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Katharina Sieverding


Katharina Sieverding (* 16. November 1944 in Prag)[1] ist eine deutsche Fotografin.[2] Sie gehört zu den Pionieren einer Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums Fotografie. Ihre seriellen Fotofolgen sind sowohl Ausdruck von Reflexionen zur eigenen Identität als auch Stellungnahme zu politisch-gesellschaftlichen Fragen.[3] Mit großformatigen Fotoarbeiten erneuerte Katharina Sieverding das künstlerische Potential der Fotografie.[2]

Leben

Katharina Sieverding wurde in Prag geboren.[4] Sie studierte von 1963 bis 1964 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und von 1964 bis 1967 bei Teo Otto in der Bühnenbild-Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf. 1967 wechselte sie in die Klasse von Joseph Beuys, wo sie ihr Studium als Meisterschülerin im Jahr 1972 abschloss. Zwischen 1972 und 1988 reiste sie in die USA, nach China und in die Sowjetunion.

Seit 1975 arbeitet sie mit Großfotografie. In ihren Werken befasst sich Sieverding mit dem Zusammenhang zwischen mikroskopischen und makroskopischen, individuellen und globalen Prozessen. Von 1992 bis 2007 hatte sie eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin inne. Zu ihren Studenten gehören unter anderen Jorinde Voigt, Natascha Sadr Haghighian, Heike Baranowsky, Ina Bierstedt und Sebastian Bieniek.

Von 1995 bis 1998 sowie in den Jahren 2000, 2001, 2003, 2005 und 2007 lehrte sie an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg, 2002 und 2004 an der Academy of Fine Arts in Hangzhou. Von 2008 bis 2013 gehörte Sieverding zum Universitätsrat der Akademie der bildenden Künste Wien.[5] Seit 2010 lehrt sie an der Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin. Katharina Sieverding lebt seit 1964 in Düsseldorf.

Öffentliche Sammlungen

Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen

Veröffentlichungen

  • Sieverding. Edition Cantz, Stuttgart 1992, ISBN 3-89322-485-8.
  • Katharina Sieverding: Stauffenberg Block I-XVI/1969. Fotohofedition, Salzburg 1996, ISBN 3-901756-01-9.
  • Katharina Sieverding: in Austria, 1964–2008. Vol. 1 Salzburg. Fotohofedition, Salzburg 2008, ISBN 978-3-902675-00-2.
  • Katharina Sieverding: Testcuts, Projected Data Images. DuMont Buchverlag, Köln 2010, ISBN 978-3-8321-9369-0.
  • Renate Buschmann/Tiziana Caianiello: Medienkunst Installationen. Erhaltung und Präsentation. Konkretionen des Flüchtigen – Fallstudie 4 Testcuts I von Katharina Sieverding (S. 127 ff.) Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-496-01463-8.[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Biographie von Katharina Sieverding in: Rrose is a rrose is a rrose: gender performance in photography, Jennifer Blessing, Judith Halberstam, Solomon R. Guggenheim Museum, Guggenheim Museum 1997, 223 Seiten, Seite 217
  2. 2,0 2,1 Verleihung Kaiserring der Stadt Goslar (Memento vom 13. Oktober 2012 im Internet Archive), abgerufen am 12. Januar 2016.
  3. Internetseite Bundestag , abgerufen am 20. September 2012.
  4. Deutscher Bundestag: Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik im Reichstagsgebäude
  5. Im Detail: Die neuen Uni-Räte. In: Der Standard vom 20. Februar 2008. Abgerufen am 25. Januar 2016.
  6. Die Sonne in ihrer mitternächtlichen Formin FAZ vom 25. September 2013, Seite 29
  7. Seite des Museums zur Ausstellung , abgerufen am 2. Mai 2014.
  8. kulturkreis.eu: Namhafte ars viva-Preisträger / 1979 Katharina Sieverding (abgerufen am 13. August 2015)
  9. Internetseite Imai , abgerufen am 13. Februar 2014.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina Sieverding (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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