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Joe Satriani


Joseph „Joe“ Satriani (* 15. Juli 1956 in Westbury, Long Island, New York) ist ein US-amerikanischer Rockgitarrist und Komponist von Instrumentalmusik.

Leben

Nachdem Joe Satriani einen Bericht über Jimi Hendrix zu dessen Todestag am 18. September 1970 gelesen hatte, fing er, ähnlich wie Yngwie Malmsteen,[1] an, sich mit 15 Jahren selber das Gitarrespielen beizubringen. Er erhielt auch für kurze Zeit Unterricht beim Jazzpianisten Lennie Tristano. Seinen festen Platz in der Musikszene von San Francisco gewann er in den frühen 1980ern. Satriani gab Gitarrenunterricht, unter anderem Kirk Hammett[2][3] (später bei Metallica), Tom Morello (Rage Against The Machine, Audioslave), Larry „Ler“ LaLonde (Possessed und später bei Primus), Alex Skolnick (Testament) sowie Steve Vai[2][3], selber einer der gegenwärtig bekanntesten Gitarristen. Vom 1. bis zum 8. Dezember 1993 sowie vom 2. Juni bis 6. Juli 1994 ersetzte Satriani Ritchie Blackmore auf der The Battle Rages on-Tournee bei Deep Purple[4], offizielle Aufnahmen mit der Band wurden jedoch durch den bestehenden Plattenvertrag Satrianis verhindert.[5]

In Deutschland wurde Joe Satrianis Lied „Cryin'“ der breiten Öffentlichkeit durch die Sat.1-Sendung „Ran“ bekannt, in der es als Hintergrundmusik benutzt wurde.

Zusammen mit den beiden Ex-Mitgliedern von Van Halen, Sammy Hagar (Gesang) und Michael Anthony (Bass), und Chad Smith (Schlagzeuger der Gruppe Red Hot Chili Peppers) hat Satriani die Supergroup Chickenfoot gegründet. Am 5. Juni 2009 brachten sie ihr erstes Album mit dem Titel Chickenfoot heraus, das Platz 4 der Billboard 200 erreichte. Am 23. September 2011 erschien nach dem Livealbum das zweite Studioalbum der Band, Chickenfoot III.

Privates

Satriani ist seit 1981 mit der aus Singapur stammenden Rubina Satriani verheiratet.[6] Sie haben den Sohn Z.Z. (Zachariah Zane), dem Joe Satriani auf Crystal Planet 1998 Z.Z.'s Song sowie die Mitautorenschaft an drei Liedern widmete.[7] Z.Z. ist als Künstler tätig.[8]

Seit Februar 1996 trägt Joe Satriani eine Glatze, weil er den Kampf gegen seinen Haarausfall leid war.[9]

Stil

Charakteristisch für sein Spiel sind sowohl seine sehr gesanglichen Melodielinien als auch seine Solopassagen, die oft durch sein schnelles, flüssiges Legatospiel gekennzeichnet sind, sowie der virtuose Einsatz von Tapping. Sein Tonmaterial bezieht er aus verschiedenen Skalen, wobei hier die von ihm am meisten gebrauchten die lydische und die mixolydische sowie die Bluestonleiter sind.

Er benutzt häufig das kompositorische bzw. improvisatorische Konzept des Pitch Axis (dt. Grundton-Achsen-Theorie), wobei er, vom gleichen Grundton ausgehend, unterschiedliche Skalen (Modi) spielt (beispielsweise E-mixolydisch (Modus mit Dur-Terz und kleiner Septime) und dann E-phrygisch (Modus mit Moll-Terz und kleiner Sekunde)). Er verwendet auch öfters Bluesrock-Licks. Außerdem ist er bekannt für seinen häufigen Einsatz von künstlichen Obertönen (auch genannt: "pinch harmonics"/"artificial harmonics"), die mit einer bestimmten Technik des Plektrums und des Daumens erzeugt werden, die er dann mit dem Tremolo moduliert.

Satriani vs. Coldplay

Im Dezember 2008 erhob Satriani Klage gegen die Band Coldplay, weil diese die Akkordfolge, Melodie und Dynamik ihres Liedes "Viva la vida" von seinem Stück "If I Could Fly" (2004) kopiert habe. Im September 2009 einigten sich beide Parteien außergerichtlich.

Alben

Hauptartikel: Joe Satriani/Diskografie

Studioalben als Solokünstler

  • 1986: Not of This Earth
  • 1987: Surfing with the Alien
  • 1989: Flying in a Blue Dream
  • 1992: The Extremist
  • 1993: Time Machine
  • 1995: Joe Satriani
  • 1998: Crystal Planet
  • 2000: Engines of Creation
  • 2002: Strange Beautiful Music
  • 2004: Is There Love in Space?
  • 2006: Super Colossal
  • 2008: Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock
  • 2010: Black Swans and Wormhole Wizards
  • 2013: Unstoppable Momentum
  • 2015: Shockwave Supernova

Auszeichnungen

Das nach ihm benannte Album Joe Satriani wurde 1997 für einen Grammy nominiert. Außerdem wurden immer wieder einzelne Songs (z. B. You're My World u. a.) für den Grammy nominiert. Insgesamt war Satriani für diesen Preis vierzehnmal nominiert, hat aber bis dato noch keinen verliehen bekommen. 2015 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (274213) Satriani.

Veröffentlichungen

  • Surfing with the Alien. Beschreibungen Jesse Gress. Hrsg. Andy Aledort. Cherry Lane Music, Port Chester, NY 1988, ISBN 0-89524-414-4.
  • Joe Satriani Guitar Secrets. Mit 41 Privatlehrübungen. Cherry Lane Music, Port Chester, NY 1993, ISBN 0-89524-738-0.
    Deutsche Ausgabe: Voggenreiter, Bonn 1993, ISBN 3-8024-0227-8.
  • mit Jeff Jacobson, Paul Pappas: Strange Beautiful Music. Cherry Lane Music, New York, NY 2003, ISBN 1-57560-597-X.

Weblinks

 Commons: Joe Satriani  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Stefan Woldach: „Zwei Stühle eine Meinung!?“ – Yngwie Malmsteen versus Joe Satriani. In: Solo 3/1998, S. 8–10.
  2. 2,0 2,1 Peter Bursch: „Heavy Metal Guitar“, Band 1, Voggenreiter Verlag, S. 80.
  3. 3,0 3,1 Peter Fischer: „Masters Of Rock Guitar“, Band 1, AMA Verlag, S. 132.
  4. http://www.purple.de/dirk/purple/
  5. http://www.deep-purple.net/tree/joe-satriani.htm
  6. asiaone.com: Guitar guru Joe Satriani proud of mentees who outshine him , 2004
  7. allmusic.com: Crystal Planet
  8. thankszz.wordpress.com: About
  9. alloutguitar.com: Joe Satriani Interview - Instrumental Hero


Kategorien: Chickenfoot | US-amerikanischer Musiker | Geboren 1956 | Gitarrist | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Joe Satriani (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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