Königreich Italien (1861–1946) - LinkFang.de





Königreich Italien (1861–1946)


Königreich Italien
Regno d’Italia
1861–1946

Flagge Wappen
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Wahlspruch FERT FERT FERT[1]
Verfassung Staatsgrundgesetz des Königreichs Italien
(Statuto Albertino)
Amtssprache Italienisch
Hauptstadt Turin (1861–1864)
Florenz (1864–1871)
Rom (1871–1946)
Staatsform Königreich
Regierungssystem Parlamentarische Monarchie (1861–1925 und 1943–1946)
monarchisch-faschistische Einparteiendiktatur (1925–1943)
Staatsoberhaupt König:
Viktor Emanuel II. (1861–1878)
Umberto I. (1878–1900)
Viktor Emanuel III. (1900–1946)
Umberto II. (1946)
Regierungschef Ministerpräsident
siehe Präsident des Ministerrats
Fläche 310.196 km² (1936)
Einwohner 42.994.000 (1936)
Bevölkerungsdichte 138,6 EW/km² (1936)
Währung Italienische Lira
Gründung 17. März 1861
(Ausrufung Viktor Emanuels II. als König von Italien)
Auflösung 3. Juni 1946
(Volksabstimmung zur Staatsform)
Nationalhymne Marcia Reale
Zeitzone MEZ

Gebiete und Kolonien des Königreiches Italien 1941:

Das Königreich Italien (italienisch Regno d’Italia ) war von 1861 bis 1946 eine zunächst konstitutionell-parlamentarische Monarchie, später eine monarchisch-faschistische Einparteiendiktatur, aus der das heutige Italien hervorgegangen ist.

Das Königreich entstand 1861 im Zuge der Risorgimentobewegungen unter dem Einfluss des Königreiches Sardinien, bei dem die Staaten auf der Apenninhalbinsel zum ersten italienischen Nationalstaat vereint wurden. In die Zeit des Königreiches fielen die Industrialisierung, soziale Reformen und in der Endphase die etwa zwei Jahrzehnte andauernde Diktatur des italienischen Faschismus unter Benito Mussolini.

Mit dem Einstieg in den überseeischen Imperialismus stieg die Monarchie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Großmacht auf. Im Ersten Weltkrieg erklärte Italien, trotz des Dreibundes mit dem Deutschen Reich und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, 1915 Österreich-Ungarn den Krieg und kämpfte auf der Seite der Entente. Nach dem Krieg gehörte das Königreich zu den Gründern des Völkerbundes und hatte einen ständigen Sitz im Völkerbundrat inne. 1922 übernahm nach einer politischen Krise die Nationale Faschistische Partei die Macht in Italien und schaffte die Demokratie bis 1929 schrittweise ab. Ab den 1930er Jahren wurde das Machtstreben Italiens unübersehbar. Die Truppen des Königreichs besetzten 1936 Abessinien und 1939 Albanien. 1940 trat das Land auf der Seite des nationalsozialistischen Deutschland in den Zweiten Weltkrieg ein. Aufeinanderfolgende Niederlagen in Afrika und die Landung der Alliierten auf Sizilien führten 1943 zum Sturz der faschistischen Diktatur. König Viktor Emanuel III. schloss 1943 mit den Alliierten den Waffenstillstand von Cassibile und Italien trat, abzüglich der von Mussolini ausgerufenen Italienischen Sozialrepublik, ins Lager der Alliierten über.

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Königreich Italien sein Kolonialreich aufgeben. 1946 dankte Viktor Emanuel III. zugunsten seines Sohnes ab. Umberto II. regierte jedoch nur 33 Tage. Am 2. Juni 1946 wurde die Monarchie nach einem Referendum abgeschafft. Die vier Könige entstammten dem Haus Savoyen.

Einigungsprozess (1848–1871)

Die Gründung des Königreichs Italien war das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen italienischer Nationalisten und Monarchisten, die loyal gegenüber dem Haus Savoyen waren, ein vereinigtes Königreich auf der Apenninenhalbinsel zu errichten.[2]

Nach den Revolution von 1848/49 etablierte sich scheinbar die Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini als Führer der italienischen Einigungsbewegung.[2] In der Welt war Garibaldi hauptsächlich wegen seiner extrem treuen Anhängern und seinen militärischen Leistungen in Südamerika bekannt. Er strebte die Vereinigung von Süditalien zu einer konstitutionellen Republik an, stand aber damit im Gegensatz zur norditalienische Monarchie des Hauses Savoyen im Königreich Sardinien, das nach dem Wiener Kongress der letzte bedeutende und militärmächtige italienische Staat gewesen war.[2] Die sardinische Regierung unter der Führung von Graf Camillo Benso von Cavour hatte ebenfalls Ambitionen zur Verwirklichung eines vereinten italienischen Staates. Obwohl die Monarchie keinerlei politische, kulturelle oder geschichtliche Verbindung zu Rom hatte, wurde sie von Cavour trotzdem als die natürliche Hauptstadt von Italien angesehen.

Gegenüber Garibaldi hatte das Königreich Sardinien mit der Ausschaltung des Einflusses des Kaisertums Österreich im Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg 1859 und der Annexion der Lombardei vom österreichischen Kronland Lombardo-Venetien einen wichtigen machtpolitischen Vorteil. Zudem hatte Cavour sein Land mit Allianzen mit Großbritannien und Frankreich,[3] die zur Verbesserung der Möglichkeiten der Einigung Italiens dienen sollten,[2] abgesichert. Im Krimkrieg von 1853 bis 1853 hatte Sardinien dies mit der Intervention von einem eigenen 15.000 Mann[4] starken Expeditionskorps zugunsten von Frankreich und Großbritannien gegen das Russische Reich untermauert.[3] Zudem standen die meisten Aufständischen und Revolutionäre in den italienischen Teilstaaten wie dem Großherzogtum Toskana, im Herzogtum Modena und im Herzogtum Parma Sardinien loyal gegenüber.[5] Um die außenpolitische Allianz zu stärken trat 1860 Sardinien als Dank an Frankreich im Vertrag von Turin Savoyen und die Grafschaft Nizza ab, was aber in Cavours Regierung auf Widerstand stieß.[6]

Im Frühjahr 1860 erstarkte Garibaldis revolutionäre Bewegung in Süditalien.[7] Seinen Freischärlern („Zug der Tausend“) gelang im Februar 1861 die vollständige Besetzung des Königreichs beider Sizilien und zwangen Franz II. zur Flucht nach Arco im damaligen Tirol. Die sardinische Regierung wollte daraufhin die Randregionen des Kirchenstaats besetzen, um den Revolutionären zuvorzukommen.[8] Das Vorhaben führte zur Annexion von einigen Randgebieten. So bleiben Rom und seine Umgebung weiterhin unter der Kontrolle von Papst Pius IX.. Trotz des Rückschlags und der ideologischen Unterschiede zwischen dem sardinischen Königshaus und Garibaldi, lenkte letzterer ein und trat von seinem Führungsanspruch zurück.[9] Sardinien besetzte daraufhin Umbrien und die Marken und Süditalien trat dem Norden bei. Das sardinische Parlament proklamierte anschließend am 18. Februar 1861 die Gründung des Königreichs Italien (offiziell verkündet am 17. März 1861). Am 17. März 1861 wurde König Viktor Emanuel II. von Sardinien-Piemont aus dem Haus Savoyen im ersten gesamtitalienischen italienischen Parlament zum König von Italien ausgerufen.[10]

