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Josef Ponten


Servatius Josef Ponten (* 3. Juni 1883 in Raeren bei Eupen; † 3. April 1940 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Kunsthistoriker und Geograph.

Leben

Aachen, München und Freundschaft mit Thomas Mann

Servatius Josef Ponten verlebte seine Kindheit als ältestes Kind ehrgeiziger Eltern in der Gegend zwischen Eupen und Aachen und studierte ab 1903 Philosophie in Genf und Bonn, von 1904 bis 1908 Architektur und Kunstgeschichte in Aachen, brach das Studium aber zunächst ab. 1908 heiratete Ponten die Freiin Julia von Broich (* 9. September 1880 auf Schloss Schönau; † 18. Juli 1947 in München[1]). Zuvor war deren Vater Carl Arnold Maria Freiherr von Broich (* 27. März 1835 in Schönau; † 22. Oktober 1907)[2], Besitzer von Schloss Schönau und Gutenborn sowie Bürgermeister von Richterich, gestorben, der ihr die Einwilligung in die Ehe verweigert hatte. Einem ihrer Brüder hatte Ponten während der Gymnasialzeit Nachhilfestunden auf Schloss Schönau bei Aachen gegeben. Julia schrieb Gedichte und malte. 1923 promovierte Josef Ponten dann in Bonn „mit Auszeichnung“ über den Maler Alfred Rethel.

Ponten war ein Selbst- und Querdenker mit sehr gutem Gedächtnis. Er häufte ein beträchtliches Wissen im Bereich der Naturwissenschaften und der Geschichte an. Ab 1920 wohnten die Pontens in München, wo er als „Doktor Allwissend“ bespöttelt wurde. Im Herbst 1918 hatte Thomas Mann Pontens (dritten) Roman Der Babylonische Turm mit wachsender Bewunderung gelesen, wie seine Tagebucheinträge bezeugen. Er versprach dem Jüngeren, fortan alles, was er schrieb, zu lesen. Er war getroffen von dem „Urwüchsigen“ und „Echten“ seines Dichtertums. „Dich echt Genannten acht' ich zu neiden“, zitiert er aus Wagners Götterdämmerung. Die Freundschaft, die auch die Gattinnen einbezog, war intensiv und gegenseitig, „die seligen Paare“ (TM) trafen sich häufig zu gegenseitigem Vorlesen und zu Fahrradfahrten in die Umgebung Münchens. Mann schlug Ponten 1926 zur Aufnahme in die Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste vor – eine für Pontens Natur unglückliche Entscheidung. Die Beziehung zwischen den beiden lockerte sich ab 1924, als Ponten sich in langen Briefen an Thomas Mann nur noch an diesem maß und unter dessen Erfolgen litt. Mit Hitlers Machtergreifung 1933 war die Freundschaft seitens Thomas Mann beendet.

„Künstlerische Erdbeschreibung“, „Volk auf dem Wege“ und Weltreisen

Pontens Erfindung der „künstlerischen Erdbeschreibung“, für die er seit seinen Griechischen Landschaften (1914) von Geographen geschätzt wurde, kam auch seinen Romanen und Novellen zugute. Doch verließ er sich schließlich zu sehr auf diese Entdeckung. Selbst der von Thomas Mann immer wieder angemahnte Roman Die Studenten von Lyon über die Fünf Märtyrer von Lyon, den Thomas Mann und Hermann Hesse, als er 1927 endlich erschien, bewunderten, und der ins Italienische übersetzt wurde, wird am Ende mit Landschaft überfrachtet. Ponten war 1925 zu einem internationalen Geographenkongress in die Sowjetunion eingeladen worden und war bei der anschließenden Wolgafahrt auf die Siedlungen der Deutschen dort gestoßen. Daraus entwickelte sich ab 1930 sein neues Hauptwerk Volk auf dem Wege, Roman der deutschen Unruhe. Auf eine unbestimmte Zahl von Bänden geplant, wuchs es ihm allmählich über den Kopf. Die sechs Bücher über das Schicksal der Wolgadeutschen, die von Katharina der Großen nach Russland geholt worden waren, und über Auswanderer, die in der Zeit Napoleons im Süden Russlands, etwa im Kaukasus, siedelten, konnte er noch vollenden, dann raffte ihn die von den Ärzten seit Jahren angekündigte Angina Pectoris 1940 dahin. Auf seinen größten Reisen in seinem Buick zusammen mit der malenden Julia durch Nord- und Südamerika war er 1929 und 1937 noch anderen Auswandererschicksalen nachgegangen, die zu weiteren Bänden hätten führen können, wenn er nicht in Konflikt mit dem NS-Regime gekommen wäre.

