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Kantonsschule Schaffhausen


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Volleyballklub der Kantonsschule Schaffhausen siehe Kanti Schaffhausen
Kantonsschule Schaffhausen ("Kanti")
Schulform Gymnasium, Fachmittelschule
Gründung 1851
Ort Schaffhausen
Kanton Schaffhausen
Staat Schweiz
Koordinaten
Schüler 654[1]
Lehrkräfte 119[2]
Leitung Pasquale Comi (Maturitätsschule), Boris Bänziger (Fachmittelschule)
Website www.kanti.sh.ch

Die Kantonsschule Schaffhausen ist eine allgemeinbildende Mittelschule des Kantons Schaffhausen und steht auf dem Emmersberg, nahe der Altstadt von Schaffhausen. Im Volksmund wird die Kantonsschule Kanti genannt. Die Schule umfasst eine Maturitätsschule und eine Fachmittelschule. Bei der Maturitätsschule handelt es sich um ein 4-jähriges Kurzzeitgymnasium mit drei Profilen (musisch-sprachlich, naturwissenschaftlich-mathematisch und sprachlich-altsprachlich). Die dreijährige Fachmittelschule bereitet auf die Berufsfelder Gesundheit/Naturwissenschaften, Soziales und Pädagogik/Kommunikation vor.

Neben dem normalen Unterricht in sprachlichen, mathematischen, naturwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und musischen Fächern sowie im Sport wird das Leben an der Kantonsschule Schaffhausen auch durch eine vielfältige Schulkultur geprägt. Diese umfasst unter anderem das nur alle 4 Jahre stattfindende Kantifest, das Kantitheater, den Kammerchor und den letzten Schultag der Abschlussklassen.

Die Kantonsschule Schaffhausen geht auf eine im 16. Jahrhundert gegründete Lateinschule zurück, daraus entstand im 19. Jahrhundert ein Gymnasium, der eigentliche Vorläufer der heutigen Schule. Der Campus der Kantonsschule Schaffhausen besteht aus mehreren Gebäuden. Der Altbau (heute bezeichnet als Bau B) wurde 1902 errichtet, ihm folgte 1915 die Alte Turnhalle (Bau D). 1967 entstanden nach den Plänen von Walter Förderer die beiden Förderer-Erweiterungsbauten (ein Schulhaus und eine Turnhalle, Bauten C und E). Im Jahr 1995 folgte die Munot-Sporthalle (Bau F), 1999 der Verbindungstrakt zwischen Alt- und Neubau (Bau A). Das bisher letzte Gebäude, der DMS-Neubau (Bau G), wurde 2005 in Betrieb genommen, gleichzeitig mit der sich darin befindenden Mensa.

Inhaltsverzeichnis

Die Kantonsschule Schaffhausen heute

Die Kantonsschule Schaffhausen umfasst heute die Maturitätsschule und die Fachmittelschule. Die Maturitätsschule führt zur Matura und öffnet damit den Zugang zu allen Hochschultypen. Die Fachmittelschule führt zu den höheren Fachschulen, über ein anschliessendes Praxisjahr zur Fachmaturität und damit zu den Fachhochschulen oder über einen Vorbereitungskurs zu den Pädagogischen Hochschulen Schaffhausen und Zürich.

Die Kantonsschule als Institution

Die Leitung der Kantonsschule besteht aus dem Rektor, der Administratorin, der Leiterin der Fachmittelschule und den Prorektoren für die drei Ausbildungsprofile. Als Rektor amtiert seit 2003 Urs Saxer. Die Schülerschaft wird in allen schulischen Belangen institutionell vertreten durch die Schülerorganisation. Die Lehrerschaft arbeitet über die Fachschaften und deren Vorstände mit der Schulleitung zusammen.

Die Kantonsschule ist eng vernetzt mit ihrem gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Umfeld. So bildet die Aufsichtskommission die Nahtstelle zum kantonalen Erziehungsdepartement und zum Kanton. Zu den unterstützenden Organisationen gehört der Kantonsschulverein (gegründet 1992), der ausgewählte schulische Projekte fördert, Veranstaltungen mit schulischem und pädagogischem Bezug organisiert und die Belange der Schule in politischen Abstimmungen unterstützt. Insbesondere ist er Träger einer Ombudsstelle als unabhängiger Vermittlungsinstanz in allen schulischen Konfliktsituationen.

Die Maturitätsschule

Die Maturitätsschule schliesst als Kurzzeitgymnasium an das zweite Sekundarschuljahr an und umfasst vier Schuljahre. Sie ist in drei verschiedene Profile gegliedert: das musisch-sprachliche Profil, das naturwissenschaftlich-mathematische Profil und das sprachlich-altsprachliche Profil (mit Latein als Grundlagenfach). Als Vertiefung werden für jedes Profil ab Beginn des zweiten Jahres Schwerpunktfächer gewählt:

  • Musisch-sprachliches Profil (Profil m): Altgriechisch, Italienisch, Spanisch, Bildnerisches Gestalten oder Musik mit Instrument
  • Naturwissenschaftlich-mathematisches Profil (Profil n): Anwendungen der Mathematik und Physik, Chemie und Biologie oder Wirtschaft und Recht
  • Sprachlich-altsprachliches Profil (Profil s): Altgriechisch, Englisch, Italienisch oder Spanisch

Ab dem dritten Schuljahr wählen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich ein Ergänzungsfach (Wirtschaft und Recht, Philosophie, Geschichte der Antike, Anwendungen der Mathematik, Bildnerisches Gestalten, Musik mit Instrument). Ab dem vierten Schuljahr wird als Kantonales Wahlfach obligatorisch ein interdisziplinäres Angebot gewählt. Im Schuljahr 2012/13 gehört dazu beispielsweise ein Kurs in Zusammenarbeit der Fächer Chemie und Physik mit dem Thema "Energiezukunft: Ist der Atomausstieg bis 2034 machbar?". Darüber hinaus haben die Schüler die Möglichkeit, eine Reihe von Freifächern zu wählen, insbesondere Sprachen und Instrumentalunterricht.

Die Kombination aus Profilwahl sowie der Wahl der Schwerpunkt-, Ergänzungs-, Frei- und Kantonalen Wahlfächer dient einer auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Schüler hin ausgerichteten Ausbildung.

An der Kantonsschule Schaffhausen kann die zweisprachige Matur Deutsch/Englisch und die Maturité bilingue (Deutsch/Französisch) erworben werden. Die zweisprachige Matur Deutsch/Englisch kann von Schülern des sprachlich-altsprachlichen Profils erworben werden. Hier erfolgt ein Teil des Unterrichts in Immersionsklassen (in den Fächern Mathematik, Physik und Geschichte). Die Möglichkeit einer Maturité bilingue steht grundsätzlich allen Schülern offen. Sie ist mit einem einjährigen Aufenthalt während des dritten Schuljahrs im Waadtland verbunden.

Für sportlich oder musikalisch besonders begabte Schüler besteht das Förderprogramm Sport und Kultur. Es bietet talentierten Jugendlichen schulische Rahmenbedingungen, die es ihnen erlauben, Leistungssport bzw. musikalische Spitzenleistungen mit der schulischen Ausbildung zu vereinbaren. Zu den Unterstützungsmöglichkeiten gehört der teilweise Dispens vom Unterricht, Stützunterricht oder eine Verlängerung der Schulzeit. Dem Förderprogramm gehörten u. a. der Juniorenweltmeister im Rudern von 2010, Alex Plüss, an, sowie die Schwimmerin Marina Ribi und die Tischtennisspielerin Monika Führer.

Die Fachmittelschule

2007 wurde die ehemalige Diplommittelschule in die heutige Fachmittelschule überführt. Diese schliesst an das dritte Sekundarschuljahr an und bereitet auf die drei Berufsfelder Gesundheit/Naturwissenschaften, Soziales und Pädagogik/Kommunikation vor. Sie führt über den Erwerb des Fachmittelschulausweises und der Fachmaturität zu den Fachhochschulen und damit zu Berufen in Technik und Naturwissenschaft (Fachmaturität Naturwissenschaften) in der Pflege, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Ergotherapie oder als Hebamme (Fachmaturität Gesundheit), als Sozialarbeiter, Sozialpädagoge oder Psychologe (Fachmaturität Soziales) und zum Journalismus oder zur Organisationskommunikation (Fachmaturität Kommunikation). Der Fachmittelschulausweis in einem der drei Berufsfelder öffnet auch den Weg zur Pädagogischen Hochschule Schaffhausen und Zürich und damit zur Ausbildung als Primarlehrer.

Als allgemeinbildende Schule vermittelt die Fachmittelschule im Wesentlichen die gleichen Unterrichtsfächer wie die Maturitätsschule. Diese werden an der Kantonsschule Schaffhausen auch von den gleichen Lehrpersonen unterrichtet. Je nach Berufsfeld werden aber unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt:

  • Gesundheit/Naturwissenschaften: Naturwissenschaftliche Fächer
  • Soziales: Sozialwissenschaften sowie Wirtschaft und Recht
  • Pädagogik/Kommunikation: Musische Fächer sowie Kommunikation und Medien

Hinzu kommt für alle Schüler das Fach Psychologie. Auch ist Unterricht in einer Naturwissenschaft in allen drei Schuljahren verpflichtend. Eine Besonderheit des Unterrichts an der Fachmittelschule ist das ausserschulische Praktikum, das zu einem stärkeren Praxisbezug der schulischen Ausbildung beiträgt. Es dauert drei Wochen und wird im 2. Schuljahr durchgeführt.

Besondere Unterrichtsformen

Neben herkömmlichen Formen des Unterrichts wird an der Kantonsschule Schaffhausen ein Spektrum besonderer Unterrichtsformen praktiziert, die der thematischen Vertiefung, der individualisierten Förderung, der Einübung besonderer Fertigkeiten und dem sozialen Zusammenhalt dienen.

So werden die Fächer Deutsch, Französisch, Englisch und Bildnerisches Gestalten teilweise in Halbklassen unterrichtet. Die kleinen Gruppen erlauben individualisierte Übungen und Arbeitsformen, die in Ganzklassen nicht so einfach zu realisieren sind. Für die Klassen der Fachmittelschule ist ein Halbtag pro Woche für Blockunterricht reserviert.

Für die dritten Klassen findet im Frühling eine Projektwoche statt, während der der übliche Unterricht ruht und die Schüler in frei gewählten Projekten arbeiten. Sie bietet die Möglichkeit, ein Thema gründlicher und ausserhalb des Klassenverbandes zu bearbeiten. Projektthemen der letzten Jahre reichten vom Bau von Robotern über die Auseinandersetzung mit Meditations- und Weisheitslehren bis zu im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts organisiertem Kultur- und Sprachaustausch (Spanien, Italien). Ausserdem stehen fächerübergreifende Angebote zur Wahl.

Seit 1999 fahren alle Zweitklässler für einen dreiwöchigen Sprachaufenthalt nach Frankreich oder England. Der Aufenthalt dient dem vertieften Fremdsprachenerwerb und der Begegnung mit der Gesellschaft und Kultur des Gastlands. Dieser Sprachaufenthalt findet während der Frühlingsferien und der oben erwähnten Projektwoche statt.

Die obligatorische Wirtschaftswoche gibt Einblick in die Betriebswirtschaft und ermöglicht den Kontakt mit Firmen der Region. Fachlehrer aus verschiedenen Unternehmen betreuen die Schüler. Seit 2010 wird zudem für die dritten Klassen eine Technikwoche angeboten, die vertiefte Einblicke in Studium und Berufspraxis in Technik und Naturwissenschaften bietet und die Schüler für eine spätere Tätigkeit in diesen Bereichen interessieren soll.

