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Kerstin Kassner


Karin Kerstin Kassner (* 7. Januar 1958 in Radebeul) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke) und war von 2001 bis 2011 Landrätin des Landkreises Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2013 gehört sie dem Deutschen Bundestag an.

Leben

Kerstin Kassner wuchs auf der Insel Rügen auf und erlernte nach dem Abitur den Beruf der Kellnerin. 1981 wurde sie beim FDGB-Feriendienst in Binz Restaurantleiterin. Ein Fernstudium, das sie in dieser Zeit an der Handelshochschule Leipzig begann, schloss sie als Diplom-Ökonomin des Hotel- und Gaststättenwesens ab. Sie war danach weiterhin an verschiedenen Positionen für den FDGB-Feriendienst tätig und leitete zuletzt bis 1991 ein Hotel. Nach der Abwicklung des Feriendienstes machte sie sich selbständig und führt seit 1992 eine eigene Pension bei Putgarten.

1990 wurde Kerstin Kassner für die PDS in die letzte Volkskammer der DDR gewählt. Im gleichen Jahr wurde sie auch Landtagsabgeordnete in Mecklenburg-Vorpommern. Sie arbeitete dort in den Ausschüssen für Finanzen, Wirtschaft und Tourismus. Von 1998 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Landtag 2001 war sie stellvertretende Landtagspräsidentin.

Am 16. September 2001 wurde Kerstin Kassner durch Direktwahl zur Landrätin des Landkreises Rügen gewählt. Bei der Landratswahl am 22. Juni 2008 wurde sie mit 68,3 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang in ihrem Amt bestätigt.

In die bundesweiten Schlagzeilen der Medien geriet Kassner während des Auftretens der Vogelgrippe H5N1 auf Rügen im Frühjahr 2006. Landes- und Bundespolitiker warfen ihr vor, nicht sofort den Katastrophenfall ausgerufen zu haben. Konkrete Fehler konnten ihr aber nicht nachgewiesen werden.[1][2]

Kerstin Kassner war die Verwaltungsratsvorsitzende der Kreissparkasse Rügen.[3]

Bei der Landratswahl des im Zuge der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 am 4. September 2011 entstandenen neuen Kreises Vorpommern-Rügen unterlag Kassner in der Stichwahl Ralf Drescher, dem Kandidaten der CDU, mit 31.079 zu 33.206 Stimmen. Seitdem ist sie als zweite Stellvertreterin des Landrats für das kommunale Jobcenter zuständig.

Zur Bundestagswahl 2013 trat Kerstin Kassner für Die Linke im Wahlkreis 15 an. Zwar unterlag sie Angela Merkel deutlich, doch zog sie über die Landesliste in den deutschen Bundestag ein.

Am 26. April 2015 wurde Kerstin Kassner bei der Oberbürgermeister-Wahl in Stralsund mit 19,6 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung in Höhe von 38,4 % Zweite hinter dem bisherigen Amtsinhaber Alexander Badrow, der 65,1 % der Stimmen erhielt[4].

Ehrenamtlich ist sie Vorsitzende des Kreisverbands der Linken Vorpommern-Rügen und Vorsitzende des Prora-Zentrums e.V., ein Verein, der sich der Vermittlung von Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit dem „Koloss von Rügen“ in Prora widmet. Sie ist auch Vorstandsmitglied der Tourismusgesellschaft Rügen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Frank Pergande: Der eine Fehler. In: FAZ.NET. 20. Februar 2006, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  2. Warum hacken alle auf ihr rum? In: superillu.de. 13. März 2006, archiviert vom Original am 29. April 2008, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  3. Suche nach Kreissparkasse Rügen, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010. In: Elektronischer Bundesanzeiger. Abgerufen am 5. Januar 2012.
  4. www.stralsund.de, 26. April 2015


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kerstin Kassner (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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