Nach der Vereinigung Italiens kam es zu erneuten Spannungen zwischen Monarchisten und Republikanern. Im April 1861 forderte Garibaldi in der Abgeordnetenkammer des italienischen Parlaments Cavour zum Rücktritt auf. Grund dafür war Cavours kompromissloses Vorgehen gegen republikanische Guerillakämpfer im Brigantenkrieg im Süden. Als am 6. Juni 1861 Cavour starb, bildeten sich unter seinen Nachfolgern in der anschließenden politische Instabilität mehrere politische Lager. Garibaldi und die Republikaner wurden mit ihren Forderungen dabei immer revolutionärer. Die Verhaftung Garibaldis nach einem Gefecht zwischen königlich italienischen Truppen und seinen Anhängern am 29. August 1862 am Aspromonte[11] bildete dabei den Weg einer weltweiten Kontroverse.

Im Jahre 1866 bot der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck König Viktor Emmanuel II. ein Bündnis mit dem Königreich Preußen (Preußisch-Italienischer Allianzvertrag) an. Italien nahm es an und erklärte am 20. Juni 1866 dem Kaisertum Österreich im Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieg den Krieg. Der neuen Königlich italienischen Armee und Marine erging es jedoch schlecht in diesem unkoordinierten Parallelkrieg zu Preußen. Die Versuche zur Eroberung Venetiens und Friauls scheiterten. Da Preußen aber seinen Krieg gegen Österreich gewann, konnte Italien die beiden Gebiete besetzen und am 25. Juli 1866 annektieren. Das Haupthindernis für die italienische Einheit blieb aber Rom.

Im Juli 1870 brach zwischen Preußen und Frankreich der Deutsch-Französische Krieg aus. Um die große und schlagkräftige Preußische Armee in Schach zu halten, ließ der französische Kaiser Napoleon III. die französischen Truppen in Rom abziehen. Viktor Emanuel II. ließ daraufhin ab dem 11. September 1870 Rom angreifen. Am 20. September 1870 wurde Rom und der Rest des Kirchenstaates eingenommen (sog. „Breccia di Porta Pia“). Das Unternehmen stieß, bis auf die päpstlichen Truppen der päpstlichen Schweizergarde, kaum auf Widerstand. Mit der Proklamation Roms zur Hauptstadt vom 26. Januar 1871 und dem feierlichen Einzug des Königs, endete die italienische Einigung. Danach wechselte die Regierung ihren Sitz von Florenz in die neue Hauptstadt.

Obwohl die Einigung des Königreichs Italien unter den Italienern bis 1871 auf breiten Zusprach gestoßen und durch Referenden in den einzelnen Regionen legitimiert war, waren die Bedingungen zum Aufbau des neuen Staates schlecht. Die wirtschaftliche Lage waren katastrophal. Es gab keine Industrie oder Transportmöglichkeiten und im Süden herrschte extreme Armut („Mezzogiorno“). Die hohe Analphabetenrate und da das Wahlrecht an eine bestimmte Einkommensgrenze gekoppelt war, hatten im Jahre 1861 nur 2 % der Gesamtbevölkerung das Recht zu wählen. Bei den ersten Parlamentswahlen im Januar 1861 konnten von 26 Millionen Menschen lediglich 419.938 Personen wählen gehen. Am Ende wurden die gültigen Stimmen auf 170.567 Personen reduziert, von denen rund 70.000 Angestellte des Staates waren, 85 Fürsten, Herzöge und Markgrafen, 28 Offiziere, 78 Rechtsanwälte, Ärzte und Ingenieure.

Der neue Staat übernahm die sardinisch-piemontesische Verfassung von 1848, die eine parlamentarische Monarchie festschrieb. Der König von Italien hatte aber theoretisch mehr Macht als die meisten anderen europäischen Monarchen bis 1918, machte in der Praxis davon aber kaum gebrauch. Italien erhielt eine sehr zentralistische Verwaltung[12] und wurde ähnlich wie Frankreich in Provinzen gegliedert.

Nach der Eroberung von Rom im Jahre 1870 standen die Beziehungen zwischen dem Königreich Italien und dem Vatikan für die nächsten 60 Jahre auf einem Tiefpunkt. Die Päpste bezeichneten sich selbst als „Gefangene im Vatikan“. Die katholische Kirche protestierte häufig gegen Aktionen und Schritte der weltlichen und teilweise antiklerikal beeinflussten verschiedenen italienischen Regierungen und weigerte jegliche Zusammenarbeit mit Abgesandten des Königs oder dem italienischen Staat. Erst 1929 konnte die sogenannte „römische Frage“ mit der Unterzeichnung der Lateranverträge gelöst werden.

Anfangsjahre

Der neue italienische Nationalstaat stand in seinen Anfangsjahren vor großen innen- und außenpolitischen Problemen. Daher begann der Aufbau des Staatswesens nur langsam und zögerlich. Diese Anfangsjahre von 1861 bis 1876 wurden von meist kurzzeitigen Regierungen der konservativ-monarchistischen Partei historische Rechte („Destra Storica“) bestimmt. Diese gewann die meisten Wahlen von 1861 bis 1874 und stellte neuen der insgesamt elf Regierungen bis 1876. Ihre Mitglieder waren meist Großgrundbesitzer und Industrielle sowie Militärs (Bettino Ricasoli, Quintino Sella, Marco Minghetti, Silvio Spaventa, Giovanni Lanza, Alfonso La Marmora, Emilio Visconti Venosta) aus dem Norden Italiens.

Im Inneren des Königreichs verschärfte sich durch die staatlich vorangetriebene Säkularisation ab 1867/68 der Konflikt mit der katholischen Kirche, der Krieg mit den Briganten im Süden erreichte 1864/65 seinen Höhepunkt, der Zentralismus, welcher jahrhundertealte Regionalismen und sprachliche Unterscheide rücksichtslos unterdrückte, führte zu separatistischen Tendenzen im Süden und es kam in der Landwirtschaft zu einer starken Krise. Außenpolitisch war die neue Nation zunächst isoliert. Lediglich mit dem zweiten französischen Kaiserreich pflegte der jungen Nationalstaat gute Beziehungen. Bei Großbritannien hatte sich Italien durch die Abtretung von Nizza und Savoyen an Frankreich diskreditiert.

Dennoch gelang es den Nachfolgern von Cavour die Lage zu beruhigen. Der Brigantenkrieg („brigantaggio“) überschattete allerdings den Aufbau immer wieder. Er wurde von mehreren Tausenden Aufständischen, die in mehrere Banden organisiert waren und von der Mehrheit der Bevölkerung in den Berglandschaften Süditaliens unterstützt wurden, getragen.[3] Sie wurden anfangs auch vom Kirchenstaat unterstützt und zerstörten und plünderten die neuen staatliche Einrichtungen. Auch gelang es ihnen erfolgreich ganze Armeebataillone und Polizeiaufgebote zu attackieren.[13] Die Ursachen waren die fehlende Verbesserung der Verhältnisse im Süden (dem ehemaligen Königreich beider Sizilien), wo es keine Reformierung der Landesverwaltung und zu einer Erhöhung der Steuern kam.

