Kartoffelpuffer - LinkFang.de





Kartoffelpuffer


Kartoffelpuffer, Erdäpfelpuffer, Reibekuchen, Reiberdatschi, Reibeplätzchen, Dotsch, Dötscher, Kartoffelpfannkuchen oder Kartoffelplätzchen ist eine Zubereitungsart für Kartoffeln und ein traditionelles Gericht der regionalen Küchen in Deutschland, Tschechien, der Slowakei, der Bukowina, Luxemburg, Polen, der Ukraine, Weißrussland, Österreich und Bulgarien[1].

Zutaten

Hauptzutat der Reibekuchen sind geschälte, rohe Kartoffeln, die roh gerieben werden. Anschließend wird die Masse leicht ausgedrückt und mit Hühnerei und Mehl zu einem dünnen Teig vermengt. Der mit Salz und Muskat gewürzte Teig wird sodann in heißem Fett zu Fladen ausgebacken.[2]

Varianten

Rezeptvariationen mit Zugabe von Haferflocken, Zwiebeln, Speckwürfeln, Magerquark, Buttermilch, Knoblauch, Majoran, Petersilie, Räucherlachs oder anderem sind bekannt.

In der Ukraine werden die Deruny genannten Kartoffelpuffer vor dem Ausbacken auch mit Fleisch, Schinken, Käse oder Pilzen und anderem Gemüse gefüllt.

Beilagen

Je nach Region werden Kartoffelpuffer zusammen mit weiteren süßen oder salzigen Zutaten gegessen. Weit verbreitet ist, sie mit Apfelmus oder Zucker zu essen. Im Bergischen Land, im Münsterland und im Rheinland werden sie auch auf gebuttertes Schwarzbrot gelegt oder mit Rüben-, Apfelkraut oder Marmeladen verzehrt. In Bayern nimmt man auch Sauerkraut als Beilage, in Teilen des Saarlandes, im nördlichen Rheinland-Pfalz und in Hessen eine Suppe aus grünen Bohnen.

Gastronomie

In der traditionellen Gastronomie des Rheinlands ist der Freitag – als gewohnheitsmäßig fleischloser Tag – häufig der so genannte Reibekuchentag. Reibekuchenbuden sind dort traditioneller Bestandteil von Weihnachtsmärkten und der Kirmes. In manchen Orten sind Kartoffelpuffer auch Teil besonderer Kartoffelfeste (beispielsweise in Kottenheim, Schlettau, Wülfrath und beim „Tolle-Knolle“-Kartoffelfest in Ibbenbüren).

In der klassischen gehobenen Gastronomie werden die zur Zubereitung verwendeten Eier getrennt und das Eiweiß steif geschlagen unter die Masse gehoben. Dort bezeichnet man Kartoffelpuffer mit ungetrennten Eiern als Eierkuchen (Galette de pommes de terre).[2]

Convenience Food

Als Convenience Food sind im Lebensmittelhandel vorgebackene tiefgefrorene Kartoffelpuffer erhältlich. Des Weiteren gibt es zumeist geschwefelten Fertigteig oder Trockenpulver zu kaufen. Neuerdings kommen auch fertig vorgegarte Kartoffelpuffer in den Handel, die im Kühlschrank etwa sieben bis zehn Tage lang haltbar sind.

Regionale Bezeichnungen

Regional sind (bzw. waren im deutschen Osten) zahlreiche weitere Bezeichnungen üblich:

Bezeichnung Region
Kartoffelpuffer oder Reibekuchen Nord- und Westdeutschland, auch in Pommern und Schlesien
Baggers Franken
Bambes, gebackene Glies, Buttermilchglies Vogtland
Flinsen Ostpreußen
Kartoffelplätzcher oder Panneläppcher Südhessen und Siegerland
Kardofflkiachla Baden-Württemberg
Reiberdatschi oder Erdäpfelpuffer Bayern
Dotsch Oberpfalz
Abernklitscher Oberlausitz
Pillekooken Bergisches Land
Rievkooche, Krebbelche, Schnibbelskuchen Rheinland
Grommbierkischeljer Saarland
Kartoffelklitscher Obersachsen
Grumbeerpannekuche Pfalz
Erbelkrebbel Hessen
Rievesplätzjer Westerwald
Krumbirnpöngeli Unterfranken
Ballnklöß, Franzkung Oberfranken
Baggerla Frankenwald und Hofer Land
Herdöpfelpuffer Markgräflerland
Dädsch Landkreis Coburg
Dötscher Landkreis Gotha
Datsch, Detscher nördlicher Thüringer Wald
Erdäpfelpuffer, Erdäpfelkrapferl Österreich
Härdöpfelchüechli, Härdöpfeldätschli Schweiz

Regionale Varianten oder verwandte Speisen

Latkes

Latkes (jiddisch: לטקעס, hebr. לביבות Levivot), manchmal auch Latkas oder Levivot, sind kleine, frittierte Kartoffelpuffer, die in der jüdischen Küche als Beilagen zu Mahlzeiten serviert werden. Sie werden ferner traditionell zu Chanukka (Fest der Vermehrung des Öls) hergestellt und verzehrt, da sie wie andere typische Speisen dieses Festes in Öl zubereitet werden. Sie haben dabei aber keine rituelle Bedeutung.

Andere

Weblinks

 Commons: Kartoffelpuffer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Kartoffelpuffer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. 2,0 2,1 Richard Hering, Walter Bickel (Hrsg.): Herings Lexikon der Küche. 18., überarbeitete Auflage. Fachbuchverlag Dr. Pfanneberg, & Co., Giessen 1978, ISBN 3-8057-0218-3, S. 570, 573.

Kategorien: Böhmische Küche | Deutsche Küche | Österreichische Küche | Kartoffelgericht | Beilage

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffelpuffer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.