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Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland


Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e. V.
(IR)
Zweck: Bundesweite Koordinierungsinstanz und gemeinsames Beschlussorgan islamischer Religionsgemeinschaften
Vorsitz: Ali Kızılkaya
Gründungsdatum: 1986
Mitgliederzahl: 37 Mitgliedsorganisationen
Sitz: Köln
Website: islamrat.de

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e. V. (IR) ist neben der größeren Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V., dem Verband der Islamischen Kulturzentren e. V. und dem kleineren Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. ein islamischer Dachverband in Deutschland. Er wurde 1986 als bundesweite Koordinierungsinstanz und gemeinsames Beschlussorgan islamischer Religionsgemeinschaften in Berlin gegründet. Der IR versteht sich als Rechtsnachfolger des 1932 gegründeten „Islamischen Weltkongresses Zweigstelle Berlin e. V.“. Vorsitzender ist seit 2002 Ali Kızılkaya. Generalsekretär ist Burhan Kesici. Sitz des Verbandes ist Köln. Der Islamrat vertritt 37 Mitgliedsvereine mit geschätzten 40.000 bis 60.000 Mitgliedern.[1] Größter Mitgliedsverein ist die türkische Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), die die Mehrheit der Mitglieder sowie den Vorsitzenden stellt.[2][3] Seit April 2007 ist der Islamrat Gründungsmitglied des Koordinierungsrats der Muslime und stellte von April bis September 2008 mit Ali Kızılkaya dessen Sprecher.

Selbstverständnis und Ziele

Der Islamrat versteht sich als Interessengemeinschaft von in Deutschland lebenden Muslimen. Hierzu gehören die Bereiche Theologie, Glaubensunterweisung für Jugendliche und Erwachsene, die Durchführung von Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen. Er tritt für die Einheit und den Schutz des Islam ein, für kulturelle und religiöse Verständigung und die Integration der Muslime durch Schaffung einer zukunftsorientierten Infrastruktur. Er strebt die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit die Gleichstellung mit anderen Religionsgemeinschaften an.[4]

Gemeinsam mit dem Zentralrat der Muslime hat er Kommissionen ins Leben gerufen, die Lobbyarbeit für die Erteilung Islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen und für eine Ausnahmegenehmigung für das Schächten in Deutschland betreiben.

Der Vorsitzende Burhan Kesici machte die Haltung des Islamrats gegenüber Homosexualität deutlich, indem er in einem Radiointerview betonte, dass der Islam so was nicht akzeptiere. "Menschen, die sich als Muslime betrachte und schwul und lesbisch sind", bezeichnete er als "eine ganz kleine Minderheit."[5]

Bundesverbände

Landesverbände

Verbindungen zu islamistischen Organisationen

Die größte Mitgliedsorganisation des Islamrats ist die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), der islamistische Tendenzen vorgeworfen werden. Der Verfassungsschutz vermutet, dass die IGMG den Islamrat für die Vertretung ihrer Interessen nutzt und verweist darauf, dass der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kızılkaya, ehemals Funktionär der IGMG war.[6] Gleiches gilt laut dem niedersächsischen Verfassungsschutz für den langjährigen früheren Vorsitzenden, Hasan Özdogan. Dort wird Kızılkaya auch als ehemaliger Generalsekretär von IGMG genannt.[7] Kizilkaya selbst sieht die IGMG dagegen lediglich als wichtiges, aber nicht als dominierendes Mitglied an.[2][3] Dem Islamrat wurde auch vorgehalten, mit der von Muammar al-Gaddafi gegründeten World Islamic Peoples Leadership, einer panislamischen Organisation, zusammengearbeitet zu haben, was zur Abwahl des letzten Verbandsvorsitzenden Hasan Özdoğan geführt habe.[8]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Integration und Islam. Migration, Flüchtlinge und Integration. Schriftenreihe Band 14 , Fachtagung Juni 2005, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
  2. 2,0 2,1 Für die Belange der Muslime , Gespräch der Islamischen Zeitung mit A. Kizilkaya, 26. November 2003
  3. 3,0 3,1 Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e. V. , Verfassungsschutz Niedersachsen
  4. Selbstdarstellung des Islamrates
  5. Tobias Armbrüster: "Der Islam ist selbstverständlich mit dem Grundgesetz vereinbar". Interview mit Burhan Kesici. Deutschlandfunk, 18. April 2016, abgerufen am 18. April 2016.
  6. Verfassungsschutzbericht 2003 , Bundesministerium des Innern
  7. Islamische Gemeinschaft Milli Görüş e. V. (IGMG) , Niedersächsisches Landesamt für Verfassungsschutz
  8. Islamische Organisationen in Deutschland , Uta Rasche, FAZ, 25. Oktober 2001

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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