Der rund 100.000 Mann[13] zählenden Königlichen italienischen Armee gelang es vorerst nicht, die Guerillakämpfer auszuschalten. Auf dem Höhepunkt des Krieges beherrschten sie einige wichtige Städte und ganze Regionen des Südens.[13] Der Staat ging daher mit äußerster Härte vor. Es kam zur Verhängung des Ausnahme- und Kriegsrechts, zu standrechtlichen Erschießungen, Zerstörungen von Dörfern und tödlichen Kollektivverhaftungen mit insgesamt 130.000 Toten.[14] Am 15. August 1863 verhängte die Regierung von Marco Minghetti das sogenannte Pica-Gesetz, welches die Aussetzung der verfassungsrechtlichen Rechte in den Provinzen, die von Räuberei betroffen waren, vorsah. Der Krieg dauerte von 1861 bis 1865 und 1866 bis 1870.

1865 kam es unter Ministerpräsident Alfonso La Marmora zur Vereinheitlichung des Zivil- und Wirtschaftsrechts sowie der Strafprozessordnung. Zu einer Strafrechtsvereinheitlichung kam es erst 1889.[14] Außenpolitisch garantierten Italien und Frankreich mit dem Septemberabkommen vom 15. September 1864 die Unversehrtheit des restlichen Kirchenstaats. Der Vertrag sah dafür einen Abzug der französischen Truppen aus Rom innerhalb von zwei Jahren vor. Italien vepflichtete sich im Gegenzug den Kirchenstaat in Krisenzeiten zu untersützten, die Einrichtung eines Korps von Freiwilligen zu ermöglichen und einen Anteil an den päpstlichen Staatsschulden zu übernehmen. Ein vorerst geheimes Zusatzprotokoll regelte den Wechsel der Hauptstadt Italiens innerhalb von sechs Monaten. Zuerst sollte die Hauptstadt von Turin nach Neapel verlegt werden. Später wurde Florenz, tortz Protesten von König Viktor Emanuel II. und blutig niedergeschlagenen Demonstrationen in Turin, ausgewählt. Das Verhältnis von König und Papst blieb aber gespannt. Auch weil der italienische Staat im Mai 18741 sämtliche geistliche Orden verbot und deren Eingetunkt konfiszierte.[15]

1865 folgte ein Vertrag mit dem Deutschen Zollverein und am 6. April 1866 ein geheimes Bündnis mit Preußen,[14] was Italien aus der Isolation führte. Die Monarchie blieb aber bis 1871 faktisch abhängig von Frankreich.[16]

Der neue Staat auch vor einer schwierigen finanziellen Situation.[16] Die Finanzierung des Risorgimento hat die Finanzen des sardischen Staates (Schaffung einer modernen Armee durch Cavour und Alberto La Marmora) abgedichtet, dazu kamen die Kosten der militärischen Kampagnen in Italien und der sardischen Teilnahme am Krimkrieg. Trotz der Steuerbelastung von 82 Millionen Lire im Jahr 1850 auf 145 Mio. im Jahr 1858, hatte die sardische Regierung nicht über ausreichende Mittel verfügt. Die öffentliche Verschuldung wuchs von 420 Mio.Lire im Jahr 1850 auf 725 Mio. im Jahr 1858. 1866 war der Haushaltsdefizit auf 721 Mio. Lira rapide gestiegen. Um den Konkurs zu verhindern, wurden nach dem Deutschen Krieg 1866 die Konvertibilität der Noten in Gold ausgesetzt und durch den den „Corso forzoso“ ein staatlich festgeschriebener Kurs der Lira eingeführt. Ab 1868 kam es zu massiven Steuererhöhungen und zum Verkauf einiger staatlicher Monopole, was zu heftigen Sozialprotesten führte.[15] Die Entscheidung zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1872 verschlimmerte die Situation jedoch erheblich.

Um die maroden Staatsfinanzen zu sanieren berief König Viktor Emanuel II. am 10. Juli 1873 Minghetti erneut zum Ministerpräsidenten. Dieser betrieb in seiner zweiten Amtszeit eine strenge Bilanzpolitik, die 1876 zum Ausgleich des Haushaltes führte. Er wollte auch den Staat als „Schlüsselgarnitur“ in der Grundlegung wirtschaftlichen Modernisierung fungieren lassen. Er setzte dabei vor allem auf den Eisenbahnbau, der bis 1879 auf etwa 8.000 Streckenkilometer angewachsen war. Jedoch konnten, wegen zu wenig Investitionen in die Bildung und weil private oder ausländische Investitionen in die noch junge Industrie weitgehend unterblieben, die staatlichen Ausgaben nicht kompensiert werden und es kam zu Steuererhöhungen im Konsumbereich und zur Herabsetzung der Reallöhne in staatlichen Betrieben. Italien war schließlich zeitweise das Land mit den höchsten Verbrauchssteuern und niedrigsten Löhnen in Mittel- und Westeuropa. Gleichzeitig löste der sich verstärkende Import von ausländischen Agrarprodukten eine Krise in der Landwirtschaft aus. Es kam zur Landflucht in die Großstädte und die Auswanderungen nach Übersee nahmen zu.[17] Rom wurde daher nach seiner Proklamation zur Hauptstadt großflächig umgestaltet.[15]

Liberale Ära (1876–1922)

Die Linke an der Macht

Am 18. März 1876 stürzte die Opposition in einer Abstimmung im Parlament die Regierung Minghetti. Grund war das Bestreben gewesen, die im Jahre 1865 an private Unternehmen verkauften italienischen Eisenbahnen wieder zu verstaatlichen.[18]

Der König fürchtete eine Minderheitsregierung und beauftragte den linksliberalen Oppositionsführer Agostino Depretis am 25. März 1876 mit der Regierungsbildung. Depretis war der unbestrittene Führer der Partei der historischen Linken („Sinistra Storica“) und hatte viel politische Erfahrung.[19] Es war auch das erste Mal im neuen Königreich Italien, das eine Regierung nur von linken Männern geleitet wurde.

Die zur Regierung gekommene Partei war allerdings zerstirtten.[20] Die ideologische Matrix der Gruppierung war progressiv-liberal, wurde aber auch von den Ideen Giuseppe Mazzinis und Garibaldis beinflusst. Depretis bildete daher eine Regierung, die, neben der Unterstützung der Linken, auch auf die Unterstützung eines Teils der Rechten bauen konnte, die zum Sturz der Regierung Minghetti beigetragen hatten. In seinen Regierungsjahren suchte Depretis immer breite Konvergenz auf einzelne Probleme mit Teilen der Opposition, was zum Phänomen des „Trasformismo“ (Transformation) führte. Despotische und korrupte Handlungen, die sich in autoritären Maßnahmen, wie dem Verbot von öffentlichen Versammlungen und der Verbannung von als „gefährlich“ eingestuften Individuen auf abgelegene Strafinseln in ganz Italien spiegelten, prägten jedoch die Regierungszeit von Depretis ebenfalls.

