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Janne Ahonen


Janne Ahonen

Janne Ahonen 2011

Voller Name Janne Petteri Ahonen
Nation Finnland Finnland
Geburtstag 11. Mai 1977
Geburtsort LahtiFinnland
Größe 184 cm
Gewicht 66 kg
Karriere
Verein Lahden Hiihtoseura
Trainer Ari Saukko (1990–2007, 2013–2014)
Tommi Nikunen (2009–2011)
Hannu Lepistö (seit 2015)
Debüt im Weltcup 1992
Pers. Bestweite 233,5 m (Planica 2005)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × 2 × 0 ×
WM-Medaillen 5 × 3 × 2 ×
SFWM-Medaillen 0 × 5 × 2 ×
JWM-Medaillen 4 × 0 × 0 ×
FM-Medaillen 4 × 1 × 1 ×
 Olympische Winterspiele
Silber 2002 Salt Lake City Team
Silber 2006 Turin Team
 Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 1995 Thunder Bay Team
Gold 1997 Trondheim Team
Gold 1997 Trondheim Normalschanze
Silber 2001 Lahti Team Normalschanze
Silber 2001 Lahti Team Großschanze
Bronze 2001 Lahti Großschanze
Gold 2003 Val di Fiemme Team
Gold 2005 Oberstdorf Großschanze
Silber 2005 Oberstdorf Team Großschanze
Bronze 2005 Oberstdorf Normalschanze
 Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 1996 Tauplitz/Bad Mitterndorf Einzel
Bronze 2000 Vikersund Einzel
Silber 2004 Planica Einzel
Silber 2004 Planica Team
Silber 2006 Tauplitz/Bad Mitterndorf Team
Bronze 2008 Oberstdorf Einzel
Silber 2008 Oberstdorf Team
 Skisprung-Junioren-WM
Gold 1993 Harrachov Einzel
Gold 1993 Harrachov Mannschaft
Gold 1994 Breitenwang Einzel
Gold 1994 Breitenwang Mannschaft
Finnische Meisterschaften
Gold 2008 Kuusamo Normalschanze
Gold 2009 Lahti Großschanze
Gold 2009 Lahti Mannschaft
Silber 2010 Rovaniemi Normalschanze
Gold 2010 Lahti Mannschaft
Bronze 2015 Ruka Großschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 36  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 10  (Details)
 Gesamtweltcup 01. (2003/04, 2004/05)
 Skiflug-Weltcup 02. (1995/96, 1999/2000)
 Sprung-Weltcup 01. (1998/99)
 Vierschanzentournee 01. (1998/99, 2002/03,
2004/05, 2005/06,
2007/08)
 Nordic Tournament 02. (2000)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 34 40 27
 Skifliegen 2 4 1
 Teamspringen 10 9 6
letzte Änderung: 7. Januar 2016

Janne Petteri Ahonen  [ˈjɑnːɛ ˈɑhɔnɛn] (* 11. Mai 1977 in Lahti) ist ein finnischer Skispringer. Er gilt als einer der erfolgreichsten Springer seiner Generation.

1997 wurde er Weltmeister auf der Normalschanze. Bei der WM 2005 in Oberstdorf gewann er auf der Großschanze und holte die Bronzemedaille auf der Normalschanze. Mit der finnischen Mannschaft wurde er 1995, 1997 und 2003 Weltmeister. Somit ist er mit fünf WM-Titeln in Einzel- und Mannschaftsspringen, sowie drei Silber- und zwei Bronzemedaillen, der erfolgreichste Skispringer in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 und Olympischen Winterspielen 2006 holte er jeweils mit dem Team die Silbermedaille. 1998/99, 2002/03, 2004/05, 2005/06 und 2007/08 gewann er die prestigeträchtige Vierschanzentournee. Den Sieg von 2005/06 teilte er sich mit dem punktgleichen Jakub Janda. Seit 2007/08 ist er mit fünf Tourneesiegen erfolgreichster Teilnehmer vor Jens Weißflog. Janne Ahonen gewann zweimal den Gesamtweltcup (Saison 2003/04 und 2004/05).

