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Jossa (Sinn)


Jossa

Die Jossa an den Barackenhöfen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 24484
Lage Main-Kinzig-Kreis (Hessen)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Sinn → Fränkische Saale → Main → Rhein → Nordsee
Quelle in Jossgrund, Ortsteil Lettgenbrunn
Quellhöhe ca. 420 m ü. NN
Mündung bei Sinntal-Jossa in die Sinn
Mündungshöhe ca. 220 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 200 m
Länge 32,3 km[2]
Einzugsgebiet 146,7 km²[3]

Abfluss am Pegel Jossa
(99,5 % des Einzugsgebiets)[4]
MNQ
MQ
MHQ
290 l/s
1,52 m³/s
11,7 m³/s
Linke Nebenflüsse Breitenbach, Distelbach, Rohrbach
Rechte Nebenflüsse Villbach, Hungerbach, Kalbach, Mohrenbach, Steinbach

}} Die Jossa ist ein 32 km langer Fluss im Spessart, im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie entspringt im Jossgrunder Ortsteil Lettgenbrunn und mündet bei dem Ortsteil Jossa der Gemeinde Sinntal in die Sinn.

Geographie

Jossaquelle

Die Jossaquelle liegt inmitten von Lettgenbrunn. Es ist eine kleine gefasste Quelle, in die der Villbach einläuft, der oft als Oberlauf angesehen wird und etwa zwei Kilometer weiter nordwestlich bei Villbach entsteht. Dieser führt jedoch im Sommer oft kein Wasser, so dass der wirkliche Gewässerlauf dann an der Jossaquelle beginnt. Die Quelle wurde bis ins Jahr 1951 zur Trinkwasserversorgung von Lettgenbrunn genutzt. Am 16. September 2007 wurde die Neugestaltung der Jossaquelle fertiggestellt und ein Natursandstein mit einem Hinweis auf die Quelle gesetzt.

Verlauf

Die junge Jossa fließt von Lettgenbrunn zunächst nach Südosten durch ein enges Tal, wo sie vom Eselsweg überquert wird. Sie dreht aber schon nach wenigen Kilometern ihre Fließrichtung nach Norden, wo die Waldränder teilweise bis an das Bachbett reichen. Dort versickert ein Teil des Jossawassers und tritt vor Pfaffenhausen wieder zu Tage.[5] In nördliche Richtung durchquert sie dann in mäßigem Kleinschlingenlauf einen weiten Talgrund, über welchem rechts und links Wälder stehen. Die Jossa durchfließt dann Oberndorf, Burgjoß und Mernes.

Danach kehrt sie sich langsam nach Südosten. Fast am nördlichsten Punkt ihres Bogens liegt Marjoß, ein Stadtteil von Steinau an der Straße, hinter dem ihr größter Zufluss, der Rohrbach, von links einmündet. Die Talflur des Unterlaufs wird nun sehr eng, an dessen Ende erreicht sie Jossa, wo sie das Viadukt der Bahnstrecke Flieden–Gemünden unterquert und die Jossa im Naturschutzgebiet Sinnwiesen von Altengronau in die Sinn mündet.

Zuflüsse

Orte an der Jossa

Mühlen

Im südlichen Bereich von Marjoß lag die Obere Mühle (stillgelegt 1968), am nordöstlichen Rand die Untere Mühle (stillgelegt 1958). Beide Wassermühlen wurden durch einen von der Jossa abgeleiteten Betriebsgraben versorgt.

Rieselwiesen im Jossatal

An der Jossa wurden bis ins 20. Jahrhundert Wiesen als Rieselwiesen (auch Rücken-Wiesen genannt) angelegt. Auf Rieselwiesen wurde Erdreich in Reihen zu etwa 30–50 cm Höhe und ca. 4-6 m Breite aufgehäuft. Auf dem Kopf der Reihen ("Rücken") ließ man das aufgestaute und durch Zulauf-Kanäle abgeleitete Wasser der Jossa entlanglaufen, dann über die Ränder der "Rücken" in Ablaufgräben ein"rieseln" und in die Jossa zurückleiten. Diese intensive Bewässerung bewirkte eine zusätzliche Heuernte im Jahr. Da die wellenförmig kultivierten Wiesen nicht mit Maschinen zu bearbeiten sind, verschwanden die Rieselwiesen Ende des 20. Jahrhunderts aus dem Jossatal.

Relikte der Stauwehre und Kanäle sind zwischen Jossa und Marjoß in einem heute als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Abschnitt zwischen einem Holzsteg und einer Brücke (NSG Speckesteg-Müsbrücke) erhalten und durch eine Erklärungstafel auf dem Rad- und Wanderweg erläutert. Danach wurde die letzte Rieselwiese von Marjoß von einer Familie Schultheis 1919 angelegt.

Geschichte

Nicht immer war die Jossa ein rein hessischer Fluss. Nach der Neuordnung der Grenzen in diesem Gebiet, infolge des Wiener Kongresses, floss sie von 1814 bis in das Jahr 1868 teilweise auf bayerischem Boden. Von ihrer Quelle bis nordöstlich von Mernes verlief die Jossa auf damals bayerischem Gebiet. Sie verließ dort in dieser Zeit das Königreich Bayern (Bezirksamt Gemünden am Main) und erreichte das Kurfürstentum Hessen.[10] Nach der militärischen Niederlage im Deutschen Krieg musste Bayern das Verwaltungsgebiet des alten Landgerichtes Orb an Hessen-Nassau abgeben.

Bildergalerie

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Jossa (Sinn)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Topografische Karte 1:25.000
  2. Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  3. Hochwasser Aktionsplan Main
  4. Hochwassernachrichtendienst Bayern
  5. Informationstafel "Langer Grund"
  6. Umgebungskarte am Naturpark-Wanderparkplatz "Hungerbach"
  7. von Straßenname Kalbachstraße
  8. von Straßenname Spirgelbachstraße
  9. Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10 (1860)
  10. Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10. Orb

Kategorien: Gewässer im Main-Kinzig-Kreis | Sinntal | Fluss in Hessen | Fluss im Spessart | Fluss in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jossa (Sinn) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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