Die Wahlen vom November 1876 bestätigten Depretis' Stabilisierungs- und Entspannungspolitik und waren ein voller Erfolg: von den Listen der Linken wurden 414 Abgeordnete gegen 94 der Rechten gewählt.

Aufstieg zur Großmacht und neue Außenpolitik

In der Außenpolitik setzte Depretis in seiner ersten Regierung vorsichtig eine Annäherung an das neue Deutsche Reich durch, um der aktuellen französisch Politik der Wiederherstellung der Macht der Kirche und des Ultramontanismus unter Staatspräsident Patrice de Mac-Mahon entgegenzuwirken. Diese francophobe Haltung vertiefte sich im Mai 1877, als in Paris die Regierung von Albert de Broglie gebildet wurde, welche klerikale Positionen begünstigte. Die politische Krise in Frankreich und die Unsicherheit auf dem Balkan wegen des Russisch-Türkischen Krieges veranlasste ihn, den Präsidenten der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati) Francesco Crispi eine Erkundungsmission in London, Berlin, Paris und Wien zu starten, um für Italien neue Verbündete zu gewinnen. Die Mission zeigte keinen Erfolg und auch ein neues deutsch-italienisches Büdnis gegen Österreich-Ungarn scheiterte am Widerstand des deutschen Kanzlers Bismarck.

Die langsame innenpolitische Stabilisierung Italiens, der kleine wirtschaftliche Aufschwung und der Ausbau der Königlich italienischen Armee zu einer schalgkräftigen Streitkraft ermöglichten Italien bald den Aufstieg zu einer der europäischen Großmächte. Diese Aufwertung wurde auf dem Berliner Kongress vom 13. Juni 1878 bis 13. Juli 1878 bestätgt. Dennoch blieb Italien isoliert und konnte weder das osmanische Albanien, Tunesien oder Libyen erwerben.[21] Stattdessen musste das Königreich die Österreich-Ungarn zugesprochene Verwaltung über das besetzte Bosnien und Herzegowina, die neue britische Herrschaft über Zypern und Garantien für Frankreich bezüglich Tunesien hinnehmen. Ein gescheitertes Attentat des Anarchisten Giovanni Passannante auf Umberto I. in Neapel bot die Gelegenheit, die erste Cairoli-Regierung unter dem Vorwurf der Schwäche am 19. Dezember 1878 zu Fall zu bringen.

Depretis kehrte am 19. Dezember 1878 in sein Amt zurück und übernahm wegen der noch empfindlichen internationalen Position von Italien auch das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten. Er verfolgte, tortz sich durch die sich langsamen Verfestigung der Bündnisse in Europa (Dreikaiserabkommen, Dreikaiserbund, Zweibund) ergebenden relativ günstigen Lage Italiens, keine klare Strategie in den Beziehungen mit dem Ausland. Allerdings war es wegen den meist kurzen Amtszeiten schwierig, eine dauerhafte außenpolitische Richtung einzuschlagen.

Die außenpolitische Lage Italiens verschlechterte sich allerdings, als Frankreich sich im Jahr 1881 Tunesien bemächtigte, an dem Italien auch interessiert war. Der sogenannte Schlag von Tunis („schiaffo di Tunisi“) war der letzte Akt einer Reihe von außenpolitischen Fehlschlägen der zweiten Regierung Cairoli (seit dem 14. Juli 1879 im Amt), durch deren offenen Irredentismus die Beziehungen zum Habsburgerreich abkühlten und die Beziehungen zu Frankreich durch die Konkurrenz der beiden Mächte um Tunesien angespannt waren. Trotz Zusagen des französischen Premierministers Jules Ferry, sich Tunesien nicht einzuverleiben, marschierten am 1. Mai Jahre 1881 französische Truppen in Tunesien ein und machten im Bardo-Vertrag Tunesien am 12. Mai zum französischen Protektorat. Die Regierung Cairoli, von der öffentlichen Kritik und Empörung in Italien überwältigt, trat am 29. Mai zurück.[19] Der König beauftragte Quintino Sella die neue Regierung zu bilden, griff aber nach erfolglosen Versuchen auf Depretis zurück. Dieser legte in seiner vierten Amtszeit die Priorität auf die Außenpolitik und legte nun eine strenge und konsequente Richtung ein. In der Tat beschloss er nach dem Streit auf dem Berliner Kongress und dem Schlag von Tunis, die Frage der Allianzen zu lösen. In dieser Hinsicht war König Umberto I. zu einer Verständigung mit Österreich-Ungarn und Deutschland geneigt, die die Monarchie in einer konservativen Art und Weise stärken sollten.[21] Im Oktober 1881 gingen der Monarch und er nach Wien, wo es zu ersten Annäherungsversuchen kam.

Die Annäherung an die späteren Mittelmächte war aber wegen der früheren Kriege mit Österreich in weiten Teilen der Bevölkerung unbeliebt. Auch Depretis neigte, entgegen den Erwartungen des Königs, zu einr Allianz mit Paris. Er glaubte, die Folgen der Besetzung von Tunesien wären für Italien nicht bedrohlich und argumentierte mit den um 1880 lebenden 400.000 italienischen Einwanderern in Frankreich. Der Außenminister, den Depretis gewählt hatte, Pasquale Stanislao Mancini war jedoch zugunsten eines Bündnisses mit dem wirtschaftlich und militärisch erstarkenden Deutschland. Bismarck traute Depretis Regierung allerdings nicht, weil sie nahe an den Ideen des neuen revisionistischen französischen Premierministers Léon Gambetta lag. Stattdessen überzeugte er zuerst im Inneren der Monarchie Anfang 1882 von der Nützlichkeit einer Allianz, sofern sie nicht einen Krieg mit Frankreich bedeutet hätte. Am 20. Mai 1882 wurde in Wien der Vertrag zum Dreibund unterzeichnet, der die Isolierung Italiens brach und eine Einbindung des Landes in das europäische Mächtegleichgewicht ermöglichte.[21] Das Bündnis bestimmte für die nächsten 20 Jahre die italienische Außenpolitik und schützte Österreich-Ungarn vorerst vor italienischen Gebietsansprüchen.

Ein paar Monate später kam es allerdings zu einer ersten Krise innerhalb des Büdnises. Auslöser war die Hinrichtung des Italieners Guglielmo Oberdan am 20. Dezember 1882 in Triest, welcher eines Attentates auf Kaiser und König Franz Joseph I. beschuldigt wurde. In Italien löste die Hinrichtung Proteste aus und der Dreibund verlor weiter an Beliebtheit.

Depretis Regierung musste mit einer Welle von anti-österreichischen Gefühlen im Volk, die in gewalttätige Demonstrationen und Angriffen auf österreichische Büros und Konsulate in Rom mündeten, fertig werden und verhielt sich neutral. Doch trotz aller Bemühungen der Regierung auf Versöhung, grub der Tod von Oberdan eine starke Kluft zwischen Italien und Österreich auf. So blieben die Beziehungen zum österreichischen Verbündeten weiterhin schwierig. Auch weil Österreich-Ungarn von Deutschland bevorzugt wurde und die beiden Mächte Italien nicht als gleichberechtigten Partner annerkannten.

