Künstlergesellschaft Allotria - LinkFang.de





Künstlergesellschaft Allotria


Die Künstlergesellschaft Allotria wurde 1873 von Franz von Lenbach und Lorenz Gedon in München gegründet. Anlass dazu war der Austritt von etwa 50 Künstlern aus der Münchner Künstlergenossenschaft. Die Allotria galt nach ihrer Gründung als ein Treffpunkt der „Revolutionäre“ der damaligen Münchner Kunstszene, die nicht im etablierten Glaspalast ausstellten. 1879 wurde Lenbach zum Präsidenten gewählt. Um vom gesellschaftlich und im Kunstbetrieb sehr einflussreich gewordenen „Künstlerfürsten“ Lenbach unabhängiger ausstellen zu können, kam es wiederum zu einer Abspaltung: 1892 gründete sich aus der Allotria heraus die Münchner Sezession.

Mitglieder des Vereins waren u. a. die Maler Josef Block, Otto Frölicher, Hugo von Habermann, Friedrich August von Kaulbach, Hans Makart, Bruno Piglhein, Franz von Stuck und Joseph Wopfner, die Karikaturisten Wilhelm Busch und Adolf Oberländer sowie die Architekten Gabriel und Emanuel von Seidl. Der Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller (jr.) übernahm den Vorsitz der Allotria ab 1922.

Die Gesellschaft traf sich ursprünglich im Schlachthaus des „Abenthum“, einer der ältesten Münchner Gastwirtschaften. Auch heute ist die Künstlergesellschaft Allotria eine bunte Gesellschaft von etwa 70 Künstlern unterschiedlichster Disziplinen und spiegelt mit ihrer Vielfalt den Geist ihrer Gründer wider. Erster Vorstand ist Anton Hörl, Modelleur und Entwickler bei der Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Zweiter Vorstand Michael Stephan, Leiter des Münchener Stadtarchivs. Die Mitglieder treffen sich wöchentlich im Allotria-Keller des Künstlerhauses am Lenbachplatz[1], darunter der ehemalige Fernsehdirektor und Puppenspieler Peter Grassinger, der Bildhauer Michael Gattnarzik, der Pianist und Komponist Ernst August Quelle, der Maler und Kunsthistoriker R. Legler, der Maler J. Jung, der Musiker und Tontechniker Peter Lang. Das Künstlerhaus wurde von Mitgliedern der Allotria gegründet und 1900 eingeweiht.

Literatur

  • Julie Kennedy: Franz von Stuck und die Karikatur in der Allotria. 18. Jahresausstellung 2006/2007, Franz von Stuck Geburtshaus Tettenweis. Förderkreis Franz von Stuck, Tettenweis 2006, ISBN 3-9808944-3-6.
  • Peter Grassinger: Münchner Feste und die Allotria. Ein Jahrhundert Kulturgeschichte. Verlags-Anstalt Bayerland, Dachau 1990, ISBN 3-89251-097-0.
  • Allotria: Marginalia , in Kunst für alle, Heft 2 (15. Oktober 1911)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Raum „Allotria“ des Münchner Künstlerhauses

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Künstlergesellschaft Allotria (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.