Zur Ergänzung oder Veranschaulichung des Unterrichts im Klassenzimmer wird die Möglichkeit von Exkursionen von vielen Fachlehrpersonen rege genutzt.

Der Förderung des Zusammenhalts und der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten dient das Klassenlager während des ersten Schuljahrs. In den Sportferien werden für alle interessierten Schüler Schneesportlager in Valbella und S-chanf angeboten.

Infrastruktur

Bibliothek

Die Schulbibliothek der Kantonsschule Schaffhausen dient Schüler- und Lehrerschaft als Informationszentrum und darüber hinaus als beliebter Aufenthalts- und Arbeitsplatz in Zwischenstunden. In der Bibliothek stehen Einzel- und Gruppenarbeitsplätze zur Verfügung, ausserdem PCs mit Internetzugang, Drucker und Kopierer. Der Bibliotheksbestand umfasst ca. 25000 Medien: Belletristik, Sachbücher, Lehrmittel, Nachschlagewerke, Comics und Hörbücher, ausserdem Zeitschriften, DVDs und Audiomedien. Weitere 25000 Medien sind in den Fachzimmern zu finden.[3] Die Bibliothek bietet Informationen zur Studien- und Berufswahl. Sie führt Kurse zur Verbesserung der Informationskompetenz durch.

Informatik

Die EDV-Infrastruktur der Kantonsschule wird fortlaufend weiter ausgebaut und den Bedürfnissen von Schüler- und Lehrerschaft angepasst. Für die Arbeit im Klassenverband stehen mehrere Computerarbeitsräume und Klassensätze von Laptops zur Verfügung. Im Herbst 2011 begann ein Projekt mit iPads im Unterricht. Beinahe jedes Zimmer der Kantonsschule, auch die Räume im Altbau, sind inzwischen mit Beamern und Internetanschluss ausgestattet. Auch ist seit dem Schuljahr 2011/12 an der ganzen Schule ein drahtloser Internetzugang verfügbar, der sowohl von den Lehrpersonen als auch von den Schülern jederzeit genutzt werden kann.

Mehrzwecksaal

Im 2005 eingeweihten Ergänzungsbau befindet sich ein Mehrzwecksaal. Zur Mittagszeit bietet dort eine gutbesuchte Mensa Schüler- und Lehrerschaft eine Auswahl kostengünstiger Gerichte an. Der Saal wird aber auch für Versammlungen, Theateraufführungen und Konzerte genutzt.

Kinderkrippe

Im Sommer 2012 wurde eine Kinderkrippe an der Kantonsschule eröffnet. In Zusammenarbeit mit einer bereits in Schaffhausen etablierten Betreuungseinrichtung, der Kindertagesstätte Muggäschnapper, bietet sie eine arbeitsplatznahe Kinderbetreuung.

Schulkultur

Neben dem Unterricht im engeren Sinn wird das Schulleben an der Kantonsschule Schaffhausen durch zahlreiche weitere Aktivitäten und Anlässe geprägt, die zu einer lebendigen Schulkultur beitragen.

Kantifest

Die Ursprünge des Kantifestes gehen auf die 100-Jahr-Feier der Kantonsschule Schaffhausen im Jahr 1951 zurück. Damals wurde im grossen Saal des Hotels "Schweizerhof" Shakespeares Sommernachtstraum aufgeführt. Bei den Feierlichkeiten wurde insbesondere auf die Partizipation der Schüler geachtet.[4] Dies galt dann auch für den 5 Jahre später, am 28. September 1956, durchgeführten Maturball: Unter der Leitung von Maturanden wurden Gänge des Schulhauses und eine Reihe von Schulzimmern in ein "Märchenland verzaubert",[4] dazu spielte ein Schüler-Tanzorchester und es wurde ein von den Schülern vorbereitetes Buffet geboten. Im Jahresbericht der Kantonsschule Schaffhausen zum Schuljahr 1956/57 heisst es zu diesem Fest:

„Damit ein solches Fest nicht zur blossen Routine, sondern jedesmal zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, darf es nicht zu oft durchgeführt werden. Die Idee der diesjährigen Maturanden scheint uns auch denn auch richtig zu sein, dass es alle fünf Jahre stattfinden sollte, sodass es jeder Schüler, der die Kantonsschule durchläuft, einmal erlebt.“

Jahresbericht der Kantonsschule Schaffhausen.: Schuljahr 1956/57, S. 32

Damit waren die bis heute wesentlichen Elemente des Kantifestes festgelegt:

  • der mehrjährige Zyklus
  • die Gestaltung der Räume durch die Schüler
  • ein reiches kulinarisches Angebot sowie
  • ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm.

Gegenwärtig findet das Kantifest, entsprechend der auf vier Jahre verkürzten Schuldauer, alle vier Jahre statt. Es handelt sich um ein öffentliches Fest mit regionaler Ausstrahlung, das in den Gebäuden und auf dem Areal der Kantonsschule durchgeführt wird. Beteiligt daran sind sowohl die Maturitätsschule wie auch die Fachmittelschule. Alle Lehrpersonen, alle weiteren Angestellten sowie alle Schüler sind in das Kantifest involviert. Das Kernelement des Festes besteht darin, dass die einzelnen Schulklassen unter der Leitung der Klassenlehrperson ein Zimmer gestalten. Darin eingeschlossen sind eine originelle Dekoration, ein kulinarisches Angebot und ein Unterhaltungsprogramm. Darüber hinaus werden in den Grossräumen und auf den Höfen der Schule Konzerte und weitere Attraktionen geboten. Die Aufbauarbeiten für das Fest dauern jeweils 3 Tage, das Fest selber vom Freitagabend bis zum frühen Samstagmorgen.

Am Kantifest werden 3500 Besucher gezählt, darin enthalten sind auch die etwa 800 Schüler sowie die rund 120 Lehrpersonen. Der Umsatz beträgt ca. CHF 170.000.-, das Fest ist nicht gewinnorientiert. Ein allfälliger Überschuss wird als Rückstellung für kommende Durchführungen oder als Spende für karitative Zwecke eingesetzt.

Das Kantifest in der jetzigen Form wurde am 23. Oktober 1967, am 29. September 1972, am 1. Oktober 1976, am 2. Oktober 1981, am 3. Oktober 1986, am 20. September 1991, am 9. April 1997, am 22. September 2000, am 17. September 2004, am 19. September 2008 und am 21. September 2012 durchgeführt. Das nächste Kantifest findet voraussichtlich im September 2016 statt.

Dekorierte Zimmer vom Kantifest 2012, kurz vor dem Festbeginn

Das Kanti-Theater

An der Kantonsschule wird seit einigen Jahrzehnten ein Theaterkurs als Freifach angeboten; seit 1989 dauert der Kurs 2 Semester (zuvor 1 Semester), seit 1991 wird jedes Jahr von den Teilnehmern ein Stück aus der bekannten Theaterliteratur aufgeführt. Die Ziele dieses Kurses sind u. a. die Spielfreude und das Improvisieren zu fördern, insbesondere aber auch gemeinsam ein ganzes Theaterstück zur Aufführungsreife zu bringen. Der Kurs dauert, anders als das reguläre Schuljahr, jeweils von November zu November. In der ersten Phase steht das Sich-Kennenlernen und das Improvisieren im Zentrum. Im zweiten Teil wird das von den Kursleitern ausgewählte und auf maximal 70 Minuten Aufführungsdauer umgeschriebene Stück eingeübt.

Die Aufführungen finden jeweils anfangs November während etwa zwei Wochen im Mehrzwecksaal des Ergänzungsbaus statt. Die öffentlichen Theaterabende werden von zahlreichen Lehrpersonen, Schülern, Eltern und weiteren Interessierten besucht und bilden einen jährlichen Höhepunkt im Schulleben. Das Kanti-Theater brachte in den letzten Jahren die folgenden Stücke zur Aufführung:

Musik

Die Musik ausserhalb des regulären Unterrichts hat an der Kantonsschule Schaffhausen eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert.

Der Kammerchor wurde 1955 von Edwin Villiger gegründet. Seither hat er sich einen exzellenten Ruf aufbauen können. Nebst eigenen Konzert- und Bühnenproduktionen gehören Auslandsreisen und regelmässige Auftritte am Bachfest Schaffhausen zu den Höhepunkten des Chorlebens. Der Kammerchor wird zur Zeit geleitet von Ulrich Waldvogel Herzig.[5]

Im Jahre 1998 bildeten zusätzlich acht Schüler der Kantonsschule Schaffhausen das erste Vokalensemble. Seit 2002 setzt sich das Vokalensemble aus gemischten Stimmen, das heisst Frauen- und Männerstimmen zusammen. Allein oder zusammen mit dem Kammerchor der Kantonsschule entstehen interessante Programme. Das Vokalensememble steht und der Leitung von Béatrice Zeindler.[5]

Das Trompetenensemble (Bläserensemble) der Kantonsschule wurde vor dreissig Jahren gegründet. Das Ziel war und ist, den Trompeten- und Hornsschülern eine Möglichkeit zu bieten, die dafür geschriebene und arrangierte Literatur zu erarbeiten und an den Fest- und Musikanlässen der Kantonsschule aufzuführen. Seit Beginn leitete Vaclav Medlik diese Formation und musizierte mit den Schülern an unzähligen Anlässen mit.[5]

Das Weihnachtssingen

Jeweils am letzten Schultag des Kalenderjahres findet kurz vor Unterrichtsschluss im Lichthof des Fördererbaus das Weihnachtssingen statt. Alle Schüler, Lehrpersonen und Mitarbeitenden, die daran teilnehmen möchten, versammeln sich im Lichthof des Förderer-Baus zu einer kurzen Weihnachtsfeier. Diese besteht aus dem Vortragen von besinnlichen Texten, Gesangseinlagen des Kammerchors sowie dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern.

UNESCO-assoziierte Schule

Die Kantonsschule Schaffhausen ist eine UNESCO-assoziierte Schule, sie ist dem Gedanken der internationalen Verständigung und Zusammenarbeit verpflichtet. Diese im Leitbild der Schule verankerten Grundsätze der UNESCO werden von einer aktiven Gruppe von Schülern wechselnder Zusammensetzung sowie Lehrkräften durch verschiedene Aktivitäten konkretisiert. Seit 2000 gibt es einen intensiven Kontakt mit dem Josef Haltrich-Gymnasium in der rumänischen Stadt Sighișoara/Schässburg; jährlich alternierend besuchen sich Gruppen aus dem Haltrich-Gymnasium und der Kanti Schaffhausen. Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte lernen den Unterricht an ihrer Partnerschule und das Alltagsleben in ihrer Gastfamilie kennen; sie erhalten durch ausgewählte Exkursionen Einblick in die aktuelle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation ihres Gastlandes.

Im UNESCO-Club, der sich seit 2004 monatlich zu einem selbstgewählten Jahresthema trifft, setzen sich engagierte Teilnehmer aus der Schüler- und Lehrerschaft mit sozialpolitischen Fragestellungen auseinander: Themen wie die Integration von Ausländern, Armut in der Schweiz oder Homosexualität werden zusammen erarbeitet und diskutiert, regelmässig auch unter Beizug von Fachleuten oder Politikern des Kantons Schaffhausen. Auch die Teilnahme an ausserordentlichen Anlässen, wie 2010 der UNO-Modellkonferenz in Peking, gehört zu ihren Aktivitäten.

Die Kantonsschule Schaffhausen ist über einen regelmässigen Kontakt mit den anderen Unesco-assoziierten Schulen der Schweiz verbunden, 2011 hat sie zur gesamtschweizerischen Jahrestagung eingeladen. 2008 wurde sie als besonders aktive unter den Unesco-assoziierten Schulen ausgezeichnet.

