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K-Hole


K-Hole (Ketamin-Loch) ist ein Ausdruck innerhalb der Drogenszene für einen Zustand nach der Einnahme von Ketamin, bei dem es zu einer circa 30-minütigen Dissoziation kommt. Hierbei können Ataxie, Dysarthrie, muskuläre Hypertonie und Myoklonie auftreten.[1] Äußerlich gleicht der Zustand häufig einer Bewusstlosigkeit.

Das subjektive Erleben eines K-Hole verläuft unterschiedlich, berichtet wird von akustischen Halluzinationen, Reisen durch einen dunklen Tunnel, Visionen sowie Außerkörperliche und Nahtod-Erfahrungen.[2] Ein K-Hole tritt vor allem bei der gleichzeitigen Einnahme von Ketamin mit Sedativa, beispielsweise Alkohol, auf.[3] Das K-Hole kann nicht nur unerwünschte Nebenwirkung, sondern auch das Ziel des Ketaminkonsums sein.[4] Das Risiko eines K-Holes wurde mit erhöhtem Ketaminkonsum in Verbindung gebracht, vor allem bei denen, die Ketamin mehr als 20 Mal konsumiert hatten.[5]

Literatur

  • H. V. Curran, L. Monaghan: In and out of the K-hole: a comparison of the acute and residual effects of ketamine in frequent and infrequent ketamine users. In: Addiction (Abingdon, England). Band 96, Nummer 5, Mai 2001, ISSN 0965-2140 , S. 749–760, doi:10.1080/09652140020039116 , PMID 11331033 .
  • C. J. Morgan, L. Monaghan, H. V. Curran: Beyond the K-hole: a 3-year longitudinal investigation of the cognitive and subjective effects of ketamine in recreational users who have substantially reduced their use of the drug. In: Addiction (Abingdon, England). Band 99, Nummer 11, November 2004, ISSN 0965-2140 , S. 1450–1461, doi:10.1111/j.1360-0443.2004.00879.x , PMID 15500598 .
  • L. Muetzelfeldt, S. K. Kamboj, H. Rees, J. Taylor, C. J. Morgan, H. V. Curran: Journey through the K-hole: phenomenological aspects of ketamine use. In: Drug and alcohol dependence. Band 95, Nummer 3, Juni 2008, S. 219–229, doi:10.1016/j.drugalcdep.2008.01.024 , PMID 18355990 .
  • F. Schifano, J. Corkery, A. Oyefeso, T. Tonia, A. H. Ghodse: Trapped in the "K-hole": overview of deaths associated with ketamine misuse in the UK (1993-2006). In: Journal of clinical psychopharmacology. Band 28, Nummer 1, Februar 2008, S. 114–116, doi:10.1097/JCP.0b013e3181612cdc , PMID 18204359 .

Einzelnachweise

  1. MSD Sharp & Dohme GmbH, Haar (Hrsg.): Das MSD Manual der Diagnostik und Therapie. 7. Auflage. Urban & Fischer in Elsevier, München u. a. 2007, ISBN 978-3-437-21761-6, S. 2066.
  2. Lewis R. Goldfrank, Neal Flomenbaum, Mary Ann Howland, Robert S. Hoffman (Hrsg.): Goldfrank's toxicologic emergencies. 8th edition. McGraw-Hill Professional, New York NY 2006, ISBN 0-07-143763-0, S. 1236.
  3. Glen O. Gabbard: Gabbard's treatments of psychiatric disorders. 4th edition. American Psychiatric Publishing, Washington DC 2007, ISBN 978-1-58562-216-0, S. 278.
  4. Richard Lawrence Miller: The Encyclopedia of addictive drugs. Greenwood, Westport CT u. a. 2002, ISBN 0-313-31807-7, S. 211.
  5. Advisory Council on the Misuse of Drugs (Großbritannien): Ketamine: a review of use and harm , Bericht für den Innenminister und den Gesundheitsminister, London, 10. December 2013, (abgerufen am 13. Oktober 2015).
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Kategorien: Drogenkonsum

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/K-Hole (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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