Kirchdorf an der Iller - LinkFang.de





Kirchdorf an der Iller


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: BiberachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 551 m ü. NHN
Fläche: 22,86 km²
Einwohner: 3478 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88457
Vorwahl: 07354
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 066
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 11
88457 Kirchdorf an der Iller
Webpräsenz: www.kirchdorf-iller.de
Bürgermeister: Rainer Langenbacher
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Kirchdorf an der Iller ist eine Gemeinde im östlichen Landkreis Biberach in Baden-Württemberg. Sie ist Teil des Gemeindeverwaltungsverbands Illertal und bildet mit dem benachbarten Erolzheim ein Unterzentrum. In Kirchdorf befindet sich das Stammwerk der Firma Liebherr.

Geographie

Geographische Lage

Die oberschwäbische Gemeinde Kirchdorf gehört der Region Donau-Iller an und liegt im Illertal. Im Osten grenzt Kirchdorf an die Iller und damit an die Landesgrenze zum bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Kirchdorf liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Memmingen und etwa 32 Kilometer östlich der Kreisstadt Biberach.

Gemeindegliederung

Zu Kirchdorf gehören die Ortsteile:

und die Wohnplätze

  • Binnrot
  • Rudeshof
  • St. Angelus
  • Schifferhaus
  • Waldenhofen
  • Wiesbauer.

Eine Besonderheit sind die Weiler Binnrot und Waldenhofen, weil sie keine räumliche Verbindung mit dem Gemeindegebiet von Kirchdorf haben und damit Exklaven auf den Gemeindegebieten von Berkheim und Erolzheim sind.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Kirchdorf an der Iller grenzt an folgende Gemeinden: Im Norden an Dettingen an der Iller, im Osten an die zum bayerischen Landkreis Unterallgäu gehörenden Gemeinden Pleß, Fellheim und Heimertingen, im Süden an Tannheim und im Westen an Berkheim und Erolzheim.

Geschichte

Kirchdorf wurde erstmals 764 in der Stiftungsurkunde für das Kloster Ottobeuren erwähnt. Es gehörte zur Herrschaft Kellmünz, fiel aber um das Jahr 1000 an die Grafschaft Bregenz und 1150 an die Tübinger Pfalzgrafen. Letztere verkauften den Ort 1342 an die Grafen von Württemberg. 1604 erwarb das Prämonstratenserkloster Rot an der Rot den Ort. Als die kirchlichen Grundherrenschaften im Zuge der Säkularisation 1803 aufgehoben wurden, kam Kirchdorf an das Königreich Württemberg. Dort gehörte es zunächst zum Oberamt Leutkirch und kam mit der Kreisreform 1938 zum Landkreis Biberach. Die Industrialisierung begann in den 1920er Jahren mit dem Bau des Illerkraftwerkes, den Durchbruch brachte dann die Errichtung des Liebherr-Werkes 1949. Mit diesem Bau wurde der Ort zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Landkreis Biberach.

Religionen

In Kirchdorf und in Oberopfingen gibt es je eine römisch-katholische Kirchengemeinde. Inzwischen bestehen im Hauptort auch eine evangelische und eine neuapostolische Gemeinde. In Kirchdorf gibt es außerdem einen Türkisch-Islamischen Verein und einen Gebetsraum.

Eingemeindungen

Einwohnerentwicklung

  • 1949: 0700
  • 2009: 3490
  • 2012: 3396

Politik

Wappen

Das Kirchdorfer Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold zwei gekreuzte brennende rote Kerzen, hinten in Rot eine goldene dreilätzige Fahne.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Kirchdorf befindet sich das Grab des Barockdichters Andreas Speyer.

Bauwerke

Römisch-katholische Pfarrkirche St. Blasius aus dem Jahre 764 n. Chr. Eine der ältesten Kirchen des mittleren Illertales.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Gartenfest Oberopfingen
  • Weinfest des Musikvereins
  • Abendserenade des Musikvereins im Bürgerpark
  • Weihnachtsmarkt im Bürgerpark

Museen

  • Michael-von-Jung-Gedenkstätte

Freizeit- und Sportanlagen

Das Freizeit- und Sportanlagenangebot Kirchdorfs ist vielfältig. Die größte Sportanlage ist das 1972 erbaute Dr.-Hans-Liebherr-Stadion mit 600 Sitzplätzen. Daneben gibt es Tennis- und Fußballplätze, ein großes beheiztes Freibad mit doppeltem Sprungturm und einer Wasserrutsche, einen Hartplatz mit Basketballkörben, einen Bürgerpark mit Skater-Anlage, Schachfeld und dem von Gerold Jäggle geschaffenen, über 4 Meter hohen Dr.-Hans-Liebherr-Brunnen. In Oberopfingen befindet sich ein Badesee.

Sportvereine

Kirchdorf hat über 30 Vereine. Der größte ist der Sportverein Kirchdorf, welcher die Abteilungen Fußball, Gymnastik, Radsport, Leichtathletik, Tennis und Tischtennis hat. Der 1929 gegründete Verein zählt 1100 Mitglieder.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Kirchdorf an der Iller wurde 1949 das Unternehmen Liebherr gegründet. Hans Liebherr baute hier sein erstes Produkt, einen Turmdrehkran, der mobil, leicht abbau- und wieder montierbar war. Die typisch gelben Krane der Marke Liebherr sind bis heute auf vielen Baustellen der Welt zu finden.

Verkehr

An Kirchdorf führt die Bundesautobahn 7 vorbei, die über die Anschlussstellen Dettingen an der Iller und Berkheim zu erreichen ist. Der nächste Flughafen befindet sich in Memmingen. Der nächste Bahnhof ist Kellmünz, der nächste Fernverkehrsbahnhof mit IC-Halt ist der nahegelegene Bahnhof Memmingen.

Ansässige Unternehmen

  • Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf mit etwa 1.550 Arbeitsplätzen ist der größte Arbeitgeber in der nahen Umgebung. Hier entwickelte Hans Liebherr 1949 den ersten Turmdrehkran TK 10. Alle neuen Produkte seit dem Turmdrehkran TK 10, außer die Sparte Luftfahrttechnik wurden zunächst in Kirchdorf entwickelt und produziert.

Bildungseinrichtungen

Kirchdorf verfügt mit der Michael-von-Jung-Schule über eine Grund- und Gemeinschaftsschule. Außerdem gibt es in Kirchdorf und Oberopfingen je einen Kindergarten.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Hans Liebherr (* 1. April 1915 in Kaufbeuren; † 7. Oktober 1993 in Vevey (Kanton Waadt, Schweiz)), Begründer von Liebherr
  • Paul Harrer († 1973), ehemaliger Pfarrer von Kirchdorf
  • Harald Notz, Bürgermeister in Kirchdorf von 1966 bis 1995
  • Hermann Hummel, Rektor an der Michael-von-Jung-Schule 1984–2001 und stv. Bürgermeister 1980–1999

Weblinks

 Commons: Kirchdorf an der Iller  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kirchdorf in der Beschreibung des Oberamts Leutkirch von 1843 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Kategorien: Ort im Landkreis Biberach | Kirchdorf an der Iller | Gemeinde in Baden-Württemberg | Ort in Oberschwaben

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchdorf an der Iller (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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