Karlstein am Main - LinkFang.de





Karlstein am Main


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: AschaffenburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 12,68 km²
Einwohner: 7968 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 628 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63791
Vorwahl: 06188
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 114
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Oberborn 1
63791 Karlstein
Webpräsenz: www.karlstein.de
Bürgermeister: Winfried Bruder (CSU)
}

Karlstein am Main (amtlich Karlstein a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt in der Untermainsenke, zwischen dem Hahnenkammhöhenzug und dem Main, an dessen rechten Ufer. Im Ortsteil Großwelzheim befindet sich der westlichste Punkt des Landkreises Aschaffenburg und des Bundeslandes Bayern.[2] Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich ca. 800 m nordwestlich von Sternberg mit 334 m ü. NN , der niedrigste liegt im Main auf 101,7 m ü. NN .

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Dettingen (4.328 Einwohner) und Großwelzheim (4.322 Einwohner) (Stand 2010).[3]

Nachbargemeinden

Gemeinde
Kahl am Main
Stadt
Alzenau
Stadt
Seligenstadt
Gemeinde Johannesberg
Gemeinde Mainhausen Gemeinde Kleinostheim

Etymologie

Der Name „Karlstein“ geht nach einer anekdotischen Überlieferung auf Kaiser Karl den Großen zurück. Dieser war oft in dem Karlstein direkt gegenüber liegenden Kloster Seligenstadt und begab sich gern auf die Jagd in den Spessart. Um dorthin zu gelangen, überquerte er den Main zum damals noch „Tettingen“ genannten Ort. Der Stein an der Anlegestelle oder auch der Grenzstein zwischen „Tettingen“ und „Walinesheim“ wurde dann „Karlsteyn“ genannt.[4] Der Zusatz „am Main“ unterscheidet Karlstein von weiteren gleichnamigen Orten.

Geschichte

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Großwelzheim und Dettingen am Main.

Am 1. Juli 1862 wurde das Bezirksamt Alzenau gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet die beiden Gemeinden lagen. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Großwelzheim und Dettingen gehörten nun zu den 42 Gemeinden im Landkreis Alzenau in Unterfranken (Kfz-Kennzeichen ALZ). Mit Auflösung des Landkreises Alzenau im Jahre 1972 kamen die zwei Gemeinden in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg (Kfz-Kennzeichen AB).

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte der Zusammenschluss der beiden Gemeinden Großwelzheim und Dettingen zum 1. Juli 1975.[5] In einer Abstimmung entschieden sich die Gemeindebürger dabei für den Namen Karlstein, der bereits um das Jahr 1000 in einer Beschreibung des Aschaffenburger Forstbezirkes auftaucht und ein Grenzmal an der ehemaligen Gemarkungsgrenze zwischen Dettingen und Großwelzheim bezeichnet.

Kernkraftwerke

Auf dem heutigen Gemeindegebiet von Karlstein befand sich eine Reihe von Kernkraftwerken. Siehe dazu:

Hauptartikel: Kernkraftwerk Kahl
Hauptartikel: Kernkraftwerk Großwelzheim
Hauptartikel: Forschungsreaktor Karlstein

Politik

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 48,7 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,3 %
25,5 %
16,2 %
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Gemeinderat

Der Gemeinderat von Karlstein am Main hat (ohne Bürgermeister) 20 Mitglieder.

CSU SPD GRÜNE FDP Gesamt
2008 13 5 1 1 20 Sitze
2014 11 6 2 1 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahlen in Bayern 2014)

Wappen

Blasonierung

Wellenförmig geteilt von Blau und Silber; oben durchgehend das silberne Dettinger Kreuz, unten ein blaues Atomsymbol mit rotem Kern.

Wappengeschichte

Die wellenförmige Teilung des Wappens nimmt Bezug auf die geografische Lage der Gemeinde am Main, der auch Bestandteil des Gemeindenamens ist. Die Ortschaft wurde 1975 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Dettingen und Großwelzheim gebildet. Das Wappen enthält daher Teile der ehemaligen Gemeindewappen dieser Ortsteile. Das eigenartig gestaltete Kreuz im oberen Wappenteil ist das so genannte „Dettinger Kreuz“, dieses nimmt Bezug auf das Signum Karls des Großen, nur befindet sich im Rhombus des Kaisers anstatt dessen Vollziehungsstriches ein „T“ für Tettingen, die frühere Schreibweise von Dettingen. Es stammt aus spätgotischer Zeit und befindet sich in der Kirche St. Hippolyt im Ortsteil Dettingen. Das Atomsymbol im unteren Wappenteil ist dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Großwelzheim entnommen. Auf ihrem Gemeindegebiet wurde das erste deutsche Atomkraftwerk als Versuchskraftwerk errichtet. Nach der Fertigstellung wurde ab 1961 Strom in das Stromnetz eingespeist. Der Reaktor wurde 1985 stillgelegt und bis Ende 2010 vollständig abgetragen.

Wappenführung seit dem 13. Oktober 1977

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Bahnhof von Karlstein ist Dettingen (Main) an der Main-Spessart-Bahn. In Dettingen verbindet eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke das Nord- und Südufer des Mains. In Karlstein befindet sich ein Forschungs- und Entwicklungsstandort der Areva NP, einem Unternehmen der kerntechnischen Industrie. Es gibt einen Busanschluss der VAB. Die Mainstaustufe Großwelzheim wurde im Zeitraum 1963 bis 1973 abgetragen und durch die neue Staustufe in Kleinostheim ersetzt.[7]

Schulen und Kindergärten

In Großwelzheim befindet sich eine staatliche Hauptschule (Waldschule Großwelzheim, An der Waldschule) mit Turnhalle[8] [9] und in Dettingen eine staatliche Grundschule (Grundschule Karlstein, Schulstraße 30) mit Mittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Schwimmbad und Turnhalle[10]. Außerdem gibt es drei Kindergärten/Kindertagesstätten:[11] Das „Klabauterschiff“ (staatl. Kindertagesstätte und Hort, Eichendorffsstraße 25), Das „Regenbogenland“ (staatl.Kindertagesstätte und Hort, Hörsteiner Straße 5) und die „Villa Kunterbunt“ (katholischer[12] Kindergarten, Berliner Straße 12).

Persönlichkeiten

Natur

Auf der Gemarkung der Gemeinde Karlstein am Main befinden sich einige Seen:

Weblinks

 Commons: Karlstein am Main  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zeitschrift der Bayerischen Vermessungsverwaltung (PDF; 753 kB)
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/235204&attr=OBJ&val=1531
  4. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 115 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  6. http://www.landkreis-aschaffenburg.de/landkreis/wahlen/kommunalwahl14/kreistagswahl/
  7. Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg (WSA): Zur Geschichte der Wasserstraße Main
  8. http://www.karlstein.de/einrichtungen/schulen/
  9. http://www.franz-manske.de/hsk/index.htm
  10. http://www.gs-karlstein.de/schule/profil.htm
  11. http://www.karlstein.de/einrichtungen/kindergaerten/
  12. http://www.villa-kunterbunt-karlstein.de/

Kategorien: Ort am Main | Karlstein am Main | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Karlstein am Main (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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