Der letzte Schultag der Abschlussklassen

Jeweils an ihrem letzten Schultag anfangs Juni unterbrechen die Abschlussklassen der Maturitätsschule und der Fachmittelschule den regulären Unterricht und gestalten während der Morgenlektionen ein eigenes Programm für alle anwesenden Schüler sowie für die Lehrpersonen. Das Programm wird entweder im Freien oder aber in einer der Turnhallen durchgeführt, es beinhaltet witzige und satirische Beiträge zum Schulleben und bezieht die Anwesenden (Schüler und Lehrpersonen) mit ein.

Der Maturball

Jeweils im Mai veranstalten die Maturanden einen Ball im Casino von Schaffhausen. Es handelt sich um einen Privatanlass, zu dem aber auch alle Lehrpersonen eingeladen sind. Festliche Kleidung, Tanz- bzw. Discomusik und ein reichhaltiges Buffet sorgen für eine festliche Stimmung.

Schüler-Verbindungen

An der Kantonsschule Schaffhausen gibt es eine lange Tradition von Schülerverbindungen. Sie sind aus den am Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Studentenverbindungen und den Gymnasialvereinen hervorgegangen. Heute kämpfen die Verbindungen mit akuten Nachwuchsproblemen, was wohl auf das in den letzten Jahrzehnten ständig erweiterte Freizeitangebot für Jugendliche zurückzuführen ist.

Scaphusia

Die Scaphusia wurde 1858 von Hermann Freuler als vierte Schülerverbindung in der Schweiz gegründet. Ihr Leitspruch lautet "litteris et amicitiae". Die Verbindungsfarben sind blau-weiss-blau. Bei der Scaphusia handelt es ich um eine nicht-abstinente Verbindung, zu der auch ein Bier-Comment gehört. Gemäss eigenen Angaben besteht aber kein Trinkzwang mehr.[6] Als einzige Verbindung der Kantonsschule Schaffhausen kann die Scaphusia noch eine Aktivitas vorweisen, gegenwärtig gehören ihr 11 Mitglieder an (Stand: Mai 2012). Der Altherren-Verband umfasst zur Zeit 341 Mitglieder (Stand: Mai 2012).

Munot

Die Verbindung Munot wurde 1908 gegründet im Zuge der seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstehenden Abstinenzbewegung.[7] Als Vorbild diente die ebenfalls abstinente Studentenverbindung Helvetia. Die Verbindungsfarben sind rot-weiss-grün, der Wahlspruch der Verbindung lautet "amicitiae et musis". Die Verbindung Munot hat zur Zeit keine Aktivitas (Stand Mai 2012), das bislang letzte Aktivmitglied wurde 2004 aufgenommen.[8] Der Altherren-Verband umfasst 250 Mitglieder (Stand: Mai 2012).

Der Kantonsschulturnverein

Der Kantonsschulturnverein (KTV), hervorgegangen aus dem seit 1923 bestehenden Turnverein der Kantonsschule, wurde am 24. Mai 1928 von der Lehrerkonferenz als Farben tragende Schülerverbindung anerkannt. Das Hauptziel des Verbindungslebens besteht in der körperlichen Ertüchtigung als Ergänzung der geistigen Bildung in der Schule, entsprechend lautet die Devise "mens sana in corpore sano". Daneben wird auch das gesellige Leben gepflegt, wobei die Verbindung sich nicht an die Abstinenz hält. Die Verbindungsfarben des KTV sind schwarz-gelb-schwarz. Seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es keine Aktivitas mehr, sondern nur noch den Altherren-Verband, der den Basketballverein KTV unterstützt. Dieser pflegt aber keine Verbindungsaktivitäten mehr.[9]

Fidelitas

Im Jahr 2005 wurde die Verbindung Fidelitas nach heftigen internen Konflikten als Abspaltung der Verbindung Munot gegründet. Dabei wurde der Abstinenzgedanke aufgegeben, ohne deswegen aber den Trinkzwang einzuführen. Bemerkenswert ist, dass bei der Fidelitas auch Frauen aufgenommen wurde, es handelte sich also um die erste gemischte Verbindung in Schaffhausen. Seit dem Jahr 2009 gibt es in der Fidelitas keine Aktivitas mehr, der Verband der Altherren und Altdamen existiert noch und umfasst rund 20 Personen (Stand: Mai 2012).

Geschichte

Lateinschule und Gymnasium (16. bis 18. Jahrhundert)

Die Ursprünge der späteren Kantonsschule Schaffhausen gehen auf eine wahrscheinlich bereits im Hochmittelalter existierende Schule des Klosters Allerheiligen zurück. Nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Reformation gründete die Stadt Schaffhausen 1525 eine Lateinschule. Unterrichtssprache und Hauptfach in der vier Jahre dauernden Schule war, wie ihr Name sagt, Latein. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen erlernten die Schüler als weitere Sprachen Griechisch und Hebräisch.[10] Vermittelt wurde so eine sprachlich-philosophische Ausbildung auf der Grundlage der griechisch-römischen Antike im Sinne der europaweit verbreiteten Renaissanceschulen.[11] Angehende Pfarrer, aber auch Laien, die später ein (juristisches) Amt übernehmen sollten, wurden hier auf das anschliessende Universitätsstudium vorbereitet.[12] 1626 wurde aus der Lateinschule eine sechsjährige Schule, die sich jetzt Gymnasium nannte - ein Name, der sich für diesen Schultypus allgemein seit der Reformationszeit durchzusetzen begann.[13] Da das Gymnasium aber als Vorbereitung für ein anschliessendes Studium offenbar nicht genügte, wurde 1685 mit der Einrichtung des Collegium Humanitatis eine weiterführende Ausbildungsstufe geschaffen, die sich an Lehrinhalten des universitären Grundstudiums orientierte.[11] Während zweier zusätzlicher Jahre wurden nebst den antiken Sprachen die Unterrichtsfächer Logik, Metaphysik, Theologie, Moral, Mathematik und Physik unterrichtet.[11] Die Ausbildung am Collegium sollte gleichzeitig das anschliessende Studium in den oft weit entfernten Hochschulen verkürzen. Im Raum der Schweiz existierte bis ins 19. Jahrhundert hinein nämlich nur die 1460 in Basel gegründete Universität, in Zürich und einigen anderen Städten gab es allerdings seit der Reformationszeit höhere Ausbildungsstätten für Pfarrer.[12]

Gründung der Kantonsschule (1851)

Die von den Denkern der Aufklärung geforderte gesellschaftspolitische Erziehung der Schüler und Säkularisierung des Erziehungswesens führte bereits ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Teilen West- und Mitteleuropas zu einer grundlegenden Neuorientierung im Bildungswesen. Unter dem Einfluss der Französischen Revolution und im 19. Jahrhundert des Liberalismus und Nationalismus wurden solche Vorstellungen sukzessive im Schulwesen umgesetzt, gleichzeitig wurden Standesprivilegien aufgehoben, Verfassungen schränkten den Einfluss der Kirche ein. Parallel dazu entwickelten sich aufgrund der einsetzenden Industrialisierung neue Anforderungen bezüglich der Ausbildung in wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Die staatliche Bildungspolitik trug all diesen Veränderungen zunehmend Rechnung.

Das zeigte sich in einem ersten Schritt daran, dass in vielen Gymnasien der Schweiz das Stoffprogramm seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts überarbeitet wurde.[12] In Schaffhausen wurde ab 1771 nicht mehr nach einem streng humanistischen Fächerkanon unterrichtet: Die neu eingeführten Fächer Geschichte und Naturwissenschaften wurden im Collegium in deutscher Sprache unterrichtet, kurze Zeit später nahm das Gymnasium auch einige Lektionen Deutsch, Geschichte und Geographie in die Stundentafel auf.[11]

Die europaweite Expansion des revolutionären Frankreichs führte zur Auflösung des Staatenbundes der Alten Eidgenossenschaft. Die Bildung der Helvetischen Republik 1798 unter französischer Vorherrschaft bewirkte weitere Veränderungen im Schaffhauser Schulwesen. 1799 wurde eine Französische Schule gegründet (Unterrichtssprache Französisch statt Latein), die auf Grund des grossen Erfolgs 1805 mit dem nun ebenfalls neu organisierten Gymnasium zusammengelegt wurde. Hier wurde die Grundlage für die Zweiteilung des Gymnasiums in eine humanistische und eine realistische Abteilung gelegt. Allerdings sollte nur die humanistische Gymnasialausbildung, an welche bis zur Schulreform von 1850 weiterhin das Collegium Humanitatis anschloss, zum Universitätsstudium führen. In der realistischen Abteilung wurde eine Basisbildung für Berufe in Handwerk und Handel gelegt; der Schwerpunkt lag hier auf modernen Sprachen und Naturwissenschaften (Latein nur im ersten Schuljahr). Anfänglich waren die Stundendotationen mit 28 Wochenlektionen an der humanistischen gegenüber lediglich 17 Lektionen an der realistischen Abteilung sehr unterschiedlich, diese Ungleichheit wurde aber im Zuge einer Reform von 1827 behoben. Gleichzeitig wurde auch der Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften in beiden Abteilungen ausgebaut.[11]

Die Regenerationszeit (1830–1848) schuf weitere Voraussetzungen für Reformen im Schulwesen: "Volksbildung als Volksbefreiung" galt als Devise in den regenerierten (das heisst liberalen) Kantonen, zu welchen auch Schaffhausen gehörte. Deshalb entstanden in dieser Zeit die ersten Seminare als Lehrerausbildungsstätten, in Schaffhausen schon 1827 (vgl. Kpt. 3.3.1.).[12]

1848 wurde der moderne Schweizer Bundesstaat gegründet. Als Folge davon verstärkte sich der politische und wirtschaftliche Aufschwung in der Schweiz. Es formierten sich neue Eliten in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, welche weitere Neuerungen im Bildungswesen forcierten. Mit dem kantonalen Schulgesetz von 1850 schufen die Schaffhauser bildungspolitische Grundlagen, die ihr Schulwesen fortan bestimmen sollten. Die seit 1827 obligatorische Elementarschule wurde ausgebaut (fünf Unterrichtsjahre) und Realschulen (heutige Sekundarstufe I) wurden kantonsweit eingeführt. Letztere sollten in einer Doppelfunktion einerseits als höhere Grundausbildung auf das Berufsleben vorbereiten, andererseits im Sinne eines Progymnasiums in zwei Schuljahren zum Übertritt ins Gymnasium hinführen (obligatorische Aufnahmeprüfung). Damit hatte sich mit dem sogenannten gebrochenen Bildungsgang das Kurzzeitgymnasium durchgesetzt.[11] Ein Grund für diesen Entscheid war, die Schüler vom Land durch die Einführung eines Langzeitgymnasiums nicht zu benachteiligen.[14] Das Gymnasium, wie sich die Schule weiterhin nannte, wurde jetzt rechtlich zur "Kantonalen Anstalt"; der fortan gebräuchliche Name "Kanti", der sich davon ableitet, setzte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, im Zusammenhang mit dem Bezug des neuerstellten Schulgebäudes auf dem Emmersberg durch;[15](vgl. Kpt. 4.2.) Gleichzeitig wurde die Schule auch neu strukturiert: in ein vierjähriges Untergymnasium mit einer realistischen und einer humanistischen Abteilung und daran anschliessend ein zweijähriges Obergymnasium, das die humanistische Abteilung weiterführte.[16] Die Diskussion um die Gewichtung von Allgemeinbildung und Nützlichkeit bei der Stundentafelgestaltung wurde mit grosser Heftigkeit geführt, wie folgende Aussage des Altphilologen und damaligen Vizedirektors des Gymnasiums, Dr. Albert Ott, veranschaulicht, der die Ausrichtung auf das klassisch-humanistische Bildungsideal verteidigte, da sonst die Gefahr drohe, dass "(...) schon in die zarte Jugend der Keim zu einer gemeinen und niedrigen Auffassung der Bestimmung des Menschen gelegt (werde); der Knabe wird durch die materielle Richtung seiner Erziehung willkürlich auf den Gedanken geführt, dass alles, was nicht einen unmittelbar praktischen Nutzen habe, werthlos sei."[17] Schlussendlich verlor aber an beiden Abteilungen der Sprachunterricht zugunsten eines Ausbaus der Mathematik und der Naturwissenschaften an Gewicht. Die Ausbildung an der realistischen Abteilung erwies sich allerdings (auch im interkantonalen Vergleich) als ungenügende Vorbereitung auf die 1855 gegründete Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), weshalb die Ausbildungszeit schliesslich um ein halbes Jahr verlängert wurde.

