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Klaus Küng


Klaus Küng (* 17. September 1940 in Bregenz) ist römisch-katholischer Bischof der niederösterreichischen Diözese St. Pölten. Auf sein am 75. Geburtstag eingereichtes Rücktrittsgesuch „nunc pro tunc“ („jetzt für später“)[1] nahm Papst Franziskus im Dezember 2015 dieses an und verlängerte zugleich die Amtszeit um ein Jahr[2].

Leben

Klaus Küng, Sohn des Stadtarztes Dr. Josef Küng, verbrachte seine Jugend in Feldkirch. Er maturierte 1958, unter anderem mit Erwin Kräutler, am Bundesgymnasium Feldkirch[3] und studierte zunächst Medizin an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und an der Universität Wien, wo er 1964 zum Dr. med. promoviert wurde.

In Wien lernte er die katholische Organisation Opus Dei kennen, eine Personalprälatur der römisch-katholischen Kirche, der hauptsächlich Laien angehören. Beeindruckt von deren Spiritualität der „Heiligung des Alltags“, trat er 1961 dem Opus Dei als Numerarier (zölibatäres Mitglied) bei. Nach einem Jahr ärztlicher Tätigkeit als Sekundararzt im Kaiserin-Elisabeth-Spital in Wien studierte er von 1965 bis 1969 Katholische Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom und wurde mit der Arbeit „Das sakramentale Mysterium bei Mathias Joseph Scheeben“ zum Dr. theol. promoviert. 1969 war er Arzt an der IV. Medizinischen Abteilung des Landeskrankenhauses Graz. Klaus Küng empfing am 23. August 1970 in Madrid die Priesterweihe und war als Kaplan in St. Peter (Wien I) tätig. Von 1976 bis 1989 war er österreichischer Regionalvikar des Opus Dei in Wien.

Am 21. Januar 1989 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Feldkirch ernannt. Die Bischofsweihe in Feldkirch am 5. März 1989 spendete ihm sein Amtsvorgänger, Bischof Bruno Wechner; Mitkonsekratoren waren Georg Eder, Erzbischof von Salzburg, und Reinhold Stecher, Bischof von Innsbruck. Sein bischöflicher Wahlspruch ist „Serviam“ (dt.: Ich will dienen).

Am 20. Juli 2004 wurde er zum Apostolischen Visitator in der Diözese St. Pölten bestellt, um die Situation in der Diözese und im Priesterseminar zu klären, nachdem Vorwürfe der Kinderpornografie und praktizierter Homosexualität bekannt geworden waren. Am 7. Oktober 2004 wurde Küng durch Papst Johannes Paul II. zum Bischof von St. Pölten und damit als Nachfolger von Bischof Kurt Krenn ernannt. Die feierliche Amtseinführung von Bischof Küng fand am 28. November 2004 statt. Am 28. Januar 2008 bestätigte Papst Benedikt XVI. die von Bischof Küng gegenüber den früheren Seminarausbildnern Ulrich Küchl und Rothe verhängten Kirchenstrafen und sämtliche getroffenen seelsorglichen Sicherungsmaßnahmen definitiv.

Bischof Küng ist Mitglied der Kongregation für den Klerus und Konsultor des Päpstlichen Rates für die Familie.

Als Arzt, der in Wien und Graz in Krankenhäusern gearbeitet hat, ist Klaus Küng ein kompetenter Gesprächspartner in Fragen der Bioethik. Er gilt als entschiedener Gegner der aktiven Sterbehilfe, der Abtreibung und Empfängnisverhütung, aber auch als gesprächsbereiter „Familienbischof“.[4][5] Als solcher hat er die Bewegung Hauskirche initiiert und die Initiative Christliche Familie gegründet. Seit 2004 ist er in der Österreichischen Bischofskonferenz der Vorsitzende der Finanzkommission.

Ehrungen und Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. orf.at: Bischof Küng reicht Rücktritt ein . Website orf.at. Abgerufen am 6. Dezember 2015.
  2. Amtszeit von St. Pöltner Bischof um ein Jahr verlängert - religion.ORF.at . Website orf.at. Abgerufen am 6. Dezember 2015.
  3. Jahresbericht 1959 des BG Feldkirch, Seite 15 (PDF; 3,5 MB), abgerufen am 12. März 2011
  4. Bischof Küng: „Ein Volk mit Zukunft braucht Kinder“ , Die Presse, 29. August 2009
  5. Bischof Küng: „Jede Abtreibung ist eine Wunde“ , kathweb/Die Presse, 28. August 2009
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

Weblinks

VorgängerAmtNachfolger
Bruno WechnerBischof von Feldkirch
1989–2004
Elmar Fischer
Kurt KrennBischof von St. Pölten
seit 2004
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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus Küng (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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