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Kamenáč


Kamenáč/Aschberg

Aussichtsturm "Otto Hermann Böhm"

Höhe 936 m ü. NHN [1]
Lage Tschechien/Freistaat Sachsen, Deutschland
Gebirge Erzgebirge
 
Besonderheiten Otto Hermann Böhm Turm (AT)

Der Kamenáč (dt. Aschberg) mit einer Höhe von 936 m ü. NHN [1] ist ein Berg im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet bei Klingenthal (Ortsteil Sachsenberg-Georgenthal) im Erzgebirge, dessen Gipfel in Tschechien liegt. Auf sächsischer Seite erreicht er eine Höhe von 917 m .

Lage und Umgebung

Nahe dem Gipfel befindet sich auf deutscher Seite ein Aussichtsturm und direkt daneben eine Jugendherberge. Das Aschberggipfelplateau ist auf sächsischer Seite besiedelt. Die verstreut stehenden Häuser werden als Aschbergsiedlung bezeichnet. Ursprünglich waren das Bergbauernhäuser.

Weiterhin befindet sich auf dem Aschberg ein Sendemast. Er strahlt folgende Frequenzen aus:

Der Gipfelpunkt liegt auf tschechischer Seite und besteht aus einer kleinen Felsklippe, die eine im Querschnitt quadratische Säule aus Granit der Königlich-Sächsische Triangulirung trägt. Es handelt sich um die Station 24 (1. Ordnung). Sie ist nur noch von historischer Bedeutung. Unweit des Gipfels befinden sich weitere Felsklippen, am bekanntesten ist die Felsengruppe Tři skálky.

Am Aschberg befindet sich ein Skihang und die Kammloipe, auf der man über Mühlleithen bis Schöneck oder über Carlsfeld bis Johanngeorgenstadt fahren kann.

Geschichte

Zusammen mit Bergleuten und Hammerschmieden kamen auch einige Glasmacher ins westliche Erzgebirge, welche hier begannen, den anstehenden Quarz, der sich in mehreren Strängen unter anderem am Aschberg fand, zu verarbeiten. Die weiten, bis dahin nie benutzten Wälder lieferten ihnen genügend Holz für die Schmelzöfen und zum „Äschern“, der Gewinnung von Pottasche aus Holzkohle.

Aussichtsturm

Der 31,91 m hohe Aussichtsturm Otto Hermann Böhm bietet von seiner 26,64 m hohen Plattform eine weite Aussicht über das böhmische Erzgebirge und das Elstergebirge. Östlich reicht der Blick bis zum Fichtelberg und zum Klínovec (Keilberg), nach Süden bis zum Kaiser- und Böhmerwald. Schon 1913 wurde vom Namensgeber des Turms (Otto-Hermann Böhm) ein Turmbauverein gegründet, um auf dem Aschberg einen Aussichtsturm zu bauen. Die Pläne konnten aber aus unterschiedlichen Gründen lange nicht verwirklicht werden und wurden schließlich zu Gunsten der 1929 auf dem Berg gebauten Jugendherberge Aschberg ganz aufgegeben. Erst in den Neunziger Jahren wurde die Idee wieder aufgegriffen und schließlich 1999 verwirklicht. Betreiber des Turms ist der VSC Klingenthal e.V.[2]

Wege zum Gipfel

  • Vom Parkplatz an der B 283 bei Mühlleithen führt der blau markierte Kammweg, der im Winter als Kammloipe benutzt wird, in Richtung Aschberg. Unweit der Landesgrenze folgt man dem von Morgenröthe-Rautenkranz kommenden rot markierten Weg bis zur Jugendherberge und dem Aussichtsturm (ca. 3 km).
  • Von Silberbach (Stříbrná) kann man den grün markierten Wanderweg bis zum Gasthaus "Filip" benutzen, von dort führt der rot markierte Weg weiter bis zum Sporthotel im Ortszentrum von Schwaderbach (Bublava). Anschließend folgt man dem gelb markierten Weg aufwärts zum Gipfel (ca. 5 km).
  • Von Klingenthal führt eine schmale Fahrstraße direkt auf das Aschbergplateau.

Auf dem rot markierten Weg verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest über den Aschberg.

Literatur

  • Reinhart Heppner/Jörg Brückner/Helmut Schmidt: Sächsisch-böhmische Aussichtsberge des westlichen Erzgebirges in Wort und Bild mit touristischen Angaben. Horb am Neckar 2000, S. 15–17.
  • Aschberg. In: Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock (= Werte der deutschen Heimat. Band 11). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1967, S. 171.
  • Klingenthal. In: Das Obere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 26). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 90-93.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Wanderaussichtsturm "Otto Hermann Böhm" auf der Webseite des VSC Klingenthal e.V.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kamenáč (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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