Jenipapo - LinkFang.de





Jenipapo


Jenipapo

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Genipa
Art: Jenipapo
Wissenschaftlicher Name
Genipa americana
L.

Der Jenipapo-Baum (Genipa americana, Syn.: Genipa americana var. caruto (Kunth) K.Schum., Genipa caruto Kunth) ist eine Pflanzenart die zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) gehört. Die Jenipapo-Frucht sieht einer Feige ähnlich. Sie ist meist aber bedeutend größer. Der Jenipapo-Baum ist im tropischen Amerika weit verbreitet.

Beschreibung

Der Jenipapo ist ein sommergrüner, mittelgroßer Baum, der Wuchshöhen von 6 bis 20 m und Stammdurchmesser von 30 bis 80 cm erreicht. Das Holz ist hart und ausdauernd, jedoch relativ flexibel und weiß-grau gefärbt. Die relativ kurz gestielten Laubblättern sind groß, unbehaart, lederig, umgekehrt eiförmig, 10 bis 35 cm lang und 5,5 bis 19 cm breit.

In kurzen, endständigen, zymösen Blütenständen stehen die gelblichen Blüten, die 2 bis 4,5 cm lang sind. Die runde, bräunlich Frucht hat einen Durchmesser von 6 bis 7 cm und das Fruchtfleisch ist mit einer Vielzahl flacher Samen gefüllt.

Verwendung

Die reifen, bräunlichen, etwa apfelgroßen und runzeligen Früchte sind essbar. Sie werden roh gegessen oder zu Kompott, Marmelade oder Getränken verarbeitet.

Die Ureinwohner Brasiliens und Venezuelas gewinnen aus den grünen Jenipapo-Früchten eine dunkelblaue Farbe, die sie ähnlich Urucú benutzen, um sich zu bemalen. In der paraguayischen Volksmedizin wird Genipa americana (Guaraní: Ñandypa) desinfizierende, abführende, entschlackende und antirheumatische Wirkung nachgesagt.[1]

Das Holz des Baumes wird im Verbreitungsgebiet als Bauholz und für Möbel verwendet.

1945 berichtet ein Urologe,[2] dass er synthetisch ein Gebräu herstellen konnte, welches zur Auflösung von Verkrustungen in der Harnblase dient. Dieses Gebräu wurde ursprünglich von den Bewohnern des Amazonasbeckens aus dem Buitach-Apfel (Genipa americana) hergestellt und muss heiß getrunken werden. Es wird von den Einheimischen verwendet, wenn bei badenden Männern ein Candiru (Vandelliinae) in die Harnröhre eingedrungen ist, damit sich das Skelett des Fisches auflöst.

Quellen

  • Paul C. Standley: The Rubiaceae of Ecuador. Field Museum of History Botanical Series, Band VII, Nummer 2, Chicago, USA, 1931.
  • Paul C. Standley: The Rubiaceae of Venezuela. Field Museum of History Botanical Series, Band VII, Nummer 4, Chicago, USA, 1931.

Weblinks

 Commons: Jenipapo  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Manuel de Uso de Hierbas Medicinales del Paraguay , unesco.org.uy (spanisch, PDF; 1,6 MB)
  2. Lin, E. E. (1945): Solution of Incrustations in Urinary Bladder by New Method. The Journal of Urology, 53 (5): 702.

Kategorien: Färberpflanze | Rötegewächse | Baum

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jenipapo (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.