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Jörg Udo Lensing


Jörg Udo Lensing (* 1960 in Düsseldorf) ist ein deutscher Komponist, Theaterregisseur und Professor für Tongestaltung/Sound-Design.

Leben

Jörg Udo Lensing absolvierte von 1981 bis 1987 ein Studium der Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Wolfgang Hufschmidt und Dirk Reith. Noch vor seinem Examen 1987 erhielt er ein Jahr zuvor 1986 den Hochschulpreis dieser Institution. Nach dem Examen begann Jörg U. Lensing 1987 ein Aufbaustudium „neues Musiktheater“ als Meisterschüler bei Mauricio Kagel an der Hochschule für Musik Köln. Gleichzeitig erfolgte die Gründung des Theater der Klänge in Düsseldorf, das sich zunächst der „mechanischen Bauhausbühne“ nach Entwürfen der Oskar Schlemmer Schüler Kurt Schmidt und Georg Teltscher, sowie des Bauhauslehrers László Moholy-Nagy widmete.

Das Theater der Klänge ist ein intermediales Musiktheater- und Tanzensemble, welches teilweise intensiv mit (musikalisierter) Sprache arbeitet und sich verstärkt dem zeitgenössischen Tanz widmet. Dabei gilt immer das Primat der parallelen Entwicklung von möglichst live zu spielender Bühnenmusik durch assoziierte Komponisten.

Neben Computer- und Videoprojektionen gab es seit 1993 kontinuierlich die Entwicklung einer elektronisch interaktiven Tanzbühne, auf der die Tänzerinnen und Tänzer über Bewegungssensoren selbst aktiv auf die Klang- und Videogestaltung Einfluss nahmen. (Figur und Klang im Raum 1993, Modul|a|t|o|r 2002, PCI 2004, HOEReographien 2005, Suite intermediale 2009/10).

J.U.Lensing ist bis heute für Autorenschaft und Inszenierung fast aller Projekte des Theaters der Klänge verantwortlich, wobei ihm meist Thomas Neuhaus (Komposition) und Jacqueline Fischer (Choreographie) zur Seite standen.

Seit 1988 ist J.U.Lensing auch für Kompositionen von Filmmusik und Sounddesign zu zahlreichen Filmen, insbesondere des Regisseurs Lutz Dammbeck, verantwortlich.[1]

1992 wurde J.U.Lensing Gastdozent der „1. internationalen Bühnenklasse“ am Bauhaus Dessau. Seit 1996 ist er als Professor für „Tongestaltung/Sound-Design“ an der Fachhochschule Dortmund tätig.[2]

Veröffentlichungen

  • CD Bauhaus Bühnenmusik. Fenn Musik 1990
  • CD Die Neuberin. HörZeichen Verlag 2000
  • CD Megalopolis HörZeichen Verlag 2003
  • CD Teufels kreise HörZeichen Verlag 2006
  • DVD Theater der Klänge: 18 Jahre / 1987–2004 TdK 2005
  • Kapitel Ton. In: Schleicher Harald, Alexander Urban (Hrsg.): Filme machen. Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2005, ISBN 3-86150-700-5
  • Sound-Design – Sound-Montage – Soundtrack-Komposition. A. Reil, Gau-Heppenheim 2006, ISBN 3-937708-05-7
  • zweite Auflage 2009 bei Schiele & Schön, ISBN 978-3-7949-0793-9
  • Artikel zu „Audio-visuelle Montage“ in „See this Sound“. Walter König, Köln, ISBN 978-3-86560-686-0
  • Artikel „unser Spiel, unser Fest, unsere Arbeit“ in „Modell Bauhaus“, Hatje Cantz, ISBN 978-3-7757-2415-9
  • Ausschnitte aus dem Hörspiel „Die Neuberin“ in „Deutsch – Das Oberstufenbuch“, Duden Paetec Verlag, ISBN 978-3-8355-6506-7
  • Artikel „Figuren und Klänge in Räumen“ in Kunst und Kirche, Klangraum, Springer-Verlag, ISBN 978-3-211-99282-1
  • Artikel zu Filmton in: den Fachmagazinen „Production Partner“, „Studio Post Pro“ und „Keyboards“
  • DVDs „Reflektor I – Klangfilme“ und „Reflektor II – Documentaries“ „Reflektor III – Inszenierungen“ im Verlag Arnoldsche, ISBN 978-3-89790-294-7 und ISBN 978-3-89790-315-9
  • DVD Lutz Dammbeck – Filme und Mediencollagen 1975–1986, Filmmuseum Potsdam, Goethe Institut
  • DVD-Edition Lutz Dammbeck – Kunst & Macht 2011, absolut medien / arte edition
  • Artikel „From interdisciplinary improvisation to integrative composition“ in Composed Theatre, 2012 intellectbooks, ISBN 978-1-84150-456-8
  • DVD Spielfilm „GREGORIUS auf dem Stein“ – THEATER DER KLÄNGE 2012
  • Ausstellungsband „THEATER DER KLÄNGE 1987–2012“ / Theatermuseum Düsseldorf
  • Übersetzung und Herausgabe der deutschen Fassung des Buches „Audio-Vision – Ton und Bild im Kino“ von Michel Chion, 2013 Schiele & Schön, ISBN 978-3-7949-0827-1
  • Doppel-DVD „Die intermedialen Arbeiten“ – THEATER DER KLÄNGE 2012
  • Artikel „Architektur als Inspirationsquelle für szenografische Entwürfe“ in Werkbund Akademie Hefte 08-12

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Webarchivabbild der Hörzeichen-Website (Memento vom 24. Oktober 2009 im Internet Archive)
  2. Prof. Jörg Lensing. In: fh-dortmund.de. www.fh-dortmund.de, abgerufen am 26. Dezember 2015.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg Udo Lensing (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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