Jagdbanngebiet - LinkFang.de





Jagdbanngebiet


Jagdbanngebiete sind im Schweizer Jagdrecht besonders ausgewiesene, geschützte Lebensräume, die dem Schutz und der Erhaltung von seltenen und – oft durch die Jagd – bedrohten, wildlebenden Säugetieren und Vögeln dienen. In den Jagdbanngebieten ist die Jagd verboten (gebannt). Es bestehen 42 Jagdbanngebiete mit einer Gesamtfläche von fast 150.900 Hektar.[1]

Geschichte

Im ersten, noch heute bestehenden Jagdbanngebiet «Kärpf»[2] im Kanton Glarus wurde erstmals 1548 ein Jagdverbot erlassen und nach kurzem Unterbruch 1569 erneut in Kraft gesetzt.[3]

Im ersten Bundesgesetz über die Jagd und den Vogelschutz von 1875[4] wurden die Gebirgskantone zur Ausweisung von 19 Bannbezirken angemessener Ausdehnung angewiesen.

Heutige Situation

Der schweizerische Bundesrat weist Jagdbanngebiete im Einvernehmen mit den Kantonen aus. Die Bestände jagdbarer Arten sollen den örtlichen Verhältnissen angepasst sein. Zum Schutz der Lebensräume kann ein Abschuss zugelassen werden, der von Wildhütern, bzw. Berufsjägern durchgeführt wird. Die Kosten dafür sowie für Wildschäden tragen Bund und Kanton. In den Jagdbanngebieten ist das Campieren und Biwakieren nicht erlaubt.[5]

Unterschied zum Wildbann

Die Schweizer Jagdbanngebiete sind nicht zu verwechseln mit dem historischen Wildbann in anderen Ländern, der ein feudales Herrschaftsrecht war. Ein solches war in der Schweiz nicht vorhanden und die Schweizer durften und dürfen die Jagd (im Rahmen der Naturschutz- und Jagdgesetze) frei ausüben. Um diese Jagd - die unter anderem fast zu einem Ausrotten der Alpensteinböcke führte - zu einem Teil einzuschränken, entstanden dann die Jagdbanngebiete, die von der Bundesbehörde verwaltet und überwacht werden. Hier darf nur mit besonderer Erlaubnis in Ausnahmefällen (Überpopulation, Verbiss, Krankheiten, Gefahrabwehr etc.) gejagt werden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eidgenössische Jagdbanngebiete. In: Bundesamt für Umwelt. 13. Januar 2014, abgerufen am 4. Februar 2015.
  2. Kärpf Kt. GL (PDF) , Objektbeschreibung des Jagdbanngebiets Kärpf, Bundesamt für Umwelt BAFU
  3. Karin Marti-Weissenbach: Kärpf im Historischen Lexikon der Schweiz
  4. Kurt Müller, Hans-Jörg Blankenhorn: Jagd im Historischen Lexikon der Schweiz
  5. Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete , 2. Abschnitt, Art. 5, e

Kategorien: Kantonales Recht (Schweiz) | Gesetz und Regelwerk zur Jagd | Verwaltungsrecht (Schweiz)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jagdbanngebiet (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.