Im NS-Regime

Kurz nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten unterzeichnete Ponten am 15. März 1933 auf Verlangen Gottfried Benns die Loyalitätserklärung an Hitler, welche die Preußische Akademie der Künste zur Reichstagswahl März 1933 aufgesetzt hatte. Ebenso war er im Oktober 1933 einer der 88 Unterzeichner eines „Gelöbnisses treuester Gefolgschaft“ dem neuen Reichskanzler gegenüber. Der genaue Wortlaut lautet „Friede, Arbeit, Ehre und Freiheit sind die heiligsten Güter jeder Nation und die Voraussetzung eines aufrichtigen Zusammenlebens der Völker untereinander. Das Bewusstsein der Kraft und der wiedergewonnenen Einigkeit, unser aufrichtiger Wille, dem inneren und äußeren Frieden vorbehaltlos zu dienen […] und unsre Entschlossenheit, nichts zu tun, was nicht mit unsrer und des Vaterlandes Ehre vereinbar ist, veranlassen uns, in dieser ernsten Stunde vor Ihnen, Herr Reichskanzler, das Gelöbnis treuester Gefolgschaft feierlichst abzulegen.“ Das konnte der lebenslange Pazifist und Kosmopolit Ponten unterschreiben. Er wurde nie Parteigenosse, schrieb kein Lobgedicht auf den Führer, aber erwartete, dass das neue Regime seine eigentümliche Art zu schreiben stützen, für seine notwendigen Auslandsreisen Pass und Devisen bereitstellen und so die Macht der „Gewaltigen in der Wüste der Berliner Druckerschwärze“ brechen würde, von denen er sich als provinzieller „Heimatdichter“ abqualifiziert sah. Es bedeutete nicht, dass er sein freies Dichtertum aufgegeben und es nationalsozialistisch ausgerichtet hätte. Anders als Hans Grimms Volk ohne Raum blieb auch sein im Titel ähnlich klingendes Volk auf dem Wege von dergleichen frei. Dass eine frühe Rezension der ersten Wolga-Romanfassungen im Völkischen Beobachter Ponten als den „Epiker der Auslandsdeutschen“ lobte,[3] war nicht mehr wie recht. Ponten hatte sich schon 1933 ein sehr eigenes Idealbild von Nationalismus und Nationalsozialismus geschaffen. Ein schriftlicher Entwurf dazu findet sich im Aachener Pontenarchiv, und ab 1934 erschien Entsprechendes von ihm auch häufiger öffentlich, z.B. im Kölner Stadt-Anzeiger 1935: „Wie im Reich der Natur vieles Platz hat, vermag der naturhafte Mensch vieles gelten zu lassen. Ist es damit nicht wie mit dem Wesen des echten Nationalsozialismus? Muss dieser nicht, Anerkennung fordernd, Anerkennung geben? […] Siehe da, es tritt das Merkwürdige ein, dass echter Nationalismus auch der wahre Inter- und Übernationalismus ist“[4]. 1936 wurde Ponten mit dem „Rheinischen Dichterpreis“ ausgezeichnet, 1937 mit dem „Münchener Dichterpreis“. Aber anders als spätere Preisträger, verdankte er den Münchener Preis weniger dem neuen Regime als den Netzwerken seiner alten Freunde aus der Weimarer Zeit. Die Akten zum Rheinischen Dichterpreis sind zu unvollständig, um in dieser Hinsicht Auskunft zu geben.

Pontens Werke waren bis in die frühen Dreißiger Jahre nicht selten Bestseller. Heute sind er und seine Werke vergessen, weil er nach 1945 als Anhänger des Nationalsozialismus abgetan wurde. So noch von Hans Wysling, im Vorwort seiner Ausgabe des Thomas-Mann-Ponten-Briefwechsels, der ihn als Mitläufer bezeichnete.[5] Mitläufertum war jedoch Pontens Natur fremd. Er sorgte bei den abendlichen Zusammenkünften in seinem Münchner Haus und anderwärts dafür, dass es durch seine jeweils oppositionelle Position zu nächtelangen Auseinandersetzungen kam.[6] Ernst Klees Pontenartikel in seinem Kulturlexikon 2007, 462, zitiert unkritisch Werner Bergengruen mit der Bemerkung: „(Ponten) Ein eitles, gespreiztes Männchen […] dem Nationalsozialismus gegenüber zu jeder Konzession bereit.“ Jedoch heißt es im Original „Ponten war ein eitles, gespreiztes Männchen, auf den Erfolg bedacht und daher auch dem Nationalsozialismus gegenüber zu jeder Konzession bereit.“ Klee verschärft also die Aussage des Zitats durch eine Auslassung zu Ungunsten Pontens.[7] Der Satz steht einsam am Anfang des siebenmal so langen Pontenporträts, das, statt den Beweis für diese Verleumdung zu liefern, rein pontenfreundlich ist[8] und dem Inhalt des Huldigungsbriefs entspricht, den dieser Schriftsteller am 15. September 1935 an Ponten richtete. Hier erwähnt er am Schluss stolz seine Schandmäuligkeit, „die er in vollen Zügen genieße“.[9]