Gestaltung der Kantonsschule bis 2012

Auch die weitere Entwicklung der Kantonsschule wurde von gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen beeinflusst. Sie stand zudem im Spannungsfeld der Einflussnahme von Bund und Kanton.

Zu den obligatorischen Fächern zählte ab 1851 am neuen Untergymnasium auch Turnen, das bereits 1835 auf Initiative eines damaligen Gymnasiallehrers als freiwillige "Leibesübungen" angeboten worden war. 1866 wurde dank dem Bau einer Turnhalle ein kontinuierlicher Unterricht möglich.[18] Der Turnunterricht war von Anfang an geschlechtergetrennt, für die Knaben war er durch eine entsprechende Verfügung des Bundes im Rahmen der neuen Militärgesetzgebung von 1874 bis weit ins 20. Jahrhundert als militärischer Vorunterricht im Hinblick auf die spätere Rekrutenschule angelegt: Leistung und Leistungssteigerung bestimmten den Unterricht. Erst mit dem gesellschaftlichen Wandel ab den 1970er Jahren fand diesbezüglich eine Neuorientierung statt.[19]

Die Revision der Bundesverfassung von 1874 schrieb eine Ausweitung der Bundeskompetenzen im Bildungsbereich fest und führte 1880 zur ersten Maturitätsanerkennungsverordnung (MAV). Grundlage dieser Verordnung war der neue Verfassungsauftrag an den Bund, die Zulassung zum Medizinstudium zu regeln. Das bedeutete auch eine Einflussnahme auf den gymnasialen Ausbildungsgang selber, wo die Voraussetzungen für diese Zulassung geschaffen werden mussten. Diese eidgenössische Regelung bezüglich des Medizinstudiums entwickelte sich bald zur Rechtsgrundlage für die Gymnasien generell, da die Universitäten begannen, die auf der MAV beruhenden Maturitätszeugnisse nicht nur für die medizinische, sondern für alle ihre Fakultäten als Zulassungszeugnisse vorauszusetzen.[20] Die MAV 1880 stärkte zum letzten Mal grundsätzlich den humanistischen Ausbildungsgang, da sie für das Medizinstudium einen Abschluss in den Sprachen Latein und Griechisch zur Bedingung machte - eine solche Maturitätsprüfung wurde von den Hochschulen als Zulassungszeugnis anerkannt, während die Absolventen der realistischen Abteilung genügend Lateinkenntnisse vorweisen und anschliessend zu einer Zulassungsprüfung antreten mussten; umgekehrt wurde von den "Humanisten" ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in Physik und Darstellender Geometrie verlangt, um an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) aufgenommen zu werden, weshalb diese Fächer in den neuen Lehrplan integriert wurden. 1922/23 wurde nach einigen Zwischenschritten die Dauer der beiden Ausbildungsgänge aneinander angeglichen und vom Regierungsrat des Kantons Schaffhausen auf fünfeinhalb Jahre festgelegt.[20]

Ab Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Vorstellungen der sogenannten Reformpädagogik in vielen Teilen Europas diskutiert; auch im Schaffhauser Schulwesen setzte man sich mit diesen Ideen auseinander. Grundsätzlich ging es dabei um ein verändertes Erziehungsbild, welches einen handlungsorientierten Unterricht und vor allem auch das eigenständige Lernen und Erforschen durch die Schüler in den Mittelpunkt stellte.[21] Die Forderung der Reformpädagogik nach sogenannten "Arbeitsschulen", die eine solche selbständige und praktische Tätigkeit der Schüler fördern (v.a. auch in den naturwissenschaftlichen Fächern) und stärker auf das spätere Berufsleben ausgerichtet sein sollten, wurde an der Kantonsschule Schaffhausen aber nur in wenigen Bereichen umgesetzt (Einführung von Handarbeit, Praktika in Physik und naturwissenschaftlichen Fächern).[20]

Mit den folgenden MAV-Revisionen verloren einerseits die Alten Sprachen an den Gymnasien zunehmend an Gewicht, sie führten andererseits zu einer Stärkung zuerst der mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung und anschliessend der neusprachlichen und wirtschaftlichen Fächer. Diese Veränderungen sind im Zusammenhang mit einer zunehmenden Orientierung der Schule an den Bedürfnissen der Wirtschaft, vor allem hinsichtlich des stetig wachsenden Dienstleistungssektors, zu sehen - eine Entwicklung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzte und sich mit dem anhaltenden Wirtschaftswachstum seit dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte, das zu einer gesteigerten Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften führte.

Eine nächste MAV-Revision stellte 1925 die drei als Maturitätstypen A (mit Griechisch und Latein), B (mit Latein und modernen Fremdsprachen) und C (Mathematik, Naturwissenschaften und neu mehr Gewicht auf moderne Fremdsprachen) neu definierten Gymnasialabschlüsse einander als praktisch gleichwertig gegenüber. Die "Realisten" wurden ab jetzt prüfungsfrei zu allen Studiengängen der Universitäten zugelassen, sofern sie einen Lateinzusatzkurs erfolgreich absolviert hatten. (Die MAV von 1968 ermöglichte ihnen schliesslich den Zugang zum Medizinstudium auch ohne diese Voraussetzung.)[20]

Eine Erweiterung brachte die MAV 1972, indem sie zwei neue mögliche Maturitätslehrgänge schuf: Neben dem neusprachlichen Typus D den Typus E, der mit einer Wirtschafts- und Handelsmaturitätsprüfung abgeschlossen werden konnte; in Schaffhausen wurde der Typus E ab dem Schuljahr 1993/94 eingeführt.[20]

Das kantonale Schulgesetz von 1981 führte zu einer Verkürzung der Mittelschulausbildung um ein halbes Jahr auf neu fünf Jahre, da eine einheitliche 6. Klass-Übertrittsregelung für die Aufnahme in die Sekundarstufe I (damalige Realschule) eingeführt wurde (anstelle der vorherigen Alternativmöglichkeiten des Übertritts aus der fünften oder sechsten Klasse der Elementarschule). Der gebrochene Bildungsweg blieb weiterhin erhalten, obwohl sich die Lehrerschaft der Kantonsschule für die ungebrochene Ausbildungsvariante (direkter Übertritt ins Gymnasium nach der Elementarschule) für den altsprachlichen Maturitätstypus (A) starkgemacht hatte.[20] Bereits 1994 wurde vom Kantonsparlament entschieden, die Dauer der Ausbildung noch einmal um ein Jahr auf neu vier Jahre zur kürzen, hauptsächlich um den Studienbeginn dem europaweiten Durchschnittsalter anzugleichen. Dass dadurch auch gespart werden konnte, trug ebenfalls zu diesem Entscheid bei.[20]

Das Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) von 1995, an der Kantonsschule Schaffhausen umgesetzt ab dem Schuljahr 1997/98, veränderte den gymnasialen Ausbildungsgang noch einmal grundlegend und legte die bis aktuell (2012) gültigen Strukturen fest. Als Vereinbarung zwischen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und dem Eidgenössischen Departement des Inneren (EDI) wurde die bis anhin gültige Ausrichtung der MAV an der Medizinalgesetzgebung des Bundes aufgegeben. Stattdessen wurde eine Einheitsmatura mit verbindlichen Mindestanforderungen geschaffen (differenzierte, aber gleichwertige Maturitätsausweise), welche für alle Absolventen den Zugang zu den Universitäten und der ETH eröffnet.[20] Vorgegeben sind namentlich ein Rahmenlehrplan, der innerhalb eines gewissen Spielraums die Anteile der obligatorischen Grundlagenfächer sowie der Wahlbereiche (kantonale Regelung) an Unterrichtsstunden festlegt, dann die Prüfungsanforderungen und Bestehungsnormen sowie eine obligatorische Abschlussarbeit (Maturaarbeit).[22] Die bis anhin an der Kanti gültigen Maturitätstypen A, B, C und E wurden in Schaffhausen von den neugeschaffenen Ausbildungsprofilen s, n und m abgelöst (s: sprachliches(-altsprachliches) Profil, n: naturwissenschaftlich-mathematisches Profil, mit der Möglichkeit der Schwerpunktfachwahl Wirtschaft und Recht und m: musisches(-neusprachliches) Profil; genauere Angaben vgl. Kpt. 1.2.). Die neuen Ausbildungsgänge sollen dank einer Vervielfältigung der individuellen Fächerwahlmöglichkeiten für die Schüler sowie der obligatorischen Maturaarbeit deren Selbständigkeit fördern und sie differenzierter auf das nachfolgende Studium vorbereiten. Diese Umgestaltung führte auch zu grösseren Veränderungen in der Infrastruktur der Schule (vgl. Kpt. 4.6.).

Die Schulentwicklung blieb weiterhin Thema: Evaluationsprojekte auf gesamteidgenössischer Ebene (wie EVAMAR) untersuchten die Erfahrungen der 1995/97 neukonzipierten Mittelschulen, die EDK entwickelte neue Strategien Richtung gesamtschweizerischer Bildungsstandards, die auch in die Teilrevision des MAR 2007 einflossen (z.B. Förderung der interdisziplinären Arbeit und der Informatik). Auch von Seiten der Wirtschaft werden weiterhin deutliche Ansprüche formuliert (bezüglich der Vorbildung für Natur-, Ingenieur- und Informatikwissenschaften). Unter dem Titel "Kanti 2015" sind von Seiten der Kantonsschule Schaffhausen weitere Handlungsbedürfnisse und -spielräume aufgegriffen und entwickelt worden. Seit dem Schuljahr 2011/2012 sind aus einem breiten Angebot erste interdisziplinäre Kurse wählbar (vgl. Kpt.1.2.).[23]

Der pädagogische Ausbildungsgang

Die Ausbildung zum Lehrer und zur Lehrerin auf Primarstufe bzw. zur Kindergärtnerin erfolgte je nach Zeit ausserhalb der Kantonsschule oder als in sie integrierter Ausbildungsgang, weshalb sie hier in einem eigenen Kapitel dargestellt wird.