Werdegang

15 Jahre an der Weltspitze

Seinen ersten Weltcupsieg errang er am 19. Dezember 1993 in Engelberg. Seither erreichte er zahlreiche Podiumsplatzierungen bei allen großen Wettbewerben und insgesamt 36 Weltcupsiege, womit er nach Gregor Schlierenzauer, Matti Nykänen und Adam Małysz den vierten Rang in der ewigen Bestenliste einnimmt. Zudem ist er der Springer, der mit aktuell 108 Podestplätzen die meisten aller Zeiten geholt hat. Mit seinem Sieg in Innsbruck am 3. Januar 2005 gewann er als erster Skispringer sechs Weltcupspringen in Folge; beim Springen in Titisee-Neustadt am 22. Januar 2005 stellte er mit zwölf Siegen in einer Weltcupsaison einen neuen Rekord auf, der jedoch in der Saison 2008/09 von Gregor Schlierenzauer mit 13 Saisonsiegen überboten wurde.

Am 20. März 2005 gelang ihm beim Skifliegen in Planica der bis dahin weiteste Sprung eines Skispringers auf 240 Meter. Da er diesen Sprung aber nicht stehen konnte, zählte weiterhin der Weltrekord von Bjørn Einar Romøren über 239 Meter.

Nach seinen erneut medaillenlosen Einzelspringen bei Olympia konnte er bis zur Saison 2007/08 nicht mehr an seine Topleistungen anknüpfen. Die Saison 2006/07 beendete er ohne einen Podestplatz auf dem achten Rang im Gesamt-Weltcup. Im Skisprungwinter 2007/08 feierte Janne Ahonen mit vier Siegen und insgesamt neun Podestplatzierungen im Weltcup ein Comeback. Dieses wurde mit seinen zwei Siegen in Bischofshofen am 5. und 6. Januar 2008 und damit dem Gewinn der Vierschanzentournee 2007/08 gekrönt. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2008 konnte er die Bronzemedaille im Einzel sowie die Silbermedaille im Teamwettbewerb gewinnen.

Am 26. März 2008 gab Ahonen in einer Pressekonferenz das Ende seiner aktiven Laufbahn bekannt,[1] wurde jedoch zwei Tage später in Kuusamo noch Finnischer Meister.[2] Ab November 2008 arbeitete er beim finnischen Fernsehen als Experte.

Erstes Comeback

Am 8. März 2009 gab Janne Ahonen sein Comeback für die Skisprung-Saison 2009/10 bekannt.[3] Bei den finnischen Meisterschaften am 19. September 2009 in Lahti gewann er von der Großschanze sowie mit der Mannschaft von Lahden Hiihtoseura den Titel.[4] Sein größter Erfolg bei seinem ersten Comeback war der zweite Platz bei der Vierschanzentournee 2009/10 hinter Andreas Kofler. Bei den olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver belegte er Platz vier auf der Normalschanze. Nach einer enttäuschenden Saison 2010/11 trat er zum zweiten Mal zurück.

Zweites Comeback

Am 10. Januar 2013 verkündete Ahonen, ein erneutes Comeback zu planen. Ziel seien die Olympischen Winterspiele 2014.[5] In einem Interview sagte er, dass ihm die zahlreichen Materialveränderungen entgegenkämen und er deshalb zuversichtlich das Comeback starte.[6] Von Cheftrainer Pekka Niemelä erhielt Ahonen entgegen der Erwartungen einen Platz im A-Kader.[7]

Bei einem ersten nationalen Wettkampf in Rovaniemi wurde Ahonen Fünfter,[8] wenige Tage später feierte er in Vuokatti seinen ersten Sieg nach seinem zweiten Comeback.[9] In den internationalen Sommer-Grand-Prix startete Ahonen mit einem siebten Platz in Hinterzarten, kurz darauf gewann er in Einsiedeln erstmals ein Qualifikationsspringen.[10] Am 3. Oktober 2013 konnte er mit dem dritten Platz in Klingenthal seine erste Podiumsplatzierung in einem Grand-Prix-Springen seit mehr als sechs Jahren erringen.[11] Im Winter 2014/15 nahm er zunächst nur an den beiden Springen im finnischen Kuusamo am 28. und 29. November teil, bei denen er die Plätze 29 und 32 belegte. Nachdem er für die Vierschanzentournee nicht nominiert worden war, verpflichtete er im Dezember 2014 Hannu Lepistö als Privattrainer.[12]

Privatleben

Janne Ahonen wohnt mit seiner Frau und seinen Söhnen (* 27. November 2001 und * 9. Juni 2008) in Karjusaari bei Lahti. Außer im Skispringen ist er auch beim Drag-Racing sehr erfolgreich. Im August 2004 wurde er mit dem Eagle Racing Team Nordischer Meister.

