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Kaatschen


Kaatschen
Gemeinde Großheringen
Einwohner: 150
Postleitzahl: 99518
Vorwahl: 036461

Kaatschen ist Teil von Kaatschen-Weichau einem Ortsteil der Gemeinde Großheringen im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Lage

Kaatschen liegt östlich der Saale und der Bahntrasse Berlin-München direkt am Ufer des Flusses und nördlich von Camburg und südlich von Bad Sulza. Die Gemarkung des Dorfes befindet sich auf Aueböden in der Flussniederung und Muschelkalkverwitterungsböden an den Hanglagen. Über eine Verbindungsstraße bei Querung eines Fluss- und Bahnübergangs nach Weichau ist der Ort mit der Landesstraße 1061 verbunden. Von dieser erreicht man die Bundesstraßen 87 und 88. Der Saale-Radwanderweg berührt das Dorf.

Am südlichen Ortsrand befindet sich ein alter Terrassenweinberg, welcher auch heute noch mit hervorragenden Rebsorten bestückt ist. Auch die übrigen östlichen Hanglagen des Ortes tragen Weinberge, unter ihnen der „Kaatschner Dachsberg“.

Geschichte

Im September 1219 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt.[1] Kaatschen hatte ursprünglich seinen Gerichtsstand auf der Rudelsburg,[2] er gehörte jedoch mit der Heerfolge, den Steuern und weiteren hoheitsrechtlichen Abgaben zum wettinischen Amt Camburg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Albertinischer und Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam der Ort als Teil der Exklave Camburg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg. Erstmals werden Einwohner dieses Ortes um 1420 erwähnt. [3] Kirchlich ist das Dorf seit der ersten Erwähnung nach Kleinheringen, ein Filial von Saaleck, eingepfarrt. Bis 1539 war die Pfarrei römisch-katholisch. Mit Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen 1539 wurde auch in Kaatschen evangelisch gepredigt. Im Zuge des Strukturwandels der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands ist heute die Pfarrei in Bad Sulza zuständig.[4]

Das Dorf war stets durch Pflanzenbau geprägt. Die Bauern und Spezialbetriebe wurden zur Zeit der DDR den zwangskollektiviert. Für die neue wirtschaftliche Entwicklung nach der Wende steht beispielhaft das Thüringer Weingut Zahn.[5] Die idealen Bedingungen, die für den Anbau des Weines schon seit dem hohen Mittelalter in Kaatschen genutzt wurden, veranlasste die ursprünglich aus Hirschroda stammende, ab 1838 als Landwirte in Kaatschen tätige, Familie Zahn in den 1980er Jahren, diesen neu zu beleben. 2012 lebten im Ort 150 Einwohner.

Das Dorf und seine Umgebung dienten auch schon als Filmkulisse für die Krimiserie „Heiter bis tödlich“.[6]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Codex diplomaticus Saxoniae regiae I 3, 266
  2. Kleine Geschichten zur sächsisch-thüringischen Geschichte, Band 2, S.56
  3. Andrei Zahn, Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg im späten Mittelalter: ein Beteregister aus der Zeit um 1421 - 1425, in: Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung, Band 55, 1998.
  4. http://suptur-apolda.de/dateien/pfarren.pdf
  5. Weinbauverband Saale-Unstrut . Abgerufen am 10. Mai 2015
  6. Thüringen als Kulisse bei Filmemachern gefragt. In: Thüringer Allgemeine. Abgerufen am 10. Mai 2015.

Kategorien: Ort im Landkreis Weimarer Land | Großheringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kaatschen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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