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Jörg Schwanke


Jörg Schwanke
Spielerinformationen
Voller Name Jörg Schwanke
Geburtstag 12. Januar 1969
Geburtsort PeitzDDR
Größe 176 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
bis 1981
1981–1985
1985–1988
Energie Cottbus
BFC Dynamo
Energie Cottbus
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1991
1991–1995
1995–10/96
10/96–11/97
11/97–08/98
08/98–2000
2000–12/01
01/02–06/02
2002–2003
2003–2004
2004–2005
2005–10/06
01/07–09/07
10/07–2008
Energie Cottbus
VfL Bochum
1. FC Union Berlin
LR Ahlen
SV Babelsberg 03
1. FC Union Berlin
LR Ahlen
SC Paderborn 07
Dresdner SC
BFC Dynamo
SV Babelsberg 03
1. FC Union Berlin
Germania Schöneiche
RSV Waltersdorf 09
64 (2)
84 (2)
31 (0)
29 (0)
11 (0)
59 (2)
17 (0)
2 (0)
15 (2)
22 (4)
32 (4)
10 (0)
11 (0)
12 (?)
Nationalmannschaft2
1990 DDR 1 (0)
Stationen als Trainer
2009–2010
2010–
ESV Lokomotive Elstal (B-Jugend)
Club Italia
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 7. Oktober 2009

2 Stand: 7. Oktober 2009

Jörg Schwanke (* 12. Januar 1969 in Peitz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -Trainer.

Karriere

Der in Peitz geborene Schwanke begann in Cottbus bei der BSG Energie mit dem Fußballspielen, ehe er mit zwölf Jahren nach Ost-Berlin ging und sich dort für fünf Jahre dem BFC Dynamo anschloss. 1985 kehrte er nach Cottbus zurück und spielte dort von 1986 bis 1988 in der Juniorenmannschaft. 1986 war Schwanke von Energie aus disziplinarischen Gründen für drei Monate gesperrt worden. In der Saison 1987/88 schaffte er bereits den Sprung in die erste Mannschaft. Er debütierte zunächst mit sechs Punktspieleinsätzen in der zweitklassigen DDR-Liga, 1988/89 bestritt er seine ersten 13 Spiele in der DDR-Oberliga. Bis 1991 kam er bei Energie Cottbus auf insgesamt 58 Erstligaspiele. Sein einziges Länderspiel für die Fußballnationalmannschaft der DDR war zugleich das letzte Spiel der DDR-Auswahl. Es fand am 12. September 1990 in Belgien statt und endete mit einem 2:0-Sieg für die DDR. Schwanke spielte im rechten Mittelfeld.

Danach verließ er Energie Cottbus und schloss sich dem Bundesligisten VfL Bochum an. In seiner ersten Saison beim VfL erreichte die Mannschaft einen 15. Tabellenplatz und konnte sich so den Klassenerhalt sichern. Doch schon eine Saison später hatten die Bochumer kein Glück und mussten in die 2. Fußball-Bundesliga absteigen. In der Saison 1993/94 konnte Bochum aber die zweite Liga dominieren und stieg als Tabellenerster postwendend wieder in die Bundesliga auf. Als die Folgesaison jedoch erneut den Abstieg brachte, verließ Schwanke Bochum 1995 zum Regionalligisten 1. FC Union Berlin.

In Berlin wurde er zum Mannschaftskapitän und Führungsspieler, allerdings musste der Verein ihn kurz nach Beginn der Saison 1996/97 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zum LR Ahlen abgeben.[1] In Ahlen bekam Schwanke zwar pünktlich sein Gehalt, wurde in der westfälischen Provinz aber nicht glücklich und verließ den Verein nach einem Jahr zum SV Babelsberg 03, wo sein alter Trainer aus Union-Tagen Karsten Heine inzwischen auf der Bank saß. Nachdem jedoch auch Babelsberg finanzielle Probleme bekam, holte Union im Sommer 1998 Schwanke zusammen mit dem Ex-Unioner Tom Persich zurück nach Köpenick.[2]

Auch bei seinem zweiten Engagement für die Unioner wurde Schwanke wieder zum Spielführer und Publikumsliebling. Jedoch scheitert er mit der Mannschaft in der Saison 1999/2000 mit dem Verein knapp in der Relegation für die zweite Bundesliga, als zunächst der VfL Osnabrück und dann LR Ahlen zu stark für Union waren. Nach dem verpassten Aufstieg verließ er den Klub gegen den Willen der Fans und seines Trainers Georgi Wassilew, da er sich mit Vereinspräsident Heiner Bertram überworfen hatte.[3] Ausgerechnet bei seinem Ex-Verein Ahlen, den er zweieinhalb Jahre zuvor unzufrieden verlassen hatte, unterschrieb Schwanke danach, um doch noch in der zweiten Liga spielen zu können.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Schwanke zu einem echten „Wandervogel“ und wechselte praktisch im Jahrestakt seine Vereine. Nach eineinhalb wenig erfolgreichen Jahren in Ahlen (beim Zweitligisten kam er nur auf 17 Einsätze), spielte er ein halbes Jahr für den SC Paderborn 07, bevor er 2002 zum Dresdner SC ging. Nach dem Abstieg des DSC aus der Regionalliga ein Jahr später, ging Schwanke zurück nach Berlin, diesmal aber zu seinem Jugendverein BFC Dynamo. Mit dem BFC gelang Schwanke in der fünftklassigen Verbandsliga Berlin die Meisterschaft und der Aufstieg in die NOFV-Oberliga. Trotzdem wechselte er erneut und ging zum Ligakonkurrenten und ebenfalls ehemaligem Ex-Club Babelsberg 03.