Innenpolitische Reformen

Die langjährige Regierungszeit von Depretis ermöglichte zahlreiche Reformen.[19]

Am 15. Juli 1877 wurde vom Innenminister Michele Coppino ein Gesetz vorgelegt, welches eine zweijährige kostenlose obligatorische und säkulare Grundbildung und einen freiwiligen sechs bis neun Jahre dauernden Schulbesuch für Kinder festlegte.[19] Der obligatorische Religionsunterricht endete dafür, was den heftigen Antiklerikalismus der Linken demonstrierte.[19] Die Reform führte jedoch wegen der hohen Kosten zu Kritik. Im Dezember 1877 drohte Depretis von seinem radikaleren innenparteiischen Rivalen Cairoli gestürzt zu werden. König Viktor Emanuel II. stellte sich aber hinter Depertis Programm und behielt ihn im Amt. Es war der letzte wichtige politische Akt des Monarchen, der am 9. Januar des nächsten Jahres starb. Die neue zweite Regierung, in der Crispi, der für mehr Reformen bereit war, Innenminister wurde, setzte die Abschaffung des Ministeriums für Landwirtschaft durch. Förderte Industrie und Handel und gründete das Finanzministerium, um eine bessere Kontrolle über die Staatsausgaben zu gewinnen. Solche Entscheidungen und Dekrete wurden allerdings ohne die eigentlich benötigte Beteiligung des Parlaments getroffen. Die Abmilderung der verhassten Steuer auf Mehl am 24. Juni 24 1879 wurde hingegen durch den Senat genehmigt. Nach den Wahlen vom 16. Mai 1880, bei denen seine Partei von 414 auf 218 Sitze schmolz, war Depretis jeodoch in allen Fragen von der Unterstützung des Parlamentes abhängig und setze alls Innenminister und Ministerpräsident in Personalunion seine Reformpolitik fort. Im Januar 1882 erweiterte er das Wahlrecht.[19] So hatten alle Männer, die mindestens 21 Jahre alt waren, die zwei Jahre der Grundschule besucht hatten, oder die eine jährliche Steuer von mehr als 19,80 Lire aufbringen konnten, das Recht zur Wahl zu gehen. Nach diesem Gesetz wuchs der Anteil der Wahlberechtigten von 2,2 % der Bevölkerung im Jahr 1879, 621.896, auf 2.049.461, oder 6,9 %. Das heisst mehr als ein Viertel der damaligen erwachsenen männlichen Bevölkerung.

Mit dem Ansatz des ersten größeren Wahlen, die vom 29. Oktober–5 November 1882 abgehalten wurden, kam es mit dem Aufstieg der extremen Linken („Estrema sinistra“) zu einer Beschleunigung des Zerfalls der traditionellen politischen Parteien. Auf solche Umweltzungen reagierten die beiden alten politischen Parteien mit einer Abnahme der ideologischen Konflikte und eine Überwindung ihrer Differenzen. Als Folge setzte sich das Konzept des trasformismo durch, in dem es Depretis verstand, Teile der gemässigten Opposition an sich zu binden und durch ein neuartigs, moderat reformistisch auftretenden, zentristischen poltischen Lagers, die progressive Vorstöße der Radikalen und Republikaner im Parlament kontrollieren zu können.

Innerhalb der Linken hatte dieses Konzept starke Spannungen provoziert. Als im Mai 1883 Depretis zu stürzen drohte, beschloss der Führer der Rechten Minghetti, Depretis besonders zu unterstützen, um die extremen Flügel des Parlaments zu bremsen und so das Aufkommen der Volkssouveränität, in Furcht vor Anarchie und Despotismus, zu verlangsamen. Dennoch neigte sich ab 1885 Depretis Amtszeit dem Ende zu. Die Wahlen vom Mai 1886 brachten Depretis nur einen kleinen Stimmengewinn ein und mehrere Abgeordnete der Rechten verweigerten ihm nach dem Tod von Marco Minghetti im Dezember 1886 die Unterstützung. Dazu folgte die Agrarkrise, die 1884 zur Abschaffung der Mahlsteuer führte.[19]

Wirtschaftliche Modernisierungen

Wirtschaftlich verfolgte Depretis eine protektionistische Politik, forcierte die Industrialisierung Italiens und die Modernisierung der Königlich italienischen Armee und Marine. 1878 ließ er im Zolltarif die Einfuhr von Rohstoffen gegenüber Fertigprodukten erleichtern und 1883 den Zwangskurs für die Lira abschaffen.[19][22] Die protektionistische Maßnahmen sollten als Vorbereitung für die Anpassung an das Klima des internationalen Wettbewerbs dienen und brachten eine Erhöhung der Industrialisierung im Norden, vor allem in der Textil- und Stahlindustrie. Die Jahre von Depretis Regierungen waren auch von einem deutlichen Anstieg des Straßen- und Schienennetzes, welches am Ende der 1880er ein Streckennetz von 12.000 km umfasste, pegrägt. 1882 wurde der Gotthardtunnel mit der Schweiz eröffnet.

Die Landwirtschaft geriet im gleichen Zeitraum durch das bemerkenswert starke Wachstum der amerikanischen Getreideproduktion in eine schwere Krise. Italiens Jahresproduktion von Mais und Weizen ging von 1880 bis 1890 um ein Fünftel zurück und die Preise sanken um ein Drittel. Dafür kam es zu einer deutlichen Zunahme der Einfuhren von Getreide. Als Folge brach die Landwirtschaft im Süden zusammen. Die Krise führte zu einer Auswanderungswelle, die zur Emmigration von 3,6 Millionen Italienern bis zum Ende des Ersten Weltkriegs führte. Dennoch schützte er sich auf die konservativen südlichen Grundbesitzer und deren anachronistische Latifundienwirtschaft.[22] Modernisierungsvorschläge, wie sie von der 1877 eingesetzten Parlamentskomission unter Stefano Jacini 1884 vorgelegt wurden, wurden nicht befolgt. Stattdessen wurde für die Vergrößerung des Heeres, der Marine und die Schaffung einer Schwerindustrie vorangetrieben. Dafür wurden von meist privaten Unternehmen zahlreiche Großbetriebe im Norden gegründet. Wegen der rückständigen Ausgangslage und des Mangels an Rohstoffen und Kapital war ein schneller Aufschwung nur mit staatlicher Hilfe möglich, und darüber kam es sogleich zu einer engen Allianz von politischer Macht und dem organisierten Kapitalismus. Bereits die Verschmelzung der Schifffahrtsgesellschaft Rubattino mit der Florio-Gesellschaft zur Navigazione generale Italiana 1882 war mit staatlichen Subventionen unterstützt worden. Eine ähnliche Zuwendung vom Staat erfuhren die großen Eisenbahngesellschaften. 1884 gründete der Unternehmer Vincenzo Stefano Breda die Stahlwerke in Terni. Der Konzern konnte die Kontrolle über die Großwerften in Genua und Livorno gewinnen und blieb bis zum Ersten Weltkrieg Hauptlieferant der italienischen Kriegsmarine. Die Eisenproduktion stieg von 95.000 Tonnen (1881) auf 176.000 (1888), die Stahlproduktion im gleichen Zeitraum von 3.600 auf 158.000 Tonnen.[23] Ein Bauboom in den Großstädten begleiteten diesen Aufschwung. Die Profite kamen allerdings nur einer kleinen Gesellschafsschicht zu gute und ohne eine effektive Sozialpolitik wurden die Klassenunterschiede nur verschärft. Der verstärkt protektionistische Zolltarif vom Juli 1887 löste einen zehnjährigen Zoll- und Handelskrieg mit Frankreich aus. Die Krise der Landwirtschaft, welche große Märkte verlor und von da an teure einheimische Maschienen zur Produktion kaufen musste, löste einen verstärkten Eingriff des Staates ins Wirtschafsleben aus und führte zu weiterer Staatsverschuldung.[24]

