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Jacques Neirynck


Jacques Neirynck (* 17. August 1931 in Uccle/Ukkel; heimatberechtigt in Ecublens) ist ein Schweizer Politiker (CVP), Elektrotechniker, Verbraucherschützer und Autor von Büchern zum Thema technischer Fortschritt.

Leben

Neirynck studierte Elektrotechnik und erhielt 1954 sein Diplom; anschliessend (1954 bis 1957) arbeitete er im belgischen Kohlebergbau. 1957 bis 1963 hatte er eine Professur für Elektrotechnik an der Uni Kinshasa in Zaire und promovierte parallel dazu (1958) an der Katholischen Universität Löwen in Belgien. 1963 bis 1972 arbeitete er im Forschungslabor von Philips in Brüssel, zunächst als Leiter der Gruppe für angewandte Wissenschaften, dann als stellvertretender Direktor.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert sich Neirynck seit 1963 europaweit für den Verbraucherschutz. 1972 erhielt Neirynck eine Professur am Lehrstuhl für Schaltkreise und Systeme an der École polytechnique fédérale de Lausanne, 1982 wurde er Fellow des Institute of Electrical and Electronical Engineers in New York.

Im Jahr 1999 wurde er bei den Schweizer Parlamentswahlen in den Schweizer Nationalrat gewählt. Bei den darauffolgenden Nationalratswahlen 2003 verlor er seinen Sitz, konnte ihn aber bei den Wahlen 2007 wieder zurückgewinnen und 2011 erfolgreich verteidigen. 2015 schaffte er jedoch die erneute Wiederwahl nicht. Neirynck hatte Einsitz in der Aussenpolitischen Kommission (APK), der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und der Redaktionskommission (RedK).

Schweizweite Bekanntheit erlangte Neirynck als einer der fünf Hauptdarsteller im Dokumentarfilm Mais im Bundeshuus. Er lebt in Ecublens, ist verheiratet und hat fünf Kinder. Neben der schweizerischen Staatsangehörigkeit besitzt er auch die belgische sowie die französische.[1]

Ehrungen

  • 1996 Prix des libraires religieux de France
  • 1997 Prix Charles Oulmont

Werke (Auswahl)

Neirynck hat über hundert wissenschaftliche Publikationen und mehrere belletristische Bücher veröffentlicht. Sein Forschungsschwerpunkt sind Elektrofilter.

Als Autor

Belletristik
  • L'ange dans le placard. Roman. Desclée de Brouwer, Paris 1999, ISBN 2-220-04420-3.
  • Le cendres de superphénix. Roman. Desclée de Brouwer, Paris 1997, ISBN 2-220-04037-2 (zusammen mit Alex Décotte).
  • Le crime du Prince de Galles. Éditions 10-18, Paris 2007, ISBN 978-2-264-04352-8 (Grands détectives; 4046).
  • Et Malville explosa. Roman. Favre, Lausanne 1988, ISBN 2-8289-0385-0 (zusammen mit Alex Décotte).
  • La faute du président Loubet. Éditions 10-18, Paris 2008, ISBN 978-2-264-04640-6 (Grands détectives; 4120).
  • La mort de Pierre Curie. Éditions 10-18, Paris 2007, ISBN 978-2-264-04351-1 (Grands détectives; 4045).
  • Un pape suisse. Press de la Renaissance, Paris 2006 (3 Bde.).
  1. Le manuscrit du Saint-Sépulcre. 2006, ISBN 2-266-15536-9.
  2. La révélation de l'ange. 2006, ISBN 2-266-14911-3.
  3. La prophétie du Vatican. Neue Ausg. 2006, ISBN 2-266-14498-7.
Sachbücher
  • Der göttliche Ingenieur. Die Evolution der Technik („Le 8e jour de la création“). 7. Aufl. Expert-Verlag, Renningen 2008, ISBN 978-3-8169-2774-7.
  • Peut-on vivre avec l'Islam? Favre, Lausanne 1999, ISBN 2-8289-0784-8.
  • Première épitre aux technicien. University Press, Lausanne 1990, ISBN 2-88074-181-5 (zusammen mit Philippe Baud).
  • Profession menteur. Astrologues, numérologues, voyants, visionnaires, financiers, publicitaires, sectaires et autres. Favre, Paris, 2010, ISBN 978-2-8289-1160-7.
  • Das Rätsel Vassula. In direkter Kommunikation mit Gott? („L'énigme Vassula“). Parvis-Verlag, Hauteville 1998, ISBN 3-907523-87-3.
  • Science et conscience. La cas du génie génetique. University Press, Lausanne 2005, ISBN 2-88074-660-4.

Als Herausgeber

  • Circuits non linéaires. University Press, Lausanne 1985, ISBN 2-88074-070-3 (Compléments au traité d'électricité).
  • Traité d'électricité de l'École Polytechnique Fédérale de Lausanne. Éditions Georgi, St. Saphorin 1978/86, ISBN 2-604-00002-4 (22 Bde.).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Antonio Fumagalli: Für diese Nationen schlagen die Herzen der Parlaments-Doppelbürger auch noch. In: az Nordwestschweiz vom 7. Juni 2014


Kategorien: Nationalrat (Waadt) | Geboren 1931 | Schweizer | Franzose | Belgier | Mann | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques Neirynck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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