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Johannes Singhammer


Johannes Singhammer (* 9. Mai 1953 in München) ist ein deutscher Politiker (CSU) und seit 22. Oktober 2013 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. 2017 will er nicht wieder für den Bundestag kandidieren.[1]

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1973 am Albert-Einstein-Gymnasium in München absolvierte Singhammer das Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches er 1978 mit dem Ersten juristischen Staatsexamen abschloss. Nach Ableistung des Referendariats legte er 1981 auch das Zweite juristische Staatsexamen ab und trat als Verwaltungsrat in den Dienst der Landeshauptstadt München. 1986 wechselte er in das Bayerische Staatsministerium des Innern. Singhammer war dort bis 1990 als Büroleiter des Staatssekretärs Peter Gauweiler tätig. 1990 wechselte er in das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, wo er zuletzt das Grundsatzreferat leitete. Singhammer ist Kuratoriumsmitglied des Deutschen Familienverbandes.

Johannes Singhammer ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Partei

1972 trat Singhammer in die Junge Union und die CSU ein. Er war von 1980 bis 1982 Vorsitzender des JU-Bezirksverbandes München und von 1999 bis 2003 des CSU-Bezirksverbandes München.

Abgeordneter

Johannes Singhammer ist seit 1994, mit einer kurzen Unterbrechung 2005, Mitglied des Deutschen Bundestages.

Singhammer war von 1998 bis 2002 arbeits- und sozialpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe und 2002 bis 2005 Sprecher der CSU-Landesgruppe für Wirtschaft und Arbeit, Tourismus, Bildung und Forschung. Von November 2005 bis November 2009 war er Vorsitzender der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von 2009 bis 2013 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, zuständig für Gesundheit sowie Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Singhammer wurde 1994, 2009 und 2013 als Direktkandidat des Wahlkreises München-Nord in den Bundestag gewählt und setzte sich damit 2009 gegen den SPD-Konkurrenten Axel Berg durch, gegen den er 1998, 2002 und 2005 unterlag. Zuvor war er über die Landesliste eingezogen, 2005 nur als Nachrücker für Edmund Stoiber, der nach der Bundestagswahl das Mandat in Berlin nicht antrat. Singhammer war damals bayernweit der einzige CSU-Kandidat, der das Direktmandat verfehlt hatte.

Seit Oktober 2013 ist er Vizepräsident des 18. Deutschen Bundestages.

Politische Positionen

Singhammer forderte im September 2012 eine Verschärfung des sogenannten Blasphemie-Paragrafen im deutschen Strafgesetzbuch, nachdem das islamfeindliche Schmähvideo Innocence of Muslims in einigen Ländern zu gewalttätigen Ausschreitungen geführt hatte.[2][3][4]

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Felix Müller: Paukenschlag in Münchens CSU! Johannes Singhammer macht Schluss. In: tz online. 12. Juli 2016, abgerufen am 13. Juli 2016 (deutsch).
  2. "Mohammed-Film: CSU fordert schärferes Strafrecht" , Die Welt vom 19. September 2012
  3. "Schmähvideo: CSU-Politiker will per Gesetz gegen Blasphemie vorgehen" , Berliner Morgenpost vom 19. Dezember 2012
  4. "Deutsche Muslime halten Satire aus" , taz vom 21. September 2012

Weblinks

 Commons: Johannes Singhammer  – Sammlung von Bildern


Kategorien: Bundestagsvizepräsident (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter (Bayern) | CSU-Mitglied | Geboren 1953 | Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande | Träger des Bayerischen Verdienstordens | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes Singhammer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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