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Jöhstadt


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ErzgebirgskreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 780 m ü. NHN
Fläche: 49,68 km²
Einwohner: 2808 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09477
Vorwahl: 037343
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 330
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 185
09477 Jöhstadt
Webpräsenz: www.joehstadt.de
Bürgermeister: Olaf Oettel (parteilos)
}

Jöhstadt ist eine Landstadt im sächsischen Erzgebirgskreis.

Geografie

Jöhstadt liegt im Erzgebirge unmittelbar an der Grenze zur Tschechischen Republik, in die man über zwei Grenzübergänge für Fußgänger gelangt. Der eine führt von der Stadt ins Tal des Schwarzwassers nach Černý Potok (Pleil-Sorgenthal), der andere liegt im Tal der Preßnitz und führt vom Ortsteil Schmalzgrube nach Kryštofovy Hamry (Christophhammer).

Stadtgliederung

Ortsteile:

Geschichte

Jöhstadt wurde 1513 auf der Flur des schon 1386 erwähnten Waldhufendorfes Goswinsdorf gegründet. 1555 wurde der Ort als Bergstädtchen und 1591 als Flecken bezeichnet. 1518 erhielt der Ort die Bergfreiheit, 1655 das Stadtrecht, durfte aber erst ab 1791 eigene Steuern erheben. Jöhstadt gehörte bis 1856 zum Amt Wolkenstein.[3]

Einwohnerentwicklung

Am 3. Oktober 1990 lebten in Jöhstadt 3.820 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1993 bis 1997

  • 1993: 3.753
  • 1994: 3.719
  • 1995: 3.747
  • 1996: 3.659
  • 1997: 3.592

1998 bis 2002

  • 1998: 3.552
  • 1999: 3.507
  • 2000: 3.454
  • 2001: 3.448
  • 2002: 3.381

2003 bis 2007

  • 2003: 3.346
  • 2004: 3.320
  • 2005: 3.306
  • 2006: 3.230
  • 2007: 3.193

ab 2009

  • 2009: 3.041
  • 2012: 2.867
  • 2013: 2.837
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 61,6 % (2009: 56,5 %)
 %
40
30
20
10
0
34,9 %
15,0 %
21,9 %
n. k.
28,2 %
FWBF
AOP
FuH
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-3,2 %p
-16,4 %p
+1,6 %p
-10,2 %p
+28,2 %p
FWBF
AOP
FuH
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Für unnre Haamit (FuH): 5 Sitze
  • Aktives Oberes Preßnitztal (AOP): 3 Sitze
  • Freie Wähler BürgerForum (FWBF): 2 Sitze

Wappen

Im ältesten bekannten Ortssiegel von 1553 sind eine Tanne und Köhlergerätschaften (Schürhaken, Harke) abgebildet. Die Zahl 1655 kennzeichnet das Jahr der Verleihung des Stadtrechtes. Das Wappen weist auf Silberfunde in dieser Gegend, die Tanne mit den Geräten auf rege Kohlenbrennerei hin.

Beschreibung: In Gold ein blaugegürteter kniender Engel in silbernem Gewand und silbernen Flügeln hält die beiden blauen Wappenschilder. Diese zeigen vorn gekreuzt ein goldenes Schlägel und Eisen, hinten eine grüne bewurzelte Tannen, schräggekreuzt gelegte Schürhaken und goldene Köhlerharke. Im Schildfuß die Jahreszahl 1655.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Auf der acht Kilometer langen Strecke von Jöhstadt nach Steinbach verkehrt auf einem Teilstück der ehemaligen Schmalspurbahn zwischen Wolkenstein und Jöhstadt seit 1993 eine Museumsbahn, die Preßnitztalbahn.

In Schlössel befindet sich die Ausstellungs- und Fahrzeughalle der Preßnitztalbahn. In dieser Multifunktionshalle werden zwischen Mai und Oktober regelmäßig Ausstellungen gezeigt. Eine Dauerausstellung ist der Preßnitztalbahn gewidmet. Es finden weitere thematische Veranstaltungen (auch ohne Bezug zur Museumsbahn) statt.

Bauwerke

  • St.-Salvator-Kirche in Jöhstadt mit außergewöhnlichem Altar und historischer Orgel
  • Alter Schmelzofen im Ortsteil Schmalzgrube: Zeugnis des Eisenbergbaus
  • Kursächsische Postmeilensäule und königlich-sächsischer Stationsstein am Markt vor dem Rathaus

Besucherbergwerk

Zwischen den Ortsteilen Steinbach und Schmalzgrube befindet sich am westlichen Berghang des Preßnitztales das Besucherbergwerk „Andreas-Gegentrum-Stolln“, dessen Name sich von seiner Lage gegenüber (gegen trum) dem „Andreas-Stolln“ ableitet. Am Besucherbergwerk befindet sich ein Haltepunkt für die Schmalspurbahn Wolkenstein–Jöhstadt.

Das Montangebiet Jöhstadt ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Jöhstadt befindet sich einer der größten Windenergieparks in Sachsen. Haupterwerbszweige sind die klein- und mittelständische Industrie (Holzverarbeitung, Gerätebau) und der Tourismus. Auf dem ehemaligen Gelände der Fabrik von E.C. Flader Feuerlöschgerätefabrik werden heute durch die Firma PF Pumpen und Feuerlöschtechnik GmbH noch immer Feuerlöschpumpen hergestellt.

Die Stadt liegt an der Landesstraße 265. Im Jahre 1892 erhielt das bis dahin abgelegene Jöhstadt mit der Schmalspurbahn Wolkenstein–Jöhstadt einen Eisenbahnanschluss. Nach der Einstellung des Verkehrs auf dem letzten Teilstück bis Jöhstadt 1984 wurde die Strecke zunächst abgebaut. Nach der politischen Wende begann der Wiederaufbau der Strecke. Der 2000 begonnene Museumseisenbahnbetrieb durch Schmalzgrube nach Steinbach, an Wochenenden mit Dampflokomotiven, trägt seitdem maßgeblich zur touristischen Bedeutung der Region bei. Die Stadt Jöhstadt ist dabei seit 1994 das konzessionierte Eisenbahninfrastrukturunternehmen für die Schmalspurbahn.[5]

Die Anbindung an Annaberg-Buchholz und weitere Nachbarorte wird heute täglich mit den Linienbussen der Regionalverkehr Erzgebirge sichergestellt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Richard Steche: Jöhstadt. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 80.
  • Jöhstadt . In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 17. Band, Zwickau 1830, S. 101–106.
  • Jöhstadt. In: Max Grohmann "Das Obererzgebirge und seine Städte", S.1–24 des 9.Kapitels, Graser Annaberg 1903
  • Zwischen Wolkenstein, Marienberg und Jöhstadt (= Werte unserer Heimat. Band 41). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1985.
  • Heimatkundliches von Jöhstadt. Bearbeitet von Bernd Schreiter. VBS Arnsfeld 2012

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Abs. 5 SächsKurG vom 20. Januar 2014 (Sächsisches Amtsblatt Nr. 6/2014) (PDF; 358 KB)
  3. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. Information des Eisenbahnbundesamtes – Liste der EVU in der BRD

Weblinks

 Commons: Jöhstadt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Jöhstadt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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