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Jaufenpass


Jaufenpass

Blick vom Jaufenpass Richtung Sterzing

Himmelsrichtung Nordost Südwest
Passhöhe 2094 m s.l.m.
Oberes Wipptal Passeier
Wasserscheide Innergrabenbach → Ratschinger BachRidnauner BachEisackEtsch Jaufenbach → Waltner Bach → PasserEtsch
Talorte Sterzing St. Leonhard in Passeier
Ausbau Strada Statale 44 del Passo di Giovo
Gebirge Sarntaler Alpen / Stubaier Alpen
Profil
Denzel-Skala SG 2–3
Karte
 
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Der Jaufenpass oder einfach Jaufen (italienisch Passo di Monte Giovo) ist ein Gebirgspass in Südtirol (Italien). Er verbindet auf einer Höhe von 2094 m s.l.m. Passeier mit dem Ratschingstal. Die den Pass erschließende Straße, die Strada Statale 44 del Passo di Giovo, ist sehr kurvenreich und hat 20 Kehren.

Beschreibung

Der Jaufenpass ist der nördlichste inneritalienische Alpenpass und die kürzeste Verbindung zwischen Meran und Sterzing. Er verbindet die Sarntaler Alpen im Osten mit den Stubaier Alpen im Westen. Überragt wird der Pass von der Jaufenspitze (2481 m ) und dem Saxner (2359 m ).

Geschichte

In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Verbindung erhielt der Jaufenpass seine Straße erst relativ spät, nämlich kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Bis dahin nutzte man für den Passverkehr den alten und steilen Saumweg. Anders als die heutige Straße führte dieser etwas weiter westlich, dennoch nutzt auch die Autostraße zum Teil die alte Route, indem sie ebenfalls nicht durch das Jaufental zum Pass ansteigt, sondern über einen Jaufenwald genannten Höhenrücken zwischen Jaufental und Ratschingstal führt. Anders als der steile Anstieg aus dem Jaufental ermöglichte diese Trassenführung einen relativ leichten Anstieg, der sich auch bei der Autostraße darin zeigt, dass auf der Nordrampe deutlich weniger Kehren und Brücken notwendig sind als auf der Südrampe.

Der Jaufen wurde wohl schon in der Steinzeit recht rege von Jägern begangen; Funde, die man an einem breiten Bergkamm machte, der zwischen der heutigen Straße und dem alten Jaufenweg liegt, zeugen einwandfrei davon. Auch später vergaß man den Übergang nicht, und die Verbindung wurde weiterhin benutzt - so auch in der Bronzezeit, wie der Fund eines Beils aus dieser Zeit, der im Jaufental gemacht wurde, es belegt.

Schon früh wurde der alte Pfad von den Römern ausgebaut, mutmaßlich sogar noch einmal umfangreich kurz nach dem Jahr 200. Zu dieser Zeit baute man die Brennerstraße als befahrbare Trasse aus (Via Raetia); da sich jedoch der Ausbau der Straße durch die Eisackschlucht verzögerte, baute man als Ersatz den Saumweg über den Jaufen aus. Dieser war teilweise sogar schon gepflastert, aber allenfalls nur von zweirädrigen Karren befahrbar. Mit Eröffnung der Straße durch die Eisackschlucht wurde der Jaufen bald nicht mehr so rege genutzt.[1]

Name

Der Name Jaufen geht auf ein romanisches juvu (lateinisch iugum) mit der Bedeutung Joch zurück.[2]

Einzelnachweise

  1. Steffan Bruns: ALPENPÄSSE - Geschichte der alpinen Passübergänge. Vom Inn zum Gardasee. 1. Auflage. Bd. 3. L. Staackmann Verlag KG, München 2010, ISBN 978-3-88675-273-7, S. 83.
  2. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Die geschichtlich gewachsenen Namen der Gemeinden, Fraktionen und Weiler. Athesia, Bozen 1991, ISBN 88-7014-634-0, S. 170.

Weblinks

 Commons: Jaufenpass  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Sarntaler Alpen | Pass in Südtirol | Ratschings | St. Leonhard in Passeier | Stubaier Alpen | Gebirgspass | Alpenpass

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jaufenpass (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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