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Juniper Networks


Juniper Networks
Rechtsform Corporation
ISIN US48203R1041
Gründung 1996
Sitz Sunnyvale (Kalifornien), Vereinigte Staaten
Leitung Rami Rahim (CEO)
Pradeep Sindhu (CTO)
Mitarbeiter ca. 7.000 (Q1 2011)
Umsatz ca. 4 Mrd. USD (2010)
Branche Netzwerkausrüster
Website www.juniper.net

Juniper Networks, Inc. (NASDAQ: JNPR) ist der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster.

Unternehmensdaten

Juniper Networks wurde 1996 von Pradeep Sindhu, Dennis Ferguson und Bjorn Liencres gegründet. Das erste Produkt, den Router M40, brachte das Unternehmen 1998 auf den Markt. Im Juni 1999 erfolgte dann der Börsengang an die NASDAQ. Im 2. Quartal 2004 erfolgte eine Übernahme des Unternehmens NetScreen Technologies (3,4 Mrd. USD). Im 2. Quartal 2005 wurden Kagoor Networks (65,7 Mio. USD) sowie Redline Networks (132 Mio. USD) und Peribit Networks (337 Mio. USD) übernommen. Noch im selben Jahr im 4. Quartal erfolgte auch die Übernahme von Acorn Packet Solutions (8,7 Mio. USD) und von Funk Software (122 Mio. USD). Im August 2006 ist das Unternehmen Ziel von Ermittlungen der US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wegen angeblicher Umdatierungen bei Aktienoptionen.

Geschäftsbereiche

Juniper produziert High-End-Router, die im Core- und Edge-Bereich des Internet-Backbone eingesetzt werden. Seit der Gründung im Jahr 1996 verlor Cisco Systems einen nicht unbedeutenden Marktanteil an Juniper Networks. Zwischen 1996 und 2000 stiegen die Anteile von Juniper von 0 % auf 33,5 %, während Cisco in dieser Zeit von 89 % auf 64,7 % abfiel. In dieser Zeit verdiente sich Juniper den Spitznamen „Cisco Killer“.

Auf den Routern arbeitet ein aus FreeBSD weiterentwickeltes Betriebssystem namens „JunOS“. JunOS basiert auf aktuellen Versionen von FreeBSD. Die BSD-Lizenz erlaubt es – unter Beachtung einiger Regeln – Änderungen am Quellcode vorzunehmen, ohne diese veröffentlichen zu müssen. Die in den Geräten verbauten ASICs, die vor allem die I/O-lastigen Operationen des Routers übernehmen, sind eigens entworfen und von IBM hergestellt. Die Router werden von Solectron und Celestica produziert, was für Juniper eine enorme Erleichterung im Management von Vorräten und Produktionskosten bedeutet. Mit dem Auftragsfertiger Flextronics wurde im Juli 2006 ein Outsourcingvertrag unterzeichnet, der Fertigungs- und Logistikdienstleistungen sowie Mitwirkung bei der Markteinführung neuer Produkte beinhaltet.

Im Jahr 2004 übernahm Juniper das Unternehmen NetScreen, welches zuvor bereits ihr Produktportfolio durch den Kauf des Unternehmens Neoteris ausgeweitet hatte. NetScreen ist mit dem Betriebssystem ScreenOS auf Entwicklungen im Bereich der Netzwerksicherheit (Router, Firewall und IP/VPN Security-Systeme) spezialisiert. Juniper ist nach dem Kauf von NetScreen der weltweit zweitgrößte Internet-Netzwerkausrüster.

2005 wurde das Produktprogramm durch die Übernahmen der Unternehmen Kagoor Networks (Session Border Controller (SBC), Produkte für IP-Telefonie (VoIP)), Redline Networks (Entwickler und Hersteller von Frontends für Web-Anwendungen in Unternehmen), Peribit Networks (Spezialist für die Optimierung von Wide Area Networks) und Funk-Software (WLAN-Authentifizierung) weiter stark ausgebaut.

Am 16. November 2010 gab Juniper Networks bekannt den WLAN-Spezialisten Trapeze Networks für 152 Mio. US-Dollar übernehmen zu wollen. Der Vorgang wurde Ende 2010 abgeschlossen.[1][2] Durch die Übernahme erweitert Juniper Networks sein Produktprogramm um den Bereich controllergesteuerter WLANs.

Produkte

Juniper unterteilt seine Produkte in folgende Sparten:

  • Anwendungsbeschleunigung (Data Center (ehemals Redline) und WAN Acceleration (ehemals Peribit))
  • Circuit to Packet
  • Router (E-, J-, M-, MX- und T-Serie)
  • Session Border Controller (ehemals Kagoor)
  • AAA/802.1X LAN/WLAN-Authentifizierung (ehemals Funk)
  • Unified Access Control (einheitlichen Zugangskontrolle in Unternehmensnetzwerken)
  • Firewall/IPSec VPN (NetScreen, SRX-Serie)
  • SSL VPN (ehemals Neoteris)
  • Intrusion Prevention (ehemals NetScreen IDP)
  • Switches (EX-2200, EX-2500, EX-3200, EX-4200, EX-4500, EX-4500C, EX-8208, EX-8216)
  • Wireless Lan (WLC880, WLC800, WLC8, WLC2, WLC200)

Kunden

Zu den größeren Kunden gehören unter anderem:

Konkurrenten

Zu den größten Konkurrenten gehören die Unternehmen Cisco Systems Inc. und Hewlett Packard Enterprise, es gehören allerdings auch Unternehmen wie Avici Systems sowie Huawei zu den Herausforderern.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.juniper.net Juniper Networks Announces Definitive Agreement to Acquire Trapeze Networks , Stand: 16. November 2010
  2. http://www.juniper.net/us/en/dm/trapeze/

Kategorien: FreeBSD | Telekommunikationsgeräte-Hersteller | Unternehmen (Shinjuku) | Börsennotiertes Unternehmen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Juniper Networks (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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