Kapustino (Kaliningrad) - LinkFang.de





Kapustino (Kaliningrad)


Siedlung
Kapustino/Lenkutschen (Schleifenau)
Капустино
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen Lenckutschen (nach 1736),
Lenkutschen (bis 1938),
Schleifenau (1938–1946)
Bevölkerung 16 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238162
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 822 007
Geographische Lage
Koordinaten }

Kapustino (russisch Капустино, deutsch Lenkutschen, 1938–1946 Schleifenau, litauisch Lenkučiai ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage

Kapustino liegt 13 Kilometer südlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen) über Otradnoje (Blockinnen, 1938–1946 Blocken) und Kruschinino (Kruschinnen, 1938–1946 Altlinde) sowie Judino (Jurgaitschen, 1938–1946 Jürgenfelde) mit Nowostrojewo (Trempen) verbindet. Bis 1945 war der Ort Bahnstation an der Bahnstrecke Insterburg–Trempen der Insterburger Kleinbahnen, die nicht mehr in Betrieb ist.

Geschichte

Bei dem seinerzeit Lenkutschen genannten Dorf[2] handelte es sich um verstreute große und kleine Höfe. Im Jahre 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Schwirbeln[3] (1938–1946: Güldenau, heute nicht mehr existent) integriert, der bis 1945 zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte Lenkutschen 70 Einwohner[4].

Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde Lenkutschen um den Gutsbezirk Blockinnen (1938–1946: Blocken, heute russisch: Otradnoje), der eingemeindet wurde. Die Einwohnerzahlen belaufen sich 1933 auf 190 und 1939 auf 159[5]. Am 3. Juni 1938 wurde Lenkutschen – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938 – in „Schleifenau“ (in Anlehnung an den nahegelegenen Schleifenbach, heute russisch: Udelnaja) umbenannt.

In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung Kapustino. Ein Jahr später wurde er in den neu geformten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) und gleichzeitig in den Swobodnenski selski sowjet (Dorfsowjet Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Kapustino heute mit seinen derzeit 16 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010 [1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) charakterisierte Ortschaft im Verbund der Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda).

Kirche

Mit überwiegend evangelischer Bevölkerung gehörte Lenkutschen resp. Schleifenau vor 1945 zum Kirchspiel der Kirche Didlacken (1938–1946: Dittlacken, heute russisch: Telmanowo) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Kapustino im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg), Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Verweise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schleifenau
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Schwirbeln/Güldenau
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad

Kategorien: Ort im Rajon Tschernjachowsk

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kapustino (Kaliningrad) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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