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Karviná


Karwin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum österreichischen Journalisten und Moderator

siehe Heinz Fischer-Karwin.

Karviná

Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Karviná
Fläche: 5749 ha
Geographische Lage:
Höhe: 221 m n.m.
Einwohner: 55.163 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 733 01, 733 24, 735 06, 734 01
Struktur
Status: Statutarstadt
Ortsteile: 9
Verwaltung
Bürgermeister: Tomáš Hanzel (ČSSD) (Stand: 2007)
Adresse: Fryštátská 72/1
733 24 Karviná
Gemeindenummer: 598917
Website: www.karvina.cz
Lageplan

Karviná (deutsch Karwin, polnisch Karwina) ist eine Bezirksstadt mit 56.848 Einwohnern (2014) im Moravskoslezský kraj im Osten Tschechiens. Karviná ist eine bedeutende Industriestadt und Zentrum der Schwerindustrie.

Geographie

Karviná befindet sich rechtsseitig der Olsa gegenüber den Einmündungen der Stonávka und des Karvinský potok im oberschlesischen Steinkohlenrevier an der Grenze zu Polen.

Geschichte

Karwin war 1880 noch ein Dorf, hatte aber fast 5.000 Einwohner, gehörte der Bezirkshauptmannschaft Freistadt (Fryštát, jetzt ein Stadtteil von Karviná) an und lag an der Kaschau-Oderberger Bahn. Es hatte ein Schloss und eine Brauerei und war damals schon ein Zentrum des Steinkohlenbergbaus und der Koksherstellung. Es gab in den 1890er Jahren eine schwere Dynamit- und Kohlenstaubexplosion, ein Unfall, der um die 250 Menschen das Leben kostete.

Seit 1910 war Karwin mit Mährisch Ostrau (jetzt Teil von Ostrava) mit einer Eisenbahn (Lokaleisenbahn MDOK) verbunden.

Am rechten Olsaufer liegt Fryštát, einst eine selbstständige Stadt, mit Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichtes in Österreichisch-Schlesien. Es hatte 1880 2.244 Einwohner. Freistadt wurde 1268 erstmals erwähnt und später war es ein Sitz der Grafen von Larisch, die dort ein Schloss und Gestüt besaßen.

Genau gegenüber am linken Ufer der Olsa liegt der Stadtteil Lázně Darkov (Bad Darkau), der wegen seiner iod- und bromhaltigen Wässer seit 1870 ein beliebtes Kurbad war. Nach der Heirat der Gräfin Franziska Larisch von Mönnich mit Ernst Rüdiger Fürst Starhemberg im Jahre 1898 kurierten sich die Starhemberger oft in Bad Darkau. Später wurde der Ort mit Roy vereinigt und ist auch als Bad Roy-Darkau bekannt

1944 wurden Karwin, Bad Darkau, Freistadt, Roy und Altstadt zur Stadt Karwin-Freistadt vereinigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Fryštát zunächst wieder eigenständig, bis es 1948 erneut zu Karviná eingemeindet wurde. Es ist seither das eigentliche Zentrum der Stadt.

Stadtgliederung

Die Gliederung besteht aus 6 Katastralbereichen, in denen sich 9 Stadtteile befinden:

  • Darkov: Lázně Darkov (Bad Darkau)
  • Karviná-Doly: Doly (Arnoldsdorf)
  • Karviná-město: Fryštát (Freistadt), Hranice, Mizerov (Miserau), Nové Město (Neustadt)
  • Louky nad Olší: Louky (Lonkau)
  • Ráj: Ráj (Roy)
  • Staré Město u Karviné: Staré Město (Altstadt)

Die einzelnen Ortsteile sind hierbei:

  • Karviná 1-Fryštát – Fryštát (deutsch: Freistadt; polnisch: Frysztat)
  • Karviná 2-Doly – Doly (Arnoldsdorf)
  • Karviná 3-Darkov – Lázně Darkov (deutsch: Bad Darkau; polnisch: Darków Zdrój)
  • Karviná 4-Ráj – Ráj (deutsch: Roy; polnisch: Raj)
  • Karviná 5-Staré Město – Staré Město (deutsch: Altstadt; polnisch: Stare Miasto; früher auch: Čula)
  • Karviná 6-Nové Město – Nové Město (deutsch: Neustadt) von 1948 bis 1961 Stalingrad
  • Karviná 7-Mizerov – Mizerov (deutsch: Miserau)
  • Karviná 8-Hranice – Hranice
  • Karviná 9-Louky – Louky nad Olší (deutsch: Lonkau; polnisch: Łąki)

Verkehr

Der Hauptbahnhof liegt an der Bahnstrecke Žilina–Bohumín. Auf der Strecke Petrovice u Karviné–Karviná findet kein Personenverkehr statt.

Bildung

In Karviná siedelt die Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Schlesischen Universität Opava.

Sport

  • Fußball: MFK Karviná
  • Handball: Baník Karviná
  • Eishockey: HC Karviná

Persönlichkeiten

Freistadt
Karwin
Bad Darkau
  • Fanny Starhemberg (1875–1943, Bad Darkau), österreichische Politikerin
  • Ulf Pindur (* 1943), deutscher Apotheker und Lebensmittelchemiker
Karviná

Literatur

  • Erich Fussek: Karwin, Geschichte und Bedeutung eines ostschlesischen Bergbauorts, Selbstverlag, Duisburg 1976 (DNB 800655486 ).

Weblinks

 Commons: Karviná  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Karviná – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Karviná (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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