Kirchenmusikdirektor - LinkFang.de





Kirchenmusikdirektor


Der Titel Kirchenmusikdirektor (abgekürzt KMD) wird durch die Leitungen der Evangelischen Landeskirchen oder der katholischen Diözesen an (in der Regel hauptamtliche) Kirchenmusiker für bestimmte Leitungsaufgaben innerhalb der kirchenmusikalischen Arbeit oder als Würdigung für langjährige herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Kirchenmusik verliehen. Er ist also, je nach Landeskirche, entweder eine Dienstbezeichnung oder ein Ehrentitel.

Regionale und konfessionelle Besonderheiten

Im Bistum Limburg ist die Verleihung des Titels an besondere Aufgabenstellungen und Funktionen wie etwa Glockensachverständiger, Orgelsachverständiger (auch Orgelpfleger) oder Leiter des Referates Kirchenmusik gebunden. In vielen lutherischen Landeskirchen ist "Kirchenmusikdirektor" eine Dienstbezeichnung für den leitenden Kirchenmusiker eines Kirchenkreises. In der Evangelischen Landeskirche Württemberg, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und einigen anderen evangelischen Landeskirchen handelt es sich um einen reinen Ehrentitel; mit der Ernennung sind keine erhöhten finanziellen Bezüge oder andere Privilegien verbunden. Die Urkunde stellt der Landesbischof aus. In Württemberg wird der Titel in der Regel am Sonntag Kantate verliehen.

Weitere Differenzierungen bei leitenden Ämtern

Der führende Kirchenmusiker einer Evangelischen Landeskirche heißt in der Regel Landeskirchenmusikdirektor (abgekürzt LKMD), je nach Kirche auch Landeskantor oder Landeskirchenmusikwart. Er hat die Fachaufsicht über alle Kantorinnen und Kantoren und trägt in besonderer Weise Verantwortung für das kirchenmusikalische Geschehen innerhalb der Kirche. Er hält engen Kontakt zu den Bezirkskantoren (in manchen Landeskirchen auch Kreiskantoren genannt) und ist ihr fachlicher Ansprechpartner. Er ist in der Regel bei den kirchenmusikalischen Abschlussprüfungen (A-, B- und C-Examen) anwesend. Ferner hält er Kontakt zu den kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten (Musikhochschulen und Kirchenmusikhochschulen). Eine besondere Verantwortung hat er bei der Erstellung und Betreuung von kirchlichen Gesangbüchern. Seine Besoldungsgruppe ist A 13 oder A 14.

In manchen katholischen Diözesen und Landeskirchen führen die Leiterinnen und Leiter der Ämter/Referate für Kirchenmusik auch den Titel Diözesankirchenmusikdirektor (DKMD) oder Diözesanmusikdirektor (DMD).

Umgang mit dem Titel

Der Titel kann als Berufsbezeichnung bzw. Ehrentitel (etwa bei Namensnennung bei Konzerten) vor dem Namen geführt werden (zum Beispiel: KMD N. N.).

Siehe auch


Kategorien: Titel | Musikberuf (Kirchenmusik) | Amtsbezeichnung (Deutschland) | Kirchenmusikdirektor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenmusikdirektor (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.