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König-Brauerei


König-Brauerei GmbH
Koenig Pilsener Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1858
Sitz Duisburg-Beeck Deutschland Deutschland
Leitung Werner Wolf
Alfred Müller
Guido Christiani
Mitarbeiter 340
Branche Brauerei
Website www.koenig.de

Die König-Brauerei ist eine Brauerei in Duisburg-Beeck, in der unter anderem das „König Pilsener“ (umgangssprachlich auch: KöPi) gebraut wird.

Geschichte

Theodor König, 1825 in der Bauerschaft Übbenhagen (heutiges Selm-Cappenberg) geboren, gründete die Brauerei 1858 in der damals noch nicht zu Duisburg gehörenden Landgemeinde Beeck.[1] König braute Pilsener Bier, obwohl diese untergärige Brauart damals wenig beliebt war. Der erste Jahresausstoß der König-Brauerei betrug 206 Hektoliter. Mit der beginnenden Industrialisierung des Ruhrgebiets im 19. Jahrhundert wuchs auch die Brauerei. Um die Jahrhundertwende betrug der Ausstoß bereits 50.000 Hektoliter (2009: 1,31 Millionen hl).

Für das Jahr 1911 lässt sich erstmals die Marken-Bezeichnung „König Pilsener“ nachweisen. Das ehemals für seine hopfige Herbe bekannte Bier wurde in seiner Rezeptur weiter verfeinert und zunehmend dem Massengeschmack angepasst. Der Erste Weltkrieg sowie die wirtschaftlich und politisch instabilen Verhältnisse der Weimarer Republik setzten der König-Brauerei zu. Dennoch vertrieb die Brauerei ihr Spitzenprodukt König Pilsener bereits in den 1920er Jahren über den Großraum Duisburg hinaus.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Brauerei dann bei einem Fliegerangriff im November 1944 fast vollständig zerstört. Nach dem Ende des Krieges begann das Unternehmen mit dem Wiederaufbau und errichtete eine der modernsten Brauanlagen ihrer Zeit.

Ab 1950 wurde König Pilsener konsequent als nationale Biermarke aufgebaut und übernahm 1980 die Marktführerschaft auf dem Pils-Sektor sowie unter den Privatbrauereien. Als erste deutsche Brauerei warb man mit nationalen Kampagnen und schrieb mit den „König-Treuen“ oder dem Slogan „Heute ein König.“ Bier-Geschichte.

Um die Zukunft des Unternehmens auf Dauer erfolgreich zu gestalten, beschloss die Inhaber-Familie im Jahr 2000, die König-Brauerei in die Holsten-Gruppe einzubringen. Der Holsten-Konzern wurde jedoch 2004 an die dänische Braugruppe Carlsberg verkauft, die diesen zerschlug und die König-Brauerei an die Bitburger Holding veräußerte. Seither hat König Pilsener im Marken-Portfolio der Bitburger Braugruppe die Position der nationalen Premium-Marke inne.

Produkte

König Pilsener ist ein untergäriges Vollbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9 Vol.-% und einer Stammwürze von 11,5 %.

König Pilsener Radler[2] ist ein Biermischgetränk, das zu jeweils 50 % aus König Pilsener und Zitronenlimonade besteht. Es enthält 2,5 Vol.-% Alkohol. Im März 2011 löste es das Biermischgetränk König Pilsener Lemon ab, das 2006 im Markt eingeführt wurde.[3]

König Pilsener Alkoholfrei ist ein untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 12,5 %. Der Alkoholgehalt beträgt weniger als 0,5 Vol.-%. Bis 2005 wurde König Pilsener Alkoholfrei unter der Bezeichnung Kelts geführt. König-Alt, eine in den 1970er Jahren gebraute Altbier-Variante, wurde wieder eingestellt. Ebenfalls nicht mehr zum Produktportfolio gehören König Export sowie das König-Malz.

Gebinde

Die Produkte der König-Brauerei sind in vielfältigen Gebindeformen erhältlich: Dosen: 0,5-Liter-Dose und 5-Liter-Fass-Dose Flaschen: 0,33-Liter-Flasche im Sechserträger und in der 24er Getränkekiste. 0,5-Liter-Flasche in der 20er Getränkekiste. 0,33-Liter-Steinie-Flaschen in der 20er Getränkekiste. Fässer: 10-, 20-, 30- und 50-Liter-Fässer

Werbung

Die König-Brauerei mit seiner Marke König Pilsener gehört zu den Pionieren der deutschen Bierwerbung. Als erste deutsche Brauerei lancierte sie bereits in den 1950er Jahren nationale Werbekampagnen. Auch später wurde König Pilsner mit großem Aufwand im deutschen Fernsehen beworben, so mit der „König-Treuen“-Kampagne in den 1960er und 1970er Jahren mit Hermann-Josef Abs und Maria Schell oder zu Beginn der 1980er Jahre mit der „Dame mit dem roten Hut“.

Von 2005 bis 2010 warb König Pilsener mit dem Slogan „Das König der Biere.“. Unter diesem Motto präsentierte die Kampagne Prominente aus verschiedenen Lebensbereichen. Til Schweiger, Boris Becker, Charles Schumann, Dieter Müller und Herbert Seckler traten als Markenbotschafter auf.

2011 wurden neue Spots mit dem Slogan „Heute ein König.“ produziert, aus denen sich auch neue Anzeigenmotive abgeleitet haben.

Sponsoring

In der Rhein-Ruhr-Region historisch fest verwurzelt, unterstützt die König-Brauerei mit ihrer Marke König Pilsener zahlreiche breitenwirksame Veranstaltungen und Vereine auf regionaler Ebene. Sie besitzt die Namensrechte der Nordkurve („König-Pilsener-Fankurve“) des Fußballstadions des MSV Duisburg. Zudem ist König Pilsener Partner von Rot-Weiß Oberhausen und dem Frauen-Fußballteam FCR Duisburg. Über den Amateur- und Profisport hinaus ist die Förderung örtlicher Freizeit-Fußballvereine ebenfalls fester Bestandteil der Sponsoringmaßnahmen.

Ab der Bundesligasaison 2015/16 löst König Pilsener den bisherigen Biersponsor des Hamburger SV, Holsten Pilsener, nach 75 Jahren ab.[4]

Neben den Aktivitäten im Fußball unterstützt König Pilsener auch den Handball-Zweitligisten OSC 04 Rheinhausen, ist Sponsor des Eishockeyclubs EV Duisburg und Moskitos Essen. Des Weiteren ist die Marke Namensgeber der König Pilsener Arena in Oberhausen und des KönigPALAST in Krefeld.

Nationale Engagements gehören aber ebenso zum Sponsoringkonzept. Unter anderem unterstützt König Pilsener bereits seit vielen Jahren das Stadtpark Open-R in Hamburg.

Weblinks

 Commons: König-Brauerei  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Schützenverein Cappenberg: Handwerk auf Cappenberg. Exkurs Theodor König am 14. Oktober 2009
  2. Pressemitteilung zur Einführung von König Pilsener Radler [1] vom 21. März 2011
  3. Pressemitteilung zur Einführung von König Pilsener Lemon [2] vom 3. März 2006
  4. Hamburger Morgenpost - Nach 75 Jahren: König Pilsener sticht Holsten aus![3] vom 19. Dezember 2014

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/König-Brauerei (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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