In der Stadt Schaffhausen wurde das erste Lehrerseminar 1826 gegründet, angeschlossen an die sogenannte "Musterschule", die für arme Beisassenkinder offen war und den angehenden Lehrern als Übungsschule dienen sollte. Angeboten wurde für jeweils 16 Seminaristen ein Kurs, der zweimal vier Monate (verteilt auf zwei Jahre) dauerte. 1851 wurde das Seminar allerdings nach lang anhaltender Kritik an der Ausbildungsqualität wieder aufgelöst, künftige Schaffhauser Lehrer mussten sich in anderen Kantonen ausbilden lassen. Erst 1896/97 wurde aufgrund des verschärften Lehrermangels im Kanton eine Seminarabteilung ans Gymnasium angegliedert.[24] Anfänglich besuchten die zukünftigen Lehrer zuerst während zweier Jahre die realistische Abteilung der Kantonsschule, bevor sie ins Seminar (vier Jahre) eintreten konnten. Dieser Abschluss berechtigte auch zum Studium an verschiedenen universitären Fakultäten. 1957 wurde der Ausbildungsgang neu konzipiert: An das Unterseminar (fünfeinhalb Jahre) schloss neu das einjährige Oberseminar an (in zwei Schritten auf zwei Jahre verlängert, 1995 in Primarschulseminar umbenannt), das auf die eigentliche Berufsausbildung ausgerichtet war. Der erfolgreiche Abschluss beider Stufen wurde nun einerseits zur Voraussetzung der Lehrtätigkeit, andererseits zur Zulassungsbedingung für Hochschulstudien. Erst nach weiteren Reformen erhielten die Unterseminaristen ab 1985 ein Maturitätszeugnis, das zum Studium an sämtlichen nichtmedizinischen Fakultäten der Universitäten berechtigte.[25]

Wer sich vor 1971 zur Kindergärtnerin ausbilden lassen wollte, musste das an einer entsprechenden Schule ausserhalb des Kantons Schaffhausen tun.[26] 1971 wurde dieser Mangel behoben und das Kindergärtnerinnenseminar (1995 in Kindergartenseminar, KGS, umbenannt) als neuer Ausbildungszweig innerhalb der Kantonsschule gegründet. Zusammen mit dem Primarschulseminar bildete es ab 1995 das sogenannt Pädagogische Seminar Schaffhausen (PSS), immer noch als Abteilung der Kantonsschule.[27] Ziel dieser Reform war die Entwicklung der Seminarabteilung in Richtung einer Fachhochschule, wie es von der 1999 verabschiedeten Neuordnung der pädagogischen Ausbildung in der ganzen Schweiz durch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) schliesslich verbindlich vorgegeben wurde: Die Ausbildung zum Lehrer und zur Lehrerin sollte in Zukunft wie in den anderen europäischen Ländern auf der Tertiärstufe angeboten werden. 2003 begann in der von der Kantonsschule neu rechtlich getrennten Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) der Unterricht. Die PHSH ist mit der Pädagogischen Hochschule des Kantons Zürich aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Grösse einen Partnerschaftsvertrag eingegangen.[28] Ausgebildet werden in dreijährigen Lehrgängen Lehrkräfte für den Kindergarten und die Primarschule. Das Studium ist analog zu den anderen Hochschulstudien modular aufgebaut.[29]

Von der Diplommittelschule (DMS) zur Fachmittelschule (FMS)

Seit den 1950er Jahren wurde die Möglichkeit eines zusätzlichen Ausbildungszweiges diskutiert, der die Lücke zwischen Realschulabschluss (heutige Sekundarschule) und anspruchsvollen Berufslehren, die zudem das Mindestalter von 18 Jahren voraussetzen, mit einer soliden Allgemeinbildung und Vorbereitung auf diese hin schliessen sollte. Gedacht wurde dabei in erster Linie an junge Frauen, die einen solchen Beruf im sozialen, paramedizinischen oder pflegerischen Bereich wählen wollten. Innerhalb der Teilrevision des Schulgesetzes von 1969 wurde schliesslich die Diplommittelschule (DMS) geschaffen, die drei Jahre dauerte, ein sehr breites Wahlsystem für die Schüler anbot, ein ausserschulisches Praktikum beinhaltete und mit einem Diplom abzuschliessen war. Die Schule startete 1975 mit 46 Schülerinnen und drei Schülern.[30] 2011/12 sind es 122 Schülerinnen und Schüler, welche die daraus hervorgegangene, jetzige Fachmittelschule (FMS) besuchen.[31] Den Unterricht erteilten von Anfang an die Lehrer der Kantonsschule, die Schulleiterin bzw. der Schulleiter ist Mitglied der Rektoratskommission der Kantonsschule. Seit 1989 wurde das Abschlussdiplom interkantonal anerkannt. 2007 wurde die Diplommittelschule zur heutigen Fachmittelschule umgestaltet (vgl. Kpt. 1.3.). Nötig geworden waren die diesbezüglichen Veränderungen der Stundentafel der ehemaligen DMS, weil den Absolventen der Zugang zu den neugeschaffenen Fachhochschulen ermöglicht werden sollte. Parallel zur Neugliederung der Gymnasien durch das MAR 1997 in Ausbildungsprofile wurde der Unterricht der Diplom- bzw. der späteren Fachmittelschulen anhand verschiedener Berufsfelder definiert, die sich durch eine unterschiedliche Fächerkombination voneinander abgrenzen. Die Ausbildung schliesst mit einer Abschlussarbeit ab, die sich an den Anforderungskriterien der Maturaarbeit orientiert. (Genauere Angaben vgl. Kpt.1.3.)[32]

Schülerschaft

Lateinschule und Gymnasium standen bis ins 19. Jahrhundert hinein hauptsächlich den Söhnen der städtischen Oberschicht offen.[33] Dies veränderte sich erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts grundlegend: Die Zusammensetzung der Schülerschaft der 1851 gegründeten Kantonsschule und die Entwicklung ihrer Anzahl hing in Folge hauptsächlich von folgenden Faktoren ab: dem Bevölkerungswachstum allgemein, der Öffnung für weitere Bevölkerungsschichten im Laufe des 19. Jahrhunderts und der Zulassung von Mädchen ab Ende des 19. Jahrhunderts.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich die Schülerzahl stetig im Steigen - bis 1910 hatte sie sich auf Grund der erstgenannten Faktoren mehr als verdoppelt: 232 Schüler besuchten damals die Kanti.[34] Die politischen und bildungspolitischen Neuerungen ab 1848 führten zu einer Öffnung der Schule für alle Bevölkerungsschichten, das Einzugsgebiet des Gymnasiums wurde auf das ganze Kantonsgebiet erweitert (beziehungsweise auch auf die angrenzenden Landschaften der Kantone Zürich und Thurgau). 1851 wurden deshalb zehn Freiplätze für Schüler mittelloser Eltern geschaffen, die somit kein Schulgeld zu bezahlen hatten und ein Stipendium erwerben konnten.[35] Die neue Kantonsverfassung von 1876 hielt schliesslich fest, dass der Unterricht an allen Schulen im Kanton Schaffhausen von nun an unentgeltlich sein müsse.[36] Ausserdem wurde 1860 für externe Schüler ein Konvikt eröffnet, um Schülern aus den Landgemeinden den Zugang zur gymnasialen Bildung zu erleichtern, das bis zur besseren Erschliessung etlicher Klettgauer Gemeinden durch den öffentlichen Verkehr bestehen blieb (1916 Schliessung des Konvikts).[37] Im Schuljahr 2009/10 stammten 364 Schüler aus den beiden Stadtgemeinden Schaffhausen und Neuhausen, 286 aus Schaffhauser Landgemeinden und 74 aus den Kantonen Zürich und Thurgau.[38]

Den Zuwachs im 20. Jahrhundert verdankte die Kantonsschule auch dem steigenden Anteil der Mädchen, die 1929/30 schon fast ein Drittel der Schülerschaft ausmachten (70 Schülerinnen, 167 Schüler). Bis 1897 stand die Kantonsschule nämlich nur Knaben offen. Die Auseinandersetzung mit der Frage um eine mögliche Koedukation wurde damals durch das Aufnahmegesuch eines Vaters für seine Tochter in die Seminarabteilung ausgelöst. Nach längeren Diskussionen wurde dem Gesuch entsprochen und gleichzeitig wurden den Mädchen 1898 alle Abteilungen der Schule zugänglich gemacht.[39] Immer mehr Mädchen wählten anschliessend diesen Bildungsweg, nach der Einführung der Diplommittelschule (DMS) bildeten sie allmählich die Mehrheit an der Schule (1979/80: 560 Knaben, 591 Mädchen, davon 145 DMS- und 19 Kindergartenseminar-Schülerinnen - beide Institutionen wurden damals fast ausschliesslich von jungen Frauen besucht).[40]

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Geburtenrate bis zum "Pillenknick" ab Mitte der 60er Jahre wieder markant, was sich in den wachsenden Schülerzahlen ab Ende der 50er bis Ende der 70er Jahre deutlich mitverfolgen lässt. Durch die Möglichkeit der gezielten Empfängnisverhütung und damit einer aktiver steuerbaren Familienplanung sowie den durch die Geichstellungsbewegung geförderten Bewusstseinswandel eröffneten sich für die jungen Frauen auch neue berufliche (Karriere-)Perspektiven, was sicher zur positiven Entwicklung der Schülerinnenzahlen beitrug. Gefördert wurde die steigende Anzahl der Mittelschulabsolventen in dieser Zeit auch durch das praktisch 30 Jahre lang ungebrochene Wirtschaftswachstum, das für gut ausgebildete Arbeitskräfte entsprechende Stellen anbot.

Der Rückgang, der sich nach 2000 feststellen lässt, hängt zu einem Teil mit der Reduktion der Mittelschuldauer von fünf auf vier Jahre zusammen, zum anderen mit der Ausgliederung der Primarlehrer- und Kindergartenausbildung aus der Kantonsschule (vgl. Kpt.3.3.1.). Im Schuljahr 2011/2012 besuchten 491 Mädchen und 293 Knaben die Kanti und die Fachmittelschule.[41]

Lehrkräfte

Im 19. Jahrhundert unterrichteten noch weniger als 20 Lehrer an der Schule, ihre Anzahl wuchs mit den steigenden Schülerzahlen: 1949/50 waren es 29, dreissig Jahre später (1979/80). Durch die Reduktion der Gymnasialausbildung um ein Jahr ab 1995, sank die Anzahl der Lehrstellen.[42] Lehrerinnen gibt es seit Mitte der 1950er Jahre an der Kanti, zuerst als Teilzeitlehrkräfte, die lediglich im Nebenamt an der Schule einige Lektionen unterrichteten, und als nicht gewählte, sogenannte Hilfslehrerinnen.[43] Auf das Schuljahr 1967/68 wurden erstmals zwei Frauen als Hauptlehrerinnen angestellt.[44] Seit der Teilrevision des Schulgesetzes von 1969, welche den Lehrerinnenzölibat aufhob, konnten auch verheiratete Frauen gewählte Hauptlehrerinnen (?) werden.[45] Im Schuljahr 2011/12 unterrichteten 120 Lehrkräfte an der Kanti und der Fachmittelschule, knapp die Hälfte davon waren Frauen.[46]

Die Kantonsschule kannte von Beginn an zwei verschiedene Formen von Anstellungsverhältnissen. Einerseits gab und gibt es die gewählten oder Hauptlehrer, rechtlich bis 2005 im Beamtenstatus, der sich für Lehrer im 19. Jahrhundert herausgebildet hatte.[47] Andererseits wurden und werden auch Lehrer im nichtgewählten Status angestellt. Letztere machen im Durchschnitt ab Mitte des 20. Jahrhunderts jeweils rund die Hälfte aller Lehrkräfte aus und werden je nach Zeit als Hilfslehrer oder Lehrbeauftragte bezeichnet. Sie erhöhen den Handlungsspielraum der Schulleitung bei Pensenschwankungen (keine Pensengarantie bzw. an schneller aufkündbare Arbeitsverträge gebunden). 2000 wurde der Lehrbeauftragtenverein gegründet, mit dem Ziel, die Situation und Integration der Lehrbeauftragten an der Kanti zu verbessern, was auch in etlichen Punkten gelungen ist.[48] Mit dem neuen Personalgesetz von 2005 wurde der Beamtenstatus auch für die (Gymnasial-)Lehrer abgeschafft, seither wird rechtlich zwischen unbefristet angestellten Hauptlehrkräften (eingestellt von einer Anstellungskommission, sechsmonatige Kündigungsfrist) und Lehrbeauftragten, welche von einem Schulleitungsmitglied in Absprache mit den entsprechenden Fachvorständen angestellt werden, unterschieden. Bei ihnen beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Der Unterschied zwischen den beiden Anstellungsverhältnissen ist nicht mehr lohnwirksam, auch ihr Pflichtenheft unterscheidet sich nicht.[49] Die Schulleitung erhielt mit dem neuen Personalgesetz also auch einen höheren Grad an Autonomie in Personalfragen zugesprochen (Einstellung und finanzielle Einstufung der Lehrpersonen).[50]

