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Klaus Kuron


Klaus Kuron (* 1936 in Recklinghausen) ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zuständig für die Gegenspionage DDR; gleichzeitig bot er sich im Oktober 1981 als Agent der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR an (Deckname IM Berger, IM Stern[1]). 1992 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren verurteilt.

Leben

Kuron trat 1962 in den Bundesverfassungschutz ein und wurde 1967 Beamter. Der Schwerpunkt seiner Aufgaben lag zunächst in der Spionageabwehr (Gegenspionage) er war im entsprechenden Referat tätig, hierbei beschäftigte er sich regelmäßig mit der Datenbank NADIS (Nachrichtendienstliches Informationssystem).

Er vereinbarte mit der HVA, zuletzt in einem persönlichen Treffen mit deren Leiter Markus Wolf in Dresden, dass sich aus den von ihm der HVA zur Verfügung gestellten Informationen keinerlei Maßnahmen der HVA gegen die betroffenen Personen ergeben dürften. Kuron wurde von der Staatssicherheit mit fast 700.000 DM entlohnt.[2] Nach dem Überlaufen seines Vorgesetzten Hansjoachim Tiedge in die DDR im August 1985 wurden Tiedge auch die von Kuron übermittelten Erkenntnisse zugeschrieben und die HVA veranlasste die Festnahme und Anklage gegen verschiedene Personen. Der Regierungsoberamtsrat Kuron stellte sich nach der Deutschen Wiedervereinigung im Oktober 1990 in einem Hotel bei Braunschweig und wurde am 8. Oktober 1990 festgenommen.[3] Er wurde am 7. Februar 1992[4] vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen schweren Landesverrats in Tateinheit mit Bestechlichkeit zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe und 692.000 DM Verfallsgeld verurteilt. Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Freiheitsstrafe wurde er 1998 auf Bewährung aus der Haft entlassen.

Schriften

Literatur

  • Klaus Marxen, Gerhard Werle: Strafjustiz und DDR-Unrecht, Band 4, 1. Teilband, De Gruyter, darin aus Erstinstanzliches Urteil des OLG Düsseldorf vom 6. Dezember 1993 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  • Das bevorzugte Stück aus Köln. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1990, S. 18–20 (online 15. Oktober 1990).

Dokumentationen

  • Thomas Knauf: Klaus Kuron - Spion in eigener Sache, Dokumentarfilm, D 2004

Einzelnachweise

  1. http://www.bpb.de/publikationen/8GT3DA,2,0,Memoiren_aus_dem_StasiMilieu.html
  2. Karl Wilhelm Fricke, Memoiren aus dem Stasi-Milieu. Eingeständnisse, Legenden, Selbstverklärung , in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 30-31/2001 vom 20. Juli 2001, S. 6-13
  3. http://www.stiftung-aufarbeitung.de/kalendarium/kalenderdienst_05-2005.php
  4. http://hdg.de/lemo/html/1992/index.html
  5. Rezension
  6. Karl Wilhelm Fricke: Geschichtsrevisionismus aus MfS-Perspektive (Memento vom 27. Juni 2013 im Internet Archive) (PDF; 132 kB)


Kategorien: Doppelagent | Agent für das Ministerium für Staatssicherheit | Person (Recklinghausen) | Person (Bundesamt für Verfassungsschutz) | Geboren 1936 | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus Kuron (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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