Ab 1937 war Ponten in Geldnot und musste jede Möglichkeit wahrnehmen, auch vor braun oder schwarz uniformiertem Publikum aus seinen Werken zu lesen. Im Februar 1938 wurde er in der Zeitschrift Der SA-Mann scharf angegriffen. Der anonyme Schreiber wollte nicht einsehen, wie einer, der u.a. jüdisch versippt, mit jüdischen Freunden im Ausland noch immer in Verbindung sei, Sowjetrussland verherrliche, in Hitlers Reden „Binsenwahrheiten“ finde und immer noch ein Bewunderer Thomas Manns sei, mit zwei Dichterpreisen bedacht werde. Ponten verteidigt sich in einem umfangreichen Brief, der durch einen Mittelsmann Goebbels erreicht, aber lässt es an Spott über den SA-Schreiber und das neue Deutschland, das der unsachlich rühmt, nicht fehlen („O liebes, herrliches Deutschland, auch du darfst noch viel lernen!“). Und was Thomas Mann angehe: „Es war eine schöne Freundschaft zwischen 1920 und 1924. Sie wird einmal in die deutsche Literaturgeschichte eingehen. Wir alle, die wir uns am großen deutschen Roman mühten und mühen, verdanken Mann viel.“[10] In den folgenden Jahren wurde Ponten von der Gestapo verfolgt, sein Europäisches Reisebuch (1928) beim Verlag beschlagnahmt, seine Wohnung durchsucht, der Reisepass eingezogen. Auslandsreisen konnten nicht mehr stattfinden. Man wollte ihn verhaften und versuchte, allerdings vergeblich, den Bildhauer, der seine Büste schuf und ihn als Hitlerkritiker kannte, zu einem entsprechenden Zeugnis gegen ihn zu bewegen.[11]