Das Schulwesen unterstand seit der Reformationszeit dem Staat, der sich aber in erster Linie als Aufsichtsinstanz verstand und sich nicht für die Finanzierung zuständig fühlte. So konnte die Schule nur dank freiwilliger Stiftungen aus der Bürgerschaft erhalten werden. Die Besoldung der Lehrer fiel entsprechend bescheiden aus, sie waren normalerweise nicht im Vollamt angestellt und unterrichteten meistens gleichzeitig am Gymnasium und im Collegium, ausserdem waren die Schulen auf nebenamtlich tätige Theologen, Ärzte etc. angewiesen.[51]

Im Zusammenhang mit den Schulreformen im beginnenden 19. Jahrhundert und der damit einhergehenden Ausweitung des Fächerkanons änderten sich auch die Anforderungen an die Qualifikation der Lehrer. Hauptlehrerstellen zumindest konnten seit der Reform von 1827 nicht mehr von Inhabern einer Pfarrstelle übernommen werden (sie stellten bis anhin die Mehrheit der Lehrer), die Lehrer sollten eine Fachausbildung vorweisen können. Allerdings blieb die Finanzierung der Schule und der Lehrer weiterhin unbefriedigend, was zu einem dauernden Lehrerwechsel führte.[52]

Mit dem Schulgesetz von 1850 übernahm der Kanton die Verantwortung für das reorganisierte Gymnasium und wurde damit auch für die Finanzierung zuständig.[53] Die Besoldungssituation wurde dadurch allerdings nicht verbessert, ein anhaltender Lehrerwechsel wurde weiterhin in Kauf genommen. Mit der Anstellung deutscher Lehrer versuchte die Behörde bis in die 1860er mit einigem Erfolg die Forderungen der Lehrerschaft nach einer angemessenen Entlöhnung zu umgehen. Eine tiefgreifendere Verbesserung wurde erst mit dem Besoldungsgesetz und einem entsprechenden Dekret von 1943 geschaffen,[54] indem die Löhne auf das Niveau von Kantonsschullehrern in strukturell vergleichbaren Kantonen angehoben wurde.[55] Mit solchen Besoldungsrevisionen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Aufstieg der Lehrerschaft in den Mittelstand ermöglicht[47]

Ab 2006 hat sich die Lohnsituation wieder grundlegend geändert. Seither sind die (Kantonsschul-)Lehrer, wie alle Angestellten im öffentlichen Dienst des Kantons Schaffhausen, einem neuen Personalgesetz unterstellt und werden nach einem neuen Lohnsystem entlöhnt. Dieser Systemwechsel führte bald, zusammen mit der schwierigen finanziellen Lage, in welcher sich der Kanton Schaffhausen befindet (konjunkturelle Entwicklung, Steuersenkungen und damit verbundene Einnahmeeinbussen[56]), zu einer Verschlechterung in der Reallohnentwicklung gegenüber dem früheren System und vergrösserte die Lohnunterschiede zwischen bereits länger und neu angestellten Staatsangestellten auch bezüglich des zu erwartenden Lebenslohnes deutlich. Zusammen mit der Vertretung der gesamtkantonalen Lehrerschaft (vertreten im Lehrerverein Schaffhausen, LSH) und den Personalverbänden des öffentlichen Personals wurde von Kantonsschullehrern 2012 das Komitee "Für ein gerechtes Lohnsystem mit Zukunft" gegründet, um diese Entwicklung öffentlich zur Diskussion zu stellen und zu bremsen.[57]

Baugeschichte

Die Gebäude auf dem vorderen Emmersberg, aus denen die Kantonsschule Schaffhausen heute besteht, sind zwischen 1902 und 2005 entstanden, also in einem Zeitraum von über 100 Jahren. Trotz dieser langen Entstehungsgeschichte präsentiert sich das Areal heute als ein in sich stimmiges und abgeschlossenes Ensemble von Bauten aus ganz verschiedenen Zeiten. Es umfasst (in chronologischer Reihenfolge)

  • das Kantonsschule-Gebäude von 1902 (Bau B)
  • die Alte Turnhalle von 1915 (Bau D)
  • die Förderer-Erweiterungsbauten von 1967 (Schulhaus: Bau C; Turnhalle: Bau E)
  • die Dreifach-Turnhalle von 1995 (nicht auf dem Areal, Bau F)
  • den Verbindungstrakt von 1999 (Bau A)
  • den Neubau der Diplommittelschule von 2005 (Bau G).

Vorgeschichte

Das vermutlich älteste Gebäude, das einen Vorläufer der Kantonsschule beherbergte, befand sich in einem früheren Schulhaus auf dem heute als Parkplatz dienenden Kirchhofplatz.[58] Darin war eine von Magister Ludwig Oechslin geleitete Lateinische Schule untergebracht. Wegen des schlechten Zustands des Gebäudes wurde 1628 ein Neubau errichtet, und zwar im Marstall (heute Ecke Stadthausgasse/Safrangasse). Dort hatte das Gymnasium seinen Sitz bis ins Jahr 1795. Auch dieses Gebäude befand sich am Ende des 18. Jahrhunderts in einem sehr schlechten Zustand, es bestand sogar Einsturzgefahr. Deshalb beschlossen der Grosse Rat und der Kleine Rat am 7. Januar 1795 den Umzug der Schule in ein von Christoph Jetzler erbautes, aber leer stehendes Waisenhaus. Die Einweihung fand am 26. Oktober 1795 statt.[58] (Es handelt sich dabei um das heutige Rheinschulhaus.)

Etwa ein halbes Jahrhundert lang genügte das neue Schulhaus den Ansprüchen. Doch bereits in den 1860er-Jahren gab es Klagen wegen Lärmimmissionen und übelriechenden Dämpfen, und auch die Raumausstattung konnte mit der Entwicklung nicht mehr Schritt halten. Als dann ab Mitte des Jahrzehnts durch das Erstellen der Wasserwerke die Schule in ein Industriequartier zu liegen kam, wurde die Situation unhaltbar.[58]

Das Kantonsschule-Gebäude von 1902 („Altbau“, heute als Bau B bezeichnet)

Aber erst mehr als 30 Jahre später, am 29. April 1898 bzw. am 10. Mai 1898, beschliessen der Grosse Stadtrat bzw. der Grosse Rat, dass ein von der Stadt bereits gekauftes Grundstück auf dem Emmersberg als Areal für ein neues Gymnasialgebäude zur Verfügung gestellt wird. Aufgrund des definitiven Bauprogramms wird ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben mit einem Gesamtpreisgeld von CHF 4000.- Von den insgesamt 59 eingereichten Projekten werden vier ausgezeichnet. Als Siegerprojekt geht dasjenige des Architekten Heinrich Meili-Wapf (1860–1927) aus Luzern hervor und wird nach einigen Modifikationen umgesetzt. Die Kosten des definitiven Projekts betragen CHF 600.000.- inklusive Möblierung.[58] Der Kantonsbaumeister Bahnmeier übernimmt die Bauherrschaft. Anfang Mai erfolgt der Beginn der Bauarbeiten, im November ist das Aufrichten beendet, am 6. Dezember 1902 wird das Schulhaus bezogen.[58]

Das Areal für den Neubau umfasst 5400 m2, davon fallen 1100 m2 auf das Gebäude; ausserdem wird ein ca. 400-500 m2 grosser Schülergarten eingerichtet. Das Gebäude liegt ca. 30 Höhenmeter über der Schaffhauser Altstadt, die nach Osten ausgerichtete, repräsentative Hauptfassade ist weit herum sichtbar. Das Bauwerk lehnt sich stilistisch an die deutsche Renaissance an. Der Grundriss des Schulhauses ist L-förmig, es umfasst vier Stockwerke, zusätzlich ein Keller- und ein Dachgeschoss. Die beiden Schenkel sind als Kopfbauten realisiert, an beiden Enden befinden sich quer zum Hauptdach liegende Schrägdächer, ausgestattet jeweils mit markanten Treppengiebeln und Lukarnen. An der der Stadt zugewandten Westfassade ist zudem ein Erker angebracht.

Der Haupteingang befand sich (wie heute auch wieder) an der Nordfassade, darüber liegt auch heute noch die zwei Stockwerke umfassende Aula (Fläche ca. 170 m2). Der Sockel des Gebäudes besteht aus Granit, in ihm sind, gleich wie in der ersten Etage, Rundbogenfenster eingelassen. Im zweiten und dritten Hauptgeschoss dagegen werden rechteckige Fenster eingefügt.

Insgesamt umfasst das Gebäude 16 Klassenzimmer, das grösste davon kann 54 Schüler aufnehmen. Besonderer Wert wird beim Raumprogramm auch auf die naturwissenschaftlichen Fächer gelegt. Mehrere Räume werden speziell auf die Anforderungen für den erst langsam sich im Fächerkanon etablierenden Physik- und Chemie-Unterricht ausgelegt. Für beide Disziplinen stehen auch Schülerlaboratorien zur Verfügung. Das Schulhaus ist so konzipiert, dass es für längere Zeit den Raumbedarf abdecken sollte. Folglich werden bei der Inbetriebnahme noch nicht alle Räume für Unterrichtszwecke benutzt. So befindet sich etwa im ersten Stockwerk ein Laboratorium für Lebensmitteluntersuchungen, im Erdgeschoss wird in einem eigens dafür reservierten Zimmer der einzige Röntgenapparat im Kanton Schaffhausen aufgestellt.

Die Alte Turnhalle 1915 (heute als Bau D bezeichnet)

Da der Sport am Anfang des 20. Jahrhunderts nur eine untergeordnete Rolle in der gymnasialen Bildung spielt, dauert es nach der Eröffnung des neuen Kantonsschulgebäudes noch 13 Jahre, bis die erste Turnhalle erbaut wird. Sie kommt an der Nordostseite des bereits bestehenden Gebäudes zu liegen. 1950 werden umfangreiche Bauarbeiten – u. a. eine Unterkellerung – vorgenommen, 1978 wird das Gebäude gründlich saniert.[58]

Die Förderer-Erweiterungsbauten 1967 („Neubau“, heute als Bauten C und E bezeichnet)

1960 wird ein Architekturwettbewerb für Erweiterungsbauten ausgeschrieben, da mittlerweile wieder akute Raumknappheit an der Kantonsschule Schaffhausen besteht. Dem Wettbewerb liegt ein von der Lehrerschaft ausgearbeitetes Raumprogramm zugrunde.[58] Aus den 28 eingereichten Projekten geht dasjenige von Walter Förderer als Sieger hervor. Das Projekt wird in einer Volksabstimmung vom 5. März 1962 gutgeheissen, die Gesamtkosten werden auf 8,114 Mio Franken veranschlagt. Darin eingeschlossen sind auch eine Umgestaltung des Erdgeschosses von Bau B und eine Aussenrenovation von Bau B.

Für den Bau müssen im März zusätzliche 5177 m2 Land angekauft werden, dieser Kauf ist bereits im März 1962 erfolgt. Unter der Bauherrschaft von Adolf Kraft, dem damaligen Kantonsbaumeister, beginnen im Mai 1964 die Aushubarbeiten, das Aufrichtefest wird am 10. September 1965 gefeiert, die Einweihung findet am 29. September 1967 statt, und zwar im Rahmen des traditionellen Kantifestes.

