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Killesberg


Killesberg
Höhe 417 m
Lage Stuttgart, Baden-Württemberg
Killesberg
Stadtteil von Stuttgart
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Fläche 0,982 km²
Einwohner 1527 (2011)
Bevölkerungsdichte 1555 Einwohner/km²
Postleitzahl 70192
Vorwahl 0711
Stadtbezirk Stuttgart-Nord
Quelle: Datenkompass Stuttgart (PDF; 1,9 MB)

Der Killesberg ist der höchste Ausläufer der Feuerbacher Heide.[1] Der nach ihm benannte Stadtteil Stuttgarts gehört zum Stadtbezirk Stuttgart-Nord. Er liegt nördlich des Zentrums Stuttgarts an der Grenze zum Stadtbezirk Feuerbach.

Der Stadtteil ist bekannt durch den dort gelegenen Höhenpark Killesberg sowie das ehemalige Stuttgarter Messegelände, welches 2007 durch das neue Messegelände auf den Fildern ersetzt wurde.

Der Gipfel des Killesbergs ist die Bergkuppe am Westrand des Höhenparks, auf der das Deutsche Rote Kreuz ein Altersheim betreibt. Eine gesicherte Namensherkunft gibt es nicht. Es wird spekuliert, dass sich der Begriff aus Külle (keltisch: Bergnase, Kuppe) herleitet. Zeichnungen aus dem Jahr 1820 zeigen den Killesberg als gänzlich unbebauten Hügel, auf dem Weinanbau betrieben wurde.[2]

Im Volksmund wird der Begriff Killesberg häufig auf den südwestlich angrenzenden Stadtteil Am Bismarckturm mit dem 409m hohen Gähkopf, auf dem sich der Bismarckturm befindet, ausgedehnt und gilt als Synonym für die gehobene Wohnlage des gesamten Gebiets.

Östlich des Neubaugebietes am Höhenpark liegt die bekannte Weißenhofsiedlung von 1927 und westlich davon die Kochenhofsiedlung von 1933.

Südlich auf dem Killesberg sind die Sportvereine TC Weißenhof und Sportverein Prag Stuttgart 1899 e. V. beheimatet.

Wohnlage

Die Wohnlage des Killesbergs und der angrenzenden Stadtteile gilt in Stuttgart seit den 1920er Jahren als eine der teuersten Adressen. Zahlreiche Villen und frei stehende Wohnhäuser mit großen Gärten, viele mit Aussicht auf die Innenstadt, sind typisch für den südwestlich angrenzenden Stadtteil. Auf der Erhebung des eigentlichen Killesbergs betreibt das Deutsche Rote Kreuz ein Altersheim.

Nach einer zur Gartenschau 1950 eröffneten Ausstellung wurde die sogenannte Killesbergsiedlung an die Käufer der Häuser übergeben und damit „eingeweiht“. Die Siedlung liegt teilweise auf dem ehemaligen Gelände der Reichsgartenschau 1939 und wurde durch den im Siedlungsbau erfahrenen Architekten Helmut Erdle geschaffen.

Im Haus Feuerbacher Weg 46 im südwestlich angrenzenden Stadtteil Am Bismarckturm lebte von 1959 bis 1963 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Theodor Heuss. Das Theodor-Heuss-Haus ist heute Besucherattraktion. Es beherbergt eine Ausstellung zu Heuss’ Leben und Werk und der deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis in die 1960er Jahre.

Zukunft Killesberg

Nachdem im Oktober 2007 die Neue Messe fertiggestellt wurde, begann der Rückbau der alten Messe auf dem Killesberg, der im Dezember 2009 abgeschlossen wurde. Zudem wurde das Parkhaus Rote Wand im Herbst 2008 abgerissen, was zusätzliche Flächen südlich des Höhenparkes freimacht.[3] Zur Nachnutzung des Areals um die alte Messe führte die Stadt Stuttgart den städtebaulichen Wettbewerb Zukunft Killesberg durch. Die Teile der Messehallen wurden dabei in verschiedene Zonen aufgeteilt.

Insgesamt sollen auf dem Killesberg 450 Wohnungen gebaut werden. Aus dem Verkauf der als werthaltig geltenden Grundstücke erhofft sich die Stadt Einnahmen in Höhe von rund 50 Millionen Euro, die zur Finanzierung der neuen Messe gedacht sind. Ein Neubaugebiet liegt östlich der Grünen Fuge, ein weiteres ist Teil der Killesberghöhe.

