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Klaus an der Pyhrnbahn


Klaus an der Pyhrnbahn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Kirchdorf an der Krems
Kfz-Kennzeichen: KI
Fläche: 107,94 km²
 :
Höhe: 466 m ü. A.
Einwohner: 1.079 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 10 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4564
Vorwahl: 07585
Gemeindekennziffer: 4 09 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klaus a.d.P. 100
4564 Klaus an der Pyhrnbahn
Website: www.gemeinde-klaus.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Mayr (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
12
4
3
12 
Lage der Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn im Bezirk Kirchdorf an der Krems
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Klaus an der Pyhrnbahn ist eine Gemeinde im Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel in Oberösterreich, mit 1079 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ), und zählt als nördlichste Gemeinde zur Region Pyhrn-Priel.

Der zuständige Gerichtsbezirk ist Kirchdorf an der Krems.

Geografie

Klaus an der Pyhrnbahn liegt auf 466 m Höhe im Traunviertel an einer Engstelle der Steyr. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 13,6 km, von West nach Ost 13,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 108,1 km². 80,9 % der Fläche sind bewaldet, 6,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Klaus an der Pyhrnbahn (472)
  • Kniewas (49)
  • Steyrling (585)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Klaus und Steyrling.

Nachbargemeinden

Micheldorf Molln
Grünau
Hinterstoder St. Pankraz

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass die waldreiche, unwirtliche Enge von Klaus bereits in der Bronzezeit von Menschen wenigstens begangen, vielleicht sogar bewohnt wurde. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten führte später eine Römerstraße, deren damaliger Verlauf noch heute an einigen Stellen sichtbar ist, durch das Steyrtal bei Klaus.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Erste (allerdings nicht vollständig gesicherte) urkundliche Hinweise auf den Ort Klaus gehen auf die Jahre 1175 und 1178 zurück, wonach Udalschalk von Klaus für die Markgrafen der Steiermark die Burg Klaus verwaltete. In einer gesicherten Urkunde aus dem Jahr 1192 wird Klaus als landesfürstlicher Besitz der Babenberger genannt.

Geschichtliche Aufzeichnungen aus dem Spätmittelalter erwähnen durch die Nennung verschiedener Burggrafen von Klaus auch damals gebräuchliche Schreibweisen des Ortsnamens: Clusa, Chlausa, Claws, Klausen, Klaus.

Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Von Frühjahr 1973 bis Ende Juni 1975 errichtete die Ennskraftwerke AG am Steyrfluss das Kraftwerk Klaus. Der dadurch entstandene Stausee wird als Naherholungsgebiet genutzt.[2] Im Rahmen der dezentralen Landesausstellung 1998 "Land der Hämmer" wurde im denkmalgeschützten Lokschuppen eine Ausstellung errichtet.[3] Seither wird der Lokschuppen für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Wappen

Blasonierung: In Schwarz vom Rand des Schildhauptes bis zum Schildfuß reichend sechs goldene, drei zu zwei zu eins gestellte Keile. Hierbei handelt es sich um das Familienwappen der Familie Storch, die von 1512 bis 1632 in Besitz von Schloss Klaus waren. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb.

Politik

  • Bürgermeister ist Rudolf Mayr (SPÖ).

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.099 Einwohner, 2001 dann 1.183.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klaus an der Pyhrnbahn
  • Bergkirche Klaus: 1616–1618 als evangelische Kirche erbaut, 1674 (Gegenreformation) als katholische Kirche geweiht
  • Schloss Klaus
  • Kraftwerk Klaus mit Stausee Klaus bei Flusskilometer 40,1 (ab Steyrmündung) Die Staumauer ist 55 m hoch, an der Krone 210 Meter breit und im Fundament 10 m stark. Der dadurch entstandene See ist 40 Meter tief und reicht reicht sieben Kilometer bis zur Teichlmündung.[2] Die Engpassleistung beträgt 19,60 MW, das Regeljahresarbeitsvermögen 74 Mio kWh.[4] Am Bauwerk des Grundablasseinlaufs steht eine von Pascal Schöning entworfene Metallskulptur (fertiggestellt 1998).[5]
  • Kulturzentrum Lokschuppm: Veranstaltungsort von Konzerten verschiedenster Musikrichtungen (siehe Weblinks)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Musik Sommer Klaus: der Musiksommer Klaus bietet jährlich in den Sommermonaten Konzerte der Klassischen Musik. Die Konzerte finden u.a. in der Bergkirche Klaus statt (siehe Weblinks)
  • Mountainbike-Triathlon Klaus: der 'Mountainbike-Triathlon Klaus' findet seit 1997 jährlich im August statt

Sport

  • Steyrlinger Landpartie
  • Bungee-Jumping: vom Kraftwerk Klaus

Verkehr

Bahn

Seit alters her führt durch Klaus eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Ab 1887 war Klaus mit der Kremstalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. 1906 wurde diese Strecke nach Selzthal verlängert (Pyhrnbahn). Von 1909 bis 1968 gab es mit der Steyrtalbahn eine Eisenbahnverbindung nach Steyr. Heute halten in Klaus Regional- sowie Regionalexpresszüge aus Selzthal (Fahrzeit rund 50 Minuten) und Linz (Fahrzeit zwischen 55 und 80 Minuten). Postbusse verkehren von Klaus unter anderem nach Kirchdorf an der Krems und Windischgarsten.

Straßen und Wege

Klaus liegt an der seit Dezember 2004 durchgehend fertiggestellten Pyhrn Autobahn A9. Die West Autobahn bei Sattledt ist rund 30 Kilometer von Klaus entfernt. Weiters liegt Klaus an der Pyhrnpass Straße B138 von Wels nach Liezen. Beim Bahnhof endet der von Untergrünburg kommende Steyrtalradweg.

Dorfmobil

Seit 2002 wird mit einem Dorfmobil die Mobilität der Bevölkerung innerhalb der Gemeinde gefördert.

Bildung

  • Musikvolksschule Klaus
  • Volksschule Steyrling
  • Kindergarten Steyrling
  • Erwachsenenbildungshaus und Kurzbibelschule Schloss Klaus

Persönlichkeiten

Literatur

  • Bachl, Irmgard: Klaus, Steyrling, Kniewas. Meine Heimat, unsere Heimat. Leonding, Klaus 1996–1997
  • Limberger, Franz Josef (Hrsg.): KLAUS – Harmonie der Gegensätze. Kirchdorf, 1992
  • Oberladstätter, Marianne: Schloss und Burg Klaus. Eine spannende Zeitreise durch die Geschichte. Klaus, 2011

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. 2,0 2,1 Broschüre Kraftwerk Klaus, Hg. Ennskraftwerke Aktiengesellschaft, Steyr 1990
  3. Kräter, Reinhold: Gemeinde Klaus - an der Nahtstelle zwischen Natur und Technik. In: Vorderwinkler, Franz R. (Hrsg.): Auf den Spuren der Kultur – Museen, Stifte, Burgen, Schlösser in Oberösterreich, Steyr, 1997: S.88-89.
  4. Ennskraft.at aufgerufen am 25. Juni 2011
  5. Die Befestigung des Himmels an der Erde: Infotafel zur Skulptur auf der Sperrenkrone (Foto auf Commons: Datei:Befestigung des Himmels an der Erde.jpg)

Weblinks

 Commons: Klaus an der Pyhrnbahn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus an der Pyhrnbahn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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