Ahonens Bruder ist der Skispringer Pasi Ahonen.

Im Sommer 2009 veröffentlichte Ahonen eine Autobiografie, die durch ihre Einblicke in die Welt des Skispringens in Finnland für große Aufregung sorgte.[13] Unter anderem berichtet Ahonen von den radikalen Diäten und von Alkoholeskapaden. So habe er im März 2005 am Vorabend seines 240-Meter-Fluges in Planica zusammen mit Risto Jussilainen 24 Dosen Bier geleert und war am folgenden Tag dennoch 240 m weit gesprungen, was Weltrekord bedeutet hätte, wenn er bei der Landung nicht gestürzt wäre. Aus Angst vor der Entdeckung seines Restalkohols habe er sich anschließend strikt geweigert, ins Krankenhaus gebracht zu werden.

Erfolge

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Typ
1. 19. Dezember 1993 Schweiz Engelberg Großschanze
2. 1. Januar 1995 Deutschland Garmisch-Partenkirchen Großschanze
3. 3. Dezember 1995 Norwegen Lillehammer Großschanze
4. 10. Februar 1996 Osterreich Kulm Flugschanze
5. 7. März 1998 Finnland Lahti Großschanze
6. 6. Dezember 1998 Frankreich Chamonix Normalschanze
7. 19. Dezember 1998 Tschechien Harrachov Großschanze
8. 20. Dezember 1998 Tschechien Harrachov Großschanze
9. 9. Januar 1999 Schweiz Engelberg Großschanze
10. 17. Januar 1999 Polen Zakopane Großschanze
11. 7. Februar 1999 Tschechien Harrachov Großschanze
12. 12. Dezember 1999 Osterreich Villach Normalschanze
13. 4. März 2000 Finnland Lahti Normalschanze
14. 21. Dezember 2002 Schweiz Engelberg Großschanze
15. 4. Januar 2003 Osterreich Innsbruck Großschanze
16. 10. Januar 2004 Tschechien Liberec Großschanze
17. 11. Januar 2004 Tschechien Liberec Großschanze
18. 14. Februar 2004 Deutschland Willingen Großschanze
19. 27. November 2004 Finnland Kuusamo Großschanze
20. 28. November 2004 Finnland Kuusamo Großschanze
21. 4. Dezember 2004 Norwegen Trondheim Großschanze
22. 5. Dezember 2004 Norwegen Trondheim Großschanze
23. 12. Dezember 2004 Tschechien Harrachov Großschanze
24. 18. Dezember 2004 Schweiz Engelberg Großschanze
25. 19. Dezember 2004 Schweiz Engelberg Großschanze
26. 29. Dezember 2004 Deutschland Oberstdorf Großschanze
27. 1. Januar 2005 Deutschland Garmisch-Partenkirchen Großschanze
28. 3. Januar 2005 Osterreich Innsbruck Großschanze
29. 9. Januar 2005 Deutschland Willingen Großschanze
30. 22. Januar 2005 Deutschland Titisee-Neustadt Großschanze
31. 29. Dezember 2005 Deutschland Oberstdorf Großschanze
32. 6. Januar 2006 Osterreich Bischofshofen Großschanze
33. 5. Januar 2008 Osterreich Bischofshofen Großschanze
34. 6. Januar 2008 Osterreich Bischofshofen Großschanze
35. 20. Januar 2008 Tschechien Harrachov Flugschanze
36. 4. März 2008 Finnland Kuopio Großschanze

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Typ
1. 28. Januar 1995 Finnland Lahti Großschanze
2. 9. Dezember 1995 Slowenien Planica Großschanze
3. 23. Februar 1996 Norwegen Trondheim Großschanze
4. 8. März 1997 Finnland Lahti Großschanze
5. 25. Januar 2000 Japan Hakuba Großschanze
6. 4. März 2000 Finnland Lahti Großschanze
7. 2. März 2002 Finnland Lahti Großschanze
8. 23. März 2002 Slowenien Planica Flugschanze
9. 21. März 2003 Slowenien Planica Flugschanze
10. 5. Februar 2006 Deutschland Willingen Großschanze