Werke

  • Jungfräulichkeit. Ein Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1906.
    • Neufassung: Jungfräulichkeit. Geschichte einer Jugend und Liebe. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1920.
  • Augenlust. Eine poetische Studie über die Erlebnis und ein Totentanzalphabet. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1907.
  • (Hrsg.) Alfred Rethel. Des Meisters Werke (= Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben. Bd. 17). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1911.
    • 2. Auflage: Alfred Rethel. Eine Auswahl aus dem Lebenswerk des Meisters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1921.
  • Peter Justus. Eine Komödie der Liebeshemmungen. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1912.
  • (Hrsg.) Alfred Rethels Briefe. In Auswahl herausgegeben. Cassirer, Berlin 1912.
  • Griechische Landschaften. Ein Versuch künstlerischen Erdbeschreibens. Farbenbilder, Zeichnungen, Lichtbilder von Julia Ponten von Broich. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1914.
    • Neuauflage, Neufassung: Deutsche Verlags-Anstalt, Berlin 1924.
  • Der Babylonische Turm. Geschichte der Sprachverwirrung einer Familie. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1918.
  • Die Insel. Novelle. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1918.
  • Die Bockreiter. Novelle. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1919.
  • Der Meister. Novelle. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1919.
  • Salz. Ein Roman in Verkleidungen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1921 f.
    • Band 1: Der Knabe Vielnam. 5 Novellen. Szenen einer Jugend. 1921.
    • Band 2: Der Jüngling in Masken. Fünf Erzählungen aus einem reifenden Leben. 1922.
  • Studien über Alfred Rethel. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1922.
  • Die Uhr von Gold. Erzählung. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1923.
  • Der Gletscher: Eine Geschichte aus Obermenschland. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1923.
  • Kleine Prosa. Lintz, Trier 1923.
  • Der Urwald. Erzählung. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1924.
  • Selbstbildnis aus dem Jahre 1920 (= Bekenntnisse. H. 7). Gesellschaft der Bücherfreunde, Chemnitz 1924.
  • mit Josef Winckler: Das Rheinbuch. Eine Festgabe rheinischer Dichter. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1925.
  • Architektur, die nicht gebaut wurde. Mit am Werke Heinz Rosemann, Hedwig Schmelz. 2 Bände. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1925.
  • Siebenquellen. Landschafts-Roman. Mit einem Nachwort von Hanns Martin Elster. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin 1926.
  • Die luganesische Landschaft. Mit 12 Bildern nach Aquarellen von Hermann Hesse und Julia Ponten. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1926.
  • Die letzte Reise. Eine Erzählung. Quitzow, Lübeck 1926.
  • Rethels Hochzeitsreise. Erzählung von eines Künstlers Ende. Fischer, Berlin 1927.
  • Aus deutschen Dörfern zwischen Maas und Rhein und an der Wolga. Erlebnisse. Mit Holzschnitten von Ernst Doelling. Freunde der Deutschen Bücherei, Leipzig 1927.
  • Die Studenten von Lyon. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927.
  • Römisches Idyll. Einbandentwurf von Georg A. Mathéy. Horen, Berlin-Grunewald 1927.
  • Europäisches Reisebuch. Landschaften, Räume, Menschen. Schünemann, Bremen 1928.
  • Volk auf dem Wege. Roman der deutschen Unruhe. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1930 ff.
    • Band 1: Wolga, Wolga. Roman. 1930.
      • 2. Fassung: Im Wolgaland. Roman. 1933.
    • Band 2: Rhein und Wolga. 1931.
      • 2. Fassung. Die Väter zogen aus. Roman. 1934.
    • Band 3: Rheinisches Zwischenspiel. Roman. 1937.
    • Band 4: Die Heiligen der letzten Tage. Roman. 1938
    • Band 5:Der Zug nach dem Kaukasus. Roman. 1940.
    • Band 6: Der Sprung ins Abenteuer. 1942.
  • Landschaftsbilder. Reclam, Leipzig 1931 ff.
    • Band 1: Zwischen Rhone und Wolga. Mit einem Vorwort von Erich von Drygalski. 1931.
    • Band 2: Aus griechischer Landschaft. Mit einem Nachwort von Karl Haushofer. 1933.
    • Band 3: Besinnliche Fahrten im Wilden Westen. 1937.
  • Landschaft, Liebe, Leben. Novellen. Mit einer Darstellung des Dichters vom eigenen Leben. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin 1934.
  • Heilige Berge Griechenlands (= Die deutschen Bergbücher. Hrsg. von Hans Leifhelm. Bd. 4). Styria, Graz 1936.
  • Noch einmal. Gedichte aus dem Nachlaß. Ellermann, Hamburg 1944.