Anfänge der Kolonialpolitik

In den zwei Jahrzehnten nach der Vereinigung begann Italien mit einer eigenen Kolonialpolitik. Zunächst richtete sich diese auf die noch wenigen freien asiatischen Territorien, vor allem Thailand, Burma, das Sultanat von Aceh, die Inseln Andamanen und Nikobaren. 1880 wollte die italienische Regierung in Sabah, dem malaysischen Teil der Insel Borneo, eine Strafkolonie errichten, entschied aber, dem ebenfalls interessierten Großbritannien freie Hand zu lassen, das später den Staat Malaysia errichtete.

Die Ursprünge der italienischen Kolonialpolitik lagen bereits im Jahr 1861. Cavour versuchte noch kurz vor seinem Tod, um mit den Mächten Frankreich und Großbritannien mithalten zu können, eine kleine Kolonie zu schaffen, zunächst an der Küste Nigerias und der portugiesischen Insel Príncipe. 1869 wurde der Forscher Emilio Cerruti vom italienischen Außenministerium nach Neuguinea entsandt, um Beziehungen mit der lokalen Bevölkerung zu etablieren. Der Forscher kam mit guten Ergebnissen für die Schaffung einer Handelskolonie und/oder Strafkolonie nach Italien zurück, und legte der Regierung in Florenz Entwürfe von Verträgen vor, die von den Sultanen der Aru-Inseln und Kei-Inseln unterzeichnet wurden. Cerruti nahm sogar einige Gebiete an der Nordküste und im Westen von Neuguinea im Namen von Italien in Besitz. Im Jahr 1883 bat Italien daher die britische Regierung von William Ewart Gladstone auf diplomatischem Wege, eine italienische Kolonie in Neuguinea zu akzeptieren. Die britische Weigerung und der Widerstand der Niederlanden zwangen Italien, die Kolonisation im Pazifik und Asien aufzugeben.

1884 wurde General Cesare Ricotti-Magnani mit der Aufstellung eines Expeditionskorps für eine mögliche Besetzung des türkischen Libyens im Falle einer französischen Aktion in Marokko beauftragt. Aber Italiens Aufmerksamkeit konzentrierte sich weiter nach Süden. Am 5. Februar 1885 Oktober besetzten seine Truppen das eritreische Massaua. Bereits 1882 hatte die italienische Regierung von der Rubattino-Reederei Assab erworben, das die erste Kolonie Italiens wurde. Von 1885 bis 1890 setzte sich Italien in Ostafrika fest. 1885 wurde die gesamte Küste zwischen Massawa und Assab erobert und einige sudanesische Randgebiete besetzt. Im Mittelmeer begnügte man sich mit dem Status quo und schloss darüber am 12. Februar mit der Mittelmeerentente ein Abkommen mit Großbritannien.[25] Am 24. März 1887 trat Österreich-Ungarn und am 4. Mai das Königreich Spanien bei.

1886 erklärte Italien dem Kaiserreich Abessinien den Krieg. Der sogenannte Eritreakrieg (Guerra d'Eritrea) begann mit einigen italienischen Siegen. Doch aus Unerfahrenheit und Oberflächlichkeit erlitten die italienischen Truppen in der Entscheidungsschlacht von Dogali vom 25. Januar bis zum 26. Januar 1887 eine entscheidene Niederlage. Diese und die hohen Kriegskosten führten zur Kritik von großen Teilen des Parlaments und bedeuteten das Ende der Ära von Depretis. Am 4. April 1887 bildete er noch seine achte und letzte Regierung.

Territoriale Entwicklung

Von der Einigung bis zum Ersten Weltkrieg

Im Irredentismus wurden von Nationalisten weitere Gebiete gefordert, um die Vereinigung aller Italiener innerhalb Italiens abzuschließen. So wurde der Anschluss von Trentino, Istrien, Korsika, Nizza, Savoyen, Monaco, des Kantons Tessin, Dalmatien, Malta und San Marino gefordert, was zu Konflikten mit den Nachbarstaaten, vor allem mit Frankreich und Österreich, führte. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte sich Italien aus dem Territorium der zusammengebrochenen Habsburgermonarchie das Trentino, Südtirol und Istrien sichern.

Andere Richtungen der italienischen Kolonialpolitik waren das Mittelmeer und Ostafrika mit dem Ziel, ein neues Römisches Reich zu bilden. Ab 1881 begann Italien mit dem Erwerb eigener Kolonien. So sollte der Bedarf an Rohstoffen für die Industrialisierung gedeckt und die starke italienische Auswanderung in eigene Kolonien umgelenkt werden. Wegen der Eroberung von Eritrea kam es zum ersten Italienisch-Äthiopischen Krieg mit dem Kaiserreich Abessinien, der mit der Niederlage von Dogali endete. Italien konzentrierte sich danach auf die Eroberung von Somaliland, die Ausdehnung der italienischen Kolonien in Ostafrika scheiterte jedoch im zweiten Italienisch-Äthiopischen Krieg nach der Niederlage von Adua. Anschließend wandte sich Italien dem östlichen Mittelmeer zu und eroberte im Italienisch-Türkischen Krieg Tripolitanien, Kyrenaika und den Dodekanes vom Osmanischen Reich.

Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit

Trotz des Dreibundes mit Deutschland und Österreich-Ungarn erklärte Italien beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 seine Neutralität. In der Folge wurden die Forderungen nach einem Kriegseintritt immer lauter, um den Irredentismus zu verwirklichen und die italienischen Gebiete von Österreich-Ungarn zu erobern. Ihre Herausgabe wurde gegenüber Österreich-Ungarn eingefordert, um eine Kriegserklärung zu vermeiden. Österreich-Ungarn war jedoch lediglich dazu bereit, Süd-Trentino abzutreten, wogegen die Triple Entente Südtirol, Dalmatien und weitere Kolonien versprach. Schließlich kündigte Italien am 4. Mai 1915 den Dreibund und erklärte am 23. Mai 1915 Österreich-Ungarn und am 28. August 1916 dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Italien vor allem an der Italienfront und war an der Besetzung Albaniens beteiligt.

