Ivrea-Körper - LinkFang.de





Ivrea-Körper


Als Ivrea-Körper wird ein mächtiger geologischer Störkörper am Rand der Südalpen bezeichnet. Er wurde nach der norditalienischen Kleinstadt Ivrea in der Metropolitanstadt Turin benannt.

Der Ivrea-Körper ist ein schräg aus dem oberen Erdmantel emporragender Körper von deutlich größerer Dichte als seine Umgebung. Er bewirkt massive regionale Lotabweichungen sowie eine unregelmäßige Anomalie des südalpinen Geoids. Letztere wirkt sich – bedingt durch die nach Norden abtauchende Schräglage des Körpers – vor allem im Süden der Schweiz aus.

Die Verkippung des Blocks in seine schräge Position dürfte bei der Entstehung der Alpen erfolgt sein. Als Folge der Verkippung ist im Sesiatal (Nebenfluss des Po unweit von Ivrea) eine Schichtfolge zu sehen, die den Aufbau der Erdkruste bis hin zum oberen Erdmantel aufschließt. Dies hat in der Geologie auch zur Definition der Ivrea-Zone (bzw. Ivrea-Verbano-Zone) geführt, wo die Störung der Insubrischen Linie durchzieht, die als steile Aufschiebung der Nordalpen das Bernani- und Ortlermassiv vom Adamello-Komplex trennt.

Prinzipiell unterscheiden sich die Südalpen (nicht nur diese Zone) von den nördlich angrenzenden Gebieten dadurch, dass sie keine großen Decken bilden, sondern vor allem durch Aufschiebungen charakterisiert sind. Sie werden vielfach als verkümmerter, südvergenter Flügel der sonst nordvergenten Alpen angesehen.[1] Nach anderen Quellen sind die Gesteine des Ivrea-Körpers (auch als Vogelkopf bezeichnet) über lange geologische Zeiträume an leichtflüchtigen Komponenten verarmt.[2]

Erstmals vermessen wurde der Ivrea-Körper in den 1970er-Jahren durch Messungen der Lotabweichungen im Zuge einer genauen Geoidbestimmung in der Schweiz, und später auch durch regionale Gravimetrie und andere Methoden der geophysikalischen Prospektion.

Literatur

  • H. Murawski, Geologisches Wörterbuch (p. 35f). Enke-Verlag, Stuttgart 1977
  • M. Okrusch, S. Matthes: Mineralogie. Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer 2005

Einzelnachweise

  1. Murawski, Geologisches Wörterbuch, 1977
  2. Okrusch, Matthes: Mineralogie, 2005

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ivrea-Körper (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.