Literatur

  • Philippe Beck: Représentations et idéologie: La France vue par Josef Ponten entre 1920 et 1940. In: Mosaïque. Revue des jeunes chercheurs en Sciences de l’Homme et de la Société de la région Lille-Nord-de-France-Belgique. Ausgabe 2 (Januar 2010; Varia. Jeunes Chercheurs dans la cité 2008; PDF; 258 KiB ).
  • Philippe Beck: Vergangenheitsbewältigung und Identitätssuche in der Literatur Ostbelgiens. In: Anne Begenat-Neuschäfer (Hrsg.): Die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Eine Bestandsaufnahme (= Belgien im Fokus. Bd. 3). Peter Lang, Frankfurt am Main 2010, S. 113–138.
  • Philippe Beck: Umstrittenes Grenzland. Selbst- und Fremdbilder bei Josef Ponten und Peter Schmitz, 1918–1940. Peter Lang, Brüssel 2013 (Inhaltsverzeichnis ).
  • Gerhart Lohse: Josef Ponten 1883–1940. In: Rheinische Lebensbilder. Band 2, Düsseldorf 1966, S. 275–287.
  • Gertrude Cepl-Kaufmann: Entwürfe von „Heimat“ bei Autoren des Rheinlandes. Ausstellungskatalog, Düsseldorf 2002.
  • Wilhelm Dyck: The Problems of the Russo-Germans in the later Works of Josef Ponten. Dissertation, University of Michigan, 1956 (Exemplar vorhanden in der Stadtbibliothek Aachen).
  • Ralf Klausnitzer: Jenseits der Schulen und Generationen? Zur literarischen Beziehungspolitik eines Solitärs. In: Ansel, Michael: Die Erfindung des Schriftstellers Thomas Mann. De Gruyter, Berlin 2009.
  • Bernd Kortländer: Literatur von nebenan 1900–1945. Aisthesis, Bielefeld 1995.
  • Dietmar Lieser: Zur Ideologie des Naiven und des Erhabenen. Josef Pontens Moderne-Kritik im „Offenen Brief an Thomas Mann“ (1924) und ihre faschistischen Implikationen. In: Dieter Breuer, Gertrude Cepl-Kaufmann (Hrsg.): Moderne und Nationalsozialismus im Rheinland. Vorträge des Interdisziplinären Arbeitskreises zur Erforschung der Moderne im Rheinland. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1997.
  • Richard Matthias Müller: Josef Ponten (1883–1940), Freund Thomas Manns. In: Thomas Mann Jahrbuch. Band 17, V. Klostermann, Frankfurt am Main 2004, S. 147–161.
  • Hilla Müller-Deku: Josef Ponten, Julia Ponten von Broich. Das Leben von zwei Künstlern in Aachen und München. Helios, Aachen 2009.
  • Cristina Rita Parau: Der Briefwechsel Thomas Manns mit Josef Ponten: ein Blick in die Autographensammlung der Öffentlichen Bibliothek der Stadt Aachen. Hrsg. von der Öffentlichen Bibliothek der Stadt Aachen und dem Verein der Benutzer, Freunde und Förderer der Öffentlichen Bibliothek der Stadt Aachen. Aachen, 2007.
  • Cristina Rita Parau: Die Konstruktion des geschichtlichen Raumes in Josef Pontens virtueller Geo-Grafie der Rheinlande. In: Gertrude Cepl-Kaufmann, Dominik Groß, Georg Mölich (Hrsg.): Wissenschaftsgeschichte im Rheinland unter besonderer Berücksichtigung von Raumkonzepten (= Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte. Bd. 2). Kassel University Press, Kassel 2008.
  • Cristina Rita Parau: Thomas Mann und Josef Ponten. Zur Struktur eines ästhetischen Feldes nach dem 1. Weltkrieg 1918–1924. In: Tim Lörke, Christian Müller (Hrsg.): Thomas Manns kulturelle Zeitgenossenschaft. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009.
  • Cristina Rita Parau: Über die Genese politisch-legitimierender Sprachcodes. Josef Pontens Liminalität im Feld der nationalsozialistischen Ideologiebildung (= Epistemata Literaturwissenschaft. Bd. 727). Königshausen & Neumann, Würzburg 2012.
  • Cristina Rita Parau: The Romantic Turn. Der Europa-Gedanke, die Struktur des romantischen Feldes in der Epoche des Ersten Weltkriegs und seine Perversion zur ästhetischen Legitimation des NS-Regimes. In: Grucza, Franciszek (Hrsg.): Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010. (= Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG). Bd. 7). Peter Lang, Frankfurt am Main 2012.
  • Hans Werner Retterath: „Volk auf dem Weg“. Zur Entwicklung eines ethnischen Selbstverständnisses. In: Hans Werner Retterath (Hrsg.): Russlanddeutsche Kultur: eine Fiktion? Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde, Freiburg 2006.
  • Wilhelm Schneider: Josef Ponten. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1924.
  • Thomas Sprecher: Ponten, Servatius Josef. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 617 (Digitalisat ).
  • Hans Wysling (Hrsg.): Dichter oder Schriftsteller? Der Briefwechsel zwischen Thomas Mann und Josef Ponten 1919–1930 (= Thomas-Mann-Studien. Bd. 8). Francke, Bern 1988.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Holger A. Dux: Aachen von A bis Z. Wissenswertes in 1500 Stichworten über Geschichte, Kunst und Kultur. Aschendorff, Münster 2003, S. 326.
  2. Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln. Band 3. Mappe 148–246. BRIENEN-COB VON NUDINGEN. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Sitz Köln. Nr. 63). Köln 1992. S. 31.
  3. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 462.
  4. Richard Matthias Müller: Josef Ponten (1883–1940), Freund Thomas Manns. In: Thomas Mann Jahrbuch. Band 17. V. Klostermann, Frankfurt am Main 2004, S. 147–161, hier S. 154.
  5. Richard Matthias Müller (2004), S. 153 f.
  6. Richard Matthias Müller (2004), S. 152, Anm. 18.
  7. Werner Bergengruen: Schriftstellerexistenz in der Diktatur. Aufzeichnungen und Reflexionen zu Politik, Geschichte und Kultur 1940–1963. Hrsg. von Frank-Lothar Kroll u.a. Oldenbourg, München 2005, S. 151.
  8. Werner Bergengruen (2005), S. 151 f. u. S. 157, letzter Abs.
  9. „Lieber und verehrter Herr Ponten …“ In: Pontenarchiv der Stadtbibliothek Aachen. A1(4).
  10. Richard Matthias Müller (2004), 158 f.
  11. Richard Matthias Müller (2004), S. 160, Anm. 44.


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