1919 wurden im Vertrag von Saint-Germain Italien das Trentino, Südtirol, das Kanaltal, das gesamte ehemalige österreichische Küstenland und ein Teil der Krain, die Stadt Zara und einige norddalmatinische Inseln zugesprochen, was jedoch nicht den gesamten italienischen Forderungen entsprach, zu denen der Ostadriaraum und die Erweiterung der Kolonien gehörte. In der Adriastadt Fiume, die als Freistaat Fiume zwischen Italien und dem neugegründeten Königreich Jugoslawien lag, kam es 1922 zur Machtübernahme durch die italienische Bevölkerungsmehrheit. Im Vertrag von Rom wurde 1924 der Anschluss an Italien vollzogen.

Am 11. Februar 1929 wurden die Lateranverträge zwischen der Vatikanstadt und dem Königreich Italien unterzeichnet, in denen die Unabhängigkeit eines Kirchenstaates innerhalb von Rom anerkannt und die Beziehungen zwischen dem Papst und Italien geregelt wurden. Somit wurde der seit 1870 andauernde Konflikt zwischen Papst und König gelöst.

In den nächsten Jahren richtete Benito Mussolini – der Faschistenführer war 1922 durch den Marsch auf Rom an die Macht gelangt – Italiens Außenpolitik als internationalen Friedensgaranten im Mittelmeerraum aus. Dies hatte kurzzeitig verbesserte Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich zur Folge. Im Laufe der Jahre radikalisierten sich die faschistische Kultur und Politik jedoch und der Drang nach einer imperialistischen Expansion Italiens wurde größer. Der Dritte Italienisch-Äthiopische Krieg war das erste Anzeichen der aggressiven Außenpolitik Mussolinis und führte zur vollständigen Eroberung Abessiniens und Angliederung an die Kolonie Italienisch-Ostafrika. Während sich Italien dadurch international immer mehr isolierte, kam es zu einer Annäherung an das Deutsche Reich unter Adolf Hitler. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpften Nationalsozialisten und Faschisten erstmals gemeinsam und zugunsten der ebenfalls faschistischen Aufständischen unter General Francisco Franco. Infolgedessen kam es am 25. Oktober 1936 zum Bündnis der sogenannten „Achse Rom–Berlin“. Am 11. Dezember 1937 trat Italien aus dem Völkerbund aus und dem Antikominternpakt zwischen Deutschland und Japan bei. Am 7. April 1939 wurde schließlich Albanien annektiert und der „Stahlpakt“ zur Kriegsvorbereitung mit dem Deutschen Reich geschlossen.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Durch den erfolgreichen Feldzug der Wehrmacht gegen Frankreich sah sich dessen Verbündeter Italien im Zugzwang, trat am 10. Juni 1940 auf der Seite des Deutschen Reiches in den Zweiten Weltkrieg ein und erklärte Großbritannien sowie Frankreich den Krieg. Mussolini wollte den Krieg nutzen, um das Imperium Romanum rund um das Mittelmeer neuzugründen und dazu Nizza, Korsika, Malta, Dalmatien mitsamt Albanien, Kreta sowie weitere griechische Inseln erobern. Zu den bestehenden Kolonien sollten Tunesien, Ägypten (mitsamt der Sinai-Halbinsel), der Sudan und Teile Kenias hinzukommen, um eine Landverbindung von Libyen nach Italienisch-Ostafrika herzustellen, das um Britisch- und Französisch-Somaliland sowie Teile von Französisch-Äquatorialafrika erweitert werden sollte. Mit der Türkei und arabischen Staaten sollten Vereinbarungen über Einflusszonen getroffen werden und Aden sowie Perim sollten unter italienische Kontrolle gelangen.

Nach der Pariser Friedenskonferenz von 1946 musste Italien seine Kolonien Libyen und Äthiopien in die Unabhängigkeit entlassen. Italienisch-Somaliland war bereits 1941 von den Briten besetzt worden und wurde von den Vereinten Nationen ab dem 1. Januar 1950 als Treuhandgebiet für zehn Jahre wieder unter italienische Verwaltung gestellt.

Auch das italienische Mutterland musste Gebietsabtretungen hinnehmen, so wurden die Gemeinden Briga und Tenda (frz. La Brigue und Tende) an Frankreich abgetreten und der Dodekanes mit Rhodos fiel an das Königreich Griechenland. Jugoslawien bekam den Großteil Julisch Venetiens mit Istrien, den Städten Fiume und Zara sowie die norddalmatinischen Inseln und Triest mit dem Umland wurden zunächst internationalisiert und in zwei Zonen aufgeteilt, womit das Freie Territorium Triest geschaffen wurde. 1954 einigten sich Italien, nunmehr Republik, und Jugoslawien auf die Teilung des Gebietes: die Stadt Triest blieb bei Italien und das südliche Umland bekam Jugoslawien.

Innere Entwicklung

Die Anfangsjahre des Königreiches waren von wirtschaftlichen und sozialen Problemen, insbesondere dem Nord-Süd-Gegensatz und dem Brigantenwesen im Süden geprägt. Die Ursachen waren die fehlende Verbesserung der Verhältnisse im Süden (dem ehemaligen Königreich beider Sizilien), wo es keine Reformierung der Landesverwaltung und des Steuersystems gab. Über 75 Prozent der Italiener waren zum Zeitpunkt der nationalen Einigung Analphabeten und die Umgangssprache war von den vielen lokalen Dialekten geprägt. So beherrschten nur zwei Prozent die Schriftsprache.[26] Diese gesellschaftlichen Probleme waren ein Grund für die beginnende italienische Auswanderung. Andererseits gab es auch Fortschritte. Das Münzwesen wurde vereinheitlicht, wobei auf dem schon entwickelten Münzwesen des Königreich Sardiniens und des Großherzogtum Toskana (Goldwährung, dezimale Teilung der Lira in 100 Centesimi) aufgebaut werden konnte. Dieses Münzsystem ermöglichte Italien die Lateinische Münzunion im Jahr 1865 mitzubegründen. Der Kirchenstaat übernahm im Folgejahr dieses moderne Münzsystem.

Am 29. Juli 1900 wurde König Umberto I. in Monza von einem Anarchisten ermordet, woraufhin sein Sohn Viktor Emanuel III. zum König Italiens gekrönt wurde.

Nach dem gewonnenen Ersten Weltkrieg (siehe Geschichte Italiens#Erster Weltkrieg) folgte eine innerpolitische Krise, die in Italien beinahe zum Bürgerkrieg führte, da der Sieg nach der Meinung der Nationalisten von italienischen Diplomaten und den alliierten Verhandlungspartnern „verstümmelt“ wurde. Die ersten beiden Jahre 1919 und 1920 waren von Aktivitäten der Linken geprägt, wie beispielsweise Demonstrationen, Streiks und Betriebsbesetzungen. Die Angst vor einer linken Machtübernahme konnte die faschistische Bewegung unter Mussolini ausnutzen, die 1921 und 1922 zum Gegenschlag gegen die Linken ausholten und mit Gewalt gegen Gewerkschaften vorgingen.

