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Königsmarck


Königsmarck ist der Name eines alten altmärkischen Adelsgeschlechts, das im 17. Jahrhundert seine größte Blüte hatte.

Geschichte

Das Geschlecht erscheint erstmals 1225 urkundlich mit Henricus de Cungermarck [1] und 1247 mit dem Ritter Walter als Marschall der Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg.[2] Stammsitz war die Burg Königsmark bei Stendal.

Der Königlich schwedische Feldmarschallleutnant Hans Christopher von Königsmarck wurde 1651 in den schwedischen Grafenstand erhoben. Die Brüder Hans und Christoph erhielten 1708 die Bestätigung des Titels Reichsfreiherrn von Königsmarck.

Am 3. März 1817 verlieh König Friedrich Wilhelm III. von Preußen dem preußischen Geheimrat, Majoratsherren auf Netzeband und Stöffin (Steffin) sowie Erblandhofmeister der Kurmark Brandenburg (30. Oktober 1802) Hans Valentin Ferdinand von Königsmarck den preußischen Grafenstand mit Beilegung des Wappens des zwischenzeitlich erloschenen Zweiges der schwedischen Grafen von Königsmarck.[3] Seit dem 19. Januar 1854 besaß das Geschlecht das Präsentationsrecht zum preußischen Herrenhaus.[4]

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Silber drei aus dem rechten Rand hervorgehende rote Spitzen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken wächst eine gold gekrönte, silbern gekleidete Jungfrau, in der Rechten drei silbern gefüllte Rosen an grünen Blätterstielen haltend.

Die Ähnlichkeit mit dem Wappen der ebenfalls altmärkischen Familie von Beust lässt eine Stammesverwandtschaft der beiden Geschlechter vermuten.

1817: Quadrierter Schild mit Mittelschild. Im silbernen Mittelschild drei aus dem rechten Rande quer übereinander nach links gehende rote Spitzen.1 in Blau ein goldener, rechtsgewendeter Löwe, welcher mit beiden Vorderpranken einen silbernen Schlüssel, dessen Bart nach oben und rechts gekehrt ist, aufrecht in die Höhe hält; 2 in Gold ein auf silbernem Rosse mit schwarzer Decke linkshin galoppierender geharnischter Reiter, welcher in der Rechten einen Kommandostab hält; 3 in Silber über einem Fluss eine schrägrechts durch das Feld gezogene Bogenbrücke von rotem Mauerwerk mit einem Turm an der oberen rechten Seite, und 4 in Blau ein linksgekehrter goldener Löwe, welcher in den Vorderpranken ein silbernes Passionskreuz emporhält. Über der den Schild bedeckenden Grafenkrone erheben sich drei mit gräflichen Kronen gekrönte Helme. Aus dem rechten Helme wächst der, einen Schlüssel vor sich haltende Löwe des 1. Feldes empor; aus dem mittleren Helm eine weißgekleidete, das Haupt mit einer Grafenkrone gekrönte Jungfrau mit fliegendem Haar, welche in der Rechten einen Rosenzweig mit drei Rosen hält, während dieselbe die Linke in die Seite stemmt, und aus dem linken Helm ein geharnischter Ritter, dessen offener Helm mit drei Straußenfedern, rot, silbern und rot, besetzt ist, und welcher in der Rechten eine rote, nach rechts wehende Fahne, in der Linken ein silbernes Passionskreuz hält. Die Helmdecken sind rechts und links silbern und rot. — Wie beschrieben findet sich dieses Wappen nicht nur im Wappenbuche der preußischen Monarchie, sondern auch in dem möglichst genau revidierten Mecklenburgischen Wappenbuche. Die Abbildung im Wappenbuche der durchlauchtigen Welt weicht namentlich dadurch ab, dass im silbernen Mittelschild vier quer von links nach rechts gehende rote Spitzen stehen und dass die Löwen silbern und mit dem als Feldherrn dargestellten Reiter einwärtsgestellt sind. Auch ist die Fahne des Ritters auf dem linken Helme silbern und fliegt nach links. — Nach Angabe des Genealogischen Taschenbuch: der gräflichen Häuser sind Schlüssel und Passionskreuz golden und das Ross des‘ Reiters, welcher mit einer Lanze bewaffnet ist, schwarz. — Was den Mittelschild und den Schmuck des mittleren Heimes anlangt, so beschreibt v. Meding das Wappen derer v. Königsmarck, wie folgt: im silbernen Felde drei rote linke Spitzen. Auf dem Helm ein Wulst und über demselben eine wachsende rot bekleidete und silbern begürtete Jungfrau mit fliegendem Haar, goldener Krone und silbernem Halskragen, in der Rechten einen goldenen Pokal abwärtshaltend und die Linke in die Seite setzend. Im Siebmacher ist der Helm gekrönt und die Kleidung der Jungfrau der Länge nach von Silber und Rot geteilt.[3]

Namensträger

Verwandtschaftsverhältnisse

Einzelnachweise

  1. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis, A VI, 399
  2. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis, A XVII, 370
  3. 3,0 3,1 Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke: Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart: in heraldischer, historischer und genealogischer Beziehung, 1. Band A-K, Verlag T. O. Weigel, Leipzig 1852, S. 467
  4. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Band VI, Seite 377, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1987

Literatur

  • Historisch-heraldisches Handbuch zum Genealogischen Taschenbuch der gräflichen Häuser, S.444ff Digitalisat
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VI, Band 91 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1987, ISSN 0435-2408
  • George Hesekiel: Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Grafen Königsmarck. Duncker, Berlin 1854 (Digitalisat )
  • Landkreis Stade (Hrsg.), Bilder aus drei Generationen Königsmarck. Ausstellung im Schloß Agathenburg, Stade 1991, 48 Seiten, ISBN 3-9802018-2-1.
  • Beate-Christine Fiedler, Die Königsmarcks - Glanz und Untergang einer schwedischen Grafenfamilie, in: Rieke Buning, Beate-Christine Fiedler, Bettina Roggmann (Hg.), Maria Aurora von Königsmarck - Ein adeliges Frauenleben im Europa der Barockzeit, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2015, ISBN 978-3-412-22386-1.

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Königsmarck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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