Grand-Prix-Siege im Einzel

Nr. Datum Ort Typ
1. 9. August 2000 Finnland Kuopio Großschanze
2. 12. August 2000 Osterreich Villach Normalschanze
3. 14. August 2000 Frankreich Courchevel Großschanze
4. 27. August 2000 Japan Hakuba Großschanze
5. 3. September 2000 Japan Sapporo Großschanze

Grand-Prix-Siege im Team

Nr. Datum Ort Typ
1. 5. August 2000 Deutschland Hinterzarten Normalschanze

Statistik

Weltcup-Platzierungen

Saison Platz Punkte
1992/93 50. 0005
1993/94 10. 0388
1994/95 03. 0869
1995/96 03. 1054
1996/97 08. 0734
1997/98 08. 0836
1998/99 02. 1695
1999/00 03. 1437
2000/01 05. 0686
2001/02 15. 0356
2002/03 04. 1016
2003/04 01. 1316
2004/05 01. 1715
2005/06 02. 1024
2006/07 08. 0539
2007/08 03. 1291
2009/10 11. 0494
2010/11 44. 0074
201/14 31. 0176
2014/15 58. 0029

Vierschanzentournee-Platzierungen

Saison Platz Punkte
1992/93 39. 0417
1994/95 03. 0896
1995/96 06. 0869
1996/97 18. 0641
1997/98 03. 0907
1998/99 01. 0960,6
1999/00 02. 0963,5
2000/01 02. 0941,5
2001/02 26. 0697
2002/03 01. 0999,9
2003/04 05. 1012,6
2004/05 01. 1043,3
2005/06 01. 1081,5
2006/07 08. 0890,7
2007/08 01. 1085,8
2009/10 02. 1013,9
2010/11 24. 0668,6
2013/14 23. 0736,9

Grand-Prix-Platzierungen

Saison Platz Punkte
1994 12. 599
1995 05. 872
1996 05. 156
1998 04. 290
1999 03. 291
2000 01. 705
2001 16. 119
2002 03. 338
2003 18. 058
2004 29. 040
2005 25. 080
2006 31. 084
2007 26. 084
2013 19. 156

Literatur

  • Pekka Holopainen: Janne Ahonen : Königsadler – Mein Leben als Skispringer. A-Z Sportmedia Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-939978-06-0.

Weblinks

 Commons: Janne Ahonen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Skispringen: Janne Ahonen gibt Karriereende bekannt diepresse.com, 26. März 2008
  2. Offizielles Endergebnis (PDF-Datei 203 kb)
  3. Janne Ahonen kehrt zurück (Memento vom 13. März 2009 im Internet Archive)
  4. Ergebnisse bei www.berkutschi.com , abgerufen am 30. Oktober 2011.
  5. Janne Ahonen plant erneutes Comeback! skispringen.com, 10. Januar 2013
  6. Interview mit Janne Ahonen zu seinem zweiten Comeback auf skispringen.com, 13. März 2013
  7. Finnland nominiert Trainingsgruppen, Ahonen im A-Kader auf skispringen.com, 21. Mai 2013
  8. Ahonen und Olli enttäuschen bei Nurmsalu-Sieg auf skispringen.com, 15. Juli 2013
  9. Finlandia Cup: Janne Ahonen feiert ersten Sieg nach Comeback auf skispringen.com, 17. Juli 2013
  10. Janne Ahonen gewinnt Qualifikation in Einsiedeln auf skispringen.com, 16. August 2013
  11. Ergebnisübersicht Grand-Prix-Springen auf fis-ski.com, abgerufen am 24. Januar 2014.
  12. Hannu Lepistö wird neuer Trainer von Janne Ahonen Skispringen.com, 22. Dezember 2014, abgerufen am 11. Januar 2015.
  13. Skispringen: Ahonen-Biographie - Bekenntnisse eines Königsadlers . www.sueddeutsche.de. 6. August 2009. Abgerufen am 25. Dezember 2009.


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