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Kirchberg an der Raab


Kirchberg an der Raab
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: FB)
Fläche: 50,9 km²
 :
Höhe: 370 m ü. A.
Einwohner: 4.409 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 8324, 8082, 8322, 8323, 8332, 8341
Vorwahl: +43 3115
Gemeindekennziffer: 6 23 82
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchberg an der Raab 212
8324 Kirchberg an der Raab
Website: www.kirchberg-raab.gv.at
Politik
Bürgermeister: Florian Gölles (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
16
3
2
16 
Lage der Gemeinde Kirchberg an der Raab im Bezirk Südoststeiermark
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kirchberg ist eine Gemeinde mit 4409 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in der Oststeiermark, etwa zehn Kilometer westlich der Bezirkshauptstadt Feldbach. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist die Gemeinde seit 2015 mit den Gemeinden Fladnitz im Raabtal, Oberdorf am Hochegg und Studenzen zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Kirchberg an der Raab weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2] Weiters wurde Kirchberg zum selben Termin um Grundstücke der früheren Gemeinde Oberstorcha in deren Katastralgemeinde Oberstorcha erweitert.[3]

Geografie

Kirchberg liegt am Oberlauf der Raab, dort wo die Raab ihr „Knie“ nach Osten macht. Der Ort und die Kirche liegen auf einem Hügel, der das Tal um 70 m überragt, südwestlich des Flusslaufs. Das Gemeindegebiet erstreckt sich südlich der Raab auf den Hügeln des oststeirischen Hügellandes, wo die Ortsteile Wörth und Hof liegen. Etwas weiter raababwärts liegt die Ortschaft Berndorf.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende elf Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[4]):

Die Gemeinde besteht aus acht Katastralgemeinden:

Nachbargemeinden

Sankt Marein bei Graz
Bez. Graz-Umgebung
Sankt Margarethen an der Raab
Bez. Weiz
Eichkögl
Kirchbach-Zerlach Edelsbach bei Feldbach
Sankt Stefan im Rosental Paldau Feldbach

Geschichte

Eine erste Besiedelung des Kirchbergs lässt sich durch Funde bis in die Jungsteinzeit nachweisen. Auch aus der älteren Eisenzeit gibt es Grabhügel, die entweder von den Kelten oder den Norikern angelegt wurden.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus 1265, ebenso der Pfarrkirche St. Florian. Aus dem Jahr 1394 stammt eine Stiftungsurkunde für ein „freies Gut Kirchberg“, die aber keinen Besitzer nennt. Im 15. Jahrhundert ist das Geschlecht von Steinpeiß, Ende des 16. Jahrhunderts jenes der Zöbinger als Besitzer bekannt. In den Jahren 1634 und 1669 ging das Eigentum in zwei Teilen wieder zurück an Siegmund bzw. an Georg Christof von Steinpeiß, da die Zöbinger finanzielle Probleme hatten.

1696 erwarb Graf Sigbert von Heister die Herrschaft und errichtete das Schloss Unterkirchberg und zahlreiche Teiche am nördlichen Fuß des Hügels. 1821 ersteigerte Fürst Johann Josef Liechtenstein das Schloss und die Besitztümer, welche er bis 1848 beherrschte. Danach entwickelte sich der Ort als selbstständige Gemeinde weiter. Das Schlossgebäude wechselte mehrmals den Besitzer und ist heute im Eigentum von Marie Theres Herberstein.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs bildeten die Stellungen im Raabtal eine wesentliche Barriere gegen die vordringenden russischen Kräfte.

1967 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wörth eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchberg an der Raab
  • Das Schloss Kirchberg wurde ab 1704 erbaut und mit zahlreichen Fresken und Stuckaturen versehen.
  • Die Pfarrkirche hl. Florian war anfangs ein romanischer Bau (vor 1265), von 1510 bis 1526 durch einen spätgotischen Neubau ersetzt, der zahlreiche barocke Erweiterungen und Umbauten erfuhr. Spätbarocke Innenausstattung. Im Turm befindet sich eine der ältesten Glocken der Steiermark - 1457 von Hans Mitter in Judenburg gegossen. Bei Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren wurde am Zifferblatt anstelle der „XII“ („12“) irrtümlich eine „XIII“ angebracht. Rund um die Kirche sind Reste der Wehranlage („Tabor“) zu erkennen, die vor allem aus der Zeit der Türkeneinfälle im 15. Jahrhundert stammen. Bei Renovierungsarbeiten wurde ein Ossarium (Totenkammer) wiederentdeckt, in der man die Gebeine von etwa 500 Menschen fand. Es soll sich dabei die Skelette vertriebener Protestanten aus dem Jahr 1600 handeln. Die Totenkammer wurde im Jahr 2013 nur kurz geöffnet und sollte dann für immer geschlossen werden.[5]

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Florian Gölles (ÖVP).

Gemeinderat

Der Gemeinderat wurde aufgrund der Gemeindefusion 2015 von 15 auf 21 Mitglieder erweitert und setzt nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandataren folgender Parteien zusammen:

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:

Partei 2015 2010
Großgemeinde Kirchberg Fladnitz Oberdorf Studenzen
Stimmen  % Mandate St.  % M. St.  % M. St.  % M. St.  % M.
ÖVP 2091 71 16 1121 77 12 377 71 7 205 35 3 316 61 6
SPÖ 0403 14 03 0175 12 02 154 29 2 376 65 6 152 29 3
FPÖ 0364 12 02 0153 11 01 nicht kandidiert nicht kandidiert 050 10 0
Die Grünen 0105 04 00 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 3.732 1.669 614 635 573
Wahlbeteiligung 80 % 87 % 88 % 94 % 92 %

Wappen

Das Wappen, welches der Gemeinde 1959 verliehen wurde, ist in der Urkunde folgendermaßen beschrieben:

„Im roten Schild mit blauem Schildfuß eine goldene Kirche auf gleichfarbigem Dreiberg.“

Wirtschaft

Holzbearbeitung, Metallbau, Fischzucht, Landwirtschaft, Tourismus

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

  • Harald Sükar (* 1963), österreichischer Jurist, ehemaliger Präsident des Fußballklubs GAK
  • Sebastian Prödl (* 1987), österreichischer Fußballer
  • Lorenz Maierhofer (* 1956), österreichischer Komponist, Texter und Autor
  • Graf Sigbert von Heister (1646–1718), österreichischer Feldmarschall, Feldherr in den Türkenkriegen unter Prinz Eugen
  • Michelle Luttenberger (Luttenberger-Klug) (* 1990) Österreichische Sängerin, Amadeus-Gewinnerin

Weblinks

 Commons: Kirchberg an der Raab  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform .
  2. § 3 Abs. 9 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x . S. 3.
  3. § 5 Abs. 4 Z 1 des Steiermärkischen Gemeindestrukturreformgesetzes – StGsrG. S. 5.
  4. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  5. Eine schaurige Welt unter der Kirche auf ORF vom 1. April 2013 abgerufen am 2. April 2013

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchberg an der Raab (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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