bis 1929 in Betrieb. 1937 wurde sie als Ausbildungsstätte einer Gewerbeschule für landwirtschaftliche Tätigkeiten genutzt. Von 1960 bis 1990 saß die LPG Kleinbartloff im Gebäudekomplex. Das Mühlrad dient heute zur Stromerzeugung.
  • Die Rohrmühle fand erstmals im 17. Jahrhundert, als Zubehör des Gutes Beinrode Erwähnung. Bis 1955 war die Mühle in Gang, seitdem wird das Anwesen landwirtschaftlich bewirtschaftet.

Literatur

  • Karl-Heinz Hoffmann: Kleinbartloffer Heimatschrift mit Reifenstein 1253–2003. Hrsg.: Gemeinde Kleinbartloff. Duderstadt 2003, S. 92.
  • Helmut Godehard: Eine handgeschriebene “Chronik” der Pfarrgemeinde Kleinbartloff im Pfarrarchiv Niederorschel. Ein Beitrag zur 750-Jahr-Feier des Dorfes (1253–2003). In: Verein f. Eichsfeldische Heimatkunde e.V., Verein «Goldene Mark» Untereichsfeld e.V. (Hrsg.): Eichsfeld-Jahrbuch. Band 11. Mecke, Duderstadt 2003, ISBN 978-3-936617-17-7, S. 145–168.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 40, ISBN 3-88864-343-0
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 7. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  5. Volker Große, Klaus Herzberg: Mühlen im Obereichsfeld. In: Maik Pinkert (Hrsg.): Ein Kompendium. Eichsfeld-Verlag, Heiligenstadt 2008, ISBN 978-3-935782-13-5, S. 226–234.

Weblinks

 Commons: Kleinbartloff  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Eichsfeld | Kleinbartloff | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinbartloff (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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