1921 gründete Mussolini die Nationale Faschistische Partei (Partito Nazionale Fascista, PNF). Am 1./2. Oktober 1922 machten einige hundert Faschisten den Marsch auf Bozen; im Oktober 1922 organisierte die PNF einen Sternenmarsch auf Rom mit etwa 26.000 faschistischen Anhängern. Er wurde als Marsch auf Rom (Marcia su Roma) bekannt. Dieser endete am 28. Oktober vor den Toren Roms und Mussolini reiste in einem Schlafwagen aus Mailand nach. Daraufhin ernannte König Viktor Emanuel III. Mussolini zum Ministerpräsidenten und die Faschisten zogen mit einem Siegesmarsch in Rom ein.

Bereits ein halbes Jahr später wurde durch das neue Wahlgesetz Legge Acerbo vom Juli 1923 der Einfluss von Oppositionsparteien erheblich eingeschränkt (siehe auch Politisches System Italiens). Anschließend begann Mussolini mit dem Aufbau der faschistischen Diktatur und 1926 wurden endgültig alle Oppositionsparteien verboten. Zu den Wahlen von 1928 durften nur noch Kandidaten antreten, die vom PNF zugelassen waren und mit der Gründung des „Faschistischen Großrates“ (Gran Consiglio del Fascismo) wurde ein Gremium geschaffen, welches Partei- und Staatsfunktionen vereinte. Damit war die Umwandlung Italiens zur faschistischen Diktatur abgeschlossen. Anschließend folgte eine rigorose Italianisierungspolitik, der vor allem ethnische Minderheiten wie Franko-Provenzalen, Slowenen, Kroaten, Ungarn und Südtiroler zum Opfer fielen.

Am 25. Juli 1943 setzte der Faschistische Großrat Mussolini mit einfacher Mehrheit aus Enttäuschung über die Niederlagen im Zweiten Weltkrieg ab und Mussolini wurde gefangen genommen. König Viktor Emanuel III. übernahm den Oberbefehl über die Streitkräfte und beauftragte Marschall Pietro Badoglio, eine Militärregierung zu bilden. Dieser löste die National-Faschistische Partei auf und unterzeichnete am 8. September 1943 den Waffenstillstand von Cassibile mit den Alliierten. Im von den Deutschen besetzten Norditalien, der Italienischen Sozialrepublik, dauerten die Kämpfe noch an und am 29. April 1945 kapitulierte die Heeresgruppe C der Wehrmacht bedingungslos (zum 2. Mai). Damit endete der Zweite Weltkrieg für das Königreich Italien.[27]

König Viktor Emanuel III. dankte, diskreditiert durch sein Tun und Lassen seit Oktober 1922 (z. B. Ernennung Mussolinis zum Ministerpräsidenten und Unterzeichnung der Rassegesetze) am 9. Mai 1946 zugunsten seines Sohnes Umberto II., ab. Am 2. und 3. Juni 1946 fand gleichzeitig mit der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung eine Volksabstimmung über die künftige Staatsform statt; dabei stimmten 54,3 Prozent der Abstimmenden für die Republik. Daraufhin mussten die Mitglieder des Hauses Savoyen am 18. Juni Italien verlassen; die republikanische Verfassung trat am 1. Januar 1948 in Kraft. Umberto II. ging ins Exil nach Portugal, wo er sich bis zu seinem Tod am 18. März 1983 als legitimer König von Italien betrachtete. Eine Rückkehr nach Italien gestattete ihm die italienische Verfassung nicht.

Seitdem kämpfen vor allem kleinere konservative Parteien für die Wiedereinführung der Monarchie in Italien. Nach der Verfassungsänderung von 2007 konnte dessen Sohn Viktor Emanuel von Savoyen mit seiner Familie aus dem Exil zurückkehren; er kündigte eine Schadenersatzklage gegen die Republik wegen des angeblichen Unrechts im Exil an,[28] wovon sich die übrigen Mitglieder des Hauses Savoyen distanzierten.[29] Im Gegenzug kündigte die Italienische Republik ebenfalls eine Schadenersatzklage wegen der Verwicklung des Hauses in der Zeit des Faschismus an.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Nach einer Interpretation: Foedere Et Religione Tenemur lat. „Wir sind durch Vertrag und Religion gebunden“
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 274.
  3. 3,0 3,1 3,2 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 310.
  4. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 316.
  5. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 322.
  6. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 324.
  7. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 325.
  8. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 328.
  9. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 329.
  10. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 332.
  11. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 334.
  12. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 330.
  13. 13,0 13,1 13,2 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 335.
  14. 14,0 14,1 14,2 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 336.
  15. 15,0 15,1 15,2 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 337.
  16. 16,0 16,1 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 338.
  17. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 341.
  18. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 342.
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 19,6 19,7 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 348.
  20. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 347.
  21. 21,0 21,1 21,2 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 349.
  22. 22,0 22,1 Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 351.
  23. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 352.
  24. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 353.
  25. Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. S. 350.
  26. Maria Lieber: Varietätenlinguistik des Italienischen, S. 7 (TU Dresden, WS 2009/2010).
  27. Am 2. Mai 1945 wurde bekannt, dass in Caserta bereits am 29. April die Heeresgruppe C, deren Kommandeur zugleich der Oberbefehlshaber Südwest war, vor den Alliierten unter dem britischen Feldmarschall Harold R. Alexander, dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte im Mittelmeerraum, kapituliert hatte. Die Kapitulation wurde im Auftrag des Generaloberst Heinrich von Vietinghoff und des Höchsten SS- und Polizeiführers in Italien, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Karl Wolff von zwei Beauftragten (Oberstleutnant Hans Lothar von Schweinitz und SS-Sturmbannführer Eugen Wenner) unterzeichnet. Quelle: bundesarchiv.de
  28. Stellungnahme von Emanuel Philibert von Savoyen, 21. November 2007 (italienisch; PDF; 104 kB).
  29. Offener Brief von Maria Gabriella von Savoyen und Maria Beatrice von Savoyen, 24. November 2007 (italienisch).

Literatur

  • Wolfgang Altgeld: Kleine italienische Geschichte. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010558-7.
  • Anne Bruch: Italien auf dem Weg zum Nationalstaat. Giuseppe Ferraris Vorstellungen einer föderal-demokratischen Ordnung (Beiträge zur deutschen und italienischen Geschichte; Bd. 33). Krämer, Hamburg 2005, ISBN 3-89622-077-2.
  • Martin Clark: Modern Italy, 1871 to the Present. 3. Aufl. Longman, Harlow 2008, ISBN 1-4058-2352-6.
  • Rudolf Lill: Geschichte Italiens in der Neuzeit. 4. Aufl. WBG, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-80014-1.
  • Christopher Seton-Watson: Italy from Liberalism to Fascism. 1870 to 1925. Methuen, London 1981, ISBN 0-416-18940-7 (Nachdr. d. Ausg. Methuen, London 1967).
  • Angelica Gernert, Thomas Frenz, Rudolf Lill, Michael Groblewski, Wolfgang Altgeld: Geschichte Italiens: Reclams Ländergeschichten. 3. Auflage. Reclam Verlag, 4. Mai 2016, ISBN 978-3-1596-1073-3.

Weblinks

 Commons: Königreich Italien (1861–1946)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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