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Kagran


Kagran
Wappen Karte

Kagran [ka'gra:n] war bis 1904 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt sowie eine der 89 Wiener Katastralgemeinden. Ein kleiner Teil von Kagran liegt im 21. Gemeindebezirk Floridsdorf.

Geographie

Kagran grenzt im Osten an Breitenlee und Hirschstetten, im Süden an Kaisermühlen und Stadlau, im Westen an Leopoldau und Donaufeld und im Norden an Süßenbrunn und die niederösterreichische Stadt Gerasdorf bei Wien. Die Katastralgemeinde erstreckt sich über ein Gebiet von 1078,87 ha, wovon 5,17 ha im Gebiet des Gemeindebezirks Floridsdorf liegen.

Geschichte

Urkundlich wurde Kagran erstmals 1199 als Chagaran erwähnt, welches sich vom verwandten Wagram ableitet. Den „Wogenrand der Donau“ bezeichnete dieser Name diesen Ortsteil aus Zeiten vor der Donauregulierung. Aus der Zeit 1785–1821 stammen satirische Beobachtungen unter dem Titel Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran über d’Wienstadt (Eipeldau ist der historische Name des nordwestlichen Nachbardorfs Leopoldau). Seit 1886 wurde Kagran von der Dampftramwaylinie AugartenbrückeFloridsdorf-Kagran–Groß-Enzersdorf bedient; die Strecke Floridsdorf-Kagran wird heute von den Straßenbahnlinien 25 und 26 benützt.

1904/05 wurde Kagran als Teil des neuen 21. Wiener Gemeindebezirks, Floridsdorf, nach Wien eingemeindet. Im Roten Wien wurden Gemeindebauten und städtische Siedlungen errichtet. Zwischen 1940 und 1945 wurden auf dem Schießplatz Kagran Hinrichtungen durch Erschießen durchgeführt. Seit 1954 bildet Kagran mit sieben weiteren Ortschaften den 22. Bezirk, Donaustadt. Kagran blieb lange Zeit dörflich, doch in den 1970er Jahren wurden nordöstlich des historischen Dorfkerns auf den Trabrenngründen große Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien errichtet, in Neukagran das Donauzentrum, Wiens größtes Einkaufszentrum.

Verkehr

Heute ist dieser Bezirksteil durch die U-Bahn-Station Kagran, das Donauzentrum und die gute Anbindung an verschiedene Autobahnen Knotenpunkt der Donaustadt. Seit dem 2. September 2006 fährt die U-Bahn-Linie U1 bis nach Leopoldau und Kagran bekam mit den Stationen Kagraner Platz und Rennbahnweg zwei weitere U-Bahn-Stationen.

Wappen

Der heilige Georg repräsentiert auf dem Gemeindewappen als Drachentöter (mit goldener Rüstung und silbernem Pferd und geschlagenem Drachen am Rücken liegend) in der Mitte der acht Teilfelder der ursprünglichen acht Marchfeldgemeinden dieses ehemalige Angerndorf. Heute noch ist der heilige Georg der Kirchenpatron der Kagraner Pfarre.

Pfarrkirche Hl. Georg

Die Kirche ist bereits im 15. Jahrhundert als einschiffige Dorfkirche nachweisbar. Der gotische Chor wurde 1438 errichtet und 1642 erfolgte eine Erweiterung des Langhauses.[1] Der Turm mit Ortsteingliederung ist im Kern ebenfalls gotisch, Glockengeschoß und Spitzhelm sind aus dem 17. Jahrhundert. Um die Kirche befand sich der ursprüngliche Kagraner Friedhof, dieser wurde 1890 gesperrt und 1902 aufgelassen. Die Einrichtung stammt größtenteils aus dem 18. Jahrhundert.

Weblinks

 Commons: Kagran  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. WienGeschichteWiki: Kagraner Kirche ; abgerufen am 14. Okt. 2015

Kategorien: Ort in Wien | Donaustadt

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kagran (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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