Zum Beginn der Saison 2005/06 schließlich heuerte Schwanke zum dritten Mal in seiner Karriere beim 1. FC Union an. Seine letzte Anstellung bei den Wuhlheidern war für ihn jedoch nicht so erfolgreich wie die zwei vorherigen. Zwar wurde er wieder zum Kapitän ernannt, machte aufgrund von Verletzungen aber nur zehn Spiele und wurde zum Ende vom neuen Trainer Christian Schreier sogar ausgemustert. Somit war er nicht mehr maßgeblich am Wiederaufstieg der Eisernen in die Regionalliga beteiligt. Die Streitigkeiten eskalierten schließlich, als Schwanke – dessen Vertrag noch bis 2007 lief – per gerichtlicher Verfügung am Training teilnehmen wollte.[4] Schließlich verließ er Union doch und ging zum Oberligisten Germania 90 Schöneiche, wo er aber im Laufe der Hinrunde 07/08 nach nur elf Spielen (ohne Torerfolg) aufgrund interner Querelen zum RSV Waltersdorf 09 weiterzog. Dort erwartete ihn als Trainer sein ehemaliger Babelsberger Mitspieler Enrico Röver.[5]

Im Sommer 2009 übernahm Schwanke durch die Vermittlung Steffen Freunds beim ESV Lokomotive Elstal die B-Juniorenmannschaft als Trainer.[6] 2010 kam er zurück nach Berlin, um dort das Training der Männermannschaft vom Club Italia zu übernehmen.

Statistik

  • DDR-Oberliga: 58 Spiele / 2 Tore (alle für Energie Cottbus)
  • DDR-Liga: 6 / 0 (alle für Energie Cottbus)
  • Bundesliga: 59 Spiele / 2 Tore (alle für den VfL Bochum)
  • 2. Bundesliga: 42 / 0 (davon VfL Bochum – 25 / 0; LR Ahlen – 17 / 0)
  • Regionalliga: 147 / 4
    • 1. FC Union Berlin – 90 / 2
    • LR Ahlen – 29 / 0
    • SV Babelsberg 03 – 11 / 0
    • SC Paderborn 07 – 2 / 0
    • Dresdner SC – 15 / 2
  • Oberliga: 43 / 4
    • SV Babelsberg 03 – 32 / 4 [7]
    • 1. FC Union Berlin – 10 / 0
    • Germania Schöneiche – 11 / 0 [8]
  • Verbandsliga Berlin: 22 / 4 (alle für den BFC Dynamo)
  • Landesliga Brandenburg Süd: 12 / ? (alle für den RSV Waltersdorf) [9]

Literatur

  • Michael Peter: Der Weg in den Westen. (Ein Beitrag zum deutsch-deutschen (Fußball-)Verständnis). Agon-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-176-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jens Weinreich: „Schuldenlast“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 5. Oktober 1996.
  2. Michael Jahn und Matthias Wolf: „Die Odyssee des Jörg Schwanke ist zu Ende“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 13. August 1998.
  3. Michael Jahn: „Noch schwankt Schwanke nicht“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 15. Mai 2000.
  4. Matthias Wolf: „Anwälte im Zweikampf“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 16. September 2006.
  5. Rainer Rosenthal: „Noch ’ne Schippe drauf!“ Artikel in der Märkischen Allgemeinen vom 9. Februar 2008.
  6. Axel Eifert: Jörg Schwanke trainiert in der neuen Saison die B-Junioren. In: Märkische Allgemeine. 26. Juni 2009, abgerufen am 21. Juli 2009.
  7. „Oberliga Nordost Nord 2004/05; SV Babelsberg 03; Eingesetzte Spieler“ Statistik auf www.diefussballecke.de.
  8. „Oberliga Nordost Nord 2006/07; Germania Schöneiche; Eingesetzte Spieler“ Statistik auf www.diefussballecke.de
  9. „Landesliga Süd Brandenburg 2007/08; Spieler-Detailstatistik; Jörg Schwanke“ Statistik auf www.vfb-hohenleipisch.de.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg Schwanke (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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