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Känguru der Mathematik


Känguru der Mathematik (frühere Schreibweise Känguruh der Mathematik; englisch Mathematical Kangaroo) ist ein seit 1995 bestehender internationaler Mathematik-Wettbewerb für Schüler der 3. bis 13. Klassenstufe, der jeweils jährlich am dritten Donnerstag im März durchgeführt wird, wobei er in Österreich unregelmäßig an einem Donnerstag im März ausgeführt wird. Im Vordergrund steht dabei nach Angaben der Veranstalter die Fähigkeit, logisch zu kombinieren, „plumpes Auswendiglernen“ von Formeln sei nicht hilfreich. Da dieser Wettbewerb weltweit ausgetragen wird und sich in vielen Ländern ständig wachsenden Zuspruchs erfreut, ist er mittlerweile der teilnehmerstärkste Schüler-Wettbewerb überhaupt; so nahmen allein in Deutschland im Jahr 2013 mehr als 850.000 Schülerinnen und Schüler teil.[1]

Geschichte

Die Idee für den Multiple-Choice-Mathematik-Wettbewerb stammt von Peter O’Holloran, einem Mathematiklehrer aus Sydney. 1978 startete der Test in Australien gleich mit 120.000 Schülern, die Auswertung erfolgte computergestützt. Nach wenigen Jahren nahmen auch viele Länder aus der Südpazifikregion teil.

Anfang der 90er Jahre stießen die französischen Mathematiklehrer André Deledicq und Jean Pierre Boudine auf den Test und beschlossen, auch in Frankreich einen solchen Wettbewerb zu veranstalten. Den australischen Erfindern zu Ehren wurde der Test Kangourou de Mathématique getauft. Da die Zahl der teilnehmenden Länder stetig wuchs, wurde im Sommer 1994 der internationale Verein Kangourou sans frontieres (Känguru ohne Grenzen) mit Sitz in Paris gegründet. Er befasst sich seitdem mit der internationalen Koordinierung und vor allem der Vorbereitung der Aufgaben.

In Deutschland wird der Wettbewerb von dem Verein Mathematikwettbewerb Känguru e.V. organisiert, der am Institut für Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin beheimatet ist.

Durchführung

Der Känguru-Wettbewerb wird einheitlich am 3. Donnerstag im März (Deutschland wich 2008 aufgrund der Osterferientermine auf den 10. April aus, 2013 auf den 11. April) als 75-minütige Klausur durchgeführt. Die Verwendung eines Taschenrechners ist nicht gestattet, um das problemlösende Denken und nicht das Eintippen in den Taschenrechner zu fördern. Jeder Teilnehmer erhält 30 Aufgaben (24 bei Schülern der 3./4. Klasse und der 5./6. Klasse), aufgeteilt in je zehn (bzw. acht) 3-, 4- und 5-Punkte-Aufgaben. Bei jeder Frage gibt es fünf Antwortmöglichkeiten. Beantwortet man eine Frage richtig, erhält man die angegebene Anzahl an Punkten, beantwortet man sie falsch, wird ein Viertel der möglichen Punkte abgezogen. Dabei müssen nicht alle Aufgaben beantwortet werden. Unbeantwortete Fragen verändern die Punktzahl nicht. Es gibt 30 Basispunkte (24 für 3./4. Klasse und 5./6. Klasse), so dass die niedrigste zu erreichende Punktezahl 0 ist. Die höchste ist 150 bzw. 120. Aufgrund der Minuspunkteregelung ist es sinnvoll, bei Fragen, deren Antwort man nicht weiß, nichts anzukreuzen anstatt zu raten. Die Antworten müssen auf einem gesonderten Antwortzettel angekreuzt werden.

In Deutschland wurden bis 2011 die Ergebniszettel von den Schulen eingeschickt und zentral in Berlin maschinell ausgewertet. Zwei bis drei Monate später wurden den teilnehmenden Schulen dann Preise und Urkunden zugesandt. In der Schweiz wird immer noch entsprechend verfahren.

In Österreich und Deutschland erfolgt die Abgabe der Ergebnisse und die Auswertung über das Internet. In Österreich erhält dadurch jede Schule sofort das schulinterne Ergebnis. Die Landes- und Bundessieger werden zwei bis drei Wochen später veröffentlicht, während in Deutschland die Auswertung immer noch einige Monate dauert.

Im Gegensatz zur PISA-Studie erfolgt kein Vergleich der Ergebnisse der einzelnen Staaten bzw. der Schulen untereinander.

Preise

In Deutschland erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde mit Name, Klasse und erreichter Punktzahl sowie eine Aufgaben-und-Lösungen-Broschüre und einen sogenannten „Preis für alle“. Etwa 5 bis 6 % der Teilnehmer erhalten einen 1., 2. oder 3. Preis. Diese Schüler werden mit Logik-Spielen, Büchern oder sonstigen Preisen prämiert. Für den „weitesten Känguru-Sprung“ (d. h. die größte Anzahl aufeinanderfolgender richtig gelöster Aufgaben) bekommt jeweils der Schulsieger ein T-Shirt. Des Weiteren werden die erfolgreichsten Schüler der Klassen 9 und 10 in internationale Mathecamps eingeladen. Außerdem gibt es Trostpreise für jeden Teilnehmer, der nicht gewonnen hat, im Jahr 2012 etwa ein Kubra.

In Österreich gibt es neben schulinternen Preisen Siegerehrungen auf Landes- und Bundesebene. Bei diesen werden die fünf Besten jeder Schulstufe mit Sach- und Geldpreisen, Urkunden und Pokalen ausgezeichnet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ergebnisse des Wettbewerbs 2013 (PDF; 8 kB), abgerufen am 18. Mai 2013

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Känguru der Mathematik (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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