Der Förderer-Bau umfasst zwei Gebäude, ein neues Schulhaus (Bau C) und eine neue Turnhalle (Bau E). Beide sind im Stil des Brutalismus gehalten, eine Stilrichtung, zu deren wichtigsten Schweizer Vertretern Walter Förderer gehört. Das neue Schulhaus ist in südöstlicher Richtung in Hanglage Richtung Schaffhauser Altstadt gebaut. Es ist viel niedriger als der Altbau von 1902 und weist ein Flachdach auf. Es bildet somit architektonisch einen klaren Kontrast, jedoch optisch keine Konkurrenz zu dem bereits bestehenden Gebäude. Der Grundriss ist nahezu quadratisch, allerdings sind die Wände jeweils in der rechten Hälfte der Fassade zurückversetzt. Gegen die Stadt hin läuft das Gebäude terrassenförmig aus. Die Fassade zeigt, typisch für den Baustil des Brutalismus, holzbrettstrukturierten Ortbeton, gegliedert durch grossflächige, horizontal orientierte, mit Aluminiumrahmen eingefasste Schiebefenster. Das Gebäude umfasst 4 Etagen, wobei das Untergeschoss in den Hang hinein gebaut ist. Das Erdgeschoss und die beiden darüber liegenden Etagen sind um einen durch Oberlichter im Dach erhellten Lichthof zentriert. Die Schulzimmer sind rund um den Lichthof herum angelegt. Um den Lichthof herum führt eine Galerie, die die Zimmer miteinander verbindet.

Beim zweiten Gebäude handelt es sich um eine Turnhalle, ergänzt durch die Wohnung für den Pedellen; es entspricht stilistisch dem Schulhaus. Die Dimension der Turnhalle beträgt 18 x 30 m bei einer Höhe von 7 Metern.[59]

Die Dreifach-Turnhalle 1995 (Munot-Sporthalle, heute als Bau F bezeichnet)

Nach zwei vom Stimmvolk verworfenen Vorlagen zum Bau von neuen Turnhallen (am 7. November 1976 und am 24. Dezember 1983) wird das Projekt für eine neue Dreifachturnhalle am 7. März 1993 angenommen. Der Kreditrahmen beträgt 7,6 Mio Franken, konzipiert wurde der Neubau durch die Firma Götz+Partner AG, Schaffhausen. Der Spatenstich erfolgt am 20. Januar 1994, die Aufrichtefeier genau ein Jahr später. Eingeweiht wird die Halle am 13. September 1995. Als Bauland wird eine der Stadt gehörende Wiese neben dem Munotsportplatz gewählt, also ein Ort ausserhalb des eigentlichen Kantonsschul-Areals. Dementsprechend soll die grosszügige Halle auch vom KVS und von den Sportvereinen genutzt werden können.[60]

Die Nettonutzfläche beträgt über 2000 m2, die eigentliche Turnhalle hat die Dimensionen 24 x 45 x 7 Meter.[61] Die Gesamthalle kann durch Querwände in drei Teilhallen gegliedert werden. Ausserdem werden u. a. ein Kraftraum, ein Theorieraum und ein Raum für den Hallenwart bzw. für einen Kiosk integriert.[61] Architektonisch hervorzuheben ist die minimale Gebäudehöhe, die nur 2,5 m über Boden beträgt. Dies war eine Auflage der Stadt Schaffhausen. Entsprechend ist die Halle 7 Meter tief ins Erdreich versenkt. Die langgezogene, sehr flach wirkende Hauptfassade erinnert folgerichtig mit den kleinen Rundfenstern („Bullaugen“) an einen tief im Wasser liegenden Schiffsrumpf. Die auf dem extensiv begrünten, aber nicht begehbaren Flachdach angebrachte, allseitige Schrägverglasung ermöglicht eine gute Belichtung und Belüftung.

Der Verbindungstrakt 1999 (heute als Bau A bezeichnet)

Mit der neuen Ausrichtung der Kantonsschule werden Ende der 90er-Jahre zusätzliche Unterrichtszimmer benötigt. Ein neues Gebäude, das den Altbau mit dem Neubau verbindet, sollte dies ermöglichen, indem es Verwaltungsräume umfasst. Damit können in den bestehenden Gebäuden Räumlichkeiten zu Unterrichtszimmern umgewidmet werden. Mit der Ausführung des Verbindungstraktes wird nach einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren die Firma Oechsli + Partner Architekten, Schaffhausen, beauftragt. Zuvor war deren Projekt in einer Volksabstimmung vom 8. Juni 1997 angenommen worden. Die Bauherrschaft haben Katharina Müller, Kantonsbaumeisterin, und Werner Wocher, Projektleiter, inne.[62]

Das Gebäude verbindet den Haupteingang des Altbaus von 1902 (Bau B) mit dem Haupteingang des Förderer-Schulhauses von 1967. (Zu diesem Zweck mussten zunächst die bestehenden Verbindungselemente, eine Überdachung in Sichtbeton abgerissen werden.)

Der Gebäudekörper verläuft zunächst parallel zur Ostfassade von Bau B, um im letzten Viertel mittels einer Rundung die Verbindung zum Förderer-Bau herzustellen. Die Hauptfassade des Verbindungstraktes ist nach Osten, also gegen die Altstadt hin ausgerichtet. An der Nordfassade befindet sich nun der Haupteingang zur Kantonsschule, wie dies ursprünglich im Altbau von 1902 der Fall gewesen war. Der Verbindungstrakt ist architektonisch schlicht gestaltet, es dominiert eine einfache, klare, elegante Formensprache. Der Rohbau ist weitgehend belassen und stellt so auch stilistisch eine Verbindung zum Förderer-Bau her. Der Gebäudesockel ist in Beton ausgeführt, die Verbindungshalle in Stahl und Glas mit einzelnen Betonscheiben.[62]

Der Verbindungstrakt umfasst zwei Ebenen: ein Zugangsniveau und ein Sockelgeschoss. In der oberen Etage, dem Zugangsniveau, befinden sich die administrativen Räume (Büros der Schulleitung, Sekretariat, Lehrerzimmer). Ausserdem umfasst dieses Geschoss eine grosse Terrasse, die einen schönen Blick über die Schaffhauser Altstadt bietet. Im unteren Geschoss sind die grosszügige Bibliothek und spezielle Schulräume für das Fach Bildnerisches Gestalten.

Der DMS-Neubau 2005 (heute als Bau G bezeichnet)

Aus Platzgründen wurden die Schüler der Diplommittelschule (seit 2007 Fachmittelschule) zu einem grossen Teil im Rheinschulhaus unterrichtet. Wegen Eigenbedarfs kündete die Stadt Schaffhausen dem Kanton, per 2005 musste die DMS die Räumlichkeiten definitiv verlassen.[63] Nach der Prüfung verschiedener Varianten kam eine Machbarkeitsstudie zum eindeutigen Ergebnis, dass einem Neubau auf dem Areal der Kantonsschule der Vorzug zu geben ist. Nach einem zweistufigen Wettbewerb – in der ersten Stufe gingen bei der Jury 83 Projekte ein – geht das Projekt „Mittag“ der St. Galler Architekten Armin Benz und Martin Engeler als Siegerprojekt hervor. Das Projekt mit einem Baukredit von knapp 12 Mio Franken wird am 24. November 2002 in einer Volksabstimmung angenommen. Im Projekt für das geplante Gebäude enthalten ist auch ein Mehrzwecksaal, der im Schulalltag als Mensa fungieren soll. Im Februar 2004 beginnen die Bauarbeiten, die Bauherrschaft liegt bei der Kantonsbaumeisterin Katharina Müller und beim Projektleiter Erich Meier. Im Juli 2005 wird das Gebäude dem Betrieb übergeben.

Das neue Gebäude kommt am westlichen Ende des Kantonsschul-Areals zu liegen, es schliesst das Gelände somit in dieser Richtung ab. Damit bilden nun alle Gebäude zusammen ein weitgehend geschlossenes Ganzes mit vielfältigen Bezügen. Der Grundriss des Ergänzungsbaues weist wie der Altbau von 1902 eine L-Form aus. Der längere Schenkel liegt in der Verlängerung der Förderer-Turnhalle, der kürzere Schenkel steht im rechten Winkel dazu und verläuft schräg in Richtung der Alten Turnhalle von 1915.

Die Umfassungsmauern sind abgestuft und weisen Terrainsprünge auf.[64] Der Haupteingang, der genau im Innern des rechten Winkels liegt, ist etwas erhöht zum ursprünglichen Pausenplatz, damit verbunden durch eine leicht ansteigende Erweiterung des ganzen Hofbereichs. Das ganze Gebäude ist mit unverputztem Sichtbeton im heutigen Tafelsystem erstellt.[64] An den Aussenfassaden kommen grossflächige, rechteckige Betonelemente zum Einsatz, im Innern Schaltafeln auf Grossflächenschalungen zur Anwendung. Gegliedert werden die Fassaden, ähnlich wie beim Förderer-Bau, durch grossflächige Fensterreihen.

Das ganze Gebäude ist unterkellert. Im Erdgeschoss befinden sich u. a. der Mehrzwecksaal (Mensa mit angrenzender Küche, Bühne), ein Unterrichtszimmer für das Bildnerische Gestalten sowie mehrere Räume, die administrativen Zwecken dienen. In den beiden Obergeschossen befinden sich insgesamt 10 Unterrichtszimmer, die auf Klassengrössen von maximal 25 Schüler angelegt sind, dazu kommen 3 Spezialzimmer, die jeweils 40 Personen fassen. Der Erweiterungsbau genügt den Anforderungen des Minergie-Standards.[64]

Provisorische Gebäude

Spätestens ab Mitte der 50er-Jahre konnte das einst so grosszügig konzipierte Kantonsschulgebäude von 1902 den Raumbedürfnissen des sich laufend vergrössernden Gymnasiums nicht mehr gerecht werden. Dies hatte einerseits zur Folge, dass externe Räume für den Unterricht gemietet werden mussten – zum Beispiel im Fronwagturm oder im Rheinschulhaus. Andererseits wurden auf dem Areal der Kantonsschule selbst verschiedene Provisorien eingerichtet.

Die Schulpavillons von 1958 bis 1967

Im Jahr 1958 ist die Schülerzahl der Kantonsschule auf über 500 gestiegen, vor allem auch deshalb, weil immer mehr junge Frauen diesen Bildungsweg einschlagen. Um die vielen neuen Klassen unterbringen zu können, werden an der Pestalozzistrasse 1958 der erste, 1960 der zweite und 1962 der dritte Pavillon für den Unterricht eingerichtet. Der zweite Pavillon wird 1963 zur alten Turnhalle verschoben. Erst mit dem Bezug der Förderer-Bauten von 1967 werden die Pavillons entfernt.

Die Ballonhalle als Turnhallen-Provisorium von 1973 bis 1995

Auch im Bereich des Sportunterrichtes sind die Räume knapp. 1976 und 1983 werden zwei Projekte zum Bau von neuen Turnhallen vom Schaffhauser Stimmvolk verworfen. Als Notlösung wird auf dem noch unüberbauten Gelände der Kantonsschule eine Ballonhalle errichtet. Sie dient sowohl als Ort für den Sportunterricht wie auch als Trainingshalle für den Vereinssport, insbesondere für den Handballsport. Die erste Halle wird infolge eines Sturm 1981 zerstört, der Ersatz ist bis zum Bezug der neuen Dreifach-Turnhalle von 1995 in Betrieb.

Das Container-Provisorium von 1992 bis 2005

Auch nach dem Bezug des Förderer-Neubaus 1967 herrscht an der Kantonsschule Platznot. Daher bewilligt der Grosse Rat den Betrieb von zwei Containern als Unterrichtszimmer. Die Container-Provisorien werden zwischen dem Altbau von 1902 und der Alten Turnhalle platziert. Mit der Fertigstellung des Ergänzungsbaus 2005 werden sie nicht mehr gebraucht und entfernt.