Bei dem Projekt Killesberghöhe wurde ein neues Stadtteilzentrum mit Handel und Dienstleistungen (Forum K) gebaut, das Ende November 2012 vorerst teilweise eingeweiht wurde, die Eigentums- und Mietwohnungen auf der Killesberghöhe wurden Mitte 2013 bezogen. Während der Planungs- und Bauzeit lief das Projekt unter dem Namen Think K. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das neue Quartier auf 160 Millionen Euro.[4]

Für die neue Infrastruktur auf dem Killesberg investierte die Stadt Stuttgart insgesamt 21 Millionen Euro, darunter fallen der Abbruch der Messe und der Straßenbau. Mehr als die Hälfte davon floss in den Bau der Freianlagen (10,4 Millionen Euro). Die reinen Baukosten für den Park (Grüne Fuge, Rote Wand, Feuerbacher Heide) betragen 7,65 Millionen Euro.[5] Die zehn Hektar große Parkfläche der Grünen Fuge wurde im Mai 2012 eröffnet und erweiterte neben dem Höhenpark, das Das Grüne U.

Die ursprüngliche Planung eines Mode- und Orderzentrum namens Scenario wird nicht gebaut, da es dem Projektentwickler nicht gelang 60 Prozent seines Vorhabens zu vermieten, wie in den Vertragsbedingungen vorgegeben[6]. 2014 wurde ersatzweise der nichtoffene Planungswettbewerb Wohnbebauung Rote Wand Killesberg Stuttgart-Nord 2014 durch die Stadt Stuttgart ausgelobt, in dem Entwurfsvorschläge ausgearbeitet werden, die das rund 1 ha große Areal einer Wohnnutzung zuführen sollen. Dabei soll das Gebiet als ein Quartier mit eigenständigem Charakter in die Gesamtstrukturen des Stadtgebiets eingefügt werden[7].

Auf dem Gelände der ehemaligen Messehallen 11 bis 14 betreibt die Augustinum gGmbH inzwischen ein Seniorenheim, das Augustinum Stuttgart Killesberg. Die gesamten Baukosten für dieses Projekt lagen, inklusive Grunderwerb, bei rund 70 Mio. €.

Der Höhenpark Killesberg wurde durch eine Brücke mit der Feuerbacher Heide verbunden und so die über acht Kilometer lange Parklandschaft des „Grünen U“, zwischen Innenstadt und Killesberg, vollendet. Die Stadtbahnstrecke zum Killesberg blieb bestehen, die Station trägt nun den Namen Killesberg (ohne Zusatz Messe). Bis zum Fahrplanwechsel im September 2013 fuhren die Linien U5 und U12 den Killesberg an, von nun an fährt auf dem Killesberg nur noch die Linie U5, tagsüber im 20-, in der Randzeit im 30-Minuten-Takt. Viele kritisieren, dass dies eine Rückentwicklung sei, und fordern wieder eine häufigere Taktung.[8]

Mediale Rezeption

Der nach Zuschauerzahl erfolgreichste Tatort aller Zeiten, Tatort: Rot – rot – tot, spielt auf dem Killesberg.

Im Jahre 1997 veröffentlichte der Künstler Thomas D das Lied Killesberg Baby. Der Künstler erzählt dabei aus der Ich-Perspektive in humorvoller Art, von einer Liebesbeziehung zwischen ihm und einer Frau vom Killesberg, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammt. Der Erzähler hingegen stammt aus Heslach ("Killesberg Baby - ich bin aus Heslach")[9] und die Beziehung scheitert letztendlich an den sozialen Differenzen der beiden Beteiligten. Das Lied erschien auf dem Album Solo, welches Rang 20 in den Charts erreichte.[10]

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Der Killesberg – Ein Volkspark und seine Geschichte / Projektinformation Zukunft Killesberg Freianlagen (PDF; 8,67 MB; Architektenkammer Baden-Württemberg) Landeshauptstadt Stuttgart, Beiträge von Jörg Kurz. September 2011.
  2. Jörg Kurz, S. 12
  3. Pressemitteilung der Stadt Stuttgart, 23. Januar 2009: OB Schuster gibt Startsignal zur Umgestaltung des Killesbergs
  4. stuttgart.de: Ein Quartier für Familien und Kreative
  5. newsroom.stuttgart.de: Ein neuer Park für die Bürger
  6. Stuttgarter-Zeitung: Die Karten werden jetzt neu gemischt
  7. Nichtoffener Planungswettbewerb Wohnbebauung Rote Wand Killesberg Stuttgart-Nord 2014
  8. Rebecca Anna Fritzsche: Neuer SSB-Fahrplan: Weniger Bus, weniger Bahn im Norden. Stuttgarter Zeitung, 14. September 2013, abgerufen am 28. Dezember 2013.
  9. ThomasD.net Liedtext Killesberg Baby. Abgerufen am 9. Mai 2014.
  10. ThomasD.net Diskografie. Abgerufen am 9. Mai 2014.

Kategorien: Stadtteil von Stuttgart | Berg in Stuttgart

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Killesberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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