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Kirchwald


Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Deutschland, zum Ortsteil von Seefeld in Tirol siehe Kirchwald (Gemeinde Seefeld) oder zum Wallfahrtsort von Nußdorf am Inn siehe Mariä Heimsuchung (Kirchwald).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-KoblenzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 9,51 km²
Einwohner: 936 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02651
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 049
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.vordereifel.de
Ortsbürgermeister: Erich Pung
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Kirchwald ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat. Kirchwald ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2]

Geographie

Kirchwald liegt 8 km nordwestlich von Mayen im Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“. Ortsteile sind die beiden unmittelbar aneinandergrenzenden Orte Kirchesch und Waldesch. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Landhaus Kratz und Riedener Mühlen.[3]

Die Gemarkung besteht zu 58 Prozent aus Waldflächen und zu 28 Prozent aus Landwirtschaftsflächen (Stand 2010).[2]

Geschichte

Die älteste urkundliche Erwähnung von Kirchesch stammt vom 10. Dezember 1136. Ein weiteres Mal kommt der Name in einer Urkunde vom 25. November 1238 vor. Im Jahre 1366 kauften die Grafen von Eltz Kirchesch von der Abtei Steinfeld. Am 21. Januar 1472 kaufte die Herrschaft Breitbach-Bürresheim Waldesch von der Herrschaft Olbrück.

Um 1700 wurde ein Schulhaus in Kirchesch errichtet, ab 1713 sind dort Lehrpersonen nachweisbar. Das alte Schulhaus wurde 1826 durch einen Neubau ersetzt. Das heutige Kirchescher Schulhaus wurde 1936/37 errichtet.

In Waldesch wurde 1894 wird ein neues Schulhaus errichtet.

Zwischen Kirschesch und Waldesch wurde 1909 eine Wasserleitung gebaut.

Die im Jahr 1935 fertiggestellte Höhenstraße Bürresheim-Kirchesch wurde von 1936 bis 1937 bis zur Hohen Acht fortgeführt.

Am 7. Juni 1969 wurde die Gemeinde Kirchwald aus den beiden aufgelösten Gemeinden Kirchesch (damals 493 Einwohner) und Waldesch (292 Einwohner) neu gebildet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kirchwald bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 384
1835 481
1871 526
1905 548
1939 669
Jahr Einwohner
1950 642
1961 714
1970 789
1987 898
2005 1.006

Religion

Der erste Pastor wird am 25. Januar 1269 urkundlich genannt, die erste bekannte Kirche zwischen 1620 und 1630 errichtet. 1906/07 wurde in Kirchesch eine neue Pfarrkirche gebaut.

Das seit 1989 unter Denkmalschutz stehende Pfarrhaus wurde 1722 errichtet. Ein zweites wurde 1912/13 im Ort gebaut.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Kirchwald besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD WGR Gesamt
2009 4 8 12 Sitze
2009 4 8 12 Sitze
2004 3 9 12 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Schild von Rot und Silber schräg geteilt, vorne ein goldener, wachsender Löwe nach links, hinten ein roter Drache“.

Sonstiges

In Kirchesch wurde 1844 eine erste Gaststätte erbaut, heute Gasthaus Döbber. Feuersbrünste suchen Kirchesch (1846) und Waldesch (1874) heim. Am 23. Juni 1882 erhält Wilhelm Schäfer aus Waldesch eine Schankerlaubnis.

Der Junggesellenverein Waldesch entsteht 1890, die Freiwilligen Feuerwehren Kirchesch und Waldesch werden 1897 gegründet.

Literatur

  • Rausch, Gottfried: Kirchesch, Waldesch, Kirchwald: eine Ortsgeschichte / Gottfried Rausch. – Kirchwald: Ortsgemeinde Kirchwald, Band 1 – 639 S. : Ill. – ISBN 3-9800360-0-6
  • Rausch, Gottfried: Kirchesch, Waldesch, Kirchwald: eine Ortsgeschichte / Gottfried Rausch. – Kirchwald: Ortsgemeinde Kirchwald, Band 2 – ISBN 3-9800360-1-4

Weblinks

 Commons: Kirchwald  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 2,2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 27 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 Seite 182 (PDF; 2,1 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchwald (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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