Jungfraupark - LinkFang.de





Jungfraupark


Dieser Artikel befasst sich mit dem Erlebnispark in der Schweiz, für die Buchserie «Mystery Park» siehe Andreas Schreiner

Der JungfrauPark (zuvor bis Ende 2009: Mystery Park) ist ein privatwirtschaftlich betriebener Freizeitpark in Interlaken (Schweiz), der sich der Präsentation «unerklärlicher und doch real fassbarer» Welträtsel widmet. Initiator des Mystery Parks war Erich von Däniken. Der JungfrauPark ist von Ende April bis Ende Oktober geöffnet.

Struktur

Am 24. Mai 2003 wurde der Park unter dem Namen «Mystery Park» auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes eröffnet. Von November 2006 bis Mai 2009 war der Park wegen finanzieller Probleme geschlossen. Der Park hat sieben Themenpavillons, in denen rund 12 Minuten lange multimediale Inszenierungen gezeigt werden.[1]

  1. VimanaSpace Shuttles des antiken Indien? Über die Ähnlichkeit von alten indischen Kultobjekten mit heutigen Raum- und Luftfahrzeugen sowie Hinweisen in den altindischen Texten.
  2. OrientPyramiden ohne Bauplan?
  3. Maya – Ein Volk von genialen Astronomen? Über den Maya-Kalender, welcher im Jahr 2012 endet – was wird passieren?
  4. MegaStonesStonehenge, eine Zeitmaschine der Hohepriester?
  5. ContactKulturschock oder Inspiration?
  6. NazcaPiktogramme für Götter?
  7. Challenge – Sind wir allein im Universum?

Nebst den Themengebäuden gibt es folgende weitere Attraktionen:

  • Flugzeugsimulatoren (Fun Shuttles)
  • Unterseebootsimulatoren, mit denen man die Unterwasserrätsel dieser Welt erkunden kann
  • Pyramid-View: Virtueller Lift auf die Spitze der Cheops-Pyramide, auf der man das Panorama von Kairo geniessen kann
  • Goldwasch-Eldorado: Hier kann man real Gold waschen
  • Die grösste Meteoritenausstellung der Schweiz
  • Zoo mit Lamas und Kamelen
  • Magical Oberland: Film über das Berner Oberland in HD im Bird's View Kino (Front- und Bodenprojektion) im Nazca-Gebäude

Das Symbol des JungfrauParks ist der Kugelturm im Zentrum des Parks. Das Eingangsgebäude wird für Wechselausstellungen genutzt, wie z. B. diejenige über Kornkreise (2005).

Kritik

Die Kritik an Inhalt und Präsentation des Mystery Park entspricht der Kritik an Person und Werk seines Initiators. Es bleibt dem Besucher überlassen, sich seine Meinung zu bilden, wobei von Däniken dem Besucher die Möglichkeit von Ausserirdischen als eine zu favorisierende Variante anbietet.

Geschichte

Der Mystery Park war seit der Eröffnung in finanziellen Schwierigkeiten. Der Businessplan des Parks sah ursprünglich eine halbe Million Besucher pro Jahr vor, musste aber schon bald redimensioniert werden. Erst in einigen Jahren sollte dann eine Besucherzahl von 300'000 Personen pro Jahr angestrebt werden. Im Jahr 2005 besuchten bis November 201'000 Menschen den Park.[2] Am 8. September 2006 wurde bekannt, dass der Mystery Park «bis spätestens Ende November» 2006 «zwecks einer Winterpause» schliessen werde. Übernahmeangebote im Rahmen des Konkursverfahrens waren gescheitert wie auch der letzte Sanierungsplan. Damit wurde die Schliessung des Parks per 19. November 2006 endgültig.[3] Eine Wiedereröffnung wäre möglich, wenn ein neuer Investor den ganzen Park aus der Konkursmasse kaufen würde.

Oskar Schärz war nicht nur Chef der geschäftlichen Planung und Ersteller des Businessplans, sondern auch Verwaltungsratspräsident, Gesamtprojektleiter, Creative Director, Hauptaktionär und auch derjenige, dessen diverse eigene Firmen am Projekt arbeiteten.

Der Mystery Park wurde am 19. November 2006 wegen Konkursgangs geschlossen. Nachdem am 15. Februar 2007 der Nachlassvertrag gerichtlich bestätigt wurde, hatte der Gläubigerausschuss im Frühjahr 2007 die Verkaufsverhandlungen mit den Interessenten aufgenommen.[4] Für rund 14 Millionen Schweizer Franken wurde der Mystery Park im Dezember 2007 an die Firma New Inspiration von Stefan Linder und Peter Stähli verkauft.[5]

Der Park wurde am 15. Mai 2009 zunächst für eine Sommersaison wieder eröffnet. Die Saison 2009 war mit 90'000 Besuchern recht erfolgreich, doch waren die Betreiber Ende Oktober 2009 nicht in der Lage, neue Investoren und somit ein Nachfolgeprojekt zu präsentieren. CEO Marcel Meier, welcher den Mystery Park erfolgreich wieder eröffnet hatte, beendet sein Engagement Ende November 2009. Sein Nachfolger wurde Bernhard Zysset, welcher bereits beim Spatenstich im Jahr 2001 dabei war.[6]

Über den Winter wurde der Park leicht modifiziert und am 2. April 2010 unter dem neuen Namen «JungfrauPark» wieder eröffnet.

Ab Mitte November 2012 soll der Maya-Pavillon als Tanzlokal (House- und Elektromusik) für bis zu 450 Besucher genutzt werden.

Fotos

Weblinks

 Commons: Jungfraupark  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen

  1. Heute vor… …6 Jahre: Der Mystery Park öffnet seine Tore Tages Anzeiger, Artikel vom 22. Mai 2009
  2. http://tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/575502.html
  3. Mystery Park Newsletter, Ausgabe Oktober 2006 (Memento vom 13. November 2006 im Internet Archive)
  4. Mystery Park kann verkauft werden nachrichten.ch Artikel vom Donnerstag, 15. Februar 2007
  5. Jungfrau Zeitung (13. Dezember 2007): Die Firma New Inspiration kauft den Rätselpark , NZZ Online (15. Dezember 2007): Mystery Park ist verkauft
  6. Aus Mystery Park wird «JungfrauPark» Jungfrauzeitung, Artikel vom 12. Oktober 2009

Kategorien: Prä-Astronautik | Freizeitpark in der Schweiz | Erich von Däniken | Freizeitpark in Europa | Kultur (Kanton Bern) | Bauwerk im Kanton Bern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jungfraupark (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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