Das Mensa-Provisorium von 1998 bis 2005

Bis zur Inbetriebnahme des Ergänzungsbaus 2005, der auch eine Mensa umfasst, gab es auf dem Areal der Kantonsschule nur sehr begrenzte Verpflegungsmöglichkeiten für die Schüler sowie für die Angestellten. Um diesem Missstand abzuhelfen, wurde die IG Pro Mensa gegründet. Dieser privaten Trägerschaft gelang es, eine nicht mehr gebrauchte Bürobaracke der N4-Baustelle zu erwerben und zu einer Mensa umzubauen. Die hierfür benötigten CHF 50'000 wurden vom Kanton finanziert.

Kunst am Bau

An der Kantonsschule Schaffhausen findet man verschiedene Werke, die dem Bereich Kunst am Bau zugeordnet werden können:

  • Männlicher Torso, eine Bronze-Skulptur von Karl Geiser (im Lichthof des Förderer-Erweiterungsbaus, 1967)
  • Relieftafel, gestiftet von der Firma +GF+ (zwischen den Förderer-Erweiterungsbauten angebracht an einer Betonwand, 1967)
  • Eisenplastik von Albert Rouiuiller (aufgestellt auf einer südlichen Begrenzungsmauer aus Beton, 1973)
  • Installation im Verbindungsbau, Zeljka Marusic und Andreas Helbling (Verbindungsbau, 1999)
  • Sichten sichten Installation von Leo Bettina Roost (Ergänzungsbau, 2005)
  • Licht-Bilder - Bild-Lichter, Installation von Silvio Vanzella (Aussenwand des Ergänzungsbaus, 2008)

Weitere bauliche Besonderheiten auf dem Kantonsschulareal

Die Sonnenuhr

Im Hof der Kantonsschule steht seit 1967 eine von der Verbindung Munot anlässlich der Einweihung der Förderer-Ergänzungsbauten gestiftete Sonnenuhr. Sie wurde von Dr. William Brunner aus Kloten berechnet und gestaltet, die Ausführung in Aluminium übernahm die ehemalige Firma Alusuisse in Neuhausen am Rheinfall. Es handelt sich um eine Sonnenuhr, welche exakt für den Standort der Kantonsschule Schaffhausen konzipiert ist. Sie ermöglicht es, die mitteleuropäische Zeit fast auf die Minute genau abzulesen, dies dank eines eloxierten Schattenwerfers mit einem genau berechneten Lemniskatenausschnitt.

Der Brunnen im Schulhof

Neben dem Zwischentrakt, angrenzend an den Pausenhof, befindet sich ein Flachbrunnen, dessen Grund mit Steinen bedeckt ist. Er hat - in verkleinertem Massstab - denselben Grundriss wie der 1999 fertiggestellte Zwischentrakt und liegt genau parallel zu diesem. Gespendet wurde der Brunnen von den Altherren der Kantonsschul-Verbindungen Scaphusia, Munot, KTV sowie dem Kantonsschulverein zum 150 Jährigen Bestehen der Kantonsschule im Jahr 2001.

Die Uhr im Boden des Verbindungsbaus

Die in den Steinboden des Zwischentrakts eingelassene Bodenuhr wurde im Jahr 2008 von den Altherren der Schülerverbindung Scaphusia realisiert, und zwar aus Anlass des 150-jährigen Gründungsfestes der Verbindung. Sie dient heute als Pausen-Treffpunkt der jeweiligen Scaphusia-Aktivitas.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Förderer-Erweiterungsbauten

Im Rahmen des Förderungsprogramms für Photovoltaikanlagen im Kanton Schaffhausen beschloss der Gesamtregierungsrats, auf den Dächern des Förderer-Schulhauses (Bau C), der Förderer-Turnhalle (Bau E) und des DMS-Ergänzungsbaus (Bau G) eine solche Anlage mit 356 polykristallinen Modulen auf einer nutzbaren Dachfläche von rund 1'270 m2 aufzustellen. Diese sollte einen Jahresertrag von 75'000 kWh leisten, was rund 15 % des gesamten jährlichen Strombedarfs der Kantonsschule und einer CO2-Ersparnis von rund 38 Tonnen entspricht. Die ersten Monate nach Inbetriebnahme im Dezember 2010 zeigten, dass der Gesamtjahresertrag die Erwartung übertrifft. Im Jahr 2011 betrug die Leistung 90'320 kWh, in der ersten Hälfte des Jahres 2012 liegt die Leistung bereits wieder 20 % über dem Erwartungswert.

Bekannte Lehrer

Bekannte Schüler

Weblinks

Literatur

  • Augen-Blicke, 150 Jahre Kantonsschule Schaffhausen. Jubiläumsschrift. 2001.
  • Beschreibung der Sonnenuhr im Hofe der Kantonsschule Schaffhausen. Dokumentation herausgegeben von der Verbindung Munot, März 1968.
  • Michael Bührer: Hundert Jahre Verbindung Munot. Thayngen, 2008.
  • Lehrmittel Sporterziehung Band 1, Broschüre 1, Sporttheoretische und sportdidaktische Grundlagen.
  • Julius Gysel: Das neue Kantonsschulgebäude in Schaffhausen. Schaffhausen, 1902.
  • Peter Orbann (Redaktion): Der Kantonsschulturnverein Schaffhausen. Überreicht zur Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum 1978. Neuhausen am Rheinfall, 1978.
  • A. Russenberger: Baugeschichte der Kantonsschule Schaffhausen. Ein geschichtlicher Überblick baulicher Entwicklungen aus Sicht des Kantonalen Hochbauamtes Schaffhausen von 1895 bis 2004.
  • Schaffhauser Kantonsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Band II. Hg.: Historischer Verein des Kantons Schaffhausen. Schaffhausen 2002.
  • Karl Schieb: Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen. Beilage zum Jahresbericht der Kantonsschule 1950/1951. Schaffhausen 1951.

Einzelnachweise

  1. Schulverwaltungssoftware der Kantonsschule Schaffhausen. Abgerufen am 11. Juni 2015
  2. Schulverwaltungssoftware der Kantonsschule Schaffhausen. Abgerufen am 11. Juni 2015
  3. Bibliothek Kanti Schaffhausen . Abgerufen am 5. Mai 2015.
  4. 4,0 4,1 Jahresbericht der Kantonsschule Schaffhausen. Schuljahr 1951/52, S. 29.
  5. 5,0 5,1 5,2 http://www.weihnachtskonzert.ch/index.php?id=262 (Stand: 20. Mai 2012)
  6. Bulletin der Kantonsschule Schaffhausen, Nummer ***, Jahr, Seite ***
  7. Bührer: Hundert Jahre Verbindung Munot, S. 6.
  8. Bührer: Hundert Jahre Verbindung Munot, S. 94.
  9. Böhni, Ulrich: Aspekte des Verbindungswesen in Schaffhausen. Vortrag an der Jahrestagung der Schweizerischen Vereinigung für Studentengeschichte SVST in Schaffhausen, 1998.
  10. Schib, Karl, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 7.
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 Schaffhauser Kantonsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Band II, Hg. Historischer Verein des Kantons Schaffhausen, Schaffhausen 2002, S. 1014–1016.
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 Hans Stadler: Schulwesen im Historischen Lexikon der Schweiz , Zugriff am 6. April 2014.
  13. zeno.org
  14. Schib, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 19.
  15. Auskunft Rainer Schmidig, Lehrer und ehemaliger Rektor Kantonsschule Schaffhausen, 20. Mai 2012.
  16. Schib, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 19.
  17. Schib, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 23.
  18. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 962–963.
  19. Ernst, Karl, Bucher, Walter, Lehrmittel Sporterziehung, Band 1, Broschüre 1, Eidgenössische Sportkommission Bern 2005, S. 14–15.
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 20,5 20,6 20,7 Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1017–1025.
  21. Reformpädagogik
  22. gallex.ch
  23. Saxer, Urs, editorial und Neue Projekte, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen, 34, 2010, S. 2–3, S. 12–16.
  24. Jahrbuch des Gymnasiums Schaffhausen für 1897/98, S. 22.
  25. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1008–1013.
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  28. Looser, Eduard, Lehrerinnen- und Lehrerbildung von 1897 bis 2005, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen 23, 2005, S. 12–17.
  29. Gräser, Hans Ulrich, Vom Pädagogischen Seminar Schaffhausen (PPS) zur Pädagogischen Hochschule, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen, 16, 2002, S. 32–34.
  30. Keller, Rolf, Die Geburtswehen einer Schule und 20 Jahre danach, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen, 4, 1995, S. 5–11.
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  32. Steinmann, Brigitta, Umbruch im Bildungswesen. DMS-Reform 2002, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen, 14, 2000, S. 5–7.
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  37. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1016.
  38. Schulstatistik Kantonsschule Schaffhausen, 2009/2010.
  39. Jahrbuch des Gymnasiums Schaffhausen für 1898/99
  40. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1020.
  41. Schulstatistik Kantonsschule Schaffhausen, HS 2011.
  42. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1020.
  43. Jahresberichte der Kantonsschule Schaffhausen 1953/54, S. 23; 54/55, S. 22; 55/56, S. 22.
  44. Jahresbericht Kantonsschule Schaffhausen 1967/68
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  46. Liste Lehrpersonen, Kantonsschule Schaffhausen, Schuljahr 2011/2012.
  47. 47,0 47,1 Pierre Caspard, Hans-Ulrich Grunder: Lehrer im Historischen Lexikon der Schweiz , Zugriff am 6. April 2014.
  48. Frey, Regine, Der Lehrbeauftragtenverein der Kantonsschule, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen, 24, 2006, S. 5–6.
  49. Auskunft Argenton Calabresi, Rebekka, Schuladministratorin Kantonsschule Schaffhausen, 24. Mai 2012.
  50. Schmidig, Rainer, Schaffhausen erhält ein neues Personalgesetz, in: Bulletin Kantonsschule Schaffhausen 22, 2004, S. 26–29.
  51. Schib, Karl, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 9–11.
  52. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 1010 und Schib, Karl, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 13.
  53. Schaffhauser Kantonsgeschichte, Band II, S. 949.
  54. Schib, Karl, Hundert Jahre Kantonsschule Schaffhausen, S. 36, S. 44–46.
  55. Jahrbuch des Gymnasiums Schaffhausen, 1943/44, S. 25.
  56. Kantonale Verwaltung Schaffhausen, Zunahme der Steuereinnahmen trotz Steuersenkungen. 16. August 2010.
  57. http://www.lomiz.ch;/ Die Regierung verteidigt das Lohnsystem, in: Schaffhauser Nachrichten 13. April 2012, S. 15.
  58. 58,0 58,1 58,2 58,3 58,4 58,5 58,6 Russenberger: Baugeschichte der Kantonsschule Schaffhausen, S. 7–15.
  59. Russenberger: Baugeschichte der Kantonsschule Schaffhausen, S. 30.
  60. Vgl. Russenberger: Baugeschichte der Kantonsschule Schaffhausen, S. 32.
  61. 61,0 61,1 Hochbauamt des Kantons Schaffhausen, Bauten des Kantons Schaffhausen. Munot Sporthalle
  62. 62,0 62,1 Kanton Schaffhausen, Baudepartement, Hochbauamt. Kantonsschule Schaffhausen, Verbindungstrakt, 2001.
  63. Russenberger: Baugeschichte der Kantonsschule Schaffhausen, S. 45.
  64. 64,0 64,1 64,2 Kanton Schaffhausen, Hochbauamt. Dokumentation Kantonsschule Schaffhausen, Ergänzungsbau.

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