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Jesolo


Jesolo
Staat: Italien
Region: Venetien
Metropolitanstadt: Venedig (VE)
Lokale Bezeichnung: Jèxoło
:
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 95 km²
Einwohner: 26.122 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 275 Einw./km²
Postleitzahl: 30016, 30017
Vorwahl: 0421
ISTAT-Nummer: 027019
Volksbezeichnung: Jesolani
Schutzpatron: Johannes der Täufer
Website: Jesolo

Jesolo [ˈjɛːzolo] ist eine Stadt mit 26.122 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015 ) an der italienischen Adria in der Metropolitanstadt Venedig, Region Venetien, etwa 16 Kilometer nordöstlich von Venedig.

Geschichte

Römisches Kaiserreich und nachimperiale Zeit

Das heutige Jesolo wurde unter dem Namen Equilium zur Zeit des römischen Kaiserreichs als Vicus (Dorf) auf einer Insel in der Nähe der Piave-Mündung gegründet. Sie war auf dem langen Wasserweg von Ravenna eine der zahlreichen Etappen innerhalb der Lagune, wo die Handelsschiffe besonders im Winter halt machten, um sich vor den starken Winden (der Bora) und den Meeresstürmen zu schützen. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches bildete der Ort zusammen mit anderen Städten der Oberen Adria ein eigenes Reich mit Jesolo und Civitas Nova (Eraclea) als Hauptstadt. Erster Regent wurde 697 der Doge Paolo Lucio Anafesto. In den folgenden Jahrhunderten erlebte Jesolo eine erste Blütezeit, die vor allem dem Handel, der Flussschifffahrt und der Salzgewinnung zu verdanken war.

Equilium (heutiges Jesolo) hatte mit zahlreichen Überschwemmungen durch den Piave zu kämpfen. Der Piave änderte - wie alle anderen norditalienischen Flüsse damals - oft seine Bahn, was dramatische Auswirkungen auf die Bewohner der Stadt hatte. In den folgenden Jahren wurde durch Sedimentablagerungen des Piave der Hafenbetrieb immer schwieriger und der Landweg immer leichter erreichbar. Dadurch fielen die Ungarn öfter in Equilium ein. Trotz allem lief für einige Jahrhunderte der Handel noch gut weiter. Allmählich verlor Jesolo jedoch wieder an Bedeutung, da Teile der Bevölkerung nach Venedig abwanderten.

Neuer Ortskern

Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich an der Kreuzung, die der Fluss und der Kanal bildeten, ein neuer Ortskern. Der Name der Familie Zucharin, die mit der Betreuung des Kanalverkehrs beauftragt waren, wurde zum neuen Ortsnamen: Cavazucharina, „Kanal der Zucharins“.

Im 17. Jahrhundert wurde im Zuge der venezianischen Flussumleitungen auch der Piave in ein neues Bett verlegt. Er fließt seitdem nicht mehr durch Jesolo, sondern ostwärts und mündet bei Cortellazzo in die Adria, während über das alte Flussbett, das auch heute noch Piave Vecchia (alter Piave) genannt wird, der Sile in die Adria mündet. Die beiden Flüsse verbindet seitdem ein Kanal.

20. Jahrhundert

Im Ersten Weltkrieg wurde Cavazuccherina zum Schauplatz von Gefechten zwischen der italienischen und der österreichisch-ungarischen Armee.

Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche Santa Maria Assunta zerstört. 1930 erhielt der Ort seinen alten Namen Jesolo zurück. Etwa zu derselben Zeit setzte ein erneuter Aufschwung im Bereich des Tourismus ein. Die erste Badeanstalt eröffnete man in Nähe der Piazza Marconi. 1934 gab es zahlreiche Villen und Hotels.

Dem Charakter eines intensiv genutzten Seebades gemäß, wurde seit den 1960er Jahren der Stadtkern und der Strandbereich mit immer höheren Hotel- und Wohngebäuden bebaut. Die derzeitige Bauplanungskampagne nennt sich Jesolo City Beach 2012 und soll im Jahr 2012 fertiggestellt sein. Die Kampagne schließt die Neugestaltung von Straßen und Plätzen sowie die Verbesserung der Strände und ihrer touristisch genutzten Bauten ein.

Gliederung

Jesolo teilt sich in zwei Bereiche: Jesolo Paese, etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt, und das heute bedeutsamere Lido di Jesolo an der Lagune von Venedig.

Lido di Jesolo breitet sich zwischen den Flüssen Sile und Piave aus. An der Piavemündung liegt der ehemalige Fischerort Cortellazzo. An der Silemündung steht ein Leuchtturm. Dahinter breitet sich zwischen Lagune und Meer die Litorale del Cavallino mit der Gemeinde Cavallino-Treporti aus. Von dort gibt es Schiffsverbindungen nach Venedig.

Lido di Jesolo besteht aus mehreren Teilen:

  • Faro liegt an der Mündung des Sile.
  • Centro Ovest ist das westliche Stadtzentrum, im engeren Sinn auch das Zentrum von Lido di Jesolo.
  • Centro Est ist das kleinere, östliche Stadtzentrum.
  • Pineta verfügt über einen Pinienwald und mehrere Campingplätze.
  • Cortellazzo an der Mündung des Piave.

An der Gemeindegrenze zwischen Jesolo und Eraclea liegt die Laguna del Mort, eine von allen Seiten mit Dünen und Pinien umgebene Lagune, die einen beliebten Lebensraum für Vögel bildet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Leuchtturm

Der Leuchtturm von Jesolo ist 48 Meter hoch und wurde zwischen 1948 und 1950 am Platz des alten Leuchtturms aus dem Jahre 1840 errichtet. Heute prägt er an der Mündung des Sile die Skyline von Jesolo an der Küste von Lido di Jesolo. Obwohl er auf dem Gemeindegebiet von Cavallino-Treporti am westlichen Ufer des Sile liegt, trägt er den Namen Leuchtturm von Jesolo.

Archäologische Stätten

  • Archäologisches Gebiet im Norden Jesolos mit Mauerresten aus der Römerzeit
  • Torre Caligo
  • Kirche Santa Maria Assunta

Museen, Bibliotheken und Galerien

  • Civic Museum of Natural History
  • Aquarium Reptilarium

Freizeitparks

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus

Jesolos wirtschaftliche Grundlage ist der Tourismus. In seiner Blütezeit hatte Jesolo bis zu 6 Millionen Besucher pro Jahr, in den letzten Jahren sank diese Zahl auf etwa 4,5 Millionen jährlich. Entlang der Südseite der Lagune befinden sich zahlreiche Campingplätze und Hotels aller Preisklassen.

Verkehr

Nach Jesolo führen zwei Provinzstraßen: die SP 43 Portegrandi–Jesolo und die SP 42 Jesolana San Michele al Tagliamento–Jesolo. Die Autobahn A4 ist ca. 20 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene Bahnhof ist San Donà di Piave. Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Venedig. Ebenfalls in der Nähe befindet sich der Flughafen Treviso.

Politik

Wappen

Roter Drache auf blauem Grund.

Städtepartnerschaften

Seit dem 28. April 2006 sind Jesolo und Velden (Kärnten) durch eine Städtepartnerschaft verbunden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.

Kategorien: Seebad | Jesolo | Gemeinde in Venetien | Ort in Venetien

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jesolo (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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