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Kanton Bussière-Badil


Kanton Bussière-Badil
Region Aquitaine-Limousin-Poitou-Charentes
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Hauptort Bussière-Badil
Einwohner 14.911 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 107 Einw./km²
Fläche 139,09 km²
Gemeinden 8
INSEE-Code 2406

Der Kanton Bussière-Badil ist eine verwaltungsrechtliche Untergliederung des Arrondissements Nontron; er liegt im äußersten Norden des Départements Dordogne und gehört zur Region Aquitaine-Limousin-Poitou-Charentes in Frankreich.

Gründung

Der Kanton wurde am 4. März 1790 im Zuge der Einrichtung der Départements als Teil des damaligen "Distrikts Nontron" gegründet. Mit der Gründung der Arrondissements am 17. Februar 1800 wurde der Kanton als Teil des damaligen Arrondissements Nontron neu zugeschnitten.

Siehe auch Geschichte Dordogne und Geschichte Arrondissement Nontron.

Geographie

Der Kanton Bussière-Badil ist 139,09 Quadratkilometer groß und hat 3644 Einwohner (Stand 2006), was einer Bevölkerungsdichte von 26 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Er liegt im Mittel auf 226 Meter über dem Meeresspiegel, mit 115 Metern bei Varaignes als tiefstem und 366 Metern bei Saint-Barthélemy-de-Bussière als höchstem Punkt.

Bedeutendere Flussläufe im Kanton sind die Tardoire (Grenzfluss zum Département Charente) mit ihren linken Nebenflüssen Bandiat und Trieux. Die Entwässerung erfolgt generell nach Westen in Richtung Charente.

Der Kanton grenzt im Norden an den Kanton Montembœuf im Arrondissement Confolens im Département Charente, im Nordosten und Osten an den Kanton Saint-Mathieu im Arrondissement Rochechouart im Département Haute-Vienne, im Süden an den Kanton Nontron und im Westen an den Kanton Montbron im Arrondissement Angoulême im Département Charente.

Geologie

Der Kanton wird im Wesentlichen von variszischem Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central unterlagert, an seinem Westrand im Bereich der Gemeinden Varaignes und Soudat finden sich bereits die Sedimentgesteine des Aquitanischen Beckens, die hier über das Grundgebirge transgredieren.

Das Grundgebirge besteht hauptsächlich aus migmatitischen Paragneisen (bei Bussière-Badil), aus dem Piégut-Pluviers-Granodiorit und aus dem Saint-Mathieu-Leukogranit. Gneise und Granitoide wurden gegen Ende der variszischen Orogenese von relativ seltenen Lamprophyrgängen durchschlagen.

Die Sedimentfolge beginnt im Lias (Hettangium bis Sinemurium) südlich von Soudat mit Arkosen, Dolomiten und Oolithkalken, im Zeitraum Pliensbachium bis Aalenium folgen dann Tonsteine und Mergel. Der Dogger besteht vorwiegend aus Kalken, die stellenweise sehr stark rekristallisiert und verkieselt sein können.

Geschichte

Die menschliche Besiedlung des Gebietes im heutigen Kanton Bussière-Badil kann bis ins Paläolithikum zurückverfolgt werden (Spuren bei aux Roches, Gemeinde Varaignes). Auch das Neolithikum ist belegt (Butte du Collège, Gemeinde Piégut-Pluviers), Hinweise bzw. Spuren finden sich überdies in Soudat und in Saint-Barthélemy-de-Bussière. Aus der Megalithzeit stammt ein Dolmen bei Saint-Barthélemy-de-Bussière. Eisenzeitliche Mauerreste sind bei Puygaud und bei Maine du Bos im Gemeindegebiet von Piégut-Pluviers gegenwärtig. Einige Zeugnisse aus der gallorömischen Epoche sind ebenfalls erhalten geblieben, darunter die Reste einer Römerstraße und einer Schmiede bei Chez Noyer (Piégut-Pluviers), eines Oppidums, einer Villa und einer Schmiede bei Villechalanne und bei La Courarie (Saint-Barhtélemy-de-Bussière), sowie einer Villa bei Les Petits Bois (Bussière-Badil). Die gallorömische Präsenz lässt sich ferner auch in Busserolles, in Étouars und in Varaignes nachweisen. Aus der Franken-, Merowinger- und Karolingerzeit sind keine Funde erhalten geblieben.

Die Benediktiner gründeten im Jahr 768 in Bussière-Badil ein Priorat. 1088 wurde an der gleichen Stelle erstmals eine Benediktinerabtei erwähnt. Im 11. Jahrhundert stand in Bussière-Badil auch ein Wehrschloss, dessen Donjon noch zu sehen ist. Die noch erhaltene romanische Kirche Saint-Étienne aus dem 12. Jahrhundert war Teil der Benediktinerabtei. Weitere romanische Kirchen aus dem 12. Jahrhundert stehen in Busserolles, in Champniers, in Reilhac und in Varaignes. Der romanische Ursprung der Kirchen in Étouars, Pluviers und Soudat ist wegen späterer Umbauarbeiten kaum noch zu erkennen. Im Jahr 1199 ließ Richard Löwenherz die Festung von Piégut zerstören.

Gemeinden

Im Kanton Bussière-Badil befinden sich folgende Gemeinden:

Gemeinde Einwohner Fläche (km²) Bevölkerungsdichte
Einwohner/km²
Code Insee Postleitzahl
Busserolles 548 32,46 17 24070 24360
Bussière-Badil 514 19,86 26 24071 24360
Champniers-et-Reilhac 511 20,40 25 24100 24360
Étouars 144 7,83 18 24163 24300
Piégut-Pluviers 1208 18,11 66 24328 24360
Saint-Barthélemy-de-Bussière 229 15,01 15 24381 24360
Soudat 82 8,82 9 24541 24360
Varaignes 408 16,60 25 24565 24360

Bevölkerungsentwicklung

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2007
5 108 4 751 4 417 4 233 4 069 3 785 3 644 3 641

Die Bevölkerung im Kanton Bussière-Badil ist